Escher Nockenwellen
- PHiL
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Escher Nockenwellen
Hallo zusammen!
Hab mich jetzt durch die "Suche"-Funktion und das "Jetzt mach´ ich ihn schneller"-Buch geschlagen, bin aber immer noch nicht so recht mit der erhaltenen Info zufrieden.
Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Im speziellen denk ich da an Dirk Schn., Sebastian L. und alle die sich wirklich gut auskennen! Hab mich mit dem Thema noch nicht so wirklich auseinandergesetzt!
Bin f. jede Info dankbar!
Folgendes: Ich hätte ein rel. gutes Angebot f. 16v Escher Sportnockenwellen (276°). Laut Escher sollen die bis zu ca. +8 PS bringen.
Meine Frage nun - kann ich die, in meinem 16v KR, ohne härtere Ventilfedern und mit den Hydrostösseln(?) fahren?
Hätte das, Leistungsmäßig, schon Sinn, oder sollt man da gleich mehr machen, wie z.B. Kopf bearbeitung, Ventile und/ oder Kanäle polieren, usw.?
Muß man da auch die Zündung vorverstellen, oder einfach plug-und-play ?
Und was haltet ihr überhaupt von den Escherwellen? Sind die Straßentauglich?
Oder sind z.B. Schrickwellen, vielleicht von der Verarbeitung her, oder in irgendeiner anderen Weise, besser?
Habt ihr Erfahrungen mit den Wellen und wenn ja, welche?
Und was sind die denn so wert?
Beitrag bearbeitet (02.10.04 17:11)
Hab mich jetzt durch die "Suche"-Funktion und das "Jetzt mach´ ich ihn schneller"-Buch geschlagen, bin aber immer noch nicht so recht mit der erhaltenen Info zufrieden.
Hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.
Im speziellen denk ich da an Dirk Schn., Sebastian L. und alle die sich wirklich gut auskennen! Hab mich mit dem Thema noch nicht so wirklich auseinandergesetzt!
Bin f. jede Info dankbar!
Folgendes: Ich hätte ein rel. gutes Angebot f. 16v Escher Sportnockenwellen (276°). Laut Escher sollen die bis zu ca. +8 PS bringen.
Meine Frage nun - kann ich die, in meinem 16v KR, ohne härtere Ventilfedern und mit den Hydrostösseln(?) fahren?
Hätte das, Leistungsmäßig, schon Sinn, oder sollt man da gleich mehr machen, wie z.B. Kopf bearbeitung, Ventile und/ oder Kanäle polieren, usw.?
Muß man da auch die Zündung vorverstellen, oder einfach plug-und-play ?
Und was haltet ihr überhaupt von den Escherwellen? Sind die Straßentauglich?
Oder sind z.B. Schrickwellen, vielleicht von der Verarbeitung her, oder in irgendeiner anderen Weise, besser?
Habt ihr Erfahrungen mit den Wellen und wenn ja, welche?
Und was sind die denn so wert?
Beitrag bearbeitet (02.10.04 17:11)
mfG PHiL
Scirocco - It´s more than just a car!
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- Stephan
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Re: Escher Nockenwellen
Hi,
denke Du meintest mich? ->Stephan L.???
Also, mit den Escher Wellen habe ich keine Erfahrungen. Ansonsten gilt das immer wieder geschriebene: Solche Umbauten machen immer nur im Gesamtpaket wirklich Sinn, also mit Kopfbearbeitung und allem drum und dran. Für die speziellen Fragen mußt Du dich schon an Escher wenden, die geben Dir sicher gerne Auskunft. Die 276er Wellen sind auf deren Homepage gar nicht zu finden, habe gerade mal geschaut. Da stand nur was von 284° Wellen als kleinste Größe. Bei Ventilfedern solltest Du ebenfalls deren Empfehlung folgen, da Du härtere Ventilfedern haupsächlich dann brauchst, wenn sich die maximale Drahzahl erhöht. Die Serienfedern sind nur bis ca.7500 u/min drehzahlfest, danach tritt Ventilflattern auf.
