Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung.
Wirtschaft 10.06.2008
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Betriebsrat will sich nicht querlegen
mey Osnabrück.
107 Jahre nach der Gründung des Osnabrücker Cabrioherstellers Karmann denken Enkel und Urenkel des Firmengründers Wilhelm Karmann angesichts ausbleibender Aufträge im Fahrzeugbau über einen Verkauf des Unternehmens nach.
Diese für die meisten Betroffenen und Beobachter wenig überraschende Nachricht „verkaufte“ das in Düsseldorf erscheinende „Handelsblatt“ gestern auf seiner Titelseite in etwas reißerischer Aufmachung. „Karmann stellt sich zum Verkauf“, war dort über einem Foto von Miteigentümer Wilhelm Dietrich Karmann am Steuer eines offenen Cabrios zu lesen. Im Text klang die Nachricht dann schon etwas weniger spektakulär. Dort wurde ein Sprecher der Gesellschafter mit den Worten zitiert: „Die Familie prüft alle strategischen Optionen.“ Allerdings schrieb die Zeitung, dass Gespräche mit möglichen Interessenten bereits liefen und die Eigentümer die Frankfurter Investmentspezialisten vom Bankhaus Rothschild und von Georgieff Capital als Berater eingeschaltet hätten.
Ein Sprecher der Unternehmensgruppe Karmann bestätigte gestern im Kern diese Darstellung. „Die Gesellschafter haben der Geschäftsführung mitgeteilt, dass sie alle strategischen Optionen zur Zukunftssicherung prüfen“, sagte er unserer Zeitung. Dies sei schon vor einiger Zeit geschehen. Nicht korrekt sei indes der vom „Handelsblatt“ erweckte Eindruck, eine Entscheidung könne bereits im Juli fallen.
Für den Betriebsrat wäre ein möglicher Verkauf von Karmann für sich genommen kein Desaster, wie dessen Vorsitzender Wolfram Smolinski erläuterte. Wenn durch einen finanzstarken Investor die Arbeitsplätze sicherer würden, werde sich die Arbeitnehmerschaft „nicht querstellen“, sagte er. Allerdings könne der Erwerb von Karmann durch einen solchen Investor, der nach seiner Meinung nur aus dem asiatischen Raum kommen kann, in der deutschen Autoindustrie ein böses Erwachen auslösen. Dieses Entstehen eines Konkurrenten mit dem nötigen Know-how wäre dann aber die Konsequenz aus dem Ausbleiben neuer Fahrzeugaufträge heimischer Hersteller für Karmann, warnte Smolinski.
Bis Ende Juni will die Karmann-Geschäftsführung nach früheren Angaben noch um neue Fahrzeugaufträge kämpfen. Danach droht das Aus für die Sparte und laut IG Metall der Abbau von weiteren 1000 Arbeitsplätzen über die bereits bis Frühjahr 2009 geplante Streichung von mehr als 1000 Stellen in Osnabrück und Rheine hinaus. In den Sparten Dachsysteme und Technische Entwicklung ist Karmann nach eigenen Angaben gut bis sehr gut ausgelastet. Das Unternehmen wäre „auch ohne Fahrzeugbau tragfähig“, zitierte das „Handelsblatt“ einen Familiensprecher.
Die Nachfahren von Firmengründer Wilhelm Karmann gliedern sich in die Familienstämme Battenfeld, Boll und Karmann. Von den neun Gesellschaftern gehört allein Wilhelm Dietrich Karmann der aktuellen Geschäftsführung an und ist dort für die Finanzen verantwortlich.
Über Verkaufsabsichten der Eigentümer ist in den letzten Wochen bei Karmann verstärkt spekuliert worden, nachdem mehrere ausländische Delegationen das Stammwerk in Osnabrück besucht hatten. Zuletzt hatte es Gäste aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gegeben, die als finanzstark gelten.
Im vergangenen Jahr musste Karmann wegen geringerer Stückzahlen im Fahrzeugbau einen Umsatzrückgang hinnehmen. Der Umsatz der Gruppe blieb mit 1,5 Milliarden Euro um 16 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.
Im letzten Jahr liefen bei Karmann in den Werken Osnabrück und Rheine zusammen noch 41666 Fahrzeuge vom Band nach 48120 im Jahr 2006.
Karmann - wie geht es weiter?, Stand: Juni 2008
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Sciroccochaos
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AW: Karmann - wie geht es weiter?, Stand: Juni 2008
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Sciroccochaos
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AW: Karmann - wie geht es weiter?, Stand: Juni 2008
Hä, hab ich nen falschen Link gepostet, der Thread ist doch nicht im TALK-Bereich und im Thread, im 1. Post ist doch der Link zu der Meldung vom Handelsblatt.
