AW: Karmann im Finale - Update Oktober 2009
Verfasst: So 22. Nov 2009, 21:27
29.10.2009: Doch kein Aus zum November: Der insolvente Osnabrücker Autobauer Karmann muss nicht zum 1. November schließen. Inolvenzverwalter Ottmar Hermann ist es gelungen, ausreichend Geld aufzutreiben, um die Zahlungsfähigkeit des Osnabrücker Traditionsunternehmens zumindest bis zum 11. November sicherzustellen.
30.10.2009: Rund 60 Beschäftigte haben gestern die Arbeit niedergelegt. Betroffen ist die SLK-Fertigung des Unternehmens. Dort werden Bauteile für das Daimler-Werk in Bremen gefertigt. Die Arbeiter begründen ihren Protest damit, dass sie nicht wüssten, „ob sie noch für den vollen Monat November Geld bekommen“.
31.10.2009: Der Volkswagen-Konzern hat in den Verhandlungen mit den Karmann-Gesellschaftern das Angebot erhöht. Das neue Angebot für große Teile des Osnabrücker Werksgeländes liegt jetzt bei 35 Millionen Euro. Die Gesellschafter verlangen aber offensichtlich mindestens 50 Millionen Euro.
2.11.2009: Volkswagen arbeitet weiter mit Hochdruck an Plänen für den Einstieg bei Karmann. Führungskräfte des insolventen Autobauers prüfen den Kauf des Bereichs Technische Entwicklung.
3.11.2009: Kritik am Insolvenzverwalter-Team bei Karmann: Jetzt sind aus Kundenkreisen Vorwürfe gegen die Verhandlungsführung von Teams des Insolvenzverwalters Hermann laut geworden. Insider kritisieren eine mangelnde Transparenz bei den Gesprächen. Der Daimler-Konzern hat dem insolventen Autobauer einen konkreten Auftrag entzogen.
4.11.2009: Jetzt spürt auch Mercedes die Auswirkungen der Karmann-Krise: Nachdem Ende vergangener Woche die Karmänner die Produktion für den SLK niedergelegt haben, stehen auch im Daimler-Werk in Bremen Bänder still. Seit Anfang der Woche ruht dort der Bau des SLK, weil wichtige Bauteile aus Osnabrück fehlen.
7.11.2009: Das Arbeitsgericht ist durch Karmann überlastet: 3,5 der insgesamt 5,5 Kammern des Arbeitsgerichtes Osnabrück werden sich ab kommender Woche mit entlassenen Karmann-Mitarbeitern befassen. An den einzelnen Verhandlungstagen werden bis zu 17 Kläger um ihre Jobs kämpfen.
11.11.2009: Heute kann sich die Zukunft von Karmann entscheiden: Der VW-Aufsichtsrat tritt zu einer Sondersitzung zusammen, in der es auch um eine Übernahme des Osnabrücker Autobauers gehen soll. Volkswagen soll bereit sein, für Teile von Karmann rund 35 Millionen Euro zu zahlen, die Gesellschafter fordern angeblich 60 Millionen. Das Insolvenzverwalterteam verhandelt weiter mit Daimler. Andere Kunden hätten inzwischen offene Rechnungen beglichen, sodass die Liquidität bis Ende November gesichert sei, so ein Sprecher. Derweil erklärte das Arbeitsgericht Osnabrück erste Kündigungen in sieben Fällen für unwirksam.
12.11.2009: Entscheidung vertagt: VW lässt Karmann zittern. Der Aufsichtsrat verschiebt den Beschluss über mögliche Übernahme auf nächste Woche. Weil sich das VW-Verhandlungsteam und die Karmann-Gesellschafter noch immer nicht über den Kaufpreis für große Teile des Osnabrücker Werksgeländes einigen konnten, kam der Punkt zu spät für eine fristgerechte Einladung zur Aufsichtsratssitzung.
19.11.2009: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat sich hoffnungsvoll über eine mögliche Übernahme des insolventen Autobauers Karmann durch den VW-Konzern geäußert. „Ich habe die große Hoffnung, dass der Knoten am Freitag durchgehauen wird“, sagte Wulff.
20.11.2009: Kurz vor der für heute erwarteten Entscheidung des VW-Aufsichtsrates über eine Übernahme des insolventen Osnabrücker Autobauers Karmann hat sich der Insolvenzverwalter gestern offenbar mit dem Daimler-Konzern über strittige Forderungen teilweise geeinigt. Der Osnabrücker IG-Metall-Chef Hartmut Riemann erklärte, dass Daimler bereits eine erste Überweisung getätigt habe.