Die Wellen von Schrick sind an der Oberfläche der Nockengleitfläche gehärtet, da kommst Du zum Beispiel mit ner Feile nicht rein. Bei Serienwellen ist die Fläche deutlich weicher. Das nur so am Rande, da Du fragtest, ob andere bessere Qualität haben. Aber wie gesagt, ich kenne die Escher Wellen nicht.
denke Du meintest mich? ->Stephan L.???
Also, mit den Escher Wellen habe ich keine Erfahrungen. Ansonsten gilt das immer wieder geschriebene: Solche Umbauten machen immer nur im Gesamtpaket wirklich Sinn, also mit Kopfbearbeitung und allem drum und dran. Für die speziellen Fragen mußt Du dich schon an Escher wenden, die geben Dir sicher gerne Auskunft. Die 276er Wellen sind auf deren Homepage gar nicht zu finden, habe gerade mal geschaut. Da stand nur was von 284° Wellen als kleinste Größe. Bei Ventilfedern solltest Du ebenfalls deren Empfehlung folgen, da Du härtere Ventilfedern haupsächlich dann brauchst, wenn sich die maximale Drahzahl erhöht. Die Serienfedern sind nur bis ca.7500 u/min drehzahlfest, danach tritt Ventilflattern auf.
Die Wellen von Schrick sind an der Oberfläche der Nockengleitfläche gehärtet, da kommst Du zum Beispiel mit ner Feile nicht rein. Bei Serienwellen ist die Fläche deutlich weicher. Das nur so am Rande, da Du fragtest, ob andere bessere Qualität haben. Aber wie gesagt, ich kenne die Escher Wellen nicht.
MfG,
Stephan
Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht vom Auge zum Ohr verlaufen...
(Walter Röhrl)
Stephan
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sublime
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Re: Escher Nockenwellen
Hi Phil,
Das mit den härteren Ventilfedern hängt in erster Linie von dem maximalen Ventilhub der Nockenwelle hab, den solltest du wissen. Durch den Ventilhub ist die benötigte Ventilfederkraft gegeben, da die Kraft F das Produkt aus der Federkonstante D und der Strecke s ist, sprich verwendest du weiterhin Serienfedern (D bleibt demnach gleich) und erhöhst den Hub s, wird eine größere Kraft auf die Feder ausgeübt (bzw. übt die Feder auf die Nocke aus
). Den Wert für 16V Ventilfedern habe ich leider nicht, aber die VW 16V's haben durch die Verwendung von Doppelventilfedern schon gewisse Reserven. Stephan erwähnte mal 10,5mm Hub maximum. als Richtwert.
Wenn der Hub nicht übermäßig groß ist werden die Nockenwellen noch mit deinem Serien Setup laufen, wahrscheinlich wirst du merklich Leistung im oberen Drehzahlband gewinnen zu Kosten von Leistung im Unteren Bereich. Ich würde aber auf jeden Fall die Einspritzung noch anpassen lassen, wenn er obenrum zu mager läuft kann das insbesondere für den ohne Klopfsensor ausgestatteten KR böse enden!
Die Hydrostößel werdne mit der Nockenwelle grundsätzlich keine Probleme haben, die Verwendung ist nur durch die Drehzahl eingeschränkt. Das Thema kommt oft in Verbindung mit Nockenwellen weil extreme Nocken das Leistungsmaximum über den Drehzahlbegrenzer hinaus schieben und da machen die Hydros wegen der Trägheit der Flüssigkeit nicht mehr mit, 8000 U/min ist für Serienhydros oberste Grenze! Allerdings reicht da auch schon die Rückstellkraft der Ventilfedern nicht mehr, wo wir wieder beim Punkt 1 angelangt wären
Also meiner Ansicht nach würde ich den Ventilhub in Erfahrung bringen und falls keine neuen Ventilfedern benötigt werden spricht nichts gegen einen Testlauf. Verkauft bekommst du sowas immer mal. Z.B. an mich
)
Gruss
Chris
PS: das Thema Ventilsteuerung gibt einiges her, das is was für nen schönen Roadstar 2005 Abend
Das mit den härteren Ventilfedern hängt in erster Linie von dem maximalen Ventilhub der Nockenwelle hab, den solltest du wissen. Durch den Ventilhub ist die benötigte Ventilfederkraft gegeben, da die Kraft F das Produkt aus der Federkonstante D und der Strecke s ist, sprich verwendest du weiterhin Serienfedern (D bleibt demnach gleich) und erhöhst den Hub s, wird eine größere Kraft auf die Feder ausgeübt (bzw. übt die Feder auf die Nocke aus
Wenn der Hub nicht übermäßig groß ist werden die Nockenwellen noch mit deinem Serien Setup laufen, wahrscheinlich wirst du merklich Leistung im oberen Drehzahlband gewinnen zu Kosten von Leistung im Unteren Bereich. Ich würde aber auf jeden Fall die Einspritzung noch anpassen lassen, wenn er obenrum zu mager läuft kann das insbesondere für den ohne Klopfsensor ausgestatteten KR böse enden!
