53B hat geschrieben:Die Risse sind Latte, wahrscheinlich fahren 95% aller 16V Fahrer mit Rissen im Kopf rum und machen sich da überhaupt keine Gedanken weil sie es nicht wissen.
Ob "das Latte ist" oder nicht, sei erstmal dahingestellt - zumindest ist ein Zylinderkopf mit Rissen defekt!
Es stellen sich doch zwei Fragen hinsichtlich der Wiederverwendung solcher Zylinderköpfe:
- kann der Zylinderkopf ohne Funktioneinschränkungen montiert/verwendet werden
- können bei Verwendung solch eines Zylinderkopfes weitergehende Motorschäden ausgeschlossen werden?
Bestimmt muß der Schaden durch Risse immer im Einzelfall entschieden werden!
Bei einer Reparatur in einer Werkstatt wird das Ergebnis immer "nicht verwendbar" sein, da diese auf ihre Arbeit und den verbauten Teilen (auch "mitgebrachte" Gebrauchtteile) eine gesetzliche Gewährleistung/Garantie geben müssen - selbst wenn dies auf der Rechnung detailliert ausgeschlossen wird, wie bespielsweise mit folgendem Wortlaut: "keine Garantie/Gewährleistung auf Zylinderkof und eventuellen Folgeschäden".
Dies ist aber nur ein kleiner Ausflug in die erstarkten Kundenrechte (die nicht immer für den Kunden förderlich sind, da Reparaturen aus oben genannten Gründen einfach nicht mehr durchgeführt werden).
Als "Privatperson" hätte ich kaum Probleme, einen Zylinderkopf mit Rissen zu montieren - sofern diese als unkritisch zu werten sind.
Bei den 50PS Käfer-Motoren sind sogar Risse bis 2mm zwischen den Ventilsitzen tolerierbar - allerdings sind Risse zu den Kerzengewinden praktisch das "Todesurteil" für diese Köpfe!
Ähnliche Toleranzen wurden hier schon für den Zylinderkopf des KR genannt.
Auch ist es bestimmt richtig, das sehr viele mit Rissen im Zylinderkopf (ohne Probleme) fahren, da sie es garnicht wissen!
Laufleistungen von über 250000km sind bei diesen Motoren durchaus realistisch (bei normaler Pflege und Wartung) - die "alten" 1,8 16V (insbesondere KR) gehören mit zu den sehr robusten Motoren aus dem VW-Segment.
Gruss.