Karmann im Finale - Update Oktober 2009
- klimarocco
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Karmann im Finale - Update Oktober 2009
Karmann-Mitarbeiter seit 5 Jahren im Platzregen. Die hiesige Tagespresse meldet - ich zitiere mit bedrückendem Gefühl > Martin
Karmann entlässt 800 Mitarbeiter
prin Osnabrück. (Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 16.10.2009)
Paukenschlag bei Karmann: Insolvenzverwalter Ottmar Hermann will nach Informationen unserer Zeitung noch in diesem Monat 800 der knapp 1600 Beschäftigten kündigen. Betroffen sind alle drei Teilbereiche des Unternehmens: Dachsysteme, Technische Entwicklung und Metal Unit.
Die Schuldenlast scheint Karmann zu erdrücken: Wegen fehlender Aufträge und Schulden in dreistelliger Millionenhöhe sieht sich Insolvenzverwalter Ottmar Hermann gezwungen, 800 der knapp 1600 Beschäftigten des Traditionsunternehmens zu entlassen. Das erklärte Hermann gestern während einer nicht öffentlichen Gläubigerversammlung. Dieser Schritt sei auch notwendig, weil eine Besserung der Auftragslage in den nächsten Monaten nicht in Sicht ist. Gestern Nachmittag hatte das Insolvenzteam den Betriebsrat über die geplanten Kündigungen informiert. In den nächsten Tagen sollen weitere Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern geführt werden. Der stellvertretende Betriebsratschef Gerhard Schrader und IG-Metall-Chef Hartmut Riemann zeigten sich entsetzt. Gewerkschaft und Betriebsrat wollen dafür kämpfen, dass es zu weniger Entlassungen kommt.
Die Betroffenen müssen damit rechnen, keine Abfindungen zu bekommen. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters schloss die Möglichkeit nicht aus, dass die Entlassenen kurzfristig zum Arbeitsamt geschickt würden. Das für den Fall, dass die Firma während des gesetzlichen Kündigungszeitraums von drei Monaten ihre Löhne nicht mehr zahlen könne. Für die letzte Entlassungswelle hatte Karmann noch eine Transfergesellschaft einrichten können, in der die Betroffenen weiterqualifiziert und in neue Jobs vermittelt wurden. Für ein ähnliches Angebot ist jetzt offensichtlich kein Geld mehr da.
Damit halbiert Hermann die Zahl der Karmänner. Obwohl in allen drei Teilbereichen Entlassungen ausgesprochen werden sollen, ist nach Informationen unserer Zeitung die Sparte Dachsysteme mit ihren 350 Beschäftigten in Osnabrück am wenigsten betroffen. Dort reichen die Aufträge noch bis Mai 2010.
Anfang dieser Woche hatten der spanische Automobilzulieferer CIE Automotive und die deutsche Magna-Tochter CTS dem Betriebsrat und dem Insolvenzverwalter Konzepte für Kauf und Fortführung der Karmann-Dachsysteme vorgestellt. Die Technische Entwicklung und die Metal Unit finden offensichtlich weniger Interesse. Aktuell gibt es dort auch keine Aufträge.
In diesen beiden Sparten sollen jetzt auch die meisten Kündigungen ausgesprochen werden – die Metal Unit steht vor der kompletten Schließung. Für die Sparte Technische Entwicklung verhandelt Hermann noch lediglich mit einem Interessenten. Auch für die Unterabteilung Werkzeugbau führt der Insolvenzverwalter Verkaufsverhandlungen mit nur einem interessierten Unternehmen. Trotz der Massenentlassung bedeute dieser Schritt immer noch nicht das Ende von Karmann, so ein Sprecher Hermanns. Das Insolvenzteam bemühe sich weiterhin um Investoren – und um die Rettung der Firma.
137 Azubis zittern um ihre Lehrstelle
Von Stefan Prinz
Osnabrück. (Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 14.10.2009)
Die Lehrwerkstatt der 137 Karmann-Azubis steht offensichtlich vor dem Aus: Wegen der finanziellen Schwierigkeiten des insolventen Autobauers sei es denkbar, dass die Ausbildung eingestellt werden müsse, heißt es aus dem Betriebsrat. Einen formellen Beschluss gäbe es aber noch nicht.
Die Lage bei Karmann spitzt sich weiter zu: Nach Informationen unserer Zeitung ist unsicher, ob Karmann im November überhaupt noch die vollen Löhne zahlen kann. „Dem Insolvenzverwalter geht die Luft aus“, heißt es aus gut unterrichteten Kreisen. Die finanzielle Lage verschärft sich auch deshalb, weil die Firma nicht nur auf neue Aufträge wartet, sondern weil auch einige Kunden Rechnungen nicht bezahlen. Geld, mit dem der Insolvenzverwalter fest gerechnet hatte.
Wegen der allgemeinen Geldnot wurden gestern die 137 Lehrlinge und ihre acht Ausbilder darüber informiert, dass die Ausbildung möglicherweise demnächst eingestellt werden müsse, sagte ein besorgter stellvertretender Betriebsratschef Gerhard Schrader. „Das wäre ein schwerer Schlag für die Region. Die Ausbildung bei Karmann habe „einen exzellenten Ruf“. Karmann hat in den vergangenen Jahren Bundes- und Landessieger gestellt. „Wir bilden hier für die ganze Region aus“, so Schrader.
Bereits vor einigen Monaten hatten gemeinsame Anstrengungen von Politik und Industrie das Ende der Karmann-Lehrwerkstatt abwenden können.
IG Metall und Betriebsrat arbeiten jetzt an einem Konzept, die Lehrwerkstatt notfalls als externe Ausbildungseinrichtung am bisherigen Standort fortzuführen – ohne Karmann. „Wir stehen dazu auch im Gespräch mit dem Arbeitsamt“, sagte Osnabrücks IG-Metall-Chef Hartmut Riemann.
Die Lage ist ernst
Der Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann betonte jedoch, dass die Lehrwerkstatt nicht vorzeitig geschlossen werden soll. Erst wenn das gesamte Unternehmen nicht mehr zu halten sei, bedeute das auch das Ende der Ausbildung. Allerdings sei die Lage „sehr ernst“.
Ganz entscheidend dürfte die Zukunft von den Verkaufsverhandlungen über die Dachsysteme abhängen. Gestern und heute haben die beiden verbliebenen Interessenten, der spanische Automobilzulieferer CIE Automotive und die deutsche Magna-Tochter CTS, dem Insolvenzverwalter und dem Betriebsrat ihre jeweiligen Konzepte für die Fortführung der Sparte Dachsysteme vorgestellt.
Nach Branchen-Informationen wird in der nächsten Woche mit einer Entscheidung gerechnet. Auch deshalb, weil Hermann das Geld dringend zur Fortführung der Traditionsfirma benötigen würde.
Ob der Insolvenzverwalter dieses Geld allerdings überhaupt in das kriselnde Unternehmen stecken darf und so Zeit für die Investorensuche bekommt, wird auch von der Entscheidung der zahlreichen Karmann-Gläubiger abhängen.
Gläubiger-Versammlung
Bereits am morgigen Donnerstag könnte Ottmar Hermann während der Gläubiger-Versammlung in der Osnabrückhalle ein deutliches Signal bekommen, ob die Gläubiger das insolvente Unternehmen noch länger erhalten wollen – und mit ihm die Ausbildungsplätze.
Die drei großen Karmann-Probleme (Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 16.10.2009, ganzer Beitrag siehe Homepage der Quelle)
15.10.2009 - Die vergangenen fünf Jahre in der Geschichte von Osnabrücks insolventem Autobauer Karmann gleichen einem langsamen Sterben. Die Rettung des Traditionsunternehmens scheitert möglicherweise an der Zahlungsunwilligkeit der Kunden, am Desinteresse der großen Autobauer und am Gewinnstreben der Gesellschafterfamilien.
Karmann entlässt 800 Mitarbeiter
prin Osnabrück. (Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 16.10.2009)
Paukenschlag bei Karmann: Insolvenzverwalter Ottmar Hermann will nach Informationen unserer Zeitung noch in diesem Monat 800 der knapp 1600 Beschäftigten kündigen. Betroffen sind alle drei Teilbereiche des Unternehmens: Dachsysteme, Technische Entwicklung und Metal Unit.
