Hallo,
neuester Stand: War heute bei zwei weiteren TÜV Prüfstellen mit dem Versuch die HU zu kriegen, denn mein gelbes Kennzeichen läuft bald ab.
Beide Prüfer zogen das Blatt Papier, hielten es vor den Scheinwerfer. Bei Abblendlicht alles ok, die Lichtkante oben wurde nicht berührt. Bein Fernlicht ca 1cm unter der MHV, die Lichtkante verschwindet. Keine Plakette! Grund: Novellierung der Beleuchtungsvorschrift 2006. Ich weiss natürlich, dass die sich nicht verschworen haben, sondern regelmässig Schulungen besuchen.
Ihn darauf hingewiesen, dass in 6 Jahren bei 3 HU's und zig Sonderabnahmen niemand was bemängelt hat, ein Rückbau unverhältnismässig teuer wäre.
Aussage: "Das mag ja sein, nur JETZT fahren Sie jetzt mit einer nicht zulässigen Beleuchtung und dafür gibt es nunmal keine Plakette. Würde ich das abnehmen verstosse ich gegen gesetzliche Auflagen. Ich kann Sie nur trösten, dass Sie nicht der Erste sind, dem ich das sagen muss, diese getönten Rücklichter sind auch ausnahmslos nicht mehr zulässig.
Morgen noch ein Versuch bei der DEKRA machen....... muss ehrlich sagen, dass ich meinen Beruf beim TÜV langsam in Frage stelle, auch wenn ich nichts mit Kfz zu tun habe. Diese europäische aber auch deutsche Beamtenmentalität ist ja kaum mehr zu ertragen hier. Den Mexiko Käfer bekam man lange nicht durch den TÜV weil sein Fernlicht Lämpchen gelb statt blau ist

Da mussten erst ellenlange Gutachten erstellt werden.
Kfz ist aber nicht der einzige Bereich, die neue Maschinenrichtlinie MRL, die wohl wichtigste Vorschrift für alle Maschinen von der Bohrmaschine bis zur Drehbank schreibt ausdrücklich vor, dass alle Zertifikate nur noch 3 Jahre gelten statt wie bisher ewig. Der Bestandsschutz wurde aufgehoben und zwar aus Brüssel von der CENELEC, dem obersten Normgremium der europäischen Länder. Das bedeutet, dass ein Unternehmen, in welchem eine Drehbank von 1970 steht, die nicht mit neuesten Not-Aus-Systemen etc. nachgerüstet wurde keine Zertifizierung mehr erhält, wenn die Produktion auditiert wird, was gang und gebe ist. Ohne Zertifizierung kann heute kein Unternehmen mehr auf dem Markt landen. Dagegen versuchen sich derzeit die Ostländer zu wehren.
Also: Alles eintragen lassen, auch was "nur" eine ABE hat !!!!! Das ist zwar teuer aber dafür kann man davon ausgehen, dass man es nicht wieder abbauen muss, wenn sich die Vorschriften ändern. Es ist noch lange nicht abzusehen, was uns die Klimahysterie und der Feinstaub bescheren werden. Der DEUVET hat gegen die Fahrverbote auch nichts ausrichten können, weil die SPD dagegen war Ausnahmeregelungen für Oldtimer zu schaffen.
Schöne Scheisse!
Beitrag bearbeitet (13.06.07 21:59)