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Karmann zum Jahreswechsel 2008/ 2009

Verfasst: Di 6. Jan 2009, 00:42
von klimarocco
im Spiegel der Tagespresse...


Osnabrücker Nachrichten vom 28.12.2008

Weitere Entlassungen für Karmann „keine Option“
ON-Interview mit Karmann-Chef Peter Harbig
Weitere Entlassungen für Karmann „keine Option“
Osnabrück (pr-) – Für den Osnabrücker Autobauer Karmann sind weitere Entlassungen „keine Option“.

Das sagte der Vorsitzende der Karmann-Geschäftsführung, Peter Harbig, in einem ON-Interview. Dagegen könne Kurzarbeit durchaus eine Option sein.
Harbig bestätigte, dass der Fahrzeugbau bei Karmann ab August 2009 heruntergefahren werde, „wenn kein Nachfolgeauftrag kommt“. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei sehr gering.
Dagegen sei die Auftragslage in den Cabriosystemen „gut“, ebenso in der Technischen Entwicklung. Aber niemand könne derzeit sagen, was „in den ersten 3 Quartalen auf dem Markt tatsächlich passiert“. Die Krise könne auch Auswirkungen auf die Technische Entwickluing haben, und dann wäre es „fatal, wenn Entwicklungsprogramme nicht nur nach hinten geschoben, sondern völlig eingestampft würden.“ Derzeit seien in der Entwicklung noch alle Kunden im Boot, „aber das ist das Einzige, was ich ihnen verraten kann“, so der Karmann-Chef. Harbig schloss für Karman nicht aus, in den Markt für Elektrofahrzeuge einzusteigen. Man habe mit einem Partner einen solchen Plan diskutiert, aber das habe sich „nicht positiv entwickelt“, weil man von falschen Voraussetzungen ausgegangen sei. Er sehe das Elektrofahrzeug sehr wohl als eine Möglichkeit für Karmann, aber es werde den Fahrzeugbau in seiner derzeitigen Konstellation nicht retten können.


Mit 1650 Mitarbeitern noch ein großer Mittelständler
ON-Interview mit Peter Harbig, Sprecher der Karmann-Geschäftsführung – Entscheidung über Ausbildungswerkstatt bis Mitte 2009

