Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

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D!ZZY
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Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

Beitrag von D!ZZY »

Hallo.
Ende Oktober wollte ich mein Schätzchen zum TÜV bringen. Diverse Reparaturen hatte ich im Vorfeld erledigt (Motordichtungen neu, neues Fahrwerk, neue Domlager). Gegen Ende Oktober hat mich dann eine Grippe flachgelegt, so das ich es erst am 11. November geschafft hatte. Ich gab einem befreundeten VW-Mechaniker den Wagen mit, um möglichst ohne Probleme durchzukommen. Denn in diesem VW-Betrieb prüft die DEKRA, eigendlich des Autofahrers bester Freund. Das Ende vom Lied: der Prüfer war zwar kulant und übersah das zu tiefe Nummernschild vorne (18cm) und die Seitenmarkierungsleuchten (die ich - warum auch immer - mit dem Baujahr angeblich gar nicht fahren darf) und hätte die Plakette geklebt, wenn nicht die AU dank kaputter Lambdasonde in die Hose gegangen wäre. Da es ja nun schon November war, war zu dem Zeitpunkt die AU auch schon abgelaufen und ohne gültige AU keine gültige HU. Nachdem der Prüfer dann weg war, hat mein Kollege netterweise unter Zuhilfenahme eines Golf 4 meine AU...naja...hingemogelt. So war das kleinere Übel schonmal erledigt. Eine Woche später gab ich ihm den Wagen dann nochmal mit, um endlich den TÜV-Segen einzufahren. Da der Wagen ja schon an sich geprüft war, hatte ich nicht mit Problemen gerechnet. Mächtig grosser Fehler! Der nun anwesende Prüfer entpuppte sich als Quotensau (einer muss ja die Durchfallquote im Auge haben) und hat Sachen bemängelt, die gibts garnicht. Ich zähle mal auf:

-Sitz links Arretierung defekt (wurde sofort eingefettet, juckte den Prüfer nicht)

-Sitze hinten fehlen

-Teile der Hifi-Anlage nicht gesichert (okay, das geb ich zu)

-Kennzeichenleuchte rechts ohne Funktion (wurde sofort ersetzt, juckte den Prüfer nicht)

-Wischerblatt hinten verschlissen (HALLO??? Wurde auch sofort ersetzt, juckte den Prüfer aber nicht)

-Schalldämpfer hinten Nachweis der Zulässigkeit fehlt. Zulässig für Golf (Wer zu doof ist, eine einwandfreie ABE zu lesen oder aber zu erkennen, das der Auspuff sogar ne EG-Freigabe hat und gar keine Papiere bräuchte, der hat den Beruf verfehlt. Aber auf dem Auspuffschild stand halt nur Golf...NARF)

-Fahrwerkshöhe stimmt nicht mit Angaben im Fahrzeugschein überein (Das Fahrwerk wurde auf Sommerreifen eingetragen. Da auf Winterreifen 1-2cm fehlten hat er es bemängelt. Obwohl er extra vermerkt hat, das der Wagen auf Winterreifen vorgeführt wurde. Reine Schikane)

-Amtliches Kennzeichen vorne Höhe unzulässig (wurde sofort geändert, juckte den Prüfer nicht)

-Motor und Getriebe verölt (alle Dichtungen waren nagelneu. Aber wer 10 Minuten nach Ölschweiss sucht, wird auch welchen finden. Immer)

Als mein Kollege mir abends den Wagen und den Mängelbescheid brachte, war ich einem mittelschweren Tobsuchtsanfall nahe. Den Prüfer hätte ich erwürgt, wenn ich dabeigewesen wäre. Aber so hatte ich nun diese Mängelliste am Hals. Der Motor wurde dann nochmal einer intensiven Motorwäsche unterzogen. Dann das nächste Problem: Ich brauchte EIntragungen. Der Wagen musste ja nun als 2-Sitzer eingetragen werden und beim neuen Fahrwerk stimmten hinten die Federnummern nicht, obwohl es das selbe war, was ich vorher schonmal verbaut hatte. Also ab zum TÜV (zum RICHTIGEN TÜV, also die fiesen Jungs). Bei dem Verein hatte ich bisher immer Theater. Ich musste immer an die hochnäsigen Ingenieure denken, die dort herumliefen und sofort mies drauf waren, sobald man mal eine Frage hatte. Aber es half ja nix. Nur dort konnte ich die Anzahl der SItze ändern lassen. Also rein, angemeldet, dem Prüfer mein Fahrwerksgutachten gegeben und...fast in Ohnmacht gefallen:"Dieses Gutachten ist für den Golf1 Cabrio, Typ 155. Da steht nichts vom Scirocco drin."

