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Scirocco komplett nachbauen?

Verfasst: So 16. Dez 2007, 20:38
von ZeHa
Servus,

ich hoffe, ihr verzeiht mir, wenn ich euch sage, daß ich vom Autoschrauben und -basteln nicht viel Ahnung habe - daher kann es sein, daß meine "Vision" hier ein bißchen unrealistisch daherkommt ;-)

Aber ich wollte einfach diejenigen unter euch, die sich da etwas besser auskennen, fragen, ob es machbar wäre, einen Scirocco komplett neu nachzubauen, was das ungefähr kosten würde und wie viel Zeit man da reinstecken müßte. Ich hab zwar im Grunde nicht vor, sowas zu machen, aber ich denke es ist interessant genug, um einfach mal drüber zu diskutieren :-)
Allein die Vorstellung, einen Scirocco als Neuwagen zu haben, mit einem Kilometerstand von 0 km und sämtlichen Teilen im bestmöglichen Zustand, ohne Verschleiß, das wäre doch einfach traumhaft :auto:


1) Man müßte wohl hauptsächlich mit Ersatzteilen arbeiten. Aber ist es überhaupt möglich, einen Motor komplett in Form von Einzelteilen zu beschaffen? Oder wäre solch ein Vorhaben nur mit einem fertigen Motor möglich (den man dann wohl nur noch gebraucht kriegen wird)? Und vor allem, haben die Ersatzteile dann auch die gleiche Qualität?

2) Karosserie- und innenausstattungsmäßig dürfte es wohl auch schwieriger sein; wenn's da irgendein Teil nicht als Ersatzteil gibt, müßte man da eben wohl oder übel auf gebrauchte Originalteile zurückgreifen. Aber dann wäre es eben wieder kein reiner Neuwagen.

3) Wenn man nun davon ausgeht, daß alle Teile beschaffbar sind, gäbe es dann auch beim Zusammenbau noch Probleme? Oder ist sowas für einen erfahreren Mechaniker eher ein Kinderspiel? Da schwingt bestimmt noch ein großes Verantwortungsbewußtsein mit, schließlich fährt man dann mit einem Auto, das nicht in einem VW-Werk mit Qualitätskontrollen zusammengebaut wurde, sondern mit einem Auto, bei dem jede einzelne Schraube von einer "normalen" Person angezogen wurde...

4) Nun noch die rechtliche Seite: könnte man ein komplett selbstgebautes Fahrzeug überhaupt TÜV-mäßig auf die Straßen bringen? Was würde wohl im Fahrzeugschein stehen? :-) )


Was denkt ihr zu dem Thema? Habt ihr auch schonmal drüber nachgedacht? Gibt es vielleicht jemand, der sowas schon ansatzweise durchgezogen hat (von mir aus auch mit einem völlig anderen Auto)?

Verfasst: So 16. Dez 2007, 20:52
von cxspark
-du kriegst sehr viele Sachen nicht mehr neu
-ein Wagen mit Euro 1 oder selbst D3 kann heute nicht mehr erstmalig in den Verkehr gebracht und zugelassen werden
-die Kosten sind extrem, aber siehe oben.
- es gibt noch ein paar Schätzchen, mit wenig km
-Lackqualität von Karmann ist Amateur nicht möglich

Verfasst: So 16. Dez 2007, 21:03
von ZeHa
cxspark hat geschrieben:-du kriegst sehr viele Sachen nicht mehr neu
Auch nicht als Nicht-VW-Original-Teile?
cxspark hat geschrieben:-Lackqualität von Karmann ist Amateur nicht möglich
Okay, man könnte ja bereits lackierte Karosserie-Teile kaufen ;) oder ist dort die Qualität dann ebenfalls schlechter? Bzw. was ist, wenn ich einen Lackschaden hab, und das Auto zum Lackieren bringe, entspricht dann auch das nicht der Originalqualität?

Verfasst: So 16. Dez 2007, 21:05
von Freakazoid
BMW hat das mal mit nem 2002tii gemacht...die haben zwar alle Teile noch in neu gehabt...aber der Teilepreis lag bei fast 100000€...+ die Arbeit und diverse Sachen wie Lack und Tüv usw...

Verfasst: So 16. Dez 2007, 21:06
von FlipFlopSven
Ich kenne jemanden der so etwas mal mit einem 1er Golf cabrio gemacht hat, allerdings war das so 98 glaub ich. Und zwar hatte er von VW eine ausgesonderte Karosse die da noch irgendwo rumlag (ich weis nicht ob die dafür ein Lager oder so haben) gekauft und komplett von null mit neuen aber auch gebrauchten Teilen aufgebaut. Er hat auch ohne Probleme Tüv dafür bekommen, und das beste daran war das er selbst als Hersteller in den Papieren stand.Also wie das heute mit der Zulassung aussiht weis ich nicht, aber damals ging das ohne Probleme.

CXSSPARK Warum sollte deiner Meinung nach die Lackqualität ein Problem darstellen ??
Meiner Meinung nach (ich bin Lackierer) wird es besser wenn man es
selbst von Hand lackiert, als eine Robotter Lackierung vom Band.
Vorrausgesetzt man versteht sein Handwerk

Verfasst: So 16. Dez 2007, 21:10
von ZeHa
FlipFlopSven hat geschrieben:Vorrausgesetzt man versteht sein Handwerk
Jo, also ich meine jetzt auch das gesamte Thema auf den Fall bezogen, daß es einer macht, der sich auch mit allem auskennt bzw. sich von entsprechenden Leuten helfen läßt. Also nicht ich :-) )

Verfasst: So 16. Dez 2007, 21:13
von Rocco-GT2
Man würde das Auto nicht zugelassen bekommen, da die alte Technik nicht den aktuellen Vorschriften entsprechen würde. Wenn man ein Auto zum ersten zulassen will muss es den aktuell geltenden Vorschriften entsprechen...

Verfasst: So 16. Dez 2007, 21:14
von cxspark
Lack: Der ganze Unterbau, Korrosionsschutz, Grundierung etc ist sehr aufwendig. Ein SEHR GUTER LACKIERER könnte auf dieses Niveau kommen.

Verfasst: So 16. Dez 2007, 21:20
von Flöhchen
Also bevor du den aus Neuteilen machen willst wolltest du den lieber restaurieren. ICh kenne das von ein paar wenigen Restauratoren. Die nehmen die ganze Karre an original Schweißpunkten auseinander, danach wird alles gestrahlt und grundiert. Dann alles was scheiße ist entweder neu gekauft oder wnen nicht mehr verfügbar selbst hergestellt. Anschließend verpunktet, die Schweißpunkte und vorallem das doppelte Blech gut grundiert und anschließend mehr als original abgedichtet. Komplett innen außen lackiert und gut ist.. Technik kann man wohl alles neu kaufen, Fahwerk, Motor, Getriebe usw..

Es ist alles machbar.. aber ne Rahmenrichtbank sollte vorhanden sein .. grins..

Gruß Flöhchen

Verfasst: So 16. Dez 2007, 21:24
von Sebastian53b
also meiner wurde 98 aus einer noch frischen rohkarosse und ersatzteilen zusammengebaut, papiere kamen von einem 91 gt2 unfaller. war selbst dabei als der tüv die nummer in den rahmen eingeschlagen hat.