Die Schuldenlast scheint Karmann zu erdrücken: Wegen fehlender Aufträge und Schulden in dreistelliger Millionenhöhe sieht sich Insolvenzverwalter Ottmar Hermann gezwungen, 800 der knapp 1600 Beschäftigten des Traditionsunternehmens zu entlassen. Das erklärte Hermann gestern während einer nicht öffentlichen Gläubigerversammlung. Dieser Schritt sei auch notwendig, weil eine Besserung der Auftragslage in den nächsten Monaten nicht in Sicht ist. Gestern Nachmittag hatte das Insolvenzteam den Betriebsrat über die geplanten Kündigungen informiert. In den nächsten Tagen sollen weitere Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern geführt werden. Der stellvertretende Betriebsratschef Gerhard Schrader und IG-Metall-Chef Hartmut Riemann zeigten sich entsetzt. Gewerkschaft und Betriebsrat wollen dafür kämpfen, dass es zu weniger Entlassungen kommt.
Die Betroffenen müssen damit rechnen, keine Abfindungen zu bekommen. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters schloss die Möglichkeit nicht aus, dass die Entlassenen kurzfristig zum Arbeitsamt geschickt würden. Das für den Fall, dass die Firma während des gesetzlichen Kündigungszeitraums von drei Monaten ihre Löhne nicht mehr zahlen könne. Für die letzte Entlassungswelle hatte Karmann noch eine Transfergesellschaft einrichten können, in der die Betroffenen weiterqualifiziert und in neue Jobs vermittelt wurden. Für ein ähnliches Angebot ist jetzt offensichtlich kein Geld mehr da.
Damit halbiert Hermann die Zahl der Karmänner. Obwohl in allen drei Teilbereichen Entlassungen ausgesprochen werden sollen, ist nach Informationen unserer Zeitung die Sparte Dachsysteme mit ihren 350 Beschäftigten in Osnabrück am wenigsten betroffen. Dort reichen die Aufträge noch bis Mai 2010.
Anfang dieser Woche hatten der spanische Automobilzulieferer CIE Automotive und die deutsche Magna-Tochter CTS dem Betriebsrat und dem Insolvenzverwalter Konzepte für Kauf und Fortführung der Karmann-Dachsysteme vorgestellt. Die Technische Entwicklung und die Metal Unit finden offensichtlich weniger Interesse. Aktuell gibt es dort auch keine Aufträge.
In diesen beiden Sparten sollen jetzt auch die meisten Kündigungen ausgesprochen werden – die Metal Unit steht vor der kompletten Schließung. Für die Sparte Technische Entwicklung verhandelt Hermann noch lediglich mit einem Interessenten. Auch für die Unterabteilung Werkzeugbau führt der Insolvenzverwalter Verkaufsverhandlungen mit nur einem interessierten Unternehmen. Trotz der Massenentlassung bedeute dieser Schritt immer noch nicht das Ende von Karmann, so ein Sprecher Hermanns. Das Insolvenzteam bemühe sich weiterhin um Investoren – und um die Rettung der Firma.
137 Azubis zittern um ihre Lehrstelle
Von Stefan Prinz
Osnabrück. (Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 14.10.2009)
Die Lehrwerkstatt der 137 Karmann-Azubis steht offensichtlich vor dem Aus: Wegen der finanziellen Schwierigkeiten des insolventen Autobauers sei es denkbar, dass die Ausbildung eingestellt werden müsse, heißt es aus dem Betriebsrat. Einen formellen Beschluss gäbe es aber noch nicht.
Die Lage bei Karmann spitzt sich weiter zu: Nach Informationen unserer Zeitung ist unsicher, ob Karmann im November überhaupt noch die vollen Löhne zahlen kann. „Dem Insolvenzverwalter geht die Luft aus“, heißt es aus gut unterrichteten Kreisen. Die finanzielle Lage verschärft sich auch deshalb, weil die Firma nicht nur auf neue Aufträge wartet, sondern weil auch einige Kunden Rechnungen nicht bezahlen. Geld, mit dem der Insolvenzverwalter fest gerechnet hatte.
Wegen der allgemeinen Geldnot wurden gestern die 137 Lehrlinge und ihre acht Ausbilder darüber informiert, dass die Ausbildung möglicherweise demnächst eingestellt werden müsse, sagte ein besorgter stellvertretender Betriebsratschef Gerhard Schrader. „Das wäre ein schwerer Schlag für die Region. Die Ausbildung bei Karmann habe „einen exzellenten Ruf“. Karmann hat in den vergangenen Jahren Bundes- und Landessieger gestellt. „Wir bilden hier für die ganze Region aus“, so Schrader.
Bereits vor einigen Monaten hatten gemeinsame Anstrengungen von Politik und Industrie das Ende der Karmann-Lehrwerkstatt abwenden können.
IG Metall und Betriebsrat arbeiten jetzt an einem Konzept, die Lehrwerkstatt notfalls als externe Ausbildungseinrichtung am bisherigen Standort fortzuführen – ohne Karmann. „Wir stehen dazu auch im Gespräch mit dem Arbeitsamt“, sagte Osnabrücks IG-Metall-Chef Hartmut Riemann.
Die Lage ist ernst
Der Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann betonte jedoch, dass die Lehrwerkstatt nicht vorzeitig geschlossen werden soll. Erst wenn das gesamte Unternehmen nicht mehr zu halten sei, bedeute das auch das Ende der Ausbildung. Allerdings sei die Lage „sehr ernst“.
Ganz entscheidend dürfte die Zukunft von den Verkaufsverhandlungen über die Dachsysteme abhängen. Gestern und heute haben die beiden verbliebenen Interessenten, der spanische Automobilzulieferer CIE Automotive und die deutsche Magna-Tochter CTS, dem Insolvenzverwalter und dem Betriebsrat ihre jeweiligen Konzepte für die Fortführung der Sparte Dachsysteme vorgestellt.
Nach Branchen-Informationen wird in der nächsten Woche mit einer Entscheidung gerechnet. Auch deshalb, weil Hermann das Geld dringend zur Fortführung der Traditionsfirma benötigen würde.
Ob der Insolvenzverwalter dieses Geld allerdings überhaupt in das kriselnde Unternehmen stecken darf und so Zeit für die Investorensuche bekommt, wird auch von der Entscheidung der zahlreichen Karmann-Gläubiger abhängen.
Gläubiger-Versammlung
Bereits am morgigen Donnerstag könnte Ottmar Hermann während der Gläubiger-Versammlung in der Osnabrückhalle ein deutliches Signal bekommen, ob die Gläubiger das insolvente Unternehmen noch länger erhalten wollen – und mit ihm die Ausbildungsplätze.
Die drei großen Karmann-Probleme (Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 16.10.2009, ganzer Beitrag siehe Homepage der Quelle)
15.10.2009 - Die vergangenen fünf Jahre in der Geschichte von Osnabrücks insolventem Autobauer Karmann gleichen einem langsamen Sterben. Die Rettung des Traditionsunternehmens scheitert möglicherweise an der Zahlungsunwilligkeit der Kunden, am Desinteresse der großen Autobauer und am Gewinnstreben der Gesellschafterfamilien.
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suran
AW: Karmann im Finale - Update Oktober 2009
So traurig das ist, aber Karmann hat nur noch 10% seiner ursprünglichen Belegschaft an Bord, glaubt denn wirklich noch jemand, dass solch eine Firma eine Perspektive und eine Zukunft hat.
Die meisten Leistungsträger sind in solchem Fall doch schon längt weggegangen und die die noch da sind werden sich wohl spätestenes jetzt nach einem möglichen neuen Job umschauen.
Zum Thema Abfindungen muss man auch mal sagen, dass entgegen der weitverbreiteten Meinung, es keinen Anspruch auf eine Abfindung oder eine Transfergesellschaft gibt und wie ich aus eigener leidvollen Erfahrung weiss, bekommen diejenigen, die erst spät eine untergehende Firma verlassen meist auch die geringsten oder garkeine Gelder mehr für Weiterbildung oder eben als Abfindung ausgezahlt.
Die meisten Leistungsträger sind in solchem Fall doch schon längt weggegangen und die die noch da sind werden sich wohl spätestenes jetzt nach einem möglichen neuen Job umschauen.
Zum Thema Abfindungen muss man auch mal sagen, dass entgegen der weitverbreiteten Meinung, es keinen Anspruch auf eine Abfindung oder eine Transfergesellschaft gibt und wie ich aus eigener leidvollen Erfahrung weiss, bekommen diejenigen, die erst spät eine untergehende Firma verlassen meist auch die geringsten oder garkeine Gelder mehr für Weiterbildung oder eben als Abfindung ausgezahlt.
- kogafreund
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AW: Karmann im Finale - Update Oktober 2009
Das ist falsch !suran hat geschrieben:Zum Thema Abfindungen muss man auch mal sagen, dass entgegen der weitverbreiteten Meinung, es keinen Anspruch auf eine Abfindung...gibt ...