Schock! Das kann doch nicht sein? Selber nachgesehen. Tatsächlich! Verd... :bang:

Gedanklich sah ich schon alle Felle davonschwimmen. Dann der Beginn des Wunders: der Prüfer setzte sich an den Rechner und suchte im TÜV-Archiv nach dem Gutachten für den Rocco. Fehlanzeige. Danach suchte er im Internet nach dem Hersteller der Federn. Er rief tatsächlich dort an (in Holland !!!), erkundigte sich bezüglich der Zulässigkeit der Federn für meinen Wagen und lies sich dann die richtigen Gutachten zufaxen. Wahnsinn! Mein Adrenalinpegel senkte sich allmählich. Denn schliesslich hatte ich nur noch 1 Woche, bis der Wagen wieder bei der Dekra hätte vorgeführt werden müssen. Nachdem nun klar war, das der Prüfung nichts im Wege steht, wieder ab an die Kasse zur Vollendung der Anmeldung. Die nette Dame an der Kasse wies mich auf meine abgelaufene HU hin. ALs ich ihr sagte, das ich ja deshalb die Eintragungen brauche, sagt sie mir, das die HU-Nachprüfung dann auch gleich hier mitgemacht werden könne. Wusste ich garnicht. Aber gut. Da der Prüfer echt okay war und alle Mängel auf der Liste bis auf die Sitzarretierung ja erledigt waren (bzw sich mit der EIntragung erledigen würden), gab ich mein Okay. Bezahlt habe ich dann erstmal nur die EIntragung, da der Prüfer die HU-relevanten Mängel erst sich ansehen wollte. Als weiter. Wagen in die Halle und dem Prüfer übergeben. Dieser hat getestet, gemessen, gemacht und getan. Fazit: beide Eintragungen anstandslos erhalten und dazu TÜV ohne Mängel :hihi: . Dann an der Kasse händigte mir der Prüfer die Papiere aus und wünschte mir einen guten Tag. Hm, sollte die HU-Nachuntersuchung nicht nochmal 10,- Euro extra kosten? Die hatte ich ja noch nicht bezahlt. Da wollte ich wenigstens so fair sein und darauf hinweisen. Der Prüfer winkte tatsächlich ab. Unglaublich! So landete dann der eigendlich fällige Zehner dann in der Kaffeekasse des TÜVs. Und ich kann endlich wieder glücklich und zufrieden ohne Angst meinen Rocco 2 weitere Jahre pilotieren. Und beim nächsten TÜV ist er schon 20...



Beitrag bearbeitet (05.12.04 21:44)
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sublime
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Re: Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

Beitrag von sublime »

jaja, der Liebe TÜV :hihi: Herzlichen Glückwunsch D!ZZY! Beim TÜV kann man halt an den richtigen oder an den falschen kommen, ist mir auch schon passiert ;-)

Gruss
Chris
Eugen
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Re: Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

Beitrag von Eugen »

Also erstmal Glückwunsch zur bestandenen HU.
Ich bin zwar kein großer Freund von Dekra, aber muss an dieser Stelle den Prüfer von der Dekra in Schutz nehmen. Der hat nur seinen Job gemacht. Die ganzen Kleinigkeiten (Sitz, Wischer etc.), sind nur Formalitäten, keine wirklich interessanten Mängel, auch das Öl nicht. Die HU hast du dort nur wegen der Eintragungen nicht bekommen und das ist gerchtfertigt.
Nochmal etwas zum Unterschied TÜV und Dekra. Es gibt keinen, außer, dass die Dekra nicht alles machen darf. Es kommt immer auf den Prüfer an, ob man durchkommt oder nicht. Jeder Prüfer ist übrigens darauf bedacht alle Fehler zu entdecken, weil er sonst seinen Kopf hinhalten muss. Auch die Leute von der Dekra denken da gleich.
Wenn der Prüfer etwas übersieht, dann ist es nicht unbedingt dein Vorteil, denn spätestens der nächste Polizist der dich anhält, übesieht es nicht. Der Vorteil beim TÜV (vor allem mit umgebauten Autos) ist, dass man gleich alle Eintragungen etc. vornehmen kann. Der TÜV hat auch Zugang zum Internet und kann dort ins Verzeichnis des KBA, wo ein Haufen Gutachten gespeichert sind.
Aber beim nächsten Mal weißt du ja, wo du am besten gleich hinfährst ;-)

Gruß,
Eugen
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D!ZZY
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Re: Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

Beitrag von D!ZZY »

Ich stimme zu, das es sinnvoll ist, auf Mängel hingewiesen zu werden und auf TÜV egal wie steh ich auch nicht. Ich bin bedacht darauf, meinen Wagen verkehrssicher und regelkonform zu haben. Aber ein paar Punkte waren bei dem Dekra-Prüfer wirklich reinste Schikane. Und eine EG-Erlaubnis zu übersehen und dafür nen Mangel zu notieren ist einfach arm. Der Typ ist jedenfalls durch meinen TÜV mit erheblichen Hirnmängeln durchgefallen. Der Prüfer hatte meinem Kumpel (der ja alle Reparaturen mit mir zusammen durchgeführt hat) ins Gesicht gesagt, das er ihm nicht glaubt, das die Dichtungen erneuert wurden. Dabei quoll an der Ölwannendichtung noch die nagelneue, blaue Dirko-Dichtmasse heraus. Und dann schreiben, der Motor wäre verölt. Dazu dann die Minimängel, die sofort behoben wurden. Zitat Prüfer:"Das interessiert mich nicht. Der Wagen muss nochmal vorgeführt werden." :bang:

Denn gerade WENN man wegen jedem Scheiss zum TÜV fährt, sich erkundigt, jeden Mist eintragen lässt und alles dafür tut, das der Wagen technisch in Ordnung ist, dann ärgert man sich doppelt, an so ein Arschloch zu geraten. Andere fahren mit kaputten Bremsen und niht eingetragenen Teilen rum, holen sich den TÜV für nen Hunni in einer Hinterhofwerkstatt und lachen sich kaputt. Da ist man ehrlich und wird noch in den Arsch getreten.