Die Hydrostößel werdne mit der Nockenwelle grundsätzlich keine Probleme haben, die Verwendung ist nur durch die Drehzahl eingeschränkt. Das Thema kommt oft in Verbindung mit Nockenwellen weil extreme Nocken das Leistungsmaximum über den Drehzahlbegrenzer hinaus schieben und da machen die Hydros wegen der Trägheit der Flüssigkeit nicht mehr mit, 8000 U/min ist für Serienhydros oberste Grenze! Allerdings reicht da auch schon die Rückstellkraft der Ventilfedern nicht mehr, wo wir wieder beim Punkt 1 angelangt wären
Also meiner Ansicht nach würde ich den Ventilhub in Erfahrung bringen und falls keine neuen Ventilfedern benötigt werden spricht nichts gegen einen Testlauf. Verkauft bekommst du sowas immer mal. Z.B. an mich
Gruss
Chris
PS: das Thema Ventilsteuerung gibt einiges her, das is was für nen schönen Roadstar 2005 Abend
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sublime
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Re: Escher Nockenwellen
Nachtrag:
Die Wellen SIND bei Escher im Programm, es handelt sich um im PDF File für den Golf II 16V KR aufgeführte Variante I (Seite 3):
http://www.escher-motorsport.de/Motortuning/Golf_2.PDF
Dort ist auch der Leistungszuwachs von 8PS ausgewiesen. Den halte ich für realistisch.
Was die Sache mit der Kopfbearbeitung angeht:
beim 16V sind Serienmäßig für den vorhandenen Hubraum schon sehr große Ventile verbaut, größere gehen eigentlich schon kaum noch, sonst ist die Gefahr das der Ventilsteg Risse bekommt wesentlich höher.
Was noch was bringt ist dén Winkel des Ventilsitzrings zu ändern, die Ventile strömungsgünstig zu bearbeiten und die Kanäle leicht zu weiten. Das ganze würde die Leistungsausbeute der Nockenwelle verbessern, trotzdem bringts auch schon ohne was.
Gruss
Chris
Die Wellen SIND bei Escher im Programm, es handelt sich um im PDF File für den Golf II 16V KR aufgeführte Variante I (Seite 3):
http://www.escher-motorsport.de/Motortuning/Golf_2.PDF
Dort ist auch der Leistungszuwachs von 8PS ausgewiesen. Den halte ich für realistisch.
Was die Sache mit der Kopfbearbeitung angeht:
beim 16V sind Serienmäßig für den vorhandenen Hubraum schon sehr große Ventile verbaut, größere gehen eigentlich schon kaum noch, sonst ist die Gefahr das der Ventilsteg Risse bekommt wesentlich höher.
Was noch was bringt ist dén Winkel des Ventilsitzrings zu ändern, die Ventile strömungsgünstig zu bearbeiten und die Kanäle leicht zu weiten. Das ganze würde die Leistungsausbeute der Nockenwelle verbessern, trotzdem bringts auch schon ohne was.
