Vmax Bestimmung

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cxspark
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Vmax Bestimmung

Beitrag von cxspark »

Hi,
hier mal zwei Bilder zur Vmax-Bestimmung mit GPS-Log. Wichtig ist wirklich darauf zu achten dass dei Strasse nicht doch leicht abfällt. Das macht schnell ein paar km/h aus.
Ich bin ja der erklärten Ansicht, dass dies die vergleichbarste Bestimmung von Motorleistung ist, aber das kann jeder halten wie er will ;-)

2.0 8V 115 PS 199-200 km/h
1.8 8V 110 PS 189-190 km/h
Fast die gleichen Streckenpunkte (wegen Verkehr), identischer Setup der Fahrzeuge was Fahrwerk, Bereifung, Auspuffanlage angeht.

Oben Höhe (minimale Unterschiede), darunter V, darunter die detaillierten GPS-Infos.

Bild

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Stahlfarbener 90er Luxus-GT2. christiansinner (at) hotmail.com. Das 2E Motor&Getriebepaket vom Scala wartet noch auf Bastler.
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christian_scirocco2
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Beitrag von christian_scirocco2 »

Hallo,

was braucht man denn um so eine Analyse machen zu können? Kenne mich mit GPS & Co. überhaupt nicht aus.

Gruß Chirstian
Scirocco 2 GT2 16V
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cxspark
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Beitrag von cxspark »

DU brauchst ein Navi dass einen offenen Desktop hat, als dort Software installiert werden kann. Dann holst du dir aus dem Internet kostenlos GPS-Tacho
und lässt das bei der Fahrt einen Logfile mitlaufen. Oder du bekommst bei manchen Navis direkt die Möglichkeit einen GPS-Trace zu erzeugen.
Den spielst du dann auf den PC und holst dir wieder kostenlos GPS-Trackanalyse aus dem Internet.

Die Sparversion ist während der Fahrt auf ebenes Gelände zu achten (als Höhenangabe kontrollieren) und dann erst Vmax als korrekt vom Navi sich merken. -)
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Pink
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Beitrag von Pink »

Moin,

ich kenne mich damit ebensoweinig aus, aber glaubst Du das diese billigen Dinger, die für den Privatgebrauch verkauft werden, genau gehen?

Mein Schwager hat sich ein recht teures GPS gekauft, um 1.000,- $, das zeigt über Satellit auf Meereshöhe NULL am Pazifik schon eine Höhendifferenz von min. 5-9m an!

Geh nach den Geschwindigkeitsangaben des Fahrzeugherstellers, dann weißt wie schnell das Auto ist.

Bei hochwertigen, millitärischen Geräten um 5.000,- bis 10.000,- € werden wohl andere Tolleranzen vorhanden sein, aber diese billige Massenproduktion, vergleichbar mit den damaligen Quartz-Uhren, die die mechanischen verdrängt haben, da geht eine mechanische Uhr bei weitem genauer, als dieser billige Quartz-Müll. Nichts gegen Quartz-Uhren, habe eine sehr genaue Tissot Autoquartz, die hat, wenn sie täglich getragen wird, in drei Monaten eine Gangabweichung von ca. 2 Sekunden, also Chronometer-Qualität! Normale Quartz-Uhren haben um 20 sec. pro Monat. Es geht schon genau, ist halt eine Preisfrage.

MfG

Wolfgang
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cxspark
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Beitrag von cxspark »

Das ist ja auch richtig so -). Denn "Meereshöhe" oder Normalnull sind dehnbare Begriff.
Im Ernst: GPS in der zivilen Version hat eine gewisse Ungenauigkeit, die durch das Gerät nach einer Einschwingzeit weggefiltert hat.
Wenn keine störenden Einflüsse da sind (Innenstadt-Häuserschluchten),
sondern du auf der geraden Autobahn unterwegs bist (sinnvoll bei Vmax-Bestimmung -)), ist die Genauigkeit sicher +-2 m.
Ich könnte dir den Logfile auch komplett zeigen, da schwankt sehr wenig (1,3 m Unterschied zwischen beiden Messfahrten, relativ < 20 cm). Die absolute Höhe ist auch weniger relevant als die relative. D.h. ob du in der Ebene auf 519 oder 522 m bist, ist unwichtig. Wichtig ist ob es abwärts oder aufwärts geht.

Die Herstellerangaben??? Da lach ich aber mal herzlich auf.
Erstens ist die Leistung abhängig vom Zustand. Ich hatte zwei JH, einer lief stramm auf seine 181, der andere quälte sich auf 179.
Zweitens gibt es gerade bei Veränderungen am Fahrzeug keine Werte mehr. Ob das nun breitere Reifen, anderes Getriebe oder gar komplett anderer Motor wie bei meinem 2E im Rocco, da kann man nur schätzen. Z.B: läuft der G3 mit dem 2E meiner Erinnerung nach 197-198 km/h. Vergleiche mit 66 km G3 und Rocco zeigen dass da kein grosser Unterschied ist.
Wer geht denn sonst auf einen Leistungsprüfstand? Genau diejenigen könnten ihre Leistung und auch Veränderungen bewerten mit einer solchen Fahrt. Z.B. hat das Verstellen der Co-Schraube von um 6V auf um 8 V 2-3 km/h mehr gebracht.