Is ja auch Wurscht, auf kurz oder lang wird bei Karmann sich was ändern.
P.S. Auch von mir danke an Martin, ein paar Sachen stehen ja mit dabei die im anderen Thread ned drin waren.
Is ja auch Wurscht, auf kurz oder lang wird bei Karmann sich was ändern.
P.S. Auch von mir danke an Martin, ein paar Sachen stehen ja mit dabei die im anderen Thread ned drin waren.
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AW: Karmann - wie geht es weiter?, Stand: Juni 2008
hoffen wir mal das karmann nicht verkauft wehre ja schade drum wer weis was neue besitzer so alles ändern werden
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AW: Karmann - wie geht es weiter?, Stand: Juni 2008
Neue Osnabrücker Zeitung
Wirtschaft 27.06.2008
-
Magna räumt alles ab
Von Norbert Meyer
Osnabrück.
Der Cabriobauer Karmann in Osnabrück braucht dringend einen neuen Auftrag zur Rettung seines Fahrzeugbaus, doch manche Auftraggeber meiden ihn bewusst. Gestern gab der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche bekannt, dass er seine Modelle Boxster und Cayman von 2012 an beim österreichischen Karmann-Konkurrenten Magna Steyr fertigen lässt.
Bleibt bei der Konkurrenz: Der Porsche Boxster, bei dessen Dachsystem Karmann eine geistige Urheberschaft für sich reklamiert, wird von 2012 an bei Magna Steyr in Graz produziert. Werksfoto
Bleibt bei der Konkurrenz: Der Porsche Boxster, bei dessen Dachsystem Karmann eine geistige Urheberschaft für sich reklamiert, wird von 2012 an bei Magna Steyr in Graz produziert. Werksfoto
Bisher werden das offene zweisitzige Porsche-Einstiegsmodell (Boxster) und dessen geschlossene Variante (Cayman) beim finnischen Zulieferer Valmet gebaut. Seit 1997 sind dort mehr als 200000 Porsche-Fahrzeuge vom Band gelaufen. Diese deutsch-finnische Zusammenarbeit läuft im Jahr 2012 aus.
„Als künftigen Auftragsfertiger hat Porsche im Rahmen einer Ausschreibung die Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG, Graz, ausgewählt“, heißt es in einer Presseerklärung von Porsche. Der Zuschlag sei an die Österreicher gegangen, weil sie „das finanziell attraktivste Angebot unterbreitet“ hätten und „Entwicklungsaufträge für Porsche-Sportwagen übernehmen“ könnten. Auch Porsche Vizechef Holger P. Härter unterstrich die „hohe Entwicklungskapazität und -kompetenz“, die den Ausschlag zugunsten von Magna gegeben hätten.
Für den Magna-RivalenKarmann sind solche Worte wie Schläge ins Gesicht. Wegen des Modells Boxster hatten das Osnabrücker Unternehmen und Porsche lange vor Gericht gestritten – und am Ende wurde Insidern zufolge festgestellt, dass Porsche bei Karmann zumindest Ideen für den Boxster abgekupfert hatte. Außerdem sind die Osnabrücker stolz auf ihre Entwicklungsabteilung, die im Gegensatz zum Fahrzeugbau auch gut ausgelastet ist.
Dies ändert aber nichts an der prekären Situation für Karmann. Die Niedersachsen müssen es über sich ergehen lassen, dass mit der Porsche-Entscheidung nun schon der vierte von Autoherstellern an Fremdfertiger vergebene Auftrag seit Herbst 2007 an den Konkurrenten Magna gegangen ist. Zuvor waren es die Allrad-Variante des Mini von BMW („Colorado“), eine viertürige Version der Luxusmarke Aston Martin und zuletzt der neue Peugeot-Sportwagen 308 RC Z gewesen. Dass sich auch Karmann um den Porsche-Boxster-Auftrag bemüht habe, berichtet die Zeitschrift „auto motor und sport“, wird aber vom Osnabrücker Unternehmen selbst bestritten. „Wir haben erst heute offiziell davon gehört und hätten die Gelegenheit gerne genutzt, um unsere Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis zu stellen“, sagte ein Firmensprecher zu der Frage, ob Karmann die Ausschreibung bekannt gewesen sei. Ein Porsche-Sprecher bestätigte unserer Zeitung, dass Karmann nicht an der Ausschreibung beteiligt wurde.
Auch für Valmet könnte der Auftragsverlust drastische Folgen haben, denn Porsche ist einziger Kunde der Finnen. In einer Studie stellt das von Prof. Ferdinand Dudenhöffer geleitete Center of Automotive Research an der FH Gelsenkirchen fest, dass Karmann im Vergleich zu Magna weniger flexibel, in der Branche etwa durch die Besetzung des Aufsichtsrats schlechter vernetzt und mit weniger Know-how für die Großserienfertigung ausgestattet ist.