§ 1 a KSchG:
Abfindungsanspruch bei betriebsbedingter Kündigung
(1) Kündigt der Arbeitgeber wegen dringender betrieblicher Erfordernisse nach § 1 Abs. 2 Satz 1 und erhebt der Arbeitnehmer bis zum Ablauf der Frist des § 4 Satz 1 keine Klage auf Feststellung, dass das Arbeitsverhältnis durch die Kündigung nicht aufgelöst ist, hat der Arbeitnehmer mit dem Ablauf der Kündigungsfrist Anspruch auf eine Abfindung. Der Anspruch setzt den Hinweis des Arbeitgebers in der Kündigungserklärung voraus, dass die Kündigung auf dringende betriebliche Erfordernisse gestützt ist und der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist die Abfindung beanspruchen kann.
(2) Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses. § 10 Abs. 3 gilt entsprechend. Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden.
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suran
AW: Karmann im Finale - Update Oktober 2009
Das stellt nur eine Ausnahme dar, ansonsten hier mal was zum lesen
http://de.wikipedia.org/wiki/Abfindung_im_Arbeitsrecht
Aber so oder so, Karmann würden nur neue Aufträge retten und wenn man sieht in welcher Lage die Autoindustrie sich befindet, ist damit wohl nicht mehr zu rechnen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Abfindung_im_Arbeitsrecht
Aber so oder so, Karmann würden nur neue Aufträge retten und wenn man sieht in welcher Lage die Autoindustrie sich befindet, ist damit wohl nicht mehr zu rechnen.
- kogafreund
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AW: Karmann im Finale - Update Oktober 2009
Was in Wikipedia zum Abfindungsanspruch steht, ist größtenteils grob falsch.
Mein Rat wäre (besonders in Rechtsfragen), sich nicht immer auf diese Quelle zu verlassen.
Daß Karmann wohl nicht mehr zu retten ist, kommt für die Betroffenen oft langjährigen Mitarbeiter ganz schlimm.
Man kann nur hoffen, daß die eine andere Beschäftigung finden.
Mein Rat wäre (besonders in Rechtsfragen), sich nicht immer auf diese Quelle zu verlassen.
Daß Karmann wohl nicht mehr zu retten ist, kommt für die Betroffenen oft langjährigen Mitarbeiter ganz schlimm.
Man kann nur hoffen, daß die eine andere Beschäftigung finden.
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- klimarocco
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AW: Karmann im Finale - Update Oktober 2009
Aus der Flut der beinahe täglichen Meldungen in der Osnabrücker Tagespresse - hier vom 26.10.2009
VW berät über Karmann-Kauf - Entscheidung bis 11. November
prin Osnabrück.
Der VW-Konzern will bis 11. November über eine Übernahme des insolventen Autobauers Karmann entscheiden. Nach Informationen unserer Zeitung (Montagausgabe) wird sich der Vorstand von Volkswagen am Dienstag mit einem etwaigen Kauf des Osnabrücker Unternehmens befassen.
VW steht offenbar kurz vor einem Einstieg bei Karmann. Foto: dpa
VW steht offenbar kurz vor einem Einstieg bei Karmann. Foto: dpa
Am 11. November soll dann der Aufsichtsrat des Konzerns eine endgültige Entscheidung treffen. Wie aus gut informierten Kreisen verlautete, geht es dabei um „hopp oder top“. Ob eine Eingliederung von Karmann als sechstes Werk in das Wolfsburger Unternehmen gelinge, hänge „am seidenen Faden“.
Vorbehalte bei VW
So gibt es dem Vernehmen nach innerhalb von VW zum Teil erhebliche Vorbehalte gegen ein Engagement bei Karmann. Konzernchef Martin Winterkorn solle eine Übernahme unterstützen. Manche Unternehmensteile fürchteten dagegen um die eigene Auslastung und sähen eine Verlagerung von Cabrio-Produktionen nach Osnabrück kritisch.
Wulff lehnt Spekulationen ab
Den Angaben zufolge sei vor diesem Hintergrund eine Karmann-Übernahme nur dann vertretbar, wenn sich der Kaufpreis im Rahmen halte. Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) lehnte am Sonntag eine Stellungnahme zu der Entwicklung um Karmann ab. Er ließ lediglich wissen, dass er die derzeitigen Spekulationen für „nicht hilfreich“ halte. Die Landesregierung werde sich daran jedenfalls nicht beteiligen.
Bislang soll es noch enorme Differenzen zwischen VW und den Karmann-Gesellschaftern geben. Während Volkswagen laut „Spiegel“ nur einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag biete, fordert die Gegenseite nach Informationen unserer Zeitung rund 65 Millionen Euro.
Verhandlungen laufen schon länger
Verhandelt wird dabei offensichtlich nur über größere Teile des Osnabrücker Werksgeländes. Die Gesellschafterfamilien Boll, Karmann und Battenfeld „sind sich untereinander über ein gemeinsames Vorgehen völlig einig“, so ein Sprecher der Gesellschafter.
Nach Informationen unserer Zeitung verhandelt Volkswagen schon seit mehr als einem Jahr mit Karmann. Demnach haben die Gesellschafter dem Wolfsburger Autobauer in dieser Zeit detaillierte Einblicke in die Bücher gewährt und alle Zahlen offen gelegt.
Dass diese Verhandlungen jetzt öffentlich geworden sind, werten Branchenkreise gegenüber unserer Zeitung als „einen Versuch von Volkswagen, das Unternehmen Karmann geschenkt zu bekommen“. Damit solle Druck auf die Gesellschafter ausgeübt werden, zu einem möglichst niedrigen Preis zu verkaufen, hieß es.
Der insolvente Autobauer steht unter enormen Druck. Ohne frisches Geld droht dem Traditionsunternehmen schon am 1. November die endgültige Schließung – und den verbliebenen 1600 Beschäftigten der Verlust ihrer Jobs.
Weitere Hintergründe in der Ausgabe der NOZ vom 26.10.2009.
VW berät über Karmann-Kauf - Entscheidung bis 11. November
prin Osnabrück.
Der VW-Konzern will bis 11. November über eine Übernahme des insolventen Autobauers Karmann entscheiden. Nach Informationen unserer Zeitung (Montagausgabe) wird sich der Vorstand von Volkswagen am Dienstag mit einem etwaigen Kauf des Osnabrücker Unternehmens befassen.
VW steht offenbar kurz vor einem Einstieg bei Karmann. Foto: dpa
VW steht offenbar kurz vor einem Einstieg bei Karmann. Foto: dpa
Am 11. November soll dann der Aufsichtsrat des Konzerns eine endgültige Entscheidung treffen. Wie aus gut informierten Kreisen verlautete, geht es dabei um „hopp oder top“. Ob eine Eingliederung von Karmann als sechstes Werk in das Wolfsburger Unternehmen gelinge, hänge „am seidenen Faden“.
Vorbehalte bei VW
So gibt es dem Vernehmen nach innerhalb von VW zum Teil erhebliche Vorbehalte gegen ein Engagement bei Karmann. Konzernchef Martin Winterkorn solle eine Übernahme unterstützen. Manche Unternehmensteile fürchteten dagegen um die eigene Auslastung und sähen eine Verlagerung von Cabrio-Produktionen nach Osnabrück kritisch.
Wulff lehnt Spekulationen ab
Den Angaben zufolge sei vor diesem Hintergrund eine Karmann-Übernahme nur dann vertretbar, wenn sich der Kaufpreis im Rahmen halte. Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) lehnte am Sonntag eine Stellungnahme zu der Entwicklung um Karmann ab. Er ließ lediglich wissen, dass er die derzeitigen Spekulationen für „nicht hilfreich“ halte. Die Landesregierung werde sich daran jedenfalls nicht beteiligen.
Bislang soll es noch enorme Differenzen zwischen VW und den Karmann-Gesellschaftern geben. Während Volkswagen laut „Spiegel“ nur einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag biete, fordert die Gegenseite nach Informationen unserer Zeitung rund 65 Millionen Euro.
Verhandlungen laufen schon länger
Verhandelt wird dabei offensichtlich nur über größere Teile des Osnabrücker Werksgeländes. Die Gesellschafterfamilien Boll, Karmann und Battenfeld „sind sich untereinander über ein gemeinsames Vorgehen völlig einig“, so ein Sprecher der Gesellschafter.
Nach Informationen unserer Zeitung verhandelt Volkswagen schon seit mehr als einem Jahr mit Karmann. Demnach haben die Gesellschafter dem Wolfsburger Autobauer in dieser Zeit detaillierte Einblicke in die Bücher gewährt und alle Zahlen offen gelegt.
