Sciroccoschmiede > Karmann-News

Alles zum Scirocco, was nicht woanders reinpasst...
Antworten
Benutzeravatar
klimarocco
Erfahrener Nutzer
Beiträge: 1107
Registriert: Sa 14. Feb 2004, 22:46
Wohnort: 49082 Osnabrück, klimarocco@sciroccoforum.de, Tel. 0157 54 07 82 83

Sciroccoschmiede > Karmann-News

Beitrag von klimarocco »

Unsere einstige Scirocco-Schmiede ist immer mal wieder Gegenstand eines Beitrags in der durchaus angesehenen Neuen Osnabrücker Zeitung. Auch nachdem sich Karmann in den vergangenen Jahren auslastungsbedingt von einigen Hundert Mitarbeitern getrennt hat, bleibt das Unternehmen ja ein bedeutender Arbeitgeber für die ganze Region und hat einen festen Platz im Herzen manch eines Sciroccofahrers. Hier unkommentiert nun ein Beitrag aus der oben genannten Zeitung vom vergangenen Freitag:

"Cabrio der Poloklasse in Osnabrück machbar"

Von Norbert Meyer

Osnabrück. Das Interview, das der Sprecher der Geschäftsführung der Wilhelm Karmann GmbH, Peter Harbig, unserer Zeitung gab, hat folgenden Wortlaut:


Herr Harbig, die Produktion des Chrysler Crossfire bei Karmann läuft zum Jahresende aus. Wie lange baut Karmann noch das Audi A4 Cabrio in Rheine und das Mercedes-Benz CLK Cabrio in Osnabrück?

Der Audi läuft bis Ende nächsten Jahres und der Mercedes CLK noch ein Jahr länger. Dass Audi sein nächstes Cabrio auf Basis des neuen A5 selbst bauen wird, wissen wir schon seit längerer Zeit. Wir befinden uns da also im Plan.


Wie zuversichtlich sind Sie, dass Karmann im Jahr 2010 noch Autos baut?

Wir sind zuversichtlich, dass es die Möglichkeit gibt, weitere Gesamtfahrzeuge nach Osnabrück zu holen. Über den Termin fällt es mir schwer zu sprechen. Wir können nicht sagen, ob das 2010 oder 2011 der Fall sein wird. Das sind Dinge, die hängen letztlich von den Diskussionen ab, die wir im Augenblick führen. Und da möchten wir die IAA abwarten. Für uns wird die IAA sicherlich richtungsweisend sein.


Ist es realistisch anzunehmen, dass beide Werke in Osnabrück und Rheine künftig ausgelastet sein werden?

Das ist eine schwierige Frage. Im Augenblick möchte ich kein Werk aufgeben. Das kann zu einem späteren Zeitpunkt anders aussehen. Aber im Moment sind wir noch hoffnungsvoll, dass sich für beide Werke etwas Neues ergibt. Priorität hat für uns, dass wir Gesamtfahrzeugaufträge gewinnen.


Ist die Gewinnung von Gesamtfahrzeugaufträgen auch das, woran Sie hauptsächlich arbeiten?

Ich kann verstehen, dass derzeit alle fixiert sind auf den Fahrzeugbau. Man muss aber sehen, dass wir in unseren anderen drei Säulen, also in der technischen Entwicklung, im Werkzeugbau und in den Dachsystemen, gut unterwegs sind. In der technischen Entwicklung haben wir eine Vollauslastung. Wir haben die Auslastungssituation im Werkzeugbau verbessert. Und wir haben unser Ziel eines überproportionalen Wachstums bei den Dächern erreicht. Wir haben schon letztes Jahr gesagt: Der Fahrzeugbau wird schwierig, weil er nicht planbar ist. Alle anderen Geschäftsfelder sind planbar, weil für sie Aufträge auf dem Markt extern vergeben werden. Das ist bei Gesamtfahrzeugen, auch bei Nischenfahrzeugen wie Cabriolets, nicht der Fall. Also sind wir dort auf gewisse Zufälligkeiten angewiesen. Natürlich schauen wir derzeit verstärkt nach Gesamtfahrzeugen. Aber wir waren in diesem Jahr in anderen Geschäftsfeldern erfolgreich. Wir haben neue Projekte akquiriert, doch Ross und Reiter können wir leider noch nicht nennen. Aber die Anzahl der von Karmann gebauten Dächer werden wir bis 2014 verdoppeln. Dieses Jahr liefern wir etwa 170000 Dachsysteme - und wir werden dann weit über 300000 liegen.