Gruss
Chris
- Stephan
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Re: Escher Nockenwellen
Hi,
>>Ich würde aber auf jeden Fall die Einspritzung noch anpassen lassen, wenn er obenrum zu mager läuft kann das insbesondere für den ohne Klopfsensor ausgestatteten KR böse enden!
nicht böse sein, aber was hat der Zündzeitpunkt mit magerem Gemisch zu tun?
Das Problem mit dem maximalen Nockenhub ist eigentlich nur das, das die Serienfedern sich nicht ohne Schaden weiter als ca. 10.5mm zusammen pressen lassen. Wenn man also die Einbaulänge der Federn ändert (ggf. durch andere Federteller oder Ausfräsen des unteren Lagers), kann man auch mit Serienfedern weiterfahren. Weil, je härter die Federn, desto mehr Leistung geht schon im Ventiltrieb verloren. Deswegen ist die angestrebte Höchstdrehzahl bzw. die neue Nenndrehzahl meiner Meinung nach wichtig.
Ansonsten stimme ich sublime zu. Übrigens kann man mit den härteren Ventilfedern, die von Schrick empfohlen werden, bis ca. 8500 u/min auch mit Hydros drehen. Nicht das ich das empfehlen würde, da auch der Rest passen muß, sprich Feinwuchtung aller Teile, Erleichterung der rotierenden und osszilierenden Teile usw. Rein rechnerisch sollte Ventilflattern dann erst (mit Hydrostösseln) ab 8700-8800 u/min auftreten. Habs mal nachgerechnet. Allerdings ist das Öl im Hydrostößel ja nun mal eine Flüssigkeit, die sich eben anders Verhält, als ein Festkörper, weswegen ich auch nicht höher als 8000 u/min mit Hydros gehen würde. Letztlich müssen das auch die Kolben noch mitmachen (max. Kolbengeschwindigkeit beachten!!!). Meinen Drehzahlbegrenzer im 2,0 16V habe ich auf 7600 u/min eingestellt.
>>Ich würde aber auf jeden Fall die Einspritzung noch anpassen lassen, wenn er obenrum zu mager läuft kann das insbesondere für den ohne Klopfsensor ausgestatteten KR böse enden!
Das Problem mit dem maximalen Nockenhub ist eigentlich nur das, das die Serienfedern sich nicht ohne Schaden weiter als ca. 10.5mm zusammen pressen lassen. Wenn man also die Einbaulänge der Federn ändert (ggf. durch andere Federteller oder Ausfräsen des unteren Lagers), kann man auch mit Serienfedern weiterfahren. Weil, je härter die Federn, desto mehr Leistung geht schon im Ventiltrieb verloren. Deswegen ist die angestrebte Höchstdrehzahl bzw. die neue Nenndrehzahl meiner Meinung nach wichtig.
Ansonsten stimme ich sublime zu. Übrigens kann man mit den härteren Ventilfedern, die von Schrick empfohlen werden, bis ca. 8500 u/min auch mit Hydros drehen. Nicht das ich das empfehlen würde, da auch der Rest passen muß, sprich Feinwuchtung aller Teile, Erleichterung der rotierenden und osszilierenden Teile usw. Rein rechnerisch sollte Ventilflattern dann erst (mit Hydrostösseln) ab 8700-8800 u/min auftreten. Habs mal nachgerechnet. Allerdings ist das Öl im Hydrostößel ja nun mal eine Flüssigkeit, die sich eben anders Verhält, als ein Festkörper, weswegen ich auch nicht höher als 8000 u/min mit Hydros gehen würde. Letztlich müssen das auch die Kolben noch mitmachen (max. Kolbengeschwindigkeit beachten!!!). Meinen Drehzahlbegrenzer im 2,0 16V habe ich auf 7600 u/min eingestellt.
MfG,
Stephan
Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht vom Auge zum Ohr verlaufen...
(Walter Röhrl)
Stephan
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- Stephan
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Re: Escher Nockenwellen
Jo,
jetzt habe ich die Wellen auch gesehen.
jetzt habe ich die Wellen auch gesehen.
MfG,
Stephan
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Stephan
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sublime
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Re: Escher Nockenwellen
>>>nicht böse sein, aber was hat der Zündzeitpunkt mit magerem Gemisch zu tun?