Die Herstellerqualität bdeutet bei GPS-Empfängern absolut gar nichts. Entweder empfängt der Empfänger oder nicht.
Die Genauigkeit liegt im Verfahren. Das ist wie mit einem billigen PC. Entweder tut er oder nicht. Aber ungenauer gibt es bei Digital nicht. Eine Digitaluhr hat ihren eigenen Schwingquarz, der Toleranzen aufweist und zudem temperaturabhängig schwankt.
Der GPS-Empfänger dagegen empfängt passiv Signale mehrere Satellitensender und berechnet aus den Differenzen deren Uhrzeiten die Position. Der einzige Unterschied ist wenn D-GPS eingesetzt wird, wo zusätzlich eine ortsbekannte Bodenstation mitbenutzt wird. D-GPS ist nochmals deutlich genauer.
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christian_scirocco2
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Beitrag von christian_scirocco2 »

Hi,

danke für die erklärung. Eltern müßten so ein navi haben. Zumindest ist da so ein Windows Mobile? oder so drauf, optisch so wie XP.

Gruß Chirstian
Scirocco 2 GT2 16V
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Beitrag von 53B »

Sind AP22 Messungen aus der Mode?
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Stephan
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Beitrag von Stephan »

Wo bekommt man denn die Tachosoftware fürs Navi her? Also am besten nur einen Tacho statt NaviSoftware ;-) . Interessant wäre beim Betriebssystemstart die Auswahl zwischen Navisoftware und anderer Software.

Ich selbst benutze ein Magellan Maestro 4215 (oder 4250, weis gerade nicht so genau). Auf die Daten des Gerätes kann man direkt zugreifen und sie verändern (zB. die Pics für die Anzeigen).

@Goran:
Das AP22 ist nach oben hinaus immer ungenauer. Das liegt am Meßfehler und den nicht ganz genauen Fahrzeugwerten. Das AX 22, das Dirk hat, besitzt ja GPS und gleicht damit ziemlich viel aus. Das hat aber nicht jeder (teuer).

Zum Thema Geschwindigkeitsmessung mit Navi:
Wenn längere Strecken auf der Autobahn gefahren werden, ist die Anzeige schon ziemlich genau. Schließlich wird ja auch nur eine Weg Zeit Bestimmung durchgeführt, bzw. verschiedene Streckenpunkte im Gerät mit dem Satellitensignal verglichen und nachgerechnet. Also werden schon alleine prinzipbedingt Meßfehler immer wieder ausgeglichen.

Ich konnte testweise verschiedene Navis - dabei Billiggeräte, teure Festeinbaugeräte, Handysoftware (Velox auf Sony Ersicson Aino) - mit geeichten Tachos vegleichen (Polizeifahrzeuge mit amtl. geeichten Tachos, bzw Police Pilot). Die Abweichung lag immer nur um 1km/h untereinander. Damit schließe ich für mich, das man der im Navi angezeigen Geschwindigkeit auf freier Bahn durchaus schon glauben schenken darf. Mir ist gleichwohl sehr bewußt, das es in Häuserschluchten teils auch zu Totalausfällen des GPS kommt (zB. Hannover Innenstadt).
MfG,
Stephan


Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht vom Auge zum Ohr verlaufen...
(Walter Röhrl)
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Peet!
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Beitrag von Peet! »

Pink hat geschrieben:Moin,

ich kenne mich damit ebensoweinig aus, aber glaubst Du das diese billigen Dinger, die für den Privatgebrauch verkauft werden, genau gehen?

Mein Schwager hat sich ein recht teures GPS gekauft, um 1.000,- $, das zeigt über Satellit auf Meereshöhe NULL am Pazifik schon eine Höhendifferenz von min. 5-9m an!

Geh nach den Geschwindigkeitsangaben des Fahrzeugherstellers, dann weißt wie schnell das Auto ist.

Bei hochwertigen, millitärischen Geräten um 5.000,- bis 10.000,- € werden wohl andere Tolleranzen vorhanden sein, aber diese billige Massenproduktion, vergleichbar mit den damaligen Quartz-Uhren, die die mechanischen verdrängt haben, da geht eine mechanische Uhr bei weitem genauer, als dieser billige Quartz-Müll. Nichts gegen Quartz-Uhren, habe eine sehr genaue Tissot Autoquartz, die hat, wenn sie täglich getragen wird, in drei Monaten eine Gangabweichung von ca. 2 Sekunden, also Chronometer-Qualität! Normale Quartz-Uhren haben um 20 sec. pro Monat. Es geht schon genau, ist halt eine Preisfrage.

MfG

Wolfgang
ja ja, das mit dem Meeresspiegel
das alleine schon Flut und Ebbe eine Differenz von bis zu 7 m ausmachen können, dann die 2 m vom Christian dazu, hossa!

gruß
Wenn du redest,
muß deine Rede besser sein,
als dein Schweigen gewesen wäre !
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53B
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Beitrag von 53B »

Die Navimethode scheidet aber bei Fahrzeugen die in den Begrenzer fahren aus genauso wie bei Fahrzeugen die einfach extrem lang übersetzt sind oder? Vergleichswerte hab ich doch auch nur wieder Rocco bedingt, bei höheren Geschwindigkeiten zählen doch gerade noch Aerodynamik und Abrollwiderstände. War es nicht so das ein Steppan Flügel 10-15km/h kostet?
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