Mensch Leute, jetzt lasst doch mal diese "Fresse-halten-Smileys". Wir sind hier nicht bei Motortalk.
Meine Meinung: Wer sich kein gescheites Fahrwerk leisten kann, soll mit dem Serienfahrwerk fahren. Besser ist das allemal.
Wer kein Geld für einen Scirocco hat, soll Golf fahren etc. etc.
Luxustyp? Hm, ich arbeite ca. 80 Stunden die Woche und verdiene (weil ich neben der Arbeit auch noch studiere) dabei weniger als die meisten hier. Meine "Luxusfahrwerke" spare ich mir lange zusammen bzw. habe ich für mein Rennauto ein paar "Gönner".
Nebenbei beschäftige ich mich fast täglich damit meinen BMW schneller zu machen. Das heißt Theorie pauken, umbauen und dann im Wettbewerb feststellen was die einzelnen Veränderungen bringen. Demzufolge beschäftige ich mich nun seit einigen Jahren mit der Fahrdynamik eines Autos, Achsgeometrien und Fahrwerkssystemen. Das macht mich zwar nicht zum Fahrwerksguru (ich lasse meine Fahrwerke auch von einem Fahrwerksbauer entwickeln und auch was das Setup angeht efolgt das immer in Kooperation mit Reifenlieferant und Fahrwerksbauer), aber ich glaube einfach ein wenig Ahnung zu haben.
Nur mal so am Rande bemerkt, ich habe es letztes Wochendene zum ersten Mal geschafft den BMW in einer Kurve auf zwei Räder zu stellen - bei etwa 120km/h ein interessantes Erlebnis.
Seit etwa einem Jahr verbringe ich zahlreiche Abende in einer Rennwerkstatt. Das heißt, dort werden hauptsächlich Rennwagen aufgebaut, aber auch Straßenumbauten werden da gemacht, genauso wie Raritäten restauriert bzw. repariert. Da kommen dann viele Besitzer verzweifelt und geben den Wagen der Werkstatt. Darunter sind nicht selten eben solche Kandidaten dabei, die sich ein besagtes 300€ Fahrwerk gekauft haben. Zum Glück kann man hier im Allgäu auch auf "öffentlichen Straßen" mal einige Vergleiche Fahren. Da tun sich Abgrüne auf.
Nun zum Thema. Mir geht es hier nicht darum Rennfahrwerke für die Straße zu promoten, sondern einfach nur darum, dass diese Billigfahrwerke den Grenzbereich nach vorne verschieben bzw. das Auto in einer Extremsituation unberechenbar machen. Wie bereits erwähnt habe ich sehr viel Lehrgeld bezahlt, sowohl im Straßenfahzeug wie auch im Rennauto (darunter waren auch 60€ Federn und 300€ Fahrwerke dabei).
Durch meine frühere Tätigkeit beim TÜV kenne ich halt auch die Zulassungsprüfungen für Fahrwerke und auch einige Ergebnisse von Fahrversuchen, die vom TÜV Automotive durchgeführt wurden.
Es gibt einfach Fakten auf dieser Welt. Und dass ein Fahrwerk keine 300€ kosten kann ist ein solcher Fakt.
@Scanners:
ob Dein Hiltrac gut ist oder nicht, kannst Du gar nicht beurteilen. Das geht eben nur durch vorgegebene Tests und Fahrversuche.
Vielleicht sollte ich zukünftig mal einige Vergleiche auf Video aufnehmen, die wir im Fahrsicherheitszentrum in Kempten ab und zu bei Reifentests fahren. Dann wird einiges deutlich werden.
Wobei da auch andere Faktoren wie Sturz, Rollsturz und Einfedersturz, Sturzänderung durch den Einbau von Distanzscheiben, Karkassenkonstruktionen etc. gemessen und untersucht werden.
Übrigens, mein 2000€ teueres (kein Gewinde und nicht einstellbar) Rennfahrwerk muss nach 1-2 Jahren komplett überholt werden (Langlebigkeit sagt nicht immer etwas über die Performance aus).
Nur noch ein Tipp von mir. Wenn Du dich hier im Forum etablieren willst, dann verhalte dich ganz ruhig und schreibe nur dann etwas wenn Du auch weißt was Du da von dir gibst. Bevor Du zu technischen oder sogar physikalischen Sachverhalten Stellung beziehst, lese ein entsprechendes Fachbuch. Bevor Du mich oder andere Leute in Schubladen steckst, informiere dich ganz genau wer dahinter steckt.
@Vibes:
das ist sicher keine falsche Überlegung. Wobei es immer darauf ankommt wie viel Vorspannung die Feder hat. In einem gewissen Bereich ist das Rauf bzw. Runterschrauben problemlos möglich. Durch die progressive Zusatzfeder wird da vieles abgefangen.
So Jungs, jetzt beruhigen wir uns alle wieder und geben uns die Hand
Gruß
Eugen