Angefangen hat der Tag um 6 Uhr, als der Wecker zum dritten Mal klingelte und ich endlich aufstand.
Da ich ein fauler Sack bin, musste ich am morgen noch alles fürs Treffen richten und einladen.
Kurz vor der Abfahrt wollte ich noch einen http://www.sciroccogti.ch Aufkleber auf der Heckscheibe befestigen. Dabei mit einem Lapen die Scheibe sauber gewischt, mit dem hatte ich ein paar Tage davor, eine Art Politur aufgetragen. Der Kleber hielt natürlich nicht. Naja macht ja nichts.
Um 7:40 losgefahren, beim Postomat Euros geholt und bei der Tankstelle eingekauft.
Dann kamen auch schon Ludi und seine Freundin Wicki.

Auf dem Boden fand ich einen 1 Räppler den habe ich dann in die Hosentasche gesteckt (gilt als Glücksbringer).
Nachdem sie auch getankt und eingekauft hatten ging es los, auf die Schweizer Autobahn und dann über die Grenze nach Österreich und da auf der Autobahn weiter durch den Pfänder-Tunnel.
Nach einigen Kilometern wieder aus dem Tunnel und mitten im Gewitter. Die Strasse hatte sich in einen kleinen Bach verwandelt. Ein LKW auf der Gegenfahrbahn spritze Wasser über die ganze Fahrbahn.

Zum Glück liess der Regen schnell wieder nach. Es ging jedoch nicht lange, bis zur nächsten Gewitterfront.

Endlich war es trocken. Kurz vor dem ersten Halt unseres Süd-Konvois auf der Raststätte Illertal stellte plötzlich der Motor vom 76er ab. Auf den Pannenstreifen gefahren und bei ca. 60 km/h ruckelte es und er kam langsam wieder auf Touren.
Inzwischen hatten wir schon einige Minuten Verspätung zum Zeitplan. Markus (Klama) und seine Frau Elisabeth warteten bereits auf der Raststätte.
Nach einigen kurzen Gesprächen und die Frage ob der Daniel (Bruzzler) auch noch kommt fuhren wir weiter. Direkt in den Stau. Das ging dann einige Minuten bis das Stauende sichtbar war. In diesem Moment stellte der Motor, im Standgas, wieder ab. Also schnell von der linken Spur auf den Pannenstreifen geschoben.
Die andern hielten auch an und unterstützen mich bei der möglichen Fehlersuche.
Die Sicherung vom Kühlventilator war durchgebrannt. Leider hatte ich keine Ersatzsicherungen dabei. Dank dem JHIMS vom Markus setzten wir eine andere Sicherung an dessen stelle ein. Leider half alles nichts und ich liess den Konvoi weiterfahren.
Die Nummer meiner Versicherung war nicht vergeben, also Edije (meine Frau) angerufen wegen der Nummer. Während ich auf den Rückruf wartete klingelte das Handy und der Matthias (Macho) war dran, wollte sich auch dem Konvoi anschliessen... Währenddessen versuchte mich meine Frau zu erreichen, was dann später auch klappte.
Also der Versicherung angerufen, gemeldet, dass die Notfall-Nr. nicht funktioniert. Er wollte es abklären und mir Bescheid geben.
Nach weiteren 15 Minuten habe ich es dann nochmals mit der Notfall-Nr. versucht und es hat geklappt. Es würde ca. 45 Minuten dauern, bis der Pannendienst kommt. Mittlerweile war es 11:25.
In der Zwischenzeit habe ich die anderen Konvoiteilnehmer über meine Panne und die Verspätung informiert und die Nummer vom Markus weitergeben, als Kontaktperson.

Das Handy machte den ganzen Tag ständig Klänge von SMS und Anrufen, von Sciroccofahrern, die wissen wollte, wie es dem 76er GTI geht und ob ich noch nach Hohenroda kommen könne
Der Pannendienst kam dann um ca. 12:15. Natürlich ist der Scirocco wieder angesprungen, aber nach ca. 200 Meter stottern auch gleich wieder ausgegangen.
Also blieb nur noch das Aufladen und ab in die Werkstatt.
Ob der kleine Blechhaken an der Chromstossstange halten würde, fragten wir uns. Zum Glück hat er es ertragen.

