H-Kennzeichen in Gefahr

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sciroccokartei
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H-Kennzeichen in Gefahr

Beitrag von sciroccokartei »

++ Bald Fünf-Prozent-Hürde bei H-Kennzeichen?? ++

Hintenrum kam ans Licht.............Für das H-kennzeichen= Mindestzustand 2, Null-Toleranz bei Modifikationen und geringen TÜV-Mängeln und Aberkennung der H-Nummer, wenn der Oldie mit den Jahren auf Zustand 3+ absinkt – die H-spalterischen Pläne einer verschwiegenen Arbeitsgruppe (Neandertaler)des Bundesverkehrsministeriums haben nur ein Ziel: die Zahl der H-Kennzeichen-Oldtimer drastisch auf wenige Prozent zu reduzieren!

Demnächst hängen wir uns wieder Felle vor die Fenster.......
Gruß Gregor
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Scirocco Dreams
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Re: H-Kennzeichen in Gefahr

Beitrag von Scirocco Dreams »

Mal ne Frage was muß ich jetzt eigendlich alles berücksichtigen wenn ich mir ne 07 Nummer holen will bzw wie ist das da mit dem Zustand des Fahrzeugs wenn der Umgebaut ist.

Wo und wie kann ich sowas bekommen???

Vielen dank schon mal an Euch alle.

Gruß Marko
amok01
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Re: H-Kennzeichen in Gefahr

Beitrag von amok01 »

Solche Missgeburten :wuetend: ,
die haben doch den Blick für die Realität verlohren. Als wenn es möglich währe, mit der h Nummer Schindluder zu treiben. Heute sind mir einige Oldis entgegengekommen, wunderschöne Autos, die meisten mit 07ner Nummer. Sicher weil nicht alles 100% Original war. Die Besitzer solcher Autos sollte man wenigstens ein bischen Respekt erweisen und ihnen die H Nummer gönnen. Die haben doch keine Ahnung, wieviel Zeit und Geld darin steckt. Und man sollte realistisch sein, immer und überall geht was kaput, diese Teile, wenn sie irreperabel sind, sind ürgendwann schlichtweg nicht mehr da. Außerdem sind die Motoren, wenn sie sehr alt sind sehr anfällig, hier und da geht mal was kaput, da muss man auch mal was modifizieren, was spricht dagegen, wenn es gut und dezent gemacht ist. Wenn ne alte Kirche restauriert wird werden doch auchnicht nur original Teile von 15hundert nochwas genommen und die Hütten werden auch Weltkulturerbe. :crazy: Außerdem wird so getan, als wenn man damals nicht modifiziert hätte. Zur Zeit der alten Oldis hat man sich selbst geholfen um ürgentwelche Teile zu ersetzen und auf einem mal ist das nicht i.o.? So original ist doch damals kein Auto rumgefahren.
Scirocco, und die Straße lebt XD
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Knuffel
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Re: H-Kennzeichen in Gefahr

Beitrag von Knuffel »

Hallo Allerseits,
ich selbst fahre einen 73er 1303er mit H-Zulassung und Gutachten mit 2. Der Wagen hat einen 1300er Motor original und jetzt einen 1600er der eingetragen ist. Es ist möglich beim Oldi den Wagen zeitgemäß zu tunen was bedeutet das es dieses Tuning vor glaube 20 Jahren schon gegeben haben muß. Desweiteren kann ich Sicherheits relevante Sachen wie eine Trommelbremse auf Scheibenbremse umrüsten genauso beim Ovali gab es eine Seilzugbremse die ja nicht sooo der Hit war auch diese kann zum Zwecke der Sicherheit umgebaut werden. Es ist aber vieles auch der Laune des Prüfers ausgeliefert. In diesem Sinne liebe Grüße Heike und Mario

Ps. Diese Regierung hat eh einen an der Klatsche und wenn es wirklich so kommen sollte werden viele auf Oldis verzichten weil es nicht mehr bezahlbar ist. Das würde dann bedeuten, es würden viele schöne alte Autos komplett verschwinden. Armes Deutschland wie blöd ist diese Regierung eigendlich und das nicht nur im Bereich der Autos.

http://die-taunuskaefer.de/
2x VW-Käfer, ein 61er DDR-Roller und Larry die Leiche (Bestattungsanhänger Bj. 62) ach ja wenn die Zeit es erlaubt wird noch nen B-Manta fertig gemacht. Mitlterweile haben wir noch zwei fast gleiche Gt2 mit JH-Motor.
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Arnold69
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Re: H-Kennzeichen in Gefahr

Beitrag von Arnold69 »

Nach der neuen Regelung darf das Fahrzeug Modifiziert sein, muß allerding in des ersten 10Jahren nach der Erstzulassung gemacht worden sein.