20.11.2009: Die Entscheidung ist gefallen: Auf dem Firmengelände von Karmann wird eine Volkswagen-Tochtergesellschaft ab 2011 eine Fahrzeugproduktion aufnehmen. Die IG Metall hat dazu eine Grundlagenvereinbarung mit Volkswagen abgeschlossen, gab Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bekannt.
Tempest
30.10.2009: Rund 60 Beschäftigte haben gestern die Arbeit niedergelegt. Betroffen ist die SLK-Fertigung des Unternehmens. Dort werden Bauteile für das Daimler-Werk in Bremen gefertigt. Die Arbeiter begründen ihren Protest damit, dass sie nicht wüssten, „ob sie noch für den vollen Monat November Geld bekommen“.
31.10.2009: Der Volkswagen-Konzern hat in den Verhandlungen mit den Karmann-Gesellschaftern das Angebot erhöht. Das neue Angebot für große Teile des Osnabrücker Werksgeländes liegt jetzt bei 35 Millionen Euro. Die Gesellschafter verlangen aber offensichtlich mindestens 50 Millionen Euro.
2.11.2009: Volkswagen arbeitet weiter mit Hochdruck an Plänen für den Einstieg bei Karmann. Führungskräfte des insolventen Autobauers prüfen den Kauf des Bereichs Technische Entwicklung.
3.11.2009: Kritik am Insolvenzverwalter-Team bei Karmann: Jetzt sind aus Kundenkreisen Vorwürfe gegen die Verhandlungsführung von Teams des Insolvenzverwalters Hermann laut geworden. Insider kritisieren eine mangelnde Transparenz bei den Gesprächen. Der Daimler-Konzern hat dem insolventen Autobauer einen konkreten Auftrag entzogen.
4.11.2009: Jetzt spürt auch Mercedes die Auswirkungen der Karmann-Krise: Nachdem Ende vergangener Woche die Karmänner die Produktion für den SLK niedergelegt haben, stehen auch im Daimler-Werk in Bremen Bänder still. Seit Anfang der Woche ruht dort der Bau des SLK, weil wichtige Bauteile aus Osnabrück fehlen.
7.11.2009: Das Arbeitsgericht ist durch Karmann überlastet: 3,5 der insgesamt 5,5 Kammern des Arbeitsgerichtes Osnabrück werden sich ab kommender Woche mit entlassenen Karmann-Mitarbeitern befassen. An den einzelnen Verhandlungstagen werden bis zu 17 Kläger um ihre Jobs kämpfen.
11.11.2009: Heute kann sich die Zukunft von Karmann entscheiden: Der VW-Aufsichtsrat tritt zu einer Sondersitzung zusammen, in der es auch um eine Übernahme des Osnabrücker Autobauers gehen soll. Volkswagen soll bereit sein, für Teile von Karmann rund 35 Millionen Euro zu zahlen, die Gesellschafter fordern angeblich 60 Millionen. Das Insolvenzverwalterteam verhandelt weiter mit Daimler. Andere Kunden hätten inzwischen offene Rechnungen beglichen, sodass die Liquidität bis Ende November gesichert sei, so ein Sprecher. Derweil erklärte das Arbeitsgericht Osnabrück erste Kündigungen in sieben Fällen für unwirksam.
12.11.2009: Entscheidung vertagt: VW lässt Karmann zittern. Der Aufsichtsrat verschiebt den Beschluss über mögliche Übernahme auf nächste Woche. Weil sich das VW-Verhandlungsteam und die Karmann-Gesellschafter noch immer nicht über den Kaufpreis für große Teile des Osnabrücker Werksgeländes einigen konnten, kam der Punkt zu spät für eine fristgerechte Einladung zur Aufsichtsratssitzung.
19.11.2009: Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat sich hoffnungsvoll über eine mögliche Übernahme des insolventen Autobauers Karmann durch den VW-Konzern geäußert. „Ich habe die große Hoffnung, dass der Knoten am Freitag durchgehauen wird“, sagte Wulff.
20.11.2009: Kurz vor der für heute erwarteten Entscheidung des VW-Aufsichtsrates über eine Übernahme des insolventen Osnabrücker Autobauers Karmann hat sich der Insolvenzverwalter gestern offenbar mit dem Daimler-Konzern über strittige Forderungen teilweise geeinigt. Der Osnabrücker IG-Metall-Chef Hartmut Riemann erklärte, dass Daimler bereits eine erste Überweisung getätigt habe.
20.11.2009: Die Entscheidung ist gefallen: Auf dem Firmengelände von Karmann wird eine Volkswagen-Tochtergesellschaft ab 2011 eine Fahrzeugproduktion aufnehmen. Die IG Metall hat dazu eine Grundlagenvereinbarung mit Volkswagen abgeschlossen, gab Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bekannt.
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