Ich bin nicht Böse, guck ich denn so?
)
Bei magerem Gemisch ist die Gefahr von Klopfen unter Vollast höher
Mit Einspritzung anpassen meinte ich aber nicht den Zündzeitpunkt zurück zu stellen, sondern die Einspritzmenge zu erhöhen.
>>>Das Problem mit dem maximalen Nockenhub ist eigentlich nur das, das die Serienfedern sich nicht ohne Schaden weiter als ca. 10.5mm zusammen pressen lassen.
Weil dann die Federwindungen aufliegen? Weil, wenns am Material liegt dann sagste genau das was ich auch sage, sprich Federkonstante bzw. -härte
>>>Wenn man also die Einbaulänge der Federn ändert (ggf. durch andere Federteller oder Ausfräsen des unteren Lagers), kann man auch mit Serienfedern weiterfahren.
Da habe ich ein Verständnisproblem! Wenn du den unteren Auflagepunkt tiefer setzt hast du zwar danach einen längeren Federweg, aber auch eine andere Ventilfedervorspannung! Das geht zu Lasten der Drehzahlfestigkeit! Oder meintest du das mit "Deswegen ist die angestrebte Höchstdrehzahl bzw. die neue Nenndrehzahl meiner Meinung nach wichtig." ?
>>>Weil, je härter die Federn, desto mehr Leistung geht schon im Ventiltrieb verloren.
Da gebe ich dir natürlich recht, allerdings ist der erhöhte Verlust hierbei zu vernachlässigen! Die gesamte Schleppleistung eines Opel C20XE (also 2.0l 16V) Zylinderkopfes liegt ab 4000 U/min bei unter 0,9kW! Die des VW 16V Zylinderkopfes dürfte sich davon kaum unterscheiden. Selbst wenn du die Federkraft um 50% steigerst und wir davon ausgehen, das die gesamte Schleppkraft des Kopfes durch die Ventilfedern kommt, ist es ne Verlustleistung von nicht mal 0,5 kW, also kein ganzes PS. Dafür ist aber der permantente Kontakt zur Nockenwelle sichergestellt.
Gruss
Chris
Ich bin nicht Böse, guck ich denn so?
Bei magerem Gemisch ist die Gefahr von Klopfen unter Vollast höher
Mit Einspritzung anpassen meinte ich aber nicht den Zündzeitpunkt zurück zu stellen, sondern die Einspritzmenge zu erhöhen.
>>>Das Problem mit dem maximalen Nockenhub ist eigentlich nur das, das die Serienfedern sich nicht ohne Schaden weiter als ca. 10.5mm zusammen pressen lassen.
Weil dann die Federwindungen aufliegen? Weil, wenns am Material liegt dann sagste genau das was ich auch sage, sprich Federkonstante bzw. -härte
>>>Wenn man also die Einbaulänge der Federn ändert (ggf. durch andere Federteller oder Ausfräsen des unteren Lagers), kann man auch mit Serienfedern weiterfahren.
Da habe ich ein Verständnisproblem! Wenn du den unteren Auflagepunkt tiefer setzt hast du zwar danach einen längeren Federweg, aber auch eine andere Ventilfedervorspannung! Das geht zu Lasten der Drehzahlfestigkeit! Oder meintest du das mit "Deswegen ist die angestrebte Höchstdrehzahl bzw. die neue Nenndrehzahl meiner Meinung nach wichtig." ?
>>>Weil, je härter die Federn, desto mehr Leistung geht schon im Ventiltrieb verloren.
Da gebe ich dir natürlich recht, allerdings ist der erhöhte Verlust hierbei zu vernachlässigen! Die gesamte Schleppleistung eines Opel C20XE (also 2.0l 16V) Zylinderkopfes liegt ab 4000 U/min bei unter 0,9kW! Die des VW 16V Zylinderkopfes dürfte sich davon kaum unterscheiden. Selbst wenn du die Federkraft um 50% steigerst und wir davon ausgehen, das die gesamte Schleppkraft des Kopfes durch die Ventilfedern kommt, ist es ne Verlustleistung von nicht mal 0,5 kW, also kein ganzes PS. Dafür ist aber der permantente Kontakt zur Nockenwelle sichergestellt.