Da angekommen staunte ich nicht schlecht. Hinter dem Abschleppwagen hielt ein Auto und wer sitzt drin? Der Tom (Sciroccofahrer aus dem Ulmer-Raum mit einem weissen Sciroccocabrio)
"Was machst denn Du da?" war die Frage. "Ich wohne hier", seine Antwort.
Der Fahrer vom Abschlepper ein guter Kollege von Ihm

Die Fehlersuche begann. Benzin kam an. Pume surrt, Relais funktioniert auch. Zündung überprüft. Hin und her. Der Beinzinschlauch vor der Pumpe hatte einen knick drin, könnte von der ständigen Mehrarbeit Schaden getragen haben.
Es war schon früher Nachmittag, nach einer Stunde Mittagspause ging es weiter.
Tom hatte mit einem anderen Sciroccofahrer abgemacht. Sie wollten jedoch nicht ohne mich fahren.
Nach langem Testen und austauschen der Zündspule, Verteiler und allem was dazugehört lief er immer noch nicht. Kurz anspringen und bald wieder ausgehen, mehr nicht.
Der Drucktest von der Benzinpumpe ergab nur 3 Bar Druck. Endlich war der Fehler gefunden. Aber woher jetzt eine Benzinpume bekommen.
Der Mechaniker schaute bei den "Schrottfahrzeugen" nach, konnte aber keine passende Pumpe finden.
Tom und sein Kollege telefonierten danach lange alle möglichen Schrottplätze und Sciroccofahrer ab - keiner hatte eine Benzinpume
Schlussendlich ist der Sciroccokollege (oje, ich weiss nicht mal seinen Namen, Andi oder so) währen einer guten Stunde nach Hause gefahren um eine zu holen.
Währenddessen lud mich der Tom zum was trinken zu sich ein.
Um 17 Uhr war die Pumpe dann da.
Eingebaut. Lief, aber nicht rund. Die Zündpistole vom KFZ-Betrieb war leider defekt und so war der Versuch die Zündung einzustellen auch nicht erfolgreich.
Daraufhin wurden wieder die alten Teile eingebaut.
Als eine Schraube zu hinter den Motor fiel, bemerkte der Mechaniker, dass sich eine Schraube der Antriebswellen komplett gelöst hatte
Da hatte ich wohl schlechte Arbeit geleistet und doch noch mal richtig Glück gehabt.Um kurz vor 19 Uhr ging es dann endlich wieder los. Noch lagen gute 400 km vor uns.

Die Fahrt war aber nicht wirklich schön. Ich hatte grosse Mühe, die anderen Zwei nicht zu verlieren und es wurde immer schlimmer.
Geradeaus oder leicht abwärts ging es noch mit 120-130 km/h, aber aufwärts lagen oft nur noch 110 km/h drin.
Stau hatte es zwar keinen mehr, dafür war die rechte Spur oft mit LKW's verstopft.
Auf der ganzen Strecke überholte ich keinen einzigen PKW, ausser solche die einen Anhänger dran hatten.
Bei einem kurzen Stopp bemerkte ich, dass der Scirocco einen Platten hatte

Oje, dass auch noch. Ich war fix und fertig. Wollte nur noch nach Hause. Doch die Jungs liessen nicht locker. Nur noch knapp 100 km bis Hohenroda. Du kommst dahin und wenn wir dich abschleppen müssen.
Die noch vorhandenen 0.2 Bar wieder auf 2 Bar erhöht und bei der nächsten Tanke wieder nachgepumpt.
Das letzte Teilstück auf der Landstrasse hat dann sogar Spass gemacht und um ca. 23:30 hatten wir den heiligen Boden von Hohenroda erreicht
Gleich den Boris (Mister_Mangles) kurz kennengelernt und beim Parkieren ist auch gleich der Ludi mit einen kühlen Bier gekommen.
Ausgestiegen und schon kommt Ralle mit einem Likörschnäpschen. Das tat gut
In der Nacht auf Samstag verlor der Pneu zum Glück keine Luft mehr. Das Ventil war angerissen und lies nur beim Fahren Luft raus.
Markus von der HPG hat dem 1er dann die Zündung richtig eingestellt und der Jörg (Scirrado) vermittelte mir einen Mechaniker aus der nächsten Ortschaft, welcher das Ventil vom Pneu und auch gleich noch ein Radlager gewechselt hat.
Den Rest vom genialsten Treffen, das ich bisher erleben durfte, kennt Ihr ja
Ein riesengrosses
Die Heimfahrt war dann super. In 5 Stunden die ca. 560 km problemlos geschafft und auch noch dem Stau auf der Landstrasse ausgewichen.

Leider erwischte es meinen Held bei der Rückfahrt mit einer Panne und ich konnte nicht mal helfen. Als ich seinen Wagen traf, war er schon wieder auf dem Weg zurück nach Hohenroda um nach einem Zündverteiler zu suchen.
Gruss
Oli