Die Spinnen doch die Römer.... ähhh :gruebel: ...die Berliner Politiker :wuetend:

Hier der Link zu der neuen Verordnung:

Deuvet



Beitrag bearbeitet (15.07.06 14:16)
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Scirocco GTX Bj 87 im Aufbau
Scirocco ??? Bj 86 im Aufbau
Scirocco Scala Bj 88 jetzt EX

Ich bin Franke, danke
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Alpha-Ranger
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Re: H-Kennzeichen in Gefahr

Beitrag von Alpha-Ranger »

Warum soll ich ein reflektierendes Kennzeichen mit D auf blauen Grund an meinen Rocco schrauben ? Wenn H-Kennzeichen, dann auch so wie es früher üblich war. Oder reicht es nicht, das H daneben zu kleben ?

http://www.tuev-sued.de/uploads/images/ ... v_Sued.pdf

Die Anforderungen für ein H-Kennz. sind gar nicht so hoch. Trifft aber die Plastikfreunde recht hart.

Erst mal wieder ducken, die Originalen sind hier ja in der Minderheit. :-)

mfG.
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Ralf781
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Re: H-Kennzeichen in Gefahr

Beitrag von Ralf781 »

>>>die Zahl der H-Kennzeichen-Oldtimer drastisch auf wenige Prozent zu reduzieren!...

und wenn dann alle weg sind, werden sie merken, wieviel mehrwertsteuer und was weiß ich für steuern die ersatzteile in die kassen gespült haben.
viele oldies werden wohl oder übel in irgenwelchen scheunen vor sich hingammeln ,weil sichs keiner leisten kann die dinger zu fahren. ist echt erbärmlich. mal abgesehen von den ganzen händlern, die sich auf solche fahrzeuge spezialisiert haben.
:bang:
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Mister_Mangels
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Re: H-Kennzeichen in Gefahr

Beitrag von Mister_Mangels »

Das Thema hatten wir schon im Talk,Gregor. :schlafen:
Gruß Boris :wink:

75er TS Kartei 1 Nr.545 80`s Style
85erWhite Cat DX Kartei 2 NR.421 Ownstyle
86erGTL Kartei 2 Nr.1007 verkauft !!!!
93er Corrado 2.0 16V + XXX+Anhängerkupplung
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Alpha-Ranger
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Re: H-Kennzeichen in Gefahr

Beitrag von Alpha-Ranger »

Schöner Beitrag dazu in der FAZ von heute.
Auch mit Bezug auf die wirtschaftlichen Belange.

http://www.pagenstecher.de/topic137450, ... -akut.html

So, so, ab dem 1.3.2007 soll es richtig lustich werden.
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sciroccokartei
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H-Kennzeichen Entwarnung

Beitrag von sciroccokartei »

Gerade gefunden (30.06.06)

... der Fahrzeug-Zulassungs-Verordnung. Unter anderem war die Rede davon, dass nur noch extrem originale Fahrzeuge im Zustand 2 oder besser ein H-Kennzeichen erhalten sollten – eine Anforderung, die tatsächlich nur ganz wenige Fahrzeuge erfüllen könnten.

Nach einem ausführlichen Gespräch mit Oldtimer-Info gab das Bundesverkehrsministerium am Dienstag Entwarnung: Die Veränderungen sind weitaus weniger drastisch als geschildert und unterscheiden sich nur in Nuancen von der jetzt bereits geltenden Regelung, ein flächendeckender Kahlschlag ist ebensowenig geplant wie eine ausschließliche Förderung top erhaltener oder top restaurierter Elite-Oldtimer.