Gruss
Chris
- Stephan
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Re: Escher Nockenwellen
Hi,
mir ging es nur darum, das Du oben schriebst, dass es deshalb nötig ist, die Gemischverstellung anzufetten, weil der KR keinen Klopfsensor hat. :kopfkratz: Logo, ist das Gemisch zu mager, wird der Motor im Bereich der Kolben zu heiß, weil die Innenkühlung fehlt, ist ja keine Frage. Nur ist ja der Zusammenhang gerade der, dass dann auch Leistung fehlt, mal vom Klopfrisiko ganz abgesehen.
Nee, die Gewindegänge leigen dann noch nicht auf, aber die Flächenpressung kommt in Bereiche, die die Federn dauerhaft nicht aushalten.
Die Geschichte mit der Einbaulänge und der Höchstdrehzahl ist ja immer im Zusammenhang zu sehen. Die Ventilfedern sind mit nicht ganz wenig Vorspannung eingebaut. Wenn man nun ca.0,5mm zugibt, liegt man immer noch Bereich der Vorspannung die nötig ist um im Seriendrehzahlbereich zu fahren. Denke, damit ist die Frage geklärt? Logo, die Drehzahl, die realisiert werden soll, gibt den Ausschlag für die gesamte Auslegung des Motors.
Die Verlustleistung mag relativ gering sein, wems aber auf jedes PS ankommt...
Ansonsten gebe ich Dir recht-sicher ist sicher.
mir ging es nur darum, das Du oben schriebst, dass es deshalb nötig ist, die Gemischverstellung anzufetten, weil der KR keinen Klopfsensor hat. :kopfkratz: Logo, ist das Gemisch zu mager, wird der Motor im Bereich der Kolben zu heiß, weil die Innenkühlung fehlt, ist ja keine Frage. Nur ist ja der Zusammenhang gerade der, dass dann auch Leistung fehlt, mal vom Klopfrisiko ganz abgesehen.
Nee, die Gewindegänge leigen dann noch nicht auf, aber die Flächenpressung kommt in Bereiche, die die Federn dauerhaft nicht aushalten.
Die Geschichte mit der Einbaulänge und der Höchstdrehzahl ist ja immer im Zusammenhang zu sehen. Die Ventilfedern sind mit nicht ganz wenig Vorspannung eingebaut. Wenn man nun ca.0,5mm zugibt, liegt man immer noch Bereich der Vorspannung die nötig ist um im Seriendrehzahlbereich zu fahren. Denke, damit ist die Frage geklärt? Logo, die Drehzahl, die realisiert werden soll, gibt den Ausschlag für die gesamte Auslegung des Motors.
Die Verlustleistung mag relativ gering sein, wems aber auf jedes PS ankommt...
Ansonsten gebe ich Dir recht-sicher ist sicher.
MfG,
Stephan
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Stephan
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Re: Escher Nockenwellen
Hi,
>>>mir ging es nur darum, das Du oben schriebst, dass es deshalb nötig ist, die Gemischverstellung anzufetten, weil der KR keinen Klopfsensor hat. :kopfkratz: Logo, ist das Gemisch zu mager, wird der Motor im Bereich der Kolben zu heiß, weil die Innenkühlung fehlt, ist ja keine Frage. Nur ist ja der Zusammenhang gerade der, dass dann auch Leistung fehlt, mal vom Klopfrisiko ganz abgesehen.
Ja, dann haben wir wohl aneinander vorbei geredet! Mir gings hauptsächlich ums klopfen bei der Verbrennung. Das Leistung fehlt und der Motor überhitzt ist ne auch ne Sache. Bei der Überhitzung und der Leistung hat man noch ne Chance sie zu merken (Kühlwasser- & Öltemperatur, max. Geschwindigkeit), Höchgeschwindigkeitsklingeln kann man nur schwer hören. Deshalb hatte ich das so besonders erwähnt, es ist nicht der Hauptgrund, aber eine nicht unbedeutende Gefahrenquelle.