MfG D!ZZY



Beitrag bearbeitet (05.12.04 22:27)
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All Eyez on me
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Re: Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

Beitrag von All Eyez on me »

Also ich persönlich fahre auch meist zum TÜV direkt....aber wie schon gesagt,man muß einfach den richtigen Prüfer erwischen....manchmal gibt es eben ein wenig Hin- und Herrennerei wegen diverser Eintragungen...aber bis jetzt hat es bei mir noch immer geklappt.Bei mir sind die Prüfer halt im ersten Moment immer etwas geschockt,da mein Wagen ja eben nicht grade der Serie entspricht und etwas verboten aussieht :grins: Aber wenn Sie dann meine Papiere sehen und ich etwas mit Ihnen rede merken Sie schon,daß ich immer darauf bedacht bin sämtliche Umbauten legal und technisch anständig eingetragen zu bekommen.Klar manche Sachen hat man halt am auto dran,die einfach nicht eintragungsfähig sind....aber erstens muß man demjenigen das ja nicht auf die Nase binden und zweitens......wer von uns,der sein Auto tunt,hat nicht irgendwo irgendwas verbotenes an seinem Auto dran? Ich denke mal keiner.Solange damit niemand gefährdet wird sehe ich keinerlei Probleme darin,auch solche Dinge am Auto zu verbauen,die nicht unbedingt erlaubt sind,da unsere deutsche Gesetzgebung doch manchmal mehr als merkwürdig ist.

Fazit: TÜV-relevante Umbauten möglichst vorher mit dem entsprechenden Prüfer im Vorfeld abklären und sich Tips holen,sachlich bleiben,seine Rechte kennenund anständige Arbeit abliefern,dann ist auch die heikelste TÜV-Hürde zu schaffen. :zwinker:
SciX
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Re: Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

Beitrag von SciX »

Also ich habe bis heute nur gute Erfahrungen mit dem TüV gemacht.
Kann sein, dass ich einfach nur Glück hatte an die richtigen Prüfer zu geraten.
Ich glaube auch, dass man nichts pauschalisieren kann, egal ob beim TüV, DEKRA, Polizei ...
Es sind alles nur Menschen, und da gibt es halt immer solche und solche.
Gruss
Markus

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All Eyez on me
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Re: Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

Beitrag von All Eyez on me »

Seitenmarkierungsleuchten (Hella) sind meines Wissens bzw. nach meiner ABE EINTRAGUNGSFREI!!! Also kein Streß machen lassen.....einbauen und gut! :zwinker:

Schließlich fahre ich die Dinger ja selbst am Auto spazieren!
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Bernd
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Re: Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

Beitrag von Bernd »

@filth
guck nach ob in deiner abe zu den seitenmarkierungsleuchten was steht, dann biste schlauer!
aber meines wissens nach sind die universell, also einfach ranbauen und gut ist ;-)

gruß
BERND
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filth
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Re: Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

Beitrag von filth »

"da stehtd as gleiche" <--- hab ich doch buchstaben bisl rumgewürfelt aber man hätte es erkennen können ;-)

hat mich halt nur stutzig gemacht das mit dem BAUJAHR... is ja auch egal...
sciroccofreak willi
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Re: Meine persönliche TÜV-Story oder Wunder gibt es immer wieder

Beitrag von sciroccofreak willi »

Fahre auch meistens zum TÜV, die kennen mich inzwischen ja auch schon, war letztes Jahr mit 2 Autos dort und dieses Jahr mit 5 Autos.
Das einzige was immer etwas nervt ist, daß man ohne Termin praktisch nicht hinfahren braucht.
Bei der DEKRA kommt man eigentlich immer dran, ohne Termin.

Also Beratung ist bei unserem TÜV kostenlos, der hat auch schon mal vorab rausgesucht, ob die Eintragung der 16 Zoll BBS vom Golf 3 Cabrio möglich ist.

mfg
Willi
'89 Scala, 95 PS, 310.000 km, eigentlich Alltagsauto (derzeit inaktiv)
'92er Corrado 16V, 256.000 km, derzeit Alltagsauto
'89 GTX, 95 PS, 260.000 km, Winterauto
'92 GT II, 95PS, 186.000 km Treffenmobil mit Klima
'92 GT II, 95 PS, 93.000 km, Liebhaberstück
'92 16V, 129 PS, 82.000 km, Liebhaberstück
'93 Corrado 16V, 355.000 km, Kinderwagen
'93 Corrado 16V, 119.000 km wieder fit
'94 Corrado VR6, 178.000km Pflegefall
'93 Corrado VR6, 216.000km
+ weiters
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