Wirtschaft 27.06.2008
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Magna räumt alles ab
Von Norbert Meyer
Osnabrück.
Der Cabriobauer Karmann in Osnabrück braucht dringend einen neuen Auftrag zur Rettung seines Fahrzeugbaus, doch manche Auftraggeber meiden ihn bewusst. Gestern gab der Stuttgarter Sportwagenhersteller Porsche bekannt, dass er seine Modelle Boxster und Cayman von 2012 an beim österreichischen Karmann-Konkurrenten Magna Steyr fertigen lässt.
Bleibt bei der Konkurrenz: Der Porsche Boxster, bei dessen Dachsystem Karmann eine geistige Urheberschaft für sich reklamiert, wird von 2012 an bei Magna Steyr in Graz produziert. Werksfoto
Bleibt bei der Konkurrenz: Der Porsche Boxster, bei dessen Dachsystem Karmann eine geistige Urheberschaft für sich reklamiert, wird von 2012 an bei Magna Steyr in Graz produziert. Werksfoto
Bisher werden das offene zweisitzige Porsche-Einstiegsmodell (Boxster) und dessen geschlossene Variante (Cayman) beim finnischen Zulieferer Valmet gebaut. Seit 1997 sind dort mehr als 200000 Porsche-Fahrzeuge vom Band gelaufen. Diese deutsch-finnische Zusammenarbeit läuft im Jahr 2012 aus.
„Als künftigen Auftragsfertiger hat Porsche im Rahmen einer Ausschreibung die Magna Steyr Fahrzeugtechnik AG & Co KG, Graz, ausgewählt“, heißt es in einer Presseerklärung von Porsche. Der Zuschlag sei an die Österreicher gegangen, weil sie „das finanziell attraktivste Angebot unterbreitet“ hätten und „Entwicklungsaufträge für Porsche-Sportwagen übernehmen“ könnten. Auch Porsche Vizechef Holger P. Härter unterstrich die „hohe Entwicklungskapazität und -kompetenz“, die den Ausschlag zugunsten von Magna gegeben hätten.
Für den Magna-RivalenKarmann sind solche Worte wie Schläge ins Gesicht. Wegen des Modells Boxster hatten das Osnabrücker Unternehmen und Porsche lange vor Gericht gestritten – und am Ende wurde Insidern zufolge festgestellt, dass Porsche bei Karmann zumindest Ideen für den Boxster abgekupfert hatte. Außerdem sind die Osnabrücker stolz auf ihre Entwicklungsabteilung, die im Gegensatz zum Fahrzeugbau auch gut ausgelastet ist.
Dies ändert aber nichts an der prekären Situation für Karmann. Die Niedersachsen müssen es über sich ergehen lassen, dass mit der Porsche-Entscheidung nun schon der vierte von Autoherstellern an Fremdfertiger vergebene Auftrag seit Herbst 2007 an den Konkurrenten Magna gegangen ist. Zuvor waren es die Allrad-Variante des Mini von BMW („Colorado“), eine viertürige Version der Luxusmarke Aston Martin und zuletzt der neue Peugeot-Sportwagen 308 RC Z gewesen. Dass sich auch Karmann um den Porsche-Boxster-Auftrag bemüht habe, berichtet die Zeitschrift „auto motor und sport“, wird aber vom Osnabrücker Unternehmen selbst bestritten. „Wir haben erst heute offiziell davon gehört und hätten die Gelegenheit gerne genutzt, um unsere Wettbewerbsfähigkeit unter Beweis zu stellen“, sagte ein Firmensprecher zu der Frage, ob Karmann die Ausschreibung bekannt gewesen sei. Ein Porsche-Sprecher bestätigte unserer Zeitung, dass Karmann nicht an der Ausschreibung beteiligt wurde.
Auch für Valmet könnte der Auftragsverlust drastische Folgen haben, denn Porsche ist einziger Kunde der Finnen. In einer Studie stellt das von Prof. Ferdinand Dudenhöffer geleitete Center of Automotive Research an der FH Gelsenkirchen fest, dass Karmann im Vergleich zu Magna weniger flexibel, in der Branche etwa durch die Besetzung des Aufsichtsrats schlechter vernetzt und mit weniger Know-how für die Großserienfertigung ausgestattet ist.
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AW: Karmann - wie geht es weiter?, Stand: Juni 2008
Neue Osnabrücker Zeitung
Lokales 28.06.2008
-
Karmann bereitet das Ende vor
prin Osnabrück.
