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Motorumbau H-Konform?

Verfasst: Sa 19. Sep 2009, 08:33
von riegeros
Hallo Gemeinde,

habe mal eine Frage zur H-Zulassung.

Morotrumbau z.B. DX anstatt JH ist unzulässig wegen CO Verschlechterung.

Habe ein Formblatt zur "Erteilung eines historischen Kennzeichens" darin steht:

... als original zu berwerten gilt,
- das alle! in dieser Serie verbauten Motoren eingebaut sein dürfen...
d.H. doch, dass alle erste Generationsmotoren für die zweite tabu sind...

aber die der 2. Generation wild getauscht sein dürften...

Also meine sind BJ 83 / 84 und haben beide den guten JH drin und ich
stehe halt auf den DX...

Kann mir einer von Euch helfen?

Beim TÜV war ich schon und beim GTÜ leider waren die Aussagen der beiden
sehr wage und unterschiedlich bezüglich CO...


Danke

AW: Motorumbau H-Konform?

Verfasst: Sa 19. Sep 2009, 18:00
von Louis
riegeros hat geschrieben:habe mal eine Frage zur H-Zulassung.
Auszug aus dem Anforderungskatalog des TÜV Süd für die Begutachtung von Oldtimern:

Kapitel III: MOTOR UND ANTRIEB
Motor
• Es können ausschließlich Motoren aus der Baureihe des jeweiligen Fahrzeugtyps anerkannt werden.
Beispiele: - Jaguar XK mit allen in der XK-Reihe erhältlichen Motoren
- Mercedes Pagode 230 SL bis 280 SL, nicht aber der Doppelnockenwellenmotor der späteren Modelle
- Corvette Sting Ray (1963-1967) nur mit originalen Motoren oder gleichen Motoren aus benachbarten Baureihen (Chevelle, Camaro, Impala), nicht aber die Nachfolgemaschine mit 350 CID (cubic inch displacement: amerikanische Einheit für Hubraum).
- Insbesondere ist bei US-Fahrzeugen generell auf die korrekte Motorenbestückung zu achten. Der Motortyp ist in den Fahrzeugbrief einzutragen.
• Ausnahmen:
- Soll ein anderer Motor des gleichen Herstellers eingebaut werden, so muß dieser Motor mindestens 30 Jahre alt sein (ein Einbau in jüngerer Zeit ist möglich).
- Soll ein Motor eines anderen Herstellers positiv begutachtet werden, so muß es sich bei diesem Aggregat um einen gem. StVZO zulässigen Motor handeln, der bereits vor mindestens 20 Jahren eingebaut worden sein muß.
- Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen baugleichen Motor (gleicher Hersteller) neuerer Produktion, aber mit gleichem Hubraum und gleicher Leistung positiv zu begutachten.
z.B.: - Mercedes 200 D (Flosse) mit 200 D-Motor vom 123er mit gleicher Leistung
- Ford P5 mit 2,0-Liter-V6 mit baugleicher Maschine bis Ende 1971 oder mindestens 20 Jahre alt (2,0-Liter V6 mit gleicher Leistung und gleichem Basis-Motor-Typ)
- In Zweifelsfällen sollte ein Oldtimer-Spezialist zu Rate gezogen werden.
• Vergaser und Ansaugtrakt müssen original sein (auch bei den oben genannten Motoren). Ein Umbau ohne Leistungssteigerung (+/- 5% Toleranz) ist möglich.
Offene Ansaugtrichter können nur dann akzeptiert werden, wenn derartige Teile bereits im Basisfahrzeug original verbaut wurden.
• Nicht originale Vergaser können nur dann positiv begutachtet werden, wenn:
- es sich um die gleiche Bauart (z.B. Steigstrom, Doppelvergaser) handelt, oder
- ein zeitgenössischer Umbau vorliegt. Es ist ein Nachweis über den zeitgenössischen Umbau zu führen (im Zweifelsfall Rücksprache mit einem Oldtimer-Spezialisten, z.B. bei englischen oder US-Fahrzeugen).
• Bei Nachrüstung mit einem Katalysator werden die im Gutachten aufgeführten abgasrelevanten Bauteile akzeptiert.

Mein Tip: Geh mal zur DEKRA. Die dürfen seit Neustem auch Gutachten nach § 23 StVZO durchführen und die Prüfer sind meist nur so alt, wie die Oldtimer selbst. Das Gutachten ist also Verhandlungssache :auto:

AW: Motorumbau H-Konform?

Verfasst: Mi 23. Sep 2009, 19:58
von riegeros
@ Louis - danke für den Dekra-Tipp.

Baue gerade einen Tropic auf und da der Aufbau länger dauern wird und ich noch 2 DX
Maschinchen liegen habe kam ich halt auf die Idee...

AW: Motorumbau H-Konform?

Verfasst: Mi 23. Sep 2009, 20:17
von ronin
Mach doch JH/DX (Bastard), merkt kein Schwein und geht ganz gut^^