ON: Herr Harbig, Karmann steckte schon in der Krise, als die weltweite Finanzkrise hinzu kam, die die Autobranche schwer erschüttert. Wie geht es für Karmann weiter?
Harbig: Wir müssen natürlich auch auf diese Krise in der Branche reagieren. Wir sind mit sehr schwankenden Auftragsvolumen konfrontiert. Wir warten ab, wie unsere Kunden reagieren. Im Augenblick ist es noch zu früh, dazu etwas zu sagen, aber wir werden zwangsläufig reagieren müssen und das werden wir auch konsequent tun.
Die Reaktion für Ihr Unternehmen kann dann nur Kurzarbeit sein oder soll es weitere Entlassungen geben?
Weitere Entlassungen sind keine Option. Kurzarbeit könnte durchaus eine Option sein.
Das letzten komplett bei Karmann gefertigte Fahrzeug läuft im August 2009 aus, bedeutet das für den Fahrzeugbau endgültig das Aus?
Ja, ich sage es so drastisch, weil wir es der Belegschaft auch so gesagt haben. Wenn kein Nachfolgeauftrag kommt, und die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering, müssen wir uns auf das Schlimmste vorbereiten. Und das bedeutet: Wir fahren den Fahrzeugbau herunter.
Heißt das, der Fahrzeugbau wird geschlossen für alle Zeiten oder gibt es möglicherweise eine Reaktivierungsmöglichkeit?
Man soll nie nie sagen, doch eine Reaktivierung ist mit großen Problemen behaftet. Das größte Problem ist die Lackieranlage. Wenn die einmal abgeschaltet wird, ist die nicht einfach neu zu starten. Wir werden das Know-how des Fahrzeugbaus in der Technischen Entwicklung halten, um zumindest ganz kleine Serien zu bauen. Ich rede hier am Anfang von vielleicht 500 Fahrzeugen im Jahr, nicht mehr, also kein Ersatz für den eigentlichen Fahrzeugbau. Was zukünftig kommt, ist sehr schwer zu sagen, besonders in der jetzigen Situation, in der das Planen für das nächste Jahr eher dem Blick in die Glaskugel ähnelt.
Wie sieht denn die Auftragslage bei den anderen Karmann-Standbeinen aus, bei Technischer Entwicklung und Cabrio-Dachsysteme?
Die Auftragslage bei den Cabriosystemen ist gut. Das Thema Volumen schlägt natürlich auch hier durch – nicht nur in Europa, sondern auch in Amerika. Niemand kann im Augenblick sagen, was in den ersten 3 Quartalen auf dem Markt tatsächlich passiert. Die Auftragslage in der Technischen Entwicklung ist ebenfalls gut, aber auch dort könnte die Krise Auswirkungen haben. Es wäre fatal, wenn Entwicklungsprogramme nicht nur nach hinten geschoben, sondern völlig eingestampft würden.
Bei den Dachsystemen gibt es Mitbewerber in Europa, von deren Dächern die Spatzen zwitschern, dass sie möglicherweise auf einer Karmann-Entwicklung basieren. In Asien sitzen auch Autobauer und Konstrukteure, die einen begierigen Blick auf Neuentwicklungen haben. Erwächst dort den europäischen Dachspezialisten langfristig nicht eine riesige Konkurrenz?
Nein, das glaube ich nicht. Der asiatische Markt ist kein klassischer Cabriomarkt. Bei Cabriolets reden wir über ein relativ kleines Marktsegment bezogen auf den gesamten Fahrzeugbau. Weltweit werden aktuell rund 750000 gebaut, davon sind Europa und Amerika die größten Märkte, Asien ist verschwindend gering. Es gibt 4 große Wettbewerber im Markt – und Karmann ist einer davon. Das Cabrio-Verdecksystem – egal ob Blechdach oder Textildach – ist ein extrem komplexes System. Ich glaube nicht, dass dies ein Schwerpunkt der Asiaten werden wird, auch nicht der Chinesen, weil es größere und lohnenswertere Marktsegmente wie etwa den klassischen Fahrzeugbau gibt.
Vor Jahrzehnten sprach man von der „gelben Gefahr“ als von Chinesen die Rede war. Wie reagiert die Autobranche denn heute auf diese „gelbe Gefahr“?
Wir dürfen auf der einen Seite den Chinesen nicht den europäischen und den amerikanischen Markt verschließen, auf der anderen Seite aber gute Geschäft mit den Chinesen in China machen wollen. Es ist ein Nehmen und ein Geben. Ich denke, es vergehen noch einige Jahre, bevor ein chinesischer Hersteller wirklich ein echter Wettbewerber für die Europäer sein wird.
Zurück zu Karmann. Wie steht denn die Fahrzeugentwicklung da, sind noch alle Kunden im Boot?
Die Kunden sind noch alle dabei, aber das ist das Einzige, was ich Ihnen verraten kann.
Porsche auch?
Ich habe gesagt, ich verrate nichts. Das Thema Technische Entwicklung ist hypersensitiv. Es soll auch in Zukunft unser Kerngeschäft bleiben, deshalb lasse ich mich nicht aus der Reserve locken.
Karmann hatte am 1. Oktober 3375 Mitarbeiter. Es gibt ein Szenario, wonach sich die Mitarbeiterzahl in Osnabrück halbiert. Wie ist die Perspek-tive?
Wir haben immer gesagt, ein „Worst Case“-Szenario wäre ein Verlust von 1800 Arbeitplätzen am Standort Osnabrück. Derzeit sind wir in Sozialplanverhandlungen, so dass ich dazu nichts sagen möchte.
Welche Rollen spielen für Karmann die in dem Bereich „Metal Unit“ zusammengefassten Abteilungen Werkzeugbau, Produktionssysteme, Presswerk, Rohbau?
Wenn der Markt mitspielt – derzeit brechen ja die Zulassungszahlen dramatisch ein – wollen wir weitermachen mit der Technischen Entwicklung und den Dachsystemen. Das sind etwa 1650 Arbeitsplätze in Osnabrück. Wir würden mittelfristig bei normaler Marktsituation einen Umsatz fahren von 500 Mio. Euro, 2007 waren es 1,5 Mrd. Euro. Wir wären dann immer noch ein recht großer Mittelständler, fokussieren uns auf unser Kerngeschäft und sehen eine gute Perspektive. Karmann steht natürlich auch für das Thema Fahrzeug, und deshalb kann ich mir auch vorstellen, dass es für die Region ex-trem schwierig ist zu glauben, dass Karmann ohne Fahrzeugbau auch existieren kann. Für mich stellt sich diese Diskussion nicht.
Karmann hat in der Krise einen neuen Ansatz mit der Produktion eines Elektrofahrzeugs gemacht. Wie steht es damit?
Wir haben mit einem Partner diskutiert, ein Elektrofahrzeug zu bauen. Das hat sich nicht positiv entwickelt, weil wir von falschen Voraussetzungen ausgegangen sind. Das Auto wird bei uns so nicht gebaut. Wir bemühen uns, vor allen um das Entwicklungsgeschäft, weil wir in der Elektromobilität ein zukunftsträchtiges Thema sehen. Ich sehe das Elektrofahrzeug sehr wohl als eine Möglichkeit für Karmann. Ein Elektrofahrzeug wird aber den Fahrzeugbau in seiner jetzigen Konstellation nicht retten können. Wir würden so etwas gerne im Auftrag bauen. Auf der anderen Seite stellen wir aber auch Überlegungen an, so etwas unabhängig von einem großen Fahrzeughersteller zu machen, also ein eigenes Elektrofahrzeug aufzubauen. Da ist es wichtig, eine vernünftige Nische zu erwischen. Ich schätze, in 4 Jahren werden die großen Hersteller Klein- und Mittelklassewagen auch als Elektrofahrzeug bauen. Es macht also keinen Sinn, dass wir uns Gedanken zu dieser Fahrzeugkategorie machen. Dann stünden wir wieder im direkten Wettbewerb. Es macht eher Sinn an Nischen zu denken, die vielleicht in den nächsten 3–4 Jahren von den Automobilkonzernen nicht so bedacht werden. Daran arbeiten wir massiv, auch mit Partnern. Da wird es im nächsten Jahr auch das eine oder andere zu verkünden geben, aber nicht, dass wir in 2 Jahren hier Elektrofahrzeuge bauen. Für die Entwicklung bis hin zu einem serienreifen Fahrzeug werden sicherlich noch 2–3 Jahre ins Land gehen. Karmann beschäftigt sich auch mit dem Thema Brennstoffzelle und ist an einem Forschungsprogramm dazu beteiligt. Wir wollen auf keinen Fall an einem technischen Trend vorbeiarbeiten, sondern auf Augenhöhe mitreden können.
Wie ist es um die Ausbildung in einem schrumpfenden Unternehmen bestellt. Karmann-Auszubildende zählen seit Jahren zur Spitze im Land und Bund. Kann und will sich das Unternehmen eine solche Ausbildung mit eigener Lehrwerkstatt noch leisten?
Wir versuchen alles Erdenkliche zu tun, um auch künftig junge Menschen auszubilden. Doch wenn wir keinen Fahrzeugbau und die Bereiche der „Metal Unit“ mehr haben, dann ist unser Bedarf an Ausbildung natürlich geringer. Hier muss man klar abwägen, was man gerne haben möchte und was man sich leisten kann. Wir werden weiter ausbilden, doch in welcher Konstellation wissen wir noch nicht. Allerdings denken wir aber über Konstrukte nach, die es uns ermöglichen, auch künftig noch in einem größeren Stil auszubilden.
Würde das die Öffnung der Karmann-Ausbildung für andere Firmen bedeuten?
Zum Beispiel, aber ich will nichts vorwegnehmen, eine Entscheidung dazu wird im 1. Halbjahr 2009 fallen.
Fazit: Die düsteren Wolken haben sich für Karmann nicht verzogen…
…können sich nicht verzogen haben bei der derzeitigen Marktsituation. Sie haben die Alternative: Entweder wir liegen uns weinend in den Armen und erzählen uns gegenseitig, wie schlecht es uns geht – das ist die eine Variante, für die ich als Typ ungeeignet bin – oder wir überlegen, was wir machen können. Das machen wir, wir schauen nach vorn. Es kann sein, dass wir nicht so weiter machen können, wie wir es gerne hätten. Auch ich würde am liebsten keine Mitarbeiter entlassen, aber es ist eine ganz einfache Rechnung: Wenn wir keine Aufträge mehr haben und sicher sind, auch in naher Zukunft keine zu bekommen, wäre es für den Rest der Mannschaft unverantwortlich, wenn wir jetzt nicht bestimmte Schritte gehen würden. Denn für die Mitarbeiter in den verbleibenden Bereichen Dachsysteme und Technische Entwicklung sind wir gut aufgestellt und haben allen Anlass, auch auf einen Beschäftigungszuwachs zu hoffen. In dieser Situation müssen also alle handelnden Parteien sehr rational bleiben.


Anmerkung klimarocco: Die Hintergründigkeit des mutigen nachfolgenden Beitrags wird nicht jeder Leser im Detail so gut verstehen wie die gegenwärtigen Gesellschafter als Eigentümer von Karmann...

Osnabrücker Nachrichten vom 4.1.2009

Es wird abgewickelt
Ehemaliger Karmann-Mitarbeiter zum ON-Interview

Osnabrück (eb) – Zu unserem Interview mit dem Sprecher der Karmann-Geschäftsführung, Peter Harbig (ON am Sonntag v. 28. 12.) erhielten wir folgende Leserzuschrift von Heinz Kampmann. Zum ON-Interview mit Peter Harbig „Nicht weinen, sondern nach vorne schauen“ muss doch einiges aus der Sicht eines ehemaligen Mitarbeiters gesagt werden. Die Mitarbeiter, die entlassen werden, haben, wenn sie nach vorne schauen, den Abgrund vor sich.
Jetzt ist jedem klar, dass Schönreden nicht mehr angesagt ist. Leider ist das alte Sprichwort wahr geworden, das da heißt, die erste Generation gründet, die zweite verwaltet und die dritte wickelt ab. Dies nur dem Markt oder den verantwortlichen Fuhrungskräften zuzuordnen wäre nicht ganz korrekt.
Vielmehr sehe ich eine Anzahl von Fehlern in der Vergangenheit sowohl im Management als auch in der Politik und in den Gewerkschaften. Da ich über 43 Jahre in dem Unternehmen beschäftigt war. schmerzt es sehr, wenn die jetzigen Mitarbeiter ohne Arbeit da stehen. An diesen hat es nicht gelegen. Ihr Streben war von Qualität und Einsatzwillen geprägt. Wenn es den Karmann-Senior noch gegeben hätte, dann hätte manch ein leitender Angestellter in den „blauen Salon“ kommen müssen. Hier wurde Klartext gesprochen.
Nach dem Tod des Seniors hat nur noch ein Vorsitzender der Geschäftsführung für ausreichend Arbeit gesorgt. Dieser wurde unterstützt durch einen leitenden Angestellten, der viel Praxiserfahrung aus dem Automobilbau mitgebracht hat.
Nachdem der Vorsitzende in den Ruhestand ging, wurde diese Lücke geschlossen durch einen Herren, der der Belegschaft als Fachmann für Elektronik vorgestellt wurde. Schon sehr früh hatte die Belegschaft erkannt, das ist nicht unser Mann. Hier stellt sich die Frage, wo war der Aufsichtsrat? Hat dieser es nicht merken können oder wollen? Eines konnte dieser Mann, Mitarbeiter freisetzen.
Als er ging, kam ein Mann von Magna Steyr. Er wurde als Sprecher der Geschäftsführung vorgestellt. Die Belegschaft hoffte, dass dieser Mann, da er ja wusste wie Magna arbeitet, für Karmann Aufträge heranschaffen wird. Dass er dabei Strukturen ändern muss, war jedem klar. Das Ergebnis liegt jetzt auf dem Tisch. Es wird abgewickelt. Da bleiben doch einige Fragen. Kam er zu spät? Konnte er sich bei Karmann nicht durchsetzen? Oder hatte er schlichtweg einen anderen Auftrag.
Wie soll ich sonst seine Aussage in der Neuen OZ vom 19. September auf Seite 6 bewerten, wo er sagt: „Das ist der letzte Sozialplan, den ich hier verhandeln werde“.
Wie soll man diese Aussage bewerten? Mein Auftrag ist erledigt, ich gehe zurück? Oder ist das Geld weniger geworden und den Rest behalten wir. Die Belegschaft hatte große Hoffnungen in ihn gesetzt.
Sehr enttäuscht ist die Belegschaft auch von der Politik. Hat das Land Niedersachsen doch über 20 Aktienanteile an dem VW-Werk und schaut zu, als das Wort gebrochen wurde, nach dem Golf das nächste Cabrio bei Karmann bauen zu lassen. Es gab sogar, in der Presse herausgestellt, durch Herrn Piech einen Vorvertrag. Nur – sein Nachfolger ließ das Fahrzeug in Spanien bauen. Weder die rot-grüne Regierung noch Schwarz-Gelb haben ihren Einfluß geltend gemacht. Auch der Aufschrei der Gewerkschaft hat gefehlt.
Als der Vorsitzende der Geschäftsführung von Porsche erklärte, so lange er was zu sagen habe, bekommt Karmann keinen Auftrag von VW, hätte ein Aufschrei der Entrüstung von der Politik und den Interessenvertretungen der Mitarbeiter kommen müssen. Schließlich hat Porsche bei den Spezialisten von Karmann abgekupfert und den Gerichtsprozeß verloren.
Wenn sich heute die Wulffs und Jüttners zu Wort melden, dann klingt es wie Sonntagsreden, da in der Zwischenzeit die Familienväter entlassen werden. Die Situation war den Politikern frühzeitig bekannt. Aber es war ja Wahlkampf.
Dass das Hereinholen von Aufträgen schwieriger geworden ist, liegt auch an den Tarifverträgen. Werden doch die Großbetriebe per Vertrag verpflichtet, bis zu einem bestimmten Datum keine betrieblichen Kündigungen auszusprechen.
Dies geht zu Lasten der mittleren und Kleinbetriebe. Müssen doch die Großen ihre Arbeit behalten, auch wenn sie teurer sind. Hier könnte ich mir interessantere Lösungen vorstellen.
Fazit: Die Situation bei Karmann hat eine Ansammlung von Gründen. Nur – wenn der Fahrzeugbau aufgegeben wird, wird man auf weitere Sicht auch die Kompetenz für eine Gesamtkonstruktion verlieren. Den Mitarbeitem kann man nur wünschen, dass noch ein Wunder geschieht und sie ihre Qualifikation weiter unter Beweis stellen können.

AW: Karmann zum Jahreswechsel 2008/ 2009

Verfasst: Di 6. Jan 2009, 01:51
von 79er
oh mann................... :wuetend:

AW: Karmann zum Jahreswechsel 2008/ 2009

Verfasst: Di 6. Jan 2009, 02:08
von suran
Ein weiteres, trauriges Beispiel für den derzeitigen Niedergang der Marktwirschaft.
Erst macht man sich die Margen kaputt, entlässt Mitarbeiter und am Ende verdient keiner mehr was, denn Autos kaufen keine Autos und Arbeitslose erst recht nicht.

AW: Karmann zum Jahreswechsel 2008/ 2009

Verfasst: Mi 7. Jan 2009, 00:59
von Tempest
Sehr interessanter Artikel, sehr mutig, dass sich wenigstens mal eine Zeitung traut, mal die Wahrheit abzudrucken :respekt: Wenn das mal keine Folgen reichend von Werbeeinnahmeausfällen bis hin zu (rechtliche) Drohungen nach sich ziehen wird, denn die Mächtigen dieses und jedes anderen EU-Landes sind einfach nur Schweine IMHO, und schrecken leider vor nichts zurück, wie dieser Artikel auch mal wieder zu schön beweist.

Tempest

AW: Karmann zum Jahreswechsel 2008/ 2009

Verfasst: So 18. Jan 2009, 23:38
von Alpha-Ranger
Als Zulieferer für die Großen hat man es heute nicht leicht. Da wird gequetscht, bis das Blut spritzt. Aber wenn die neuen Bestimmer bei der Volkswagengruppe folgendes sagen:
[ Als der Vorsitzende der Geschäftsführung von Porsche erklärte, so lange er was zu sagen habe, bekommt Karmann keinen Auftrag von VW, hätte ein Aufschrei der Entrüstung von der Politik und den Interessenvertretungen der Mitarbeiter kommen müssen. Schließlich hat Porsche bei den Spezialisten von Karmann abgekupfert und den Gerichtsprozeß verloren. ],
hört es auf.

Danke Fa. Porsche ! Den letzten unabhängigen Produzenten von kompletten Fahrzeugen niedermachen. Die etwas besseren Campingfahrzeuge mit VW-Chassis hat doch auch Karmann gebaut. Das wird bitter.

Kann man nur hoffen, das VW demnächst dasselbe Schicksal ereilt. Der Marktanteil sinkt ja rapide. Stastisch ist der Durchschnittskäufer bei VW 60 Jahre alt. Wenn die letzten Dummen dann irgendwann ausgestorben sind, müssen sie ihre Autos auch billiger anbieten. ( VW= VerarschungsWagen: zu teuer, hoher Spritverbrauch und ewig kaputt )

Gewerbetreibende sind nicht Markentreu, sondern achten auf Kosten. Da gibt es den Caddy schon mal für die Hälfte des Golfes. Doppelt soviel Blech und Glas mit den selben Motoren. Da sehen Privatkäufer echt dumm aus.

Soll Karmann sich einen Motorenlieferanten suchen, und selbst Autos bauen. Sie können es doch. Besser als ein Koreaner wird es schon werden. Oder Einser-Karossen aus Edelstahl nachfertigen, es gibt genug zu tun.

mfG.

AW: Karmann zum Jahreswechsel 2008/ 2009

Verfasst: Mo 19. Jan 2009, 00:26
von Friesenpöler
Du glaubst,
ja gar nicht, wie schweirig es heute sein dürfte, mal eben ein Auto zu kreieren und dann auf den Markt zu bringen.

Du brauchst jede Menge Liquidität, dürfte den Osnabrückern im Moment fehlen...
Du brauchst ein Absatznetz, dürfte fehlen...
Du brauchst eine Mindestmeneg an Servicepartnern, suche suche suche...
Du brauchst Firmen, die flexibel genug sind, mit guter Qualität am Anfang wenig und später vielleicht mehr zu produzieren (ich behaupte, so gut wie unmöglich beider jetzigen Situation!).

Bei Karmann könnte es vielleicht wie bei Wiesmann laufen, komplette Systheme bzw. Antriebsaggregate zukaufen und die Karosse bauen! Nur geht es Karmann wohl gerade, wie VW kurz vor Anlauf des Golfes... Nee, Karmann geht es schlechter! Die Weichen hierzu hätten vor 5Jahren gestellt werden müssen!

Cioa Claas

AW: Karmann zum Jahreswechsel 2008/ 2009

Verfasst: So 22. Feb 2009, 01:23
von Tempest
Neues:

http://www.neue-oz.de/information/noz_p ... 67176.html

Das wars mit der Autoproduktion bei Karmann :-(

Tempest

Bei Karmann gehen die Lichter aus..

Verfasst: Di 24. Feb 2009, 13:55
von transmedic
Moin Moin,

auch Karmann hats erwischt... ist doch zum jaulen....

http://www.nord-west-media.de/index.php?id=3210


shit, falsche Abteilung... aber was soll's... sorry

AW: Bei Karmann gehen die Lichter aus..

Verfasst: Mi 25. Feb 2009, 00:34
von Tempest
Hatte ich bereits vor ein paar Tagen hier gepostet: http://www.sciroccoforum.de/forum/showt ... p?t=306492, dennoch eine traurige Sache.

Tempest