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16V, Back-Cut-Ventile sinnvoll?
Verfasst: Mo 2. Feb 2009, 15:52
von Sven
Hallo!
Ich zerlege gerade meinen PL-Ersatzzylinderkopf (027er).
Dieser hat ja noch die großen Kanäle, wie der KR-Zylinderkopf.
Ich bin kein großer Freund von Materialabtrag, da er immer auf Kosten der Haltbarkeit geht.
Deshalb frage ich mich, ob es Sinn macht, bei einem unbearbeitetem 027er-Zylinderkopf Back-Cut-Ventile einzusetzen und den Durchlass über diese schlankeren Ventile entsprechend zu vergößern!?
http://www.20v-sauger-tuning.de/Motorsportventile.htm
Der Autor schreibt von 27% mehr Durchlass, wobei der 20V kleinere Kanäle hat, als der 027er 16V-Kopf.
P.S.:
Ja, ich weiß, daß diese Ventile ein kleines Vermögen kosten.
Eine professionelle Kopfbearbeitung gibt's aber auch nicht umsonst.
MfG, Sven.

AW: 16V, Back-Cut-Ventile sinnvoll?
Verfasst: Mo 2. Feb 2009, 16:33
von Stephan
Wenn Du einen Höchstleistungsmotor baust, und vlt auf 230PS als Sauger bei 10000 u/min kommen willst, kann man das machen. Vorher wären aber größere Ventile und Sitzring die sinnvollere Investition.
AW: 16V, Back-Cut-Ventile sinnvoll?
Verfasst: Mo 2. Feb 2009, 17:31
von Sven
Das habe ich eigentlich nicht vor.
O.K., dann ist das Ganze also ohne "das volle Programm" nicht sonderlich sinnvoll...
MfG, Sven.

AW: 16V, Back-Cut-Ventile sinnvoll?
Verfasst: Mo 2. Feb 2009, 20:48
von ronin
Sven hat geschrieben:Das habe ich eigentlich nicht vor.
O.K., dann ist das Ganze also ohne "das volle Programm" nicht sonderlich sinnvoll...
MfG, Sven.
Du brauchst ja nichtmal viel Material abtragen. Glätte einfach mal die Ein- und Auslasskanäle (max. 120er Körnung). Anschließend polierst du die Einlassventile.
AW: 16V, Back-Cut-Ventile sinnvoll?
Verfasst: Mo 2. Feb 2009, 22:32
von Andy-GTII
Du brauchst ja nichtmal viel Material abtragen. Glätte einfach mal die Ein- und Auslasskanäle (max. 120er Körnung). Anschließend polierst du die Einlassventile.
Schwachfug, der scheinbar schon zu Legende geworden ist

Entweder Du reimst Dir es zusammen oder ich erkäre es Dir im nachfolgem Beitrag?
Entgraten und Ungleichmäßigheiten beseitugen ok, aber bitte nicht polieren bis zur Vergasung.
AW: 16V, Back-Cut-Ventile sinnvoll?
Verfasst: Mo 2. Feb 2009, 22:58
von ..GT...II.
Meine Ventile habe ich Galsperlengestrahlt und neu eingeschliffen.
Und die Kanäle nur entsprechend geglättet, aber nicht poliert.
Die 6er Gewinde für den Ventildeckel habe ich alle mit Time-sert repariert.
AW: 16V, Back-Cut-Ventile sinnvoll?
Verfasst: Mi 4. Feb 2009, 13:54
von renorulez
Erklärt mir mal bitte:
Bin auch dran meinen 16V zu machen. Ist ein PL
Warum ist das polieren Schwachfug? Ist das nur umsonst, oder kontraproduktiv?
Was haltet ihr von Titanfedertellern? Verkürtzt sich damit deren Haltbarkeit?
Wenn nicht, wäre das doch was für nen leichteren Ventiltrieb. Die sind ja nicht soooo teuer, und nen super Dreher habe ich auch an der Hand, bzw. komme auch an Titan in kleinen Mengen.
Noch ne Frage: Wie heißt das Werkzeug mit dem man den Ventilsitz im Kopf aufschleifen kann?
Ihr wisst schon, so bearbeiten dass dann auch am Ventil die Sitzfläche weiter außen liegt...
Grüße und danke
reno
AW: 16V, Back-Cut-Ventile sinnvoll?
Verfasst: Mi 4. Feb 2009, 14:21
von Andy-GTII
Warum ist das polieren Schwachfug? Ist das nur umsonst, oder kontraproduktiv?
Beides

Den Ventieltrieb zu erleichtern ist sehr zu empfehlen zudem wäre ein Umbau auf mechanischen Ventiltrieb ratsam.
Jedoch kommt es auf das geplante Motorenkonzzept an.
Für "leichtes" Straßentuning" braucht man das nicht unbedingt. Da der 16V aber von Haus aus eine Drehzahlorgel ist, sollte man schon alle der Drehzahl unfördernde Komponenten optimieren.
AW: 16V, Back-Cut-Ventile sinnvoll?
Verfasst: Mi 4. Feb 2009, 14:25
von renorulez
Andy-GTII hat geschrieben:Beides

Glaub ich dir ja gerne.
Aber mich interessieren auch die technischen Hintergründe dazu :)
Grüße und danke
reno
AW: 16V, Back-Cut-Ventile sinnvoll?
Verfasst: Mi 4. Feb 2009, 14:35
von Andy-GTII
Naja also glätten kannst Du die schon aber nicht übertreiben.
Bei einer etwas rauheren Oberfläche bilden sich an diesen "Minigraten" kleinste Verwirblungen. Diese Verwirbelungen bauen sozusagen einen "Luftpuffer" auf. Dadurch kann die angesaugte Luft eigentlich besser in den Zylinder geraten. Kontraproduktiv kann das Ganze werden, wenn eine Stelle falsch bearbeitet wurde. An glatten Stellen kann es durch das Gemisch zu eine Tröpfchenbildung kommen. Da wäre für den Füllunggrad nicht gerade förderlich. Und da bei unseren Motoren noch in den Ansaugkanal eingespritzt wird und gerade hier sich die Engstellen befindenkann das hier schon etwas kritisch werden.
Mal in meinen Worten ausgedrückt...