Liefern Sie Dächer auch für immer mehr Hersteller?

Ja. Wir werden nicht nur die Anzahl der unterschiedlichen Systeme, sondern auch die Zahl unserer Kunden steigern. Und wenn Sie mit einem Kunden an einem Dachsystem arbeiten, haben Sie die Möglichkeit, während des Dachprojekts auch über das Gesamtfahrzeug zu reden.


Welche Art von Dächern wird besonders nachgefragt?

Ziemlich genau je zur Hälfte Stahlklapp- und Stoffdächer. Wir haben für beide Varianten neue Projekte und sind sogar in der Lage, für ein Fahrzeug beides zu liefern. Ein Beispiel ist der Chrysler Sebring. Von der Wertschöpfung her hält es sich für Karmann fast die Waage, ob wir ein Stahlklapp- oder ein Stoffdach liefern.


Sie präsentieren auf der IAA eine Cabrio-Studie auf Basis des VW Polo. Ist das auch ein Signal an Volkswagen und an eine Klientel, die sich bisher kein Cabrio leisten kann? Ist Karmann bestrebt, wieder erschwinglichere Cabrios zu bauen.

Letzteres kann ich nur zu 100 Prozent bejahen. Wir wollen zeigen, dass auch Cabrios in dieser Größe denselben Kundennutzen haben können wie größere Modelle, die heute auf dem Markt sind. Ob das in Richtung VW ein Signal ist, müssen Sie Wolfsburg fragen. Der Polo ist für uns ein Aggregateträger. Wir haben ein innovatives Dachsystem daraufgesetzt. Wir hätten bestimmt nichts dagegen, wenn VW auf die Idee käme, mit uns ein neues Fahrzeug zu bauen. Das wäre aber ein anderes als das jetzt präsentierte.


Wenn man dieses Auto sieht, müsste es preislich deutlich unter dem VW-Eos angesiedelt sein. Glauben Sie, dass sich der Bau eines solchen Autos in Osnabrück rechnen würde.

Ich glaube, dass wir in Osnabrück mit dem Betriebsrat mittlerweile eine gute Zusammenarbeit haben. Und ich bin davon überzeugt, dass wir es schaffen können, so etwas in Osnabrück zu einem lukrativen Preis für einen Kunden zu machen.


Müsste das auch machbar sein, damit Osnabrück auch in Zukunft ein Autostandort bleibt.

Definitiv ja. Ich glaube, dass sich der Markt im Wandel befindet. Durch ihre Plattformstrategien können große Autohersteller heute auch sehr effizient kleinere Stückzahlen bauen. Wir müssen unseren Kunden etwas extrem Lukratives bieten, um das wettzumachen.


Sie bauen derzeit ein neues Werk in Polen. Auch in Japan ist nach Ihren Angaben eine Produktion geplant. Wird es Karmann-Standorte in weiteren Ländern geben?

Wir planen im Augenblick keine weiteren Standorte. Die Globalisierung im Dachbau ist auch getrieben von den Produkten. Bedingt durch die Tatsache, dass Stahlklappdächer normalerweise mit den eigentlichen Fahrzeug lackiert werden, macht es nur Sinn, diese Hardtops in der Nähe des Kunden oder eventuell direkt parallel zu dessen Endmontage zu fertigen. Das wird in Japan der Fall sein, das ist bei Nissan in England der Fall. Trotz aller Unkenrufe wollen und werden wir aber den Standort Osnabrück für Dächer nicht aufgeben. Wir müssen dafür allerdings wettbewerbsfähig bleiben.


In Medienberichten war davon die Rede, dass Sie für dieses Jahr einen Umsatzrückgang um 26 Prozent vorhergesagt hätten. Stimmt das?

