Erstmal wie gelähmt auf meinen Luxus-Bürodrehstuhl wie angenagelt gesessen. Bilder von einem Aquarium mit darin schwimmenden Sciroccos wandern an meinem geistigen Auge vorbei. Nach einer Minute der Lähmung hatte ich mich gefaßt, sämtlich Rechner runtergefahren und der Kollegin einen schönen Feierabend gewünscht.
Die 30 km lange Fahrt von der Arbeit zu meiner Werkstatt war durch leicht erhöhten Spritverbrauch des Audis geprägt. Die linke Spur war meine, selten fiel der Momentanverbrauch unter 30 Liter. Alle Lampen, die der Audi vorne zur Verfügung hat, schubsten die Kriecher auf die rechte Spur, wo sie hingehören. In dem Moment war jeder unter 200 km/h für mich ein Kriecher.
Die Winterreifen halten auch 230 aus, obwohl es nur T sind. In solchen Momenten kommt einem schlagartig der Gedanke, warum eigentlich die fast neuen H-Reifen in der Garage liegen müssen.
In Rekordzeit komme ich endlich bei der Werkstatt an. Der Nachbar hatte nicht zuviel versprochen, der Hof steht schon unter Wasser. Ich schließ die Werkstatttür auf, muß schon mit Gewalt drücken, daß ich die überhaupt bewegen kann. Und Watsch, habe schon naße Socken, obwohl ich noch im Hof stehe.
Die komplette Werkstatt, sind immerhin 150 qm, steht 15 bis 20 cm hoch unter Wasser.
Man möge mir verzeihen, daß ich keine Fotos bei diesem Wasserpegel von der Werksatt gemacht habe. Irgendwie hatte ich zur Zeit andere Probleme.
Was war passiert ??? Bin eigentlich nicht ganz unschuldig am Land unter. Hatte zwar das Wasser wegen der Kälte abgedreht, aber leider rechts der Wasseruhr. Hätte besser den Hahn links der Uhr genommen, das ist der erste in der Leitung, die von der Straße kommt. Lange Rede, kurzer Sinn, die Wasseruhr hat den Abgang gemacht. Eine Wasserfontäne, die jeden Marktplatzbrunnen die Ehre reicht, ergießt sich in einem meterweiten Bogen quer durch die Werkstatt. :bang:
Naja, dann den richtigen Haupthahn zugedreht, da war wenigstens schon mal der Nachschub gestoppt. Eine Stunde lang habe ich dann mit einem großen Besen versucht das Wasser aus der Halle zu kehren. Den Rest werde dann heute Abend mit dem Naßsauger entsorgen. Für den Gewölbekeller werde ich mir wohl eine Tauchpumpe organisieren müssen. Zum Glück sind meine Kusengs bei der Feuerwehr.
Die Kartons, die auf dem Boden standen, sind jetzt natürlich Geschichte. Dummerweise stehen auch noch tonnenweise Roccoteile im Feuchtbiotop. Die hatte ich erst kürzlich von einem Kumpel übernommen, der sein Rocco-Hobby aufgegeben hat. Meine Roccos waren zum Glück mit einen dicken PVC-Garage abgedeckt, sonst wären die wahrscheinlich vollgelaufen, da die Fenster offen standen.








Der Übeltäter links hinten in der Ecke, versteckt sich hinter der Kehrmaschine: :feuer:

Der voll gelaufene Gewölbekeller:

Aber das Bier blieb zum Glück trocken
Das war wohl der sechste Sinn, den hatte ich in weiser Voraussicht hochgestellt. Normalerweise steht der auf dem Boden.

Verdammt hohe Luftfeuchtigkeit, oder hat von euch schon jemand 105% gehabt??

Aber wenigstens etwas possitives kann ich dem Ganzen abgewinnen. Die Werkstatt ist jetzt sauber. :rotfl:
Und für die Reinigung wurde mir kein einziger Liter Wasser berechnet, da die Uhr ja abgerissen ist. :hihi:
Die Bilder sind nicht die besten. Mußte ich mit meinen Handy machen, da der Foto in der Firma lag.
Ach übrigens: Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten.