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Frage zu ATU Angebotsöl

Verfasst: Do 26. Mär 2009, 15:43
von Maik
Hallo Forum und Ölscheiche,
Bei Atu ist jetzt das Motoröl Liqui Moly Formula Super 10W-40, im 5L Kanister im Angebot.Leider erfüllt es nur die Spezifikation nach
* API-Norm SG / CF
* ACEA-Norm A2 / B2
und hat nur eine Freigabe:
Mercedes 228.1.

Ich wollte das im JH fahren,da fahr ich immer 10W40...ich weis es ist nicht notwendig.

Ich bin bei dem Öl jetzt bischen Misstrausch wegen der fehlenden Freigaben,was meint ihr?Kann der JH das ab?Tut im das auch gut?

AW: Frage zu ATU Angebotsöl

Verfasst: Do 26. Mär 2009, 17:05
von ronin
Mal ganz ehrlich, der JH läuft notfalls auch auf Livio^^

Ich sag mal das kannste reinkippen!

AW: Frage zu ATU Angebotsöl

Verfasst: Do 26. Mär 2009, 17:15
von brainstormer
Für den Preis totale Grütze, es gibt schon 15w-40er die wenigstens Acea A3 und MB 229.1 und VW 50500 erfüllen und das ist schon nichts besonders aufregendes.

Geh entweder zum Praktiker und kauf Dir dort das "Praktiker High Star 5-40", wird in Leuna von Addinol abgefüllt oder bestell Dir hier eine entsprechende Alternative für's selbe Geld:

http://www.cama-handel.de/-Motoroele-Sc ... -78-0-0-0/

oder wenn's 10w-40 sein muss

http://www.te-taxiteile.de/shop/article_00600102-01/Motor%C3%B6l-5-ltr.-10W-40-Leichtlauf-Motor%C3%B6l-Meguin-Power-Synth.html?shop_param=cid%3D7%26aid%3D00600102-01%26

(Meguin füllt für Liqui Moly ab, das hier ist aber nicht das oben von Dir gepostete ATU Öl, sondern ein deutlich besseres).

Die API-Klassifiezierungen kannst Du grundsätzlich in die Tonne hauen, da US-Klassifizierung und wie bekannt ist dort der Straßenverkehr, Wechselintervalle und die Fahrgewohnheiten etwas anders als in D. API kannst Du hier als letzten Strohhalm nutzen, wenn ein Öl weder eine Herstellerfreigabe besitzt/besaß, noch eine ACEA-Klassifizierung. Dann würde ich aber auf jeden Fall noch einen Blick ins jeweilige Technische Datenblatt nahelegen.

Zur Veranschaulichung (!) mal eine Grafik der Anforderungen von API SJ, VW 50200 und MB 229.3.

Bild

Api SJ ist der kleine Flatsch in der Mitte.

Gruß

AW: Frage zu ATU Angebotsöl

Verfasst: Do 26. Mär 2009, 17:17
von Peet!
API Benzinmotor- Klassifikation

SD: Motorenöle für höhere Anforderungen bei Otto-Motoren. Die von 1968 bis 1971 von den Automobilherstellern gestellten Anforderungen werden erfüllt.
SE: Motorenöle für sehr hohe Anforderungen und starke Belastungen bei Otto-Motoren (stop-and-go-Verkehr). Erfüllt die Anforderungen der Fahrzeughersteller für die Typen ab 1971/72;
SF: Motorenöle für sehr hohe Anforderungen und starke Belastungen bei Otto-Motoren (stop-and-go-Verkehr) sowie für einige LKW. Erfüllt die Anforderungen der Fahrzeughersteller für die Typen ab 1980; übertrifft SE in Bezug auf Oxidationsstabilität, Verschleißschutz und Schlammtragevermögen
SG: Motorenöle für höchste Anforderungen, mit speziellen Prüfungen zur Oxidationsstabilität und Schlammbildung. Für Motorentypen ab 1987/88.
SH: Für Motorenöle ab 1993. Verwendbar für PKW-Modelle 1994. SH muss nach dem CMA-Code of Practice geprüft sein. SH entspricht weitgehend SG, mit zusätzlichen Anforderungen bezüglich HTHS, Verdampfungsverlust (ASTM-Test und Noack), Filtrierbarkeit, Schaumverhalten und Flammpunkt. SH entspricht außerdem ILSAC GF-1 ohne den Fuel Economy-Test und mit dem Unterschied, dass SH auch Mehrbereichsöle mit 15W-X zulässt.
SJ: ab 1996, stimmt weitgehend mit SH überein; zusätzliche Anforderungen an Ölverbrauch, Schaumbildung und Hochtemperaturablagerungen

ACEA Normen sind in drei Kategorien aufgeteilt:
  • A für Benzinmotoren
  • B für Dieselmotoren
  • E für Dieselmotoren (Nutzfahrzeuge und LKW)
Jede Spezifikationskategorie beinhaltet mehrere Leistungsstufen, die durch Nummern angezeigt werden (1, 2, 3, usw.), gefolgt von den letzten zwei Stellen der Jahreszahl der neuesten Version, die eingeführt wurde.
Die folgenden Normen sind für Benzinmotoren anwendbar:
  • A1-96 Energieerhaltende Öle
  • A2-96 Öle für den normalen Gebrauch
  • A3-96 Öl für extreme Betriebsbedingungen
ACEA Klassen für Ottomotoren
A1: Öle mit niedrigen Reibwerten und geringer Viskosität mit dem Nachweis einer Kraftstoffeinsparung
A2: allgemeine Standardqualität für die meisten Ottomotoren mit normalen Ölwechselfristen.
A3: Hochleistungsmotorenöle für verlängerte Ölwechselfristen und hohem Verschleißschutz

Quelle: TOTAL

Wenn du keine Bergrennen o.ä. fährst, geht auch ein Angebotsöl.

Gruß Peet

AW: Frage zu ATU Angebotsöl

Verfasst: Do 26. Mär 2009, 19:05
von Peet!
Die Deutschen Autohersteller sind da etwas Eitel, das stimmt!

AW: Frage zu ATU Angebotsöl

Verfasst: Do 26. Mär 2009, 22:37
von ronin
Geh entweder zum Praktiker und kauf Dir dort das "Praktiker High Star 5-40", wird in Leuna von Addinol abgefüllt oder bestell Dir hier eine entsprechende Alternative für's selbe Geld:
Vollsyn. Öl wirkt Ablagerungslösend. Schlafende Hunde weckt man nicht, oder?

AW: Frage zu ATU Angebotsöl

Verfasst: Do 26. Mär 2009, 22:55
von Buggyboy
ronin hat geschrieben:Vollsyn. Öl wirkt Ablagerungslösend. Schlafende Hunde weckt man nicht, oder?
Dem kann ich nur beipflichten,, nach 0w40 hat mal die Dichtung zum Ölfilterflansch zerschossen, Thema JH verblutet...

Seitdem nur noch 15w40

AW: Frage zu ATU Angebotsöl

Verfasst: Fr 27. Mär 2009, 07:16
von Maik
Danke für eure Infos,auch die die ich per PN erhalten habe.Ihr habt mir sehr geholfen.

AW: Frage zu ATU Angebotsöl

Verfasst: Fr 27. Mär 2009, 13:18
von Buggyboy
Vielleicht noch, wenn Du es da machen läßt, sind die jetzt fauler und saugen meist nur ab, die sollen es auf die Gute alte Art machen..

AW: Frage zu ATU Angebotsöl

Verfasst: Fr 27. Mär 2009, 14:08
von brainstormer
ronin hat geschrieben:Vollsyn. Öl wirkt Ablagerungslösend. Schlafende Hunde weckt man nicht, oder?
Erstens ist das Praktiker High-Star nicht vollsynthetisch.

Zweitens hat die die Eigenschaft, ob ein Öl Voll-, HC-, Teil-
oder nichtsynthetisch ist ,nichts originär mit der Ablagerungslösung zu tun.

Ein teilsynthetsiches kann ebenso reinigen sein wie ein vollsynthetisches und ein vollsynthetisches kann ebenso einen Motor versauen wie ein mineralisches (siehe V12-Thread hier im Forum).

Das hängt davon ab, wie leistungsfähig die vorhandenen reinigenden Additive (Detergentien) und in welchem Maße sie vorhanden sind, sowie vom jeweiligen Wechselintervall.

Siehe auch http://www.motorlexikon.de/?I=4848

Drittens, werden die Ablagerungen, sofern er seine Wechselintervalle eingehalten hat und vorher schon ein ordentliches Öl genutzt hat, nicht gerade so extrem sein, das cm-dicke Ölbrocken umherschwimmen, auch wenn das Öl xy reinigender als der Vorgänger sein sollte. Er wird ja in etwa wissen, wie er bisher mit seinem Maschinchen umgegangen ist.

Wer solche Angst davor hat, sollte sich ein unlegiertes Einbereichsöl zulegen, wie es für Oldtimer ohne Ölfilter gedacht ist. Das ist dann der pure unadditivierte Power-Stoff, für richtige Männer.