Am Montag endet die Frist der Karmann-Geschäftsführung: Am 1. Juli sollte über die Zukunft des Fahrzeugbaus entschieden werden. Da kein rettender Auftrag in Sicht ist, erwartet der Betriebsrat ab September erste Gespräche über Entlassungen. Es geht am Standort Osnabrück um bis zu 1200 Arbeitsplätze. Mit ersten Kündigungen rechnet der Betriebsrat im Februar 2009.
Das endgültige Ende
Nach monatelangen vergeblichen Appellen an die Automobilindustrie bereitet sich Karmann jetzt offensichtlich auf das endgültige Ende des Fahrzeugbaus vor. „Die Geschäftsführung will mit dem Betriebsrat im dritten Quartal dieses Jahres über einen Sozialplan für die Beschäftigten des Fahrzeugbaus reden“, erklärte gestern Betriebsrats-Vorsitzender Wolfram Smolinski. Das könnte also schon in der nächsten Woche der Fall sein. Smolinski erwartet erste Verhandlungen über Entlassungen allerdings erst im September.
Betriebsrat und Geschäftsführung werden damit das Ende des mehr als 100-jährigen Fahrzeugbaus einleiten. Das Ziel der Geschäftsführung sei, so Smolinski, zeitgleich mit dem letzten produzierten Auto auch den letzten Arbeiter im Fahrzeugbau von der Lohnliste streichen zu können. Die Fahrzeugproduktion wird voraussichtlich im Herbst 2009 auslaufen. Der Grund für den Wunsch nach zügiger Abwicklung ist offensichtlich, dass für lange Übergangszeiten wie in der letzten Entlassungswelle das Geld fehlt.
Es gibt noch Hoffnung
Trotzdem gibt es immer noch Hoffnung, betont Smolinksi. Das Unternehmen bemühe sich weiter mit Hochdruck um Aufträge für den Fahrzeugbau. Allerdings beschränke man sich ab sofort auf Aufträge zum Bau von bereits fertig konstruierten Fahrzeugen ohne lange Entwicklungszeiten. Sollten diese Bemühungen erfolgreich sein, wären die Gespräche über die Entlassungen hinfällig, betont der Betriebsrats-Chef.
Lokales 28.06.2008
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Karmann bereitet das Ende vor
prin Osnabrück.
Am Montag endet die Frist der Karmann-Geschäftsführung: Am 1. Juli sollte über die Zukunft des Fahrzeugbaus entschieden werden. Da kein rettender Auftrag in Sicht ist, erwartet der Betriebsrat ab September erste Gespräche über Entlassungen. Es geht am Standort Osnabrück um bis zu 1200 Arbeitsplätze. Mit ersten Kündigungen rechnet der Betriebsrat im Februar 2009.
Das endgültige Ende
Nach monatelangen vergeblichen Appellen an die Automobilindustrie bereitet sich Karmann jetzt offensichtlich auf das endgültige Ende des Fahrzeugbaus vor. „Die Geschäftsführung will mit dem Betriebsrat im dritten Quartal dieses Jahres über einen Sozialplan für die Beschäftigten des Fahrzeugbaus reden“, erklärte gestern Betriebsrats-Vorsitzender Wolfram Smolinski. Das könnte also schon in der nächsten Woche der Fall sein. Smolinski erwartet erste Verhandlungen über Entlassungen allerdings erst im September.
Betriebsrat und Geschäftsführung werden damit das Ende des mehr als 100-jährigen Fahrzeugbaus einleiten. Das Ziel der Geschäftsführung sei, so Smolinski, zeitgleich mit dem letzten produzierten Auto auch den letzten Arbeiter im Fahrzeugbau von der Lohnliste streichen zu können. Die Fahrzeugproduktion wird voraussichtlich im Herbst 2009 auslaufen. Der Grund für den Wunsch nach zügiger Abwicklung ist offensichtlich, dass für lange Übergangszeiten wie in der letzten Entlassungswelle das Geld fehlt.
Es gibt noch Hoffnung
Trotzdem gibt es immer noch Hoffnung, betont Smolinksi. Das Unternehmen bemühe sich weiter mit Hochdruck um Aufträge für den Fahrzeugbau. Allerdings beschränke man sich ab sofort auf Aufträge zum Bau von bereits fertig konstruierten Fahrzeugen ohne lange Entwicklungszeiten. Sollten diese Bemühungen erfolgreich sein, wären die Gespräche über die Entlassungen hinfällig, betont der Betriebsrats-Chef.
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AW: Karmann - wie geht es weiter?, Stand: Juni 2008
ist halt noch ein grund mehr, warum es kein echter scirocco ist...
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"Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln - ein Auto braucht Liebe"
(Walter Röhrl)
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"Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln - ein Auto braucht Liebe"
(Walter Röhrl)
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