Dass diese Verhandlungen jetzt öffentlich geworden sind, werten Branchenkreise gegenüber unserer Zeitung als „einen Versuch von Volkswagen, das Unternehmen Karmann geschenkt zu bekommen“. Damit solle Druck auf die Gesellschafter ausgeübt werden, zu einem möglichst niedrigen Preis zu verkaufen, hieß es.
Der insolvente Autobauer steht unter enormen Druck. Ohne frisches Geld droht dem Traditionsunternehmen schon am 1. November die endgültige Schließung – und den verbliebenen 1600 Beschäftigten der Verlust ihrer Jobs.
Weitere Hintergründe in der Ausgabe der NOZ vom 26.10.2009.
- Tempest
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AW: Karmann im Finale - Update Oktober 2009
Weiteres zu Karmann, danke Klimarocco
:
prin/dpa Osnabrück.
Volkswagen übernimmt nach einer langen Hängepartie Kernteile des insolventen Autozulieferers Karmann. Europas größter Autokonzern baut an seinem neuen Standort in Osnabrück künftig ein neues Golf-Cabrio. Bis 2014 sollen mehr als 1000 Arbeitsplätze aufgebaut werden.
Hier werden bald wieder Autos gebaut - aber unter der Flagge von VW: Auf dem Werksgelände von Karmann geht es weiter.
Hier werden bald wieder Autos gebaut - aber unter der Flagge von VW: Auf dem Werksgelände von Karmann geht es weiter.
VW erwirbt von Karmann Maschinen, Anlagen und Grundstücke und gründet in Osnabrück eine neue Tochtergesellschaft. Das teilten der Autobauer und die IG Metall am Freitag nach einer Sitzung des VW-Aufsichtsrats in Wolfsburg mit.
Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Christian Wulff (CDU) sagte, es werde mit einigen hundert Arbeitsplätzen losgehen, ab 2011 solle dann ein neues Golf-Cabrio in Osnabrück gebaut werden. VW hatte ein Golf-Cabrio bereits früher bei Karmann vom Band laufen lassen.
Wulff sagte zudem, es bahne sich die Produktion der Porsche- Modelle Boxster und Cayman in Osnabrück an. Der CDU-Politiker spielte eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen mit Karmann. Er stammt aus Osnabrück und hat dort seinen Wahlkreis. Porsche wird künftig die zehnte Marke des VW-Konzerns.
Karmann war wegen der schweren Autokrise und ausbleibender Aufträge in Turbulenzen geraten und musste im April dieses Jahres Insolvenz anmelden. Ende 2007 hatte Karmann noch 7000 Beschäftigte weltweit, im Sommer dieses Jahres waren es noch 1500, derzeit sind es rund 800 Beschäftigte.
Die neue Volkswagen-Osnabrück GmbH soll Werkzeugbau, Presswerk, Lackiererei, Montage und weitere Bereichen umfassen. Die Tochtergesellschaft soll in den kommenden Wochen gegründet werden.
VW gehörte früher zu den größten Kunden von Karmann, hatte aber seit Jahren keine Aufträge mehr an Karmann vergeben. Spekulationen über einen Einstieg von VW in Osnabrück indes gab es schon seit Monaten.
Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sprach von einem „politischen Kauf“. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch habe sich bei Wulff erkenntlich gezeigt für dessen Unterstützung bei der Übernahme von Porsche. „Ohne die Porsche-Übernahme wäre VW niemals bei Karmann eingestiegen.“
Über den Preis für den Kauf der Karmann-Teile wurde nichts bekannt. Dem Vernehmen nach bewegten sich aber beide Seiten aufeinander zu. Zuletzt hieß es, VW wolle für die Karmann-Teile rund 35 Millionen Euro zahlen, während die Gesellschafter rund 60 Millionen Euro forderten. Nach VW-Angaben sollen nun die abschließenden Verhandlungen mit den Karmann-Gesellschaftern und dem Insolvenzverwalter geführt werden.
IG Metall-Bezirkschef Hartmut Meine sagte, die Gewerkschaft habe eine Grundlagenvereinbarung mit VW abgeschlossen. Er hob die Beschäftigungschancen für die früheren Karmann-Mitarbeiter hervor, die derzeit in einer Transfergesellschaft arbeiten. Alle Auszubildenden von Karmann werden laut IG Metall in die neue Gesellschaft übernommen.
„Es waren sehr harte Verhandlungen, in denen wir aber letztlich einen Teilerfolg, mit Licht und Schatten, erzielen konnten: Osnabrück bleibt dank des Engagements von Volkswagen Automobilstandort und bietet Beschäftigungsperspektiven für die Menschen in der Region“, sagte Meine. Für viele Karmann-Beschäftigte komme die Entscheidung aber zu spät. Die Blockadehaltung der Gesellschafterfamilien habe eine frühere Einigung unmöglich gemacht.
Für den Karmann-Bereich Dachsysteme zeichne sich noch keine Lösung ab. Die IG Metall werde in den nächsten Tagen Gespräche mit einem der möglichen Investoren über ein Fortführungskonzept für diesen Bereich sprechen.
Tempest
VW übernimmt Kernteile von Karmann – Bau von Golf CabrioQuellenangabe für sämtliche Beiträge: Neue Osnabrücker Zeitung vom 21.11.2009. Da gibt es noch etliche weitere Beiträge, die sich jeder Interessent selber auf http://www.neue-oz.de erschliessen kann.
Ob dann bald ein ansehnlicher Scirocco 4 bei Karmann designt und gebaut werden darf? Vielleicht auch als Cabrio?
prin/dpa Osnabrück.
Volkswagen übernimmt nach einer langen Hängepartie Kernteile des insolventen Autozulieferers Karmann. Europas größter Autokonzern baut an seinem neuen Standort in Osnabrück künftig ein neues Golf-Cabrio. Bis 2014 sollen mehr als 1000 Arbeitsplätze aufgebaut werden.
Hier werden bald wieder Autos gebaut - aber unter der Flagge von VW: Auf dem Werksgelände von Karmann geht es weiter.
Hier werden bald wieder Autos gebaut - aber unter der Flagge von VW: Auf dem Werksgelände von Karmann geht es weiter.
VW erwirbt von Karmann Maschinen, Anlagen und Grundstücke und gründet in Osnabrück eine neue Tochtergesellschaft. Das teilten der Autobauer und die IG Metall am Freitag nach einer Sitzung des VW-Aufsichtsrats in Wolfsburg mit.
Niedersachsens Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat Christian Wulff (CDU) sagte, es werde mit einigen hundert Arbeitsplätzen losgehen, ab 2011 solle dann ein neues Golf-Cabrio in Osnabrück gebaut werden. VW hatte ein Golf-Cabrio bereits früher bei Karmann vom Band laufen lassen.
Wulff sagte zudem, es bahne sich die Produktion der Porsche- Modelle Boxster und Cayman in Osnabrück an. Der CDU-Politiker spielte eine wichtige Rolle bei den Verhandlungen mit Karmann. Er stammt aus Osnabrück und hat dort seinen Wahlkreis. Porsche wird künftig die zehnte Marke des VW-Konzerns.
Karmann war wegen der schweren Autokrise und ausbleibender Aufträge in Turbulenzen geraten und musste im April dieses Jahres Insolvenz anmelden. Ende 2007 hatte Karmann noch 7000 Beschäftigte weltweit, im Sommer dieses Jahres waren es noch 1500, derzeit sind es rund 800 Beschäftigte.
Die neue Volkswagen-Osnabrück GmbH soll Werkzeugbau, Presswerk, Lackiererei, Montage und weitere Bereichen umfassen. Die Tochtergesellschaft soll in den kommenden Wochen gegründet werden.
VW gehörte früher zu den größten Kunden von Karmann, hatte aber seit Jahren keine Aufträge mehr an Karmann vergeben. Spekulationen über einen Einstieg von VW in Osnabrück indes gab es schon seit Monaten.
Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sprach von einem „politischen Kauf“. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch habe sich bei Wulff erkenntlich gezeigt für dessen Unterstützung bei der Übernahme von Porsche. „Ohne die Porsche-Übernahme wäre VW niemals bei Karmann eingestiegen.“
Über den Preis für den Kauf der Karmann-Teile wurde nichts bekannt. Dem Vernehmen nach bewegten sich aber beide Seiten aufeinander zu. Zuletzt hieß es, VW wolle für die Karmann-Teile rund 35 Millionen Euro zahlen, während die Gesellschafter rund 60 Millionen Euro forderten. Nach VW-Angaben sollen nun die abschließenden Verhandlungen mit den Karmann-Gesellschaftern und dem Insolvenzverwalter geführt werden.