„Gepflegter“ Zustand ersetzt „gebrauchten“ Zustand

Hans-Dieter Hesse, Referent in der Abteilung S33 des Bundesverkehrsministeriums und Vorsitzender der zwölfköpfigen Arbeitsgruppe zu diesem Thema, nimmt der Sache die Dramatik. Entgegen des Presseberichts müssen H-Anwärter-Autos künftig nicht im Zustand 2 oder gar besser sein, das Ministerium hat vielmehr eine eigene Zustandsnote erschaffen, die im wesentlichen der bisher für die Erteilung maßgeblichen Classic Data Note 3 entspricht, die Formulierung „gebrauchter Zustand“ wird allerdings durch die Formulierung „gepflegter Zustand“ ersetzt.

Auch die als Neuerung dargestellte turnusmäßige Überprüfung der Originalität und des Erscheinungsbildes während der zweijährlichen Hauptuntersuchung ist ebenfalls ein alter Hut. Seit Bestehen des H-Kennzeichens waren die Prüforganisationen verpflichtet, diese beiden Punkte zu überprüfen, nur gemacht wurde es in der Regel selten. Die Möglichkeit das „H“ als begünstigenden Verwaltungsakt zurückzunehmen, weil dessen Voraussetzungen nicht mehr vorliegen (zum Beispiel beim nachträglichen Einbau nicht zeitgenössischen Zubehörs) bestand seit jeher.

Ministerium setzt auf Augenmaß der Sachverständigen
Hans-Dieter Hesse setzt hier vor allem auf das Augenmaß erfahrener Sachverständiger, die Entscheidung über den gepflegten Originalzustand treffen ab März nächsten Jahres nicht mehr nur TÜV und Dekra, sondern auch GTÜ und KÜS sowie die diesen Organisationen angeschlossenen Classic Data Partner, die bereits seit Jahren regelmäßige Schulungen in punkto Originalität und Zustandseinstufung erhalten.

Die nächste Verbesserung betrifft zeitgenössisches Zubehör. Ab nächstem Jahr gibt es ein H-Kennzeichen für alle Umbauten, die innerhalb der ersten 10 Jahre nach Erstzulassung möglich bzw. üblich waren. Wer also erst 2007 seinen Kadett B mit zeitgenössischen Irmscher-Teilen aufmotzt, erhält die H-Zulassung. Die Meldung, dass für ein H-Kennzeichen nur noch Umbauten akzeptiert werden, die nachweislich innerhalb der ersten 10 Jahre nach Erstzulassung vorgenommen wurden, ist falsch. Bei den im Vorkriegsbereich üblichen Umkarossierungen nach 15 oder mehr Jahren und bei „Specials“ dieses Zeitraums sollen die Prüfer großzügig verfahren.

Unkontrolliertes Ansteigen der H-Zulasssungen soll verhindert werden
Hans-Dieter Hesse, dessen Angaben Oldtimer-Info von einem weiteren Mitglied der Arbeitsgruppe bestätigt wurden, betont vor allem, dass diese Änderungen ausschließlich auf die Zukunft gerichtet sind. Ziel war es, ein unkontrolliertes und sprunghaftes Anwachsen der H-Zulassungen in den kommenden Jahren zu vermeiden. Man hatte hierbei vor allem die Fahrzeuge von Mitte der 70er Jahre an aufwärts im Auge, die in riesigen Stückzahlen gebaut wurden und die generell auf eine höhere Lebensdauer ausgelegt sind. Von diesen Autos sollen nur die guten Exemplare mit einem pauschalen Steuersatz von EUR 195,00 pro Jahr gefördert werden, man will verhindern, dass massenweise aufgebrauchte aber noch straßenverkehrstaugliche Siebthand-Exemplare über die Straßen rollen, die das Ansehen des Oldtimers in der Öffentlichkeit eher schädigen als fördern.

Der Begriff „Patina“ ist dem ehemaligem Dekra-Mitarbeiter durchaus bekannt, es geht ihm nicht darum, in Ehren gealterten Autos das „H“ zu verweigern, sondern die jetzt geltende Automatik zu verhindern, dass jedes verkehrstaugliche Auto über 30 Jahre ein historisches Kennzeichen erhält.

Bestandsschutz für bestehende Zulassungen
Bester Beweis hierfür: Für bereits erteilte H-Kennzeichen und 07er-Nummern soll es auch in dieser Hinsicht einen Bestandsschutz geben.
Gruß Gregor
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