Nein. Da wurden Äpfel mit Birnen verglichen. Sondereinflüsse wie der Verkauf unserer Tochter Heywinkel sind bei dieser Berechnung unberücksichtigt geblieben. Auf vergleichbarer Basis wird der Umsatzrückgang wegen der rückläufigen Fahrzeugproduktion rund elf Prozent betragen - und das ist weniger als geplant. Wir haben zum Teil etwas kompensieren können durch die gut laufenden Dachsysteme und durch die technische Entwicklung. Unter dem Strich wird Karmann 2007 ein ausgeglichenes Ergebnis erwirtschaften.
Benutzeravatar
Kerstin
Beiträge: 10924
Registriert: Di 4. Jan 2005, 18:53
Wohnort: Berlin, Germany, Germany
Kontaktdaten:

Beitrag von Kerstin »

danke für ddie neuigkeiten, martin

<<<Wir hätten bestimmt nichts dagegen, wenn VW auf die Idee käme, mit uns ein neues Fahrzeug zu bauen. Das wäre aber ein anderes als das jetzt präsentierte.>>>>>

na das wäre doch mal was, vieleicht hört ja vw sogar auf uns , als wir meinten beim ersten treffen mit den jungs, " ein scirocco ist es nur wenn von karmann!"
[CENTER]Sciroccoforum-Visitenkarten-Bestellung bei mir!
[/CENTER]
[CENTER] (stk.preis VKarten 0,05 € )
[/CENTER]
[CENTER]Alles zu den Forum-Visitenkarten,hier klick!
[/CENTER]

[CENTER] [SIGPIC][/SIGPIC]
Saison und Schönwetterauto 92er GTII in Inkablaumet.
Alltag: Pornokarre mit Sternchen
*****Mein Homepage *****


[/CENTER]
Benutzeravatar
Stoke
Benutzer
Beiträge: 786
Registriert: Sa 5. Mai 2007, 22:50
Wohnort: Petershagen
Kontaktdaten:

Beitrag von Stoke »

Gabs die Polo-Cabrio Studie nicht schon vor nen paar Monaten in der "Gute Fahrt"?!? Oder war das nur ne Computer-Animation???
Mfg der Nico :wink:
Bild
´87er GTX mit JH, Automatik, Servo, ZV, SSHD
[CENTER]Der schlimmste Feind des Scirocco ist sein Vorbesitzer!:kopfhaue:
[/CENTER]
Benutzeravatar
Tempest
Beiträge: 12834
Registriert: Fr 2. Aug 2002, 16:05
Wohnort: Coventry
Kontaktdaten:

Beitrag von Tempest »

Der Traum schlechthin wäre jetzt natürlich, wenn Karmann einer der Designstudien unserer Forumsmitglieder Marcus und Doug mal bauen und auf der IAA präsentieren würde :geil: . Damit könnte VW dann endlich mal gezeigt bekommen, wie ein moderner Scirocco auszusehen hat, und was er zu erfüllen hat (muss von Karmann gebaut werden :grins: ).

OK, ich träum mal weiter :hihi:

Tempest
My Mk1 Rocco, Rado and 928
Corrado Club of GB Events Manager
Benutzeravatar
sciroccokartei
Erfahrener Nutzer
Beiträge: 5321
Registriert: Mi 28. Aug 2002, 08:18
Wohnort: 60327 Frankfurt/M.
Kontaktdaten:

Karmann

Beitrag von sciroccokartei »

Tempest hat geschrieben:Der Traum schlechthin wäre jetzt natürlich, wenn Karmann einer der Designstudien unserer Forumsmitglieder Marcus und Doug mal bauen und auf der IAA präsentieren würde :geil: . Damit könnte VW dann endlich mal gezeigt bekommen, wie ein moderner Scirocco auszusehen hat, und was er zu erfüllen hat (muss von Karmann gebaut werden :grins: ).
Ich denke nicht, daß Karmann sich den Schuh anzieht und einen Kreuzzug gegen VW starten wird. Deine Meinung und Geschmack in Ehren, Eric! Auf der IAA 2007 wird kein Iroc zu sehen sein sondern Tiguan und Blue Motion. SCHADE. Außer bei den anderen Anbietern wie KIA usw. sind die Studien zu sehen...............

@Martin- Danke für den Artikel und die Mühe. Ich sag nur: Karmann - made in germany!
Gruß Gregor
Löschung der Kartei im Jahr 2018 - zuletzt 3572 Fahrzeuge eingetragen
Antworten