IG Metall-Bezirkschef Hartmut Meine sagte, die Gewerkschaft habe eine Grundlagenvereinbarung mit VW abgeschlossen. Er hob die Beschäftigungschancen für die früheren Karmann-Mitarbeiter hervor, die derzeit in einer Transfergesellschaft arbeiten. Alle Auszubildenden von Karmann werden laut IG Metall in die neue Gesellschaft übernommen.
„Es waren sehr harte Verhandlungen, in denen wir aber letztlich einen Teilerfolg, mit Licht und Schatten, erzielen konnten: Osnabrück bleibt dank des Engagements von Volkswagen Automobilstandort und bietet Beschäftigungsperspektiven für die Menschen in der Region“, sagte Meine. Für viele Karmann-Beschäftigte komme die Entscheidung aber zu spät. Die Blockadehaltung der Gesellschafterfamilien habe eine frühere Einigung unmöglich gemacht.
Für den Karmann-Bereich Dachsysteme zeichne sich noch keine Lösung ab. Die IG Metall werde in den nächsten Tagen Gespräche mit einem der möglichen Investoren über ein Fortführungskonzept für diesen Bereich sprechen.
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AW: Karmann im Finale - Update Oktober 2009
Weiter geht´s:
VW gründet Volkswagen Osnabrück - Konzern übernimmt Teile von Karmann
prin/hab Osnabrück.
Volkswagen will ab 2011 in Osnabrück Autos bauen. Der Wolfsburger Konzern hat gestern beschlossen, den Karmann-Gesellschaftern den größten Teil des Werksgeländes abzukaufen und dort eine Tochtergesellschaft mit dem Namen „Volkswagen Osnabrück GmbH“ zu gründen.
Er wirkte mit seinem Team lange Zeit im Stillen und setzte sich bei VW für Karmanns Zukunft ein: Ministerpräsident Christian Wulff gestern vor dem Werkstor bei Volkswagen in Wolfsburg.
Er wirkte mit seinem Team lange Zeit im Stillen und setzte sich bei VW für Karmanns Zukunft ein: Ministerpräsident Christian Wulff gestern vor dem Werkstor bei Volkswagen in Wolfsburg.
Foto: dpa
Der Name sei ein ausdrücklicher Wunsch des VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch, heißt es in gut unterrichteten Kreisen. Bereits im nächsten Jahr sollen 200 Spezialisten mit dem Aufbau der neuen Firma auf dem jetzigen Karmann-Werksgelände beginnen. Schon ab dem Jahr 2011 will Volkswagen dort sogenannte Nischenfahrzeuge bauen. Vom Jahr 2014 ab sollen bei der Volkswagen Osnabrück GmbH mindestens 1000 Menschen arbeiten.
Nach Informationen unserer Zeitung kauft Volkswagen mit Ausnahme des Bereichs Dachsysteme das gesamte Werksgelände samt der hochmodernen Lackierstraße. Der Kaufpreis soll bei etwa 40 Millionen Euro liegen.
Für den Bereich Dachsysteme mit seinen 300 Beschäftigten verhandelt der Insolvenzverwalter weiter über einen Kauf mit dem spanischen Autozulieferer CIE Automotive und der Magna-Tochter CTS.
Unklar ist allerdings derzeit noch, was diese Lösung für die insolvente Wilhelm Karmann GmbH und ihre über 800 ungekündigten Beschäftigten bedeutet. „Der Insolvenzverwalter wird in den nächsten Wochen mit Volkswagen Gespräche führen, um den Bedarf der neuen Firma zu prüfen“, sagte der Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann. Er lobte die Einigung zwischen den Karmann-Gesellschaftern und Volkswagen: „Das ist ein sehr guter Tag für Osnabrück und für Karmann“, hob der Sprecher hervor.
Für die verbliebenen Karmänner bedeutet die VW-Entscheidung allerdings keine Job-Garantie. Volkswagen gründet ein neues Unternehmen in Osnabrück. Alle, die künftig dort Arbeit finden wollen, werden sich um einen Job neu bewerben müssen.
Der VW-Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh machte den Karmännern Mut: „Wir erwarten vom Unternehmen Volkswagen, dass dort die Kolleginnen und Kollegen aus der Region Osnabrück, die jetzt arbeitslos sind oder werden, dann bevorzugt eingestellt werden.“
Branchenkreise gehen davon aus, dass Volkswagen die insolvente Wilhelm Karmann GmbH mit Aufträgen ausstatten wird und sie als Zulieferer an das neue VW-Werk binden wird.
Zum Durchbruch der Verhandlungen hat nach Ansicht von zahlreichen Beobachtern insbesondere das Engagement des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) geführt.
Der Osnabrücker IG-Metall-Vorsitzende Hartmut Riemann legt Wert darauf, dem aus Osnabrück stammenden Regierungschef ausdrücklich zu danken. „Er hat die Vorzüge des Standortes Karmann nicht nur in Wolfsburg bekannt gemacht, sondern hatte auch eine wichtige Scharnierfunktion: Er hat dafür gesorgt, dass die Gesellschafter den Weg zum Kompromiss gefunden haben“, sagte Riemann.
Christian Wulff hegt nun die Hoffnung, dass im bisherigen Karmann-Werk auf Dauer auch Modelle von Porsche gebaut werden. In einem Interview mit unserer Zeitung sagte Wulff, neben der geplanten Produktion des Golf-Cabrios werde es in Osnabrück möglicherweise auch zu Aufträgen von Porsche kommen. „Ich denke da an den Boxster und den Cayman, die eigentlich bei Magna in Österreich gefertigt werden sollten“, betonte der Regierungschef. Zudem könne sich dieser Betrieb wie andere VW-Werke um verschiedene weitere Modelle bewerben.
Der Ministerpräsident äußerte vor diesem Hintergrund die Erwartung, dass die bis Anfang 2011 angestrebte Belegschaft von mehr als 1000 Mitarbeitern danach weiter vergrößert wird.
Tempest
VW gründet Volkswagen Osnabrück - Konzern übernimmt Teile von Karmann
prin/hab Osnabrück.
Volkswagen will ab 2011 in Osnabrück Autos bauen. Der Wolfsburger Konzern hat gestern beschlossen, den Karmann-Gesellschaftern den größten Teil des Werksgeländes abzukaufen und dort eine Tochtergesellschaft mit dem Namen „Volkswagen Osnabrück GmbH“ zu gründen.
Er wirkte mit seinem Team lange Zeit im Stillen und setzte sich bei VW für Karmanns Zukunft ein: Ministerpräsident Christian Wulff gestern vor dem Werkstor bei Volkswagen in Wolfsburg.
Er wirkte mit seinem Team lange Zeit im Stillen und setzte sich bei VW für Karmanns Zukunft ein: Ministerpräsident Christian Wulff gestern vor dem Werkstor bei Volkswagen in Wolfsburg.
Foto: dpa
Der Name sei ein ausdrücklicher Wunsch des VW-Aufsichtsratsvorsitzenden Ferdinand Piëch, heißt es in gut unterrichteten Kreisen. Bereits im nächsten Jahr sollen 200 Spezialisten mit dem Aufbau der neuen Firma auf dem jetzigen Karmann-Werksgelände beginnen. Schon ab dem Jahr 2011 will Volkswagen dort sogenannte Nischenfahrzeuge bauen. Vom Jahr 2014 ab sollen bei der Volkswagen Osnabrück GmbH mindestens 1000 Menschen arbeiten.
Nach Informationen unserer Zeitung kauft Volkswagen mit Ausnahme des Bereichs Dachsysteme das gesamte Werksgelände samt der hochmodernen Lackierstraße. Der Kaufpreis soll bei etwa 40 Millionen Euro liegen.
Für den Bereich Dachsysteme mit seinen 300 Beschäftigten verhandelt der Insolvenzverwalter weiter über einen Kauf mit dem spanischen Autozulieferer CIE Automotive und der Magna-Tochter CTS.
Unklar ist allerdings derzeit noch, was diese Lösung für die insolvente Wilhelm Karmann GmbH und ihre über 800 ungekündigten Beschäftigten bedeutet. „Der Insolvenzverwalter wird in den nächsten Wochen mit Volkswagen Gespräche führen, um den Bedarf der neuen Firma zu prüfen“, sagte der Sprecher von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann. Er lobte die Einigung zwischen den Karmann-Gesellschaftern und Volkswagen: „Das ist ein sehr guter Tag für Osnabrück und für Karmann“, hob der Sprecher hervor.