Egal, macht alles den Motor kaputt
>>>Nee, die Gewindegänge liegen dann noch nicht auf
Wäre auch n Unding, sind doch keine Jamex-Federn
>>Die Geschichte mit der Einbaulänge und der Höchstdrehzahl ist ja immer im Zusammenhang zu sehen. Die Ventilfedern sind mit nicht ganz wenig Vorspannung eingebaut. Wenn man nun ca.0,5mm zugibt, liegt man immer noch Bereich der Vorspannung die nötig ist um im Seriendrehzahlbereich zu fahren. Denke, damit ist die Frage geklärt? Logo, die Drehzahl, die realisiert werden soll, gibt den Ausschlag für die gesamte Auslegung des Motors.
Ja, jetzt ist die Sache geklärt. Wenn man bei den max 7200 U/min bleibt klappt das wahrscheinlich. Aber es wird ja immer gesagt (ist auch mein Wissensstand), das im Serienzustand 7500 U/min gefahren werden können. Das ist dann genau die Leistungsreserve, die man dadurch aufbraucht. Hast du das schonmal ausprobiert? Wäre ne Möglichkeit die Schrickwellen kostengünstig zu fahren.
Gruss
Chris
Beitrag bearbeitet (02.10.04 19:24)
>>>mir ging es nur darum, das Du oben schriebst, dass es deshalb nötig ist, die Gemischverstellung anzufetten, weil der KR keinen Klopfsensor hat. :kopfkratz: Logo, ist das Gemisch zu mager, wird der Motor im Bereich der Kolben zu heiß, weil die Innenkühlung fehlt, ist ja keine Frage. Nur ist ja der Zusammenhang gerade der, dass dann auch Leistung fehlt, mal vom Klopfrisiko ganz abgesehen.
Ja, dann haben wir wohl aneinander vorbei geredet! Mir gings hauptsächlich ums klopfen bei der Verbrennung. Das Leistung fehlt und der Motor überhitzt ist ne auch ne Sache. Bei der Überhitzung und der Leistung hat man noch ne Chance sie zu merken (Kühlwasser- & Öltemperatur, max. Geschwindigkeit), Höchgeschwindigkeitsklingeln kann man nur schwer hören. Deshalb hatte ich das so besonders erwähnt, es ist nicht der Hauptgrund, aber eine nicht unbedeutende Gefahrenquelle.
Egal, macht alles den Motor kaputt
>>>Nee, die Gewindegänge liegen dann noch nicht auf
Wäre auch n Unding, sind doch keine Jamex-Federn
>>Die Geschichte mit der Einbaulänge und der Höchstdrehzahl ist ja immer im Zusammenhang zu sehen. Die Ventilfedern sind mit nicht ganz wenig Vorspannung eingebaut. Wenn man nun ca.0,5mm zugibt, liegt man immer noch Bereich der Vorspannung die nötig ist um im Seriendrehzahlbereich zu fahren. Denke, damit ist die Frage geklärt? Logo, die Drehzahl, die realisiert werden soll, gibt den Ausschlag für die gesamte Auslegung des Motors.
Ja, jetzt ist die Sache geklärt. Wenn man bei den max 7200 U/min bleibt klappt das wahrscheinlich. Aber es wird ja immer gesagt (ist auch mein Wissensstand), das im Serienzustand 7500 U/min gefahren werden können. Das ist dann genau die Leistungsreserve, die man dadurch aufbraucht. Hast du das schonmal ausprobiert? Wäre ne Möglichkeit die Schrickwellen kostengünstig zu fahren.
Gruss
Chris
Beitrag bearbeitet (02.10.04 19:24)
- Stephan
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Re: Escher Nockenwellen
Hi,
nee, das hab ich nicht getestet, habe den einfachen Weg gewählt und die Schrick Federn verbaut.
nee, das hab ich nicht getestet, habe den einfachen Weg gewählt und die Schrick Federn verbaut.
MfG,
Stephan
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