vielen dank für die vielen teils sehr rührenden worte! es tut gut zu sehen dass es menschen gibt die mitfühlen können!
ich werde ihr das hier ausdrucken und zum lesen geben, sobald sie neue kraft dazu hat.
ich habe noch leider keinen bescheid aus wiesbaden, wie es diese woche weitergeht.
jetzt heißt es erstmal den verwaltungsapparat abzuarbeiten, auch das sterben ist in deutschland bürokratisch voll durchorganisiert. helfe ihrer mutter so gut ich kann, die ist vollkommen durch mit den nerven, sowas habe ich noch nicht erlebt.
in nächster zeit wird dann ein umzug anstehen da gibt es noch viel zu tun.
am donnerstag ist die beerdigung, hoffen wir dass janette da teilnehmen kann und nich weitere tage im krankenhaus verbringen muss.
es heißt ja immer man rechnet nicht damit, dass einem so etwas passiert, das stimmt soweit auch. allerdings habe ich, nachdem in den letzten 3 jahren zwei ähnliche fälle aufgetreten sind eine andere einstellung entwickelt: nämlich die, dass man jeden moment zusammen genießen sollte, bevor es zu spät ist und dass es große, wirklich große probleme im leben gibt, die völlig vom alltagspillepalle abweichen. das habe ich ihr wirklich sehr oft gesagt und versucht zu vermitteln, schon lange vor dem unfall.
wirklich unvorstellbar, man fährt morgens zur arbeit und kommt abends nicht nach hause. man hat sich ein ganzes leben aufgebaut und soviel getan und –zack- ist alles auf einmal vorbei, ohne zeit sich zu verabschieden. einfach so rausgerissen.
trotzdem gibt es wieder und wieder deppen die aus der fahrschule kommen und auf alles scheißen was ihnen gepredigt wurde, bis es zu spät ist! ich hoffe dass der andere kerl wieder gesund wird und dann ordentlich zur rechenschaft gezogen wird.
vom unfallhergang habe ich noch erfahren, dass auch im falle eines airbags keine chance für ihren vater gewesen wäre, sie mussten ihn auch aus der karosse herausschneiden.
das wars erstmal wieder.
Beitrag bearbeitet (15.05.06 11:13)