Für die verbliebenen Karmänner bedeutet die VW-Entscheidung allerdings keine Job-Garantie. Volkswagen gründet ein neues Unternehmen in Osnabrück. Alle, die künftig dort Arbeit finden wollen, werden sich um einen Job neu bewerben müssen.
Der VW-Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh machte den Karmännern Mut: „Wir erwarten vom Unternehmen Volkswagen, dass dort die Kolleginnen und Kollegen aus der Region Osnabrück, die jetzt arbeitslos sind oder werden, dann bevorzugt eingestellt werden.“
Branchenkreise gehen davon aus, dass Volkswagen die insolvente Wilhelm Karmann GmbH mit Aufträgen ausstatten wird und sie als Zulieferer an das neue VW-Werk binden wird.
Zum Durchbruch der Verhandlungen hat nach Ansicht von zahlreichen Beobachtern insbesondere das Engagement des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) geführt.
Der Osnabrücker IG-Metall-Vorsitzende Hartmut Riemann legt Wert darauf, dem aus Osnabrück stammenden Regierungschef ausdrücklich zu danken. „Er hat die Vorzüge des Standortes Karmann nicht nur in Wolfsburg bekannt gemacht, sondern hatte auch eine wichtige Scharnierfunktion: Er hat dafür gesorgt, dass die Gesellschafter den Weg zum Kompromiss gefunden haben“, sagte Riemann.
Christian Wulff hegt nun die Hoffnung, dass im bisherigen Karmann-Werk auf Dauer auch Modelle von Porsche gebaut werden. In einem Interview mit unserer Zeitung sagte Wulff, neben der geplanten Produktion des Golf-Cabrios werde es in Osnabrück möglicherweise auch zu Aufträgen von Porsche kommen. „Ich denke da an den Boxster und den Cayman, die eigentlich bei Magna in Österreich gefertigt werden sollten“, betonte der Regierungschef. Zudem könne sich dieser Betrieb wie andere VW-Werke um verschiedene weitere Modelle bewerben.
Der Ministerpräsident äußerte vor diesem Hintergrund die Erwartung, dass die bis Anfang 2011 angestrebte Belegschaft von mehr als 1000 Mitarbeitern danach weiter vergrößert wird.
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AW: Karmann im Finale - Update Oktober 2009
Mehr:
Karmann: Das bedeutet die VW-Entscheidung für die Betroffenen
Von Stefan Prinz
Osnabrück.
Vier Wochen vor Weihnachten hat sich der große Wunsch einer ganzen Region erfüllt: In Osnabrück werden künftig wieder Autos gebaut. Die Einigung zwischen Volkswagen und den Karmann-Gesellschaftern bedeutet allerdings nicht automatisch die Rettung der insolventen Wilhelm Karmann GmbH.
Künftig vereint: In der Heckscheibe eines Volkswagens spiegelte sich gestern das Karmann-Logo.
Künftig vereint: In der Heckscheibe eines Volkswagens spiegelte sich gestern das Karmann-Logo.
Foto: Gert Westdörp
Die Zukunft dieser Traditionsmarke ist trotz der allgemein begeistert aufgenommenen Nachricht weiter ungewiss. Sie wird sich wohl künftig als Mieterin von Volkswagen auf dem alten Werksgelände wiederfinden. Bisher war sie Mieterin der Besitzgesellschaft, zu der Immobilien und Grundstück gehörten. Es ändert sich also nicht viel.
Insolvenzverwalter Ottmar Hermann wird auch weiter darum kämpfen müssen, die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten.
Mit dem Einstieg von Volkswagen gibt es aber endlich wieder Hoffnung.
Voraussichtlich wird die Sparte Dachsysteme mit ihren 300 Beschäftigten in den nächsten Wochen an einen der beiden Interessenten, den spanischen Zulieferer CIE Automotive oder die deutsche Magna-Tochter CTS, verkauft werden. Volkswagen hat an dieser Sparte jedenfalls kein Interesse.
Die verbleibenden 500 Mitarbeiter sind zwar von einer Job-Garantie weit entfernt. Sie können aber dennoch hoffen.
Branchenkenner gehen davon aus, dass Volkswagen die insolvente Wilhelm Karmann GmbH mit Aufträgen ausstatten und als Zulieferer an sich binden wird. So dürfte der Name der Traditionsmarke und der größte Teil der 500 Arbeitsplätze erhalten werden. Informierte Kreise gehen allerdings davon aus, dass noch einige der Verbliebenen mit einer Kündigung rechnen müssen.
Schon jetzt wird offen darüber spekuliert, dass Modelle, die ursprünglich beim VW-Kunden Magna in Österreich gebaut werden sollen, jetzt nach Osnabrück geholt werden. Karmann wird somit zum eigentlichen Gewinner des geplatzten Opel-Deals.
Auch wenn in einigen Jahren nur ein Bruchteil der ursprünglich 7000 Karmann-Beschäftigten unter dem Dach von Volkswagen in Osnabrück Arbeit finden wird, werden zahlreiche neue Arbeitsplätze bei Zulieferbetrieben entstehen. Und noch ein großer Vorteil bringt das VW-Engagement für die Stadt: Ohne den Einstieg von Volkswagen wäre das riesige Firmengelände zur Industrie-Brache am Stadtrand verkommen.
Tempest
Karmann: Das bedeutet die VW-Entscheidung für die Betroffenen
Von Stefan Prinz
Osnabrück.
Vier Wochen vor Weihnachten hat sich der große Wunsch einer ganzen Region erfüllt: In Osnabrück werden künftig wieder Autos gebaut. Die Einigung zwischen Volkswagen und den Karmann-Gesellschaftern bedeutet allerdings nicht automatisch die Rettung der insolventen Wilhelm Karmann GmbH.
Künftig vereint: In der Heckscheibe eines Volkswagens spiegelte sich gestern das Karmann-Logo.
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Foto: Gert Westdörp
Die Zukunft dieser Traditionsmarke ist trotz der allgemein begeistert aufgenommenen Nachricht weiter ungewiss. Sie wird sich wohl künftig als Mieterin von Volkswagen auf dem alten Werksgelände wiederfinden. Bisher war sie Mieterin der Besitzgesellschaft, zu der Immobilien und Grundstück gehörten. Es ändert sich also nicht viel.
Insolvenzverwalter Ottmar Hermann wird auch weiter darum kämpfen müssen, die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens zu erhalten.
Mit dem Einstieg von Volkswagen gibt es aber endlich wieder Hoffnung.
Voraussichtlich wird die Sparte Dachsysteme mit ihren 300 Beschäftigten in den nächsten Wochen an einen der beiden Interessenten, den spanischen Zulieferer CIE Automotive oder die deutsche Magna-Tochter CTS, verkauft werden. Volkswagen hat an dieser Sparte jedenfalls kein Interesse.
Die verbleibenden 500 Mitarbeiter sind zwar von einer Job-Garantie weit entfernt. Sie können aber dennoch hoffen.
Branchenkenner gehen davon aus, dass Volkswagen die insolvente Wilhelm Karmann GmbH mit Aufträgen ausstatten und als Zulieferer an sich binden wird. So dürfte der Name der Traditionsmarke und der größte Teil der 500 Arbeitsplätze erhalten werden. Informierte Kreise gehen allerdings davon aus, dass noch einige der Verbliebenen mit einer Kündigung rechnen müssen.
Schon jetzt wird offen darüber spekuliert, dass Modelle, die ursprünglich beim VW-Kunden Magna in Österreich gebaut werden sollen, jetzt nach Osnabrück geholt werden. Karmann wird somit zum eigentlichen Gewinner des geplatzten Opel-Deals.
Auch wenn in einigen Jahren nur ein Bruchteil der ursprünglich 7000 Karmann-Beschäftigten unter dem Dach von Volkswagen in Osnabrück Arbeit finden wird, werden zahlreiche neue Arbeitsplätze bei Zulieferbetrieben entstehen. Und noch ein großer Vorteil bringt das VW-Engagement für die Stadt: Ohne den Einstieg von Volkswagen wäre das riesige Firmengelände zur Industrie-Brache am Stadtrand verkommen.
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Auf und Ab: Die Chronologie der Ereignisse bei Karmann seit der Insolvenz
Osnabrück
Die Insolvenz, Massenentlassungen, dann wieder positive Signale aus Politik und Wirtschaft: Für den Autobauer Karmann und seine Mitarbeiter waren die vergangenen Wochen und Monate ein Auf und Ab.
Zwischen hoffen und bangen: Was bei Karmann alles passiert ist.
Zwischen hoffen und bangen: Was bei Karmann alles passiert ist.
16.3.2009: Karmann eröffnet 1340 Mitarbeitern, dass sie auf der Kündigungsliste stehen und das Unternehmen zum 1. April, 1. Juni oder 1. August verlassen müssen.
1.4.2009: Die Transfergesellschaft für knapp 1400 gekündigte Karmänner soll zwei Wochen später an den Start gehen. „Wir wollen den Betroffenen mehr Bedenkzeit geben“, erklärt ein Karmann-Sprecher. Fehlendes Geld soll nicht die Ursache sein...
11.4.2009: Der Daimler-Konzern hat Hilfe für den angeschlagenen Autobauer Karmann signalisiert. MBtech, eine Technologietochter des Stuttgarter Konzerns, wird bei entsprechenden Signalen aus Osnabrück die 60-Prozent-Mehrheit von Karmann am Automobiltestgelände in Papenburg (Kreis Emsland) übernehmen.
17.4.2009: 780 Karmänner reichten bis zum Vortrag beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage gegen ihre Entlassung beim Osnabrücker Autobauer ein.
28.4.2009: Bei Karmann steht die Produktion teilweise still. Der Grund: Wichtige Teile für die Autoproduktion wurden nicht geliefert. Rund 500 Karmänner sind vom Produktionsausfall betroffen und werden nach Hause geschickt.
2.5.2009: Die mehr als 1300 von der jüngsten Kündigungswelle erfassten Karmänner können sich jetzt doch Hoffnung auf eine Transfergesellschaft machen – zumindest auf eine Sparversion. Die könnte möglicherweise am 1. Juli starten. Dafür braucht der Insolvenzverwalter knapp 20 Millionen Euro.
7.5.2009: Die Produktion bei Karmann läuft wieder – vorerst. Mehr als 500 Mitarbeiter werden im Auftrag von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann zurück in die Werkshallen geholt.
4.6.2009: Neue Schreckensnachricht von Karmann: Arbeitsdirektor Jochen Voß hat gestern dem Betriebsrat mitgeteilt, dass weitere 513 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Der Werkzeugbau soll demnach komplett geschlossen werden.
5.6.2009: Nach 108 Jahren ist Schluss: Beim insolventen Autobauer Karmann läuft in wenigen Tagen das letzte Auto vom Band. Währenddessen kämpft der Insolvenzverwalter mit enormen Problemen. Er muss voraussichtlich 2000 gekündigte Karmänner vorzeitig zur Agentur für Arbeit schicken.
12.6.2009: Die knapp 1500 nicht gekündigten Beschäftigten von Karmann müssen ab dem 1. Juli mit Kurzarbeit rechnen.
16.6.2009: Der Karmann-Werkzeugbau ist gerettet. In Verhandlungen mit Insolvenzverwalter Ottmar Hermann ist es dem Betriebsrat gelungen, das Aus für den Werkzeugbau zu verhindern und im gesamten Unternehmen das Streichen von über 200 Arbeitsplätzen abzuwenden. Bisher sollten 513 Jobs abgebaut werden, jetzt noch 300.
23.6.2009: Alle schauen auf Daimler: Der Start einer Transfergesellschaft für rund 1500 gekündigte Karmänner hängt jetzt davon ab, ob Daimler diese Woche offene Rechnungen in Höhe von 18 Millionen an Karmann überweist.
30.6.2009: Jetzt ist es offiziell: Das Amtsgericht Osnabrück hat gestern das Insolvenzverfahren über die Wilhelm Karmann GmbH eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Ottmar Hermann bestellt.
3.7.2009: Ein Millionen-Auftrag von Volkswagen hat dem Osnabrücker Autobauer Karmann die Finanzierung einer Transfergesellschaft für rund 1600 gekündigte Beschäftigte ermöglicht.
8.7.2009: Gute Nachrichten aus Hannover: Das Land Niedersachsen unterstützt die Weiterbildung der von der Karmann-Insolvenz betroffenen Mitarbeiter jetzt auch mit Geld. 850000 Euro würden für die in der vergangenen Woche gegründete Transfergesellschaft bereitgestellt.
24.7.2009: Jetzt droht Karmann-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann: 300 gekündigte Karmänner sind immer noch nicht in die eigens eingerichtete Transfergesellschaft gewechselt. Wer nicht spätestens heute seine Unterschrift unter den Wechsel setzt, dem drohe sofortige Arbeitslosigkeit.
5.8.2009: Mit 35 Interessenten hat Karmann-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann bereits Gespräche über den Verkauf von Teilbereichen des Unternehmens geführt. Die Arbeit wird ihm jetzt durch eine Rechnung der Gesellschafter erschwert: Sie haben rund 40 Millionen Euro Insolvenz-Forderungen an die Firma.
7.8.2009: Der Karmann-Insolvenzverwalter will den rund 1600 verbliebenen Beschäftigten an den Geldbeutel. Heute Vormittag trägt sein Team eine Forderung nach massiven Lohnkürzungen auf einer IG-Metall-Versammlung vor. Sein Ziel: das Unternehmen wettbewerbsfähiger machen.
8.8.2009: 600 gewerkschaftlich organisierte Karmänner haben der IG Metall ihre Zustimmung gegeben, mit dem Insolvenzverwalter Gespräche über Lohnkürzungen zu führen. Sie erwarten im Gegenzug eine Arbeitsplatz-Garantie des Autobauers.
15.8.2009: Es ist die drohende Insolvenz in der Insolvenz: Wahrscheinlich wird Karmann am Montag dem Amtsgericht drohende Masseunzulänglichkeit anzeigen. Das heißt: Der Firma fehlt das Geld, um 340 Verweigerer der Transfergesellschaft zu bezahlen.
19.8.2009: Der insolvente Autobauer hat beim Osnabrücker Amtsgericht drohende Masseunzulänglichkeit angemeldet: Er trennt sich damit von 340 bereits gekündigten Mitarbeitern vorzeitig.
22.8.2009: Der insolvente Autobauer Karmann schließt zum 31. Dezember sein Werk in Rheine. Betroffen sind 107 Beschäftigte in der Cabrio-Verdeckfertigung. Deren Arbeitsplätze werden zum Stammsitz in Osnabrück oder in das Karmann-Werk nach Polen verlagert werden.
5.9.2009: Zur Rettung des insolventen Automobilzulieferers verzichten die noch verbliebenen 1600 Beschäftigten erneut auf einen Teil ihres Einkommens. Ab Oktober bekommen sie unter dem Strich 15 Prozent weniger Lohn.
9.10.2009: Karmann steht vor einschneidenden Veränderungen. Nach wochenlangen Verhandlungen gibt es nach Informationen unserer Zeitung noch zwei Interessenten für die Dachsystem-Sparte: die deutsche Magna-Tochter CTS und den spanischen Automobilzulieferer CIE Automotive.
15.10.2009: Die Lehrwerkstatt der 137 Karmann-Azubis steht offensichtlich vor dem Aus: Wegen der finanziellen Schwierigkeiten des insolventen Autobauers sei es denkbar, dass die Ausbildung eingestellt werden müsse, heißt es aus dem Betriebsrat.
16.10.2009: Paukenschlag bei Karmann: Insolvenzverwalter Ottmar Hermann will noch in diesem Monat 800 der knapp 1600 Beschäftigten kündigen. Betroffen sind alle drei Teilbereiche des Unternehmens: Dachsysteme, Technische Entwicklung und Metal Unit. Die Schuldenlast scheint Karmann zu erdrücken.
23.10.2009: Karmann droht zum 1. November die komplette Schließung. Der Insolvenzverwalter sieht sich dazu gezwungen, wenn in den nächsten Tagen Zahlungen von Auftraggebern ausbleiben. Allen mehr als 800 verbliebenen Karmännern droht damit die Kündigung.Für die letzten Beschäftigten des insolventen Osnabrücker Autobauers Karmann sind diese letzten Oktobertage eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen.
29.10.2009: Die Lehrwerkstatt schließt – Über hundert junge Leute können Ausbildung nicht beenden. Sie fragen sich: Wie geht es weiter mit Karmann? Übernimmt VW das Unternehmen? Und wenn ja, wird dann die Lehrwerkstatt weitergeführt?
Tempest
Auf und Ab: Die Chronologie der Ereignisse bei Karmann seit der Insolvenz
Osnabrück
Die Insolvenz, Massenentlassungen, dann wieder positive Signale aus Politik und Wirtschaft: Für den Autobauer Karmann und seine Mitarbeiter waren die vergangenen Wochen und Monate ein Auf und Ab.
Zwischen hoffen und bangen: Was bei Karmann alles passiert ist.
Zwischen hoffen und bangen: Was bei Karmann alles passiert ist.
16.3.2009: Karmann eröffnet 1340 Mitarbeitern, dass sie auf der Kündigungsliste stehen und das Unternehmen zum 1. April, 1. Juni oder 1. August verlassen müssen.
1.4.2009: Die Transfergesellschaft für knapp 1400 gekündigte Karmänner soll zwei Wochen später an den Start gehen. „Wir wollen den Betroffenen mehr Bedenkzeit geben“, erklärt ein Karmann-Sprecher. Fehlendes Geld soll nicht die Ursache sein...
11.4.2009: Der Daimler-Konzern hat Hilfe für den angeschlagenen Autobauer Karmann signalisiert. MBtech, eine Technologietochter des Stuttgarter Konzerns, wird bei entsprechenden Signalen aus Osnabrück die 60-Prozent-Mehrheit von Karmann am Automobiltestgelände in Papenburg (Kreis Emsland) übernehmen.
17.4.2009: 780 Karmänner reichten bis zum Vortrag beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage gegen ihre Entlassung beim Osnabrücker Autobauer ein.
28.4.2009: Bei Karmann steht die Produktion teilweise still. Der Grund: Wichtige Teile für die Autoproduktion wurden nicht geliefert. Rund 500 Karmänner sind vom Produktionsausfall betroffen und werden nach Hause geschickt.
2.5.2009: Die mehr als 1300 von der jüngsten Kündigungswelle erfassten Karmänner können sich jetzt doch Hoffnung auf eine Transfergesellschaft machen – zumindest auf eine Sparversion. Die könnte möglicherweise am 1. Juli starten. Dafür braucht der Insolvenzverwalter knapp 20 Millionen Euro.
7.5.2009: Die Produktion bei Karmann läuft wieder – vorerst. Mehr als 500 Mitarbeiter werden im Auftrag von Insolvenzverwalter Ottmar Hermann zurück in die Werkshallen geholt.
4.6.2009: Neue Schreckensnachricht von Karmann: Arbeitsdirektor Jochen Voß hat gestern dem Betriebsrat mitgeteilt, dass weitere 513 Arbeitsplätze gestrichen werden sollen. Der Werkzeugbau soll demnach komplett geschlossen werden.
5.6.2009: Nach 108 Jahren ist Schluss: Beim insolventen Autobauer Karmann läuft in wenigen Tagen das letzte Auto vom Band. Währenddessen kämpft der Insolvenzverwalter mit enormen Problemen. Er muss voraussichtlich 2000 gekündigte Karmänner vorzeitig zur Agentur für Arbeit schicken.
12.6.2009: Die knapp 1500 nicht gekündigten Beschäftigten von Karmann müssen ab dem 1. Juli mit Kurzarbeit rechnen.
16.6.2009: Der Karmann-Werkzeugbau ist gerettet. In Verhandlungen mit Insolvenzverwalter Ottmar Hermann ist es dem Betriebsrat gelungen, das Aus für den Werkzeugbau zu verhindern und im gesamten Unternehmen das Streichen von über 200 Arbeitsplätzen abzuwenden. Bisher sollten 513 Jobs abgebaut werden, jetzt noch 300.
23.6.2009: Alle schauen auf Daimler: Der Start einer Transfergesellschaft für rund 1500 gekündigte Karmänner hängt jetzt davon ab, ob Daimler diese Woche offene Rechnungen in Höhe von 18 Millionen an Karmann überweist.
30.6.2009: Jetzt ist es offiziell: Das Amtsgericht Osnabrück hat gestern das Insolvenzverfahren über die Wilhelm Karmann GmbH eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde Ottmar Hermann bestellt.
3.7.2009: Ein Millionen-Auftrag von Volkswagen hat dem Osnabrücker Autobauer Karmann die Finanzierung einer Transfergesellschaft für rund 1600 gekündigte Beschäftigte ermöglicht.
8.7.2009: Gute Nachrichten aus Hannover: Das Land Niedersachsen unterstützt die Weiterbildung der von der Karmann-Insolvenz betroffenen Mitarbeiter jetzt auch mit Geld. 850000 Euro würden für die in der vergangenen Woche gegründete Transfergesellschaft bereitgestellt.
24.7.2009: Jetzt droht Karmann-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann: 300 gekündigte Karmänner sind immer noch nicht in die eigens eingerichtete Transfergesellschaft gewechselt. Wer nicht spätestens heute seine Unterschrift unter den Wechsel setzt, dem drohe sofortige Arbeitslosigkeit.
5.8.2009: Mit 35 Interessenten hat Karmann-Insolvenzverwalter Ottmar Hermann bereits Gespräche über den Verkauf von Teilbereichen des Unternehmens geführt. Die Arbeit wird ihm jetzt durch eine Rechnung der Gesellschafter erschwert: Sie haben rund 40 Millionen Euro Insolvenz-Forderungen an die Firma.
7.8.2009: Der Karmann-Insolvenzverwalter will den rund 1600 verbliebenen Beschäftigten an den Geldbeutel. Heute Vormittag trägt sein Team eine Forderung nach massiven Lohnkürzungen auf einer IG-Metall-Versammlung vor. Sein Ziel: das Unternehmen wettbewerbsfähiger machen.
8.8.2009: 600 gewerkschaftlich organisierte Karmänner haben der IG Metall ihre Zustimmung gegeben, mit dem Insolvenzverwalter Gespräche über Lohnkürzungen zu führen. Sie erwarten im Gegenzug eine Arbeitsplatz-Garantie des Autobauers.
15.8.2009: Es ist die drohende Insolvenz in der Insolvenz: Wahrscheinlich wird Karmann am Montag dem Amtsgericht drohende Masseunzulänglichkeit anzeigen. Das heißt: Der Firma fehlt das Geld, um 340 Verweigerer der Transfergesellschaft zu bezahlen.
19.8.2009: Der insolvente Autobauer hat beim Osnabrücker Amtsgericht drohende Masseunzulänglichkeit angemeldet: Er trennt sich damit von 340 bereits gekündigten Mitarbeitern vorzeitig.
22.8.2009: Der insolvente Autobauer Karmann schließt zum 31. Dezember sein Werk in Rheine. Betroffen sind 107 Beschäftigte in der Cabrio-Verdeckfertigung. Deren Arbeitsplätze werden zum Stammsitz in Osnabrück oder in das Karmann-Werk nach Polen verlagert werden.
5.9.2009: Zur Rettung des insolventen Automobilzulieferers verzichten die noch verbliebenen 1600 Beschäftigten erneut auf einen Teil ihres Einkommens. Ab Oktober bekommen sie unter dem Strich 15 Prozent weniger Lohn.
9.10.2009: Karmann steht vor einschneidenden Veränderungen. Nach wochenlangen Verhandlungen gibt es nach Informationen unserer Zeitung noch zwei Interessenten für die Dachsystem-Sparte: die deutsche Magna-Tochter CTS und den spanischen Automobilzulieferer CIE Automotive.
15.10.2009: Die Lehrwerkstatt der 137 Karmann-Azubis steht offensichtlich vor dem Aus: Wegen der finanziellen Schwierigkeiten des insolventen Autobauers sei es denkbar, dass die Ausbildung eingestellt werden müsse, heißt es aus dem Betriebsrat.
16.10.2009: Paukenschlag bei Karmann: Insolvenzverwalter Ottmar Hermann will noch in diesem Monat 800 der knapp 1600 Beschäftigten kündigen. Betroffen sind alle drei Teilbereiche des Unternehmens: Dachsysteme, Technische Entwicklung und Metal Unit. Die Schuldenlast scheint Karmann zu erdrücken.
23.10.2009: Karmann droht zum 1. November die komplette Schließung. Der Insolvenzverwalter sieht sich dazu gezwungen, wenn in den nächsten Tagen Zahlungen von Auftraggebern ausbleiben. Allen mehr als 800 verbliebenen Karmännern droht damit die Kündigung.Für die letzten Beschäftigten des insolventen Osnabrücker Autobauers Karmann sind diese letzten Oktobertage eine Zeit zwischen Hoffen und Bangen.
29.10.2009: Die Lehrwerkstatt schließt – Über hundert junge Leute können Ausbildung nicht beenden. Sie fragen sich: Wie geht es weiter mit Karmann? Übernimmt VW das Unternehmen? Und wenn ja, wird dann die Lehrwerkstatt weitergeführt?
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