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Frage zum Fahrwerk
Verfasst: So 14. Sep 2008, 20:05
von cxspark
Aaaalso, als ich im Mai meine erneuerten Federbeine einbauen und die Achse vermessen habe lassen, wurde mir mitgeteilt, dass die Vorderachse sich nur auf maximal - 0°16 Sturz links und rechts einstellen lassen haben und nicht auf die positiven Sollwerte 0°0 bis 0°4. Anmerkung: Unten ist eine Wiechers-Querstrebe eingebaut. Wenn die zulange wäre.....wäre das ein möglicher Grund.
Siehe Bild, gilt für beide Seiten:
Man erkennt dass die Sturzschrauben so gedreht sind, dass das Rad am wenigsten nach aussen gestellt ist. Aussage scheint korrekt zu sein, siehe unten.
Nun frage ich mich was passiert wenn ich 30 mm H+R Federn einbauen würde.
Vermutungen: Der Achsschenkel zeigt von innen nach aussen abwärts. Durch kleinere Federn würde der Achsschenkel zuerst das Rad unten weiter herausstehen lassen (noch negativerer Sturz) um dann nach einem weiteren Einsinken wieder das Rad "hereinzuziehen" (positiverer Sturz). Aber gleichzeitig wird das effektive Federbein kürzer. Da das schräg nach oben in den Dom zeigt, wandert das Rad beim EInfedern oben ins Radhaus, was zu negativem Sturz führen muss.
Ist also alles richtig kompliziert!
Deshalb die Frage an die Experten hier:
Um wieviel verändert sich das Ganze denn bei 30 mm tiefer? Verstärkt sich mein derzeitig negativer Sturz damit noch weiter? Das wäre eher nix, da ich ja anscheinend keine Möglichkeit habe das Richtung positiv zu korrigieren.
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Laut
http://www.histo-race.de/Service/lenkgeo.htm
gilt:
Positiver Sturz: Die Radebene ist oben nach außen geneigt. Die meisten Kraftfahrzeuge haben an den gelenkten Vorderrädern einen positiven Sturz von +0°20´ bis +1°30´. Abweichungen von ± 30´ liegen in der zulässigen Toleranz. Positiver Sturz bewirkt guten Geradeauslauf und einen kleinen Lenkrollhalbmesse; je größer der positive Sturz, desto geringer werden die Seitenführungskräfte bei Kurvenfahrt.
Negativer Sturz: Die Radebene ist oben nach innen geneigt. ..
AW: Frage zum Fahrwerk
Verfasst: So 14. Sep 2008, 21:11
von cxspark
Nö, war beim Eger.
Interessant ist halt, dass beide links und rechts am Anschlag sind
AW: Frage zum Fahrwerk
Verfasst: So 14. Sep 2008, 21:32
von ronin
Du hast den Sturz auf ganz Außen stehen... Also Anschlag für positiven Sturz. Ist seht verwunderlich dass du so nicht in den positiven Bereich kommst. 20 Winkelminuten positiv kann man eigendlich immer einstellen. Allerdings verstehe ich immer noch nicht wieso man überhaupt mit positivem Sturz fahren sollte, ist doch auch nur Käse für die Kurvenlage... Ich fahre eigendlich immer negativen Sturz...
Ist bei dir das Orginal VW-Federbein verbaut?
AW: Frage zum Fahrwerk
Verfasst: So 14. Sep 2008, 21:33
von Maggus
Bei tieferlegung wird dein Sturz eher negativer.
Ist z.b. an der hinterachse zu beobachten, das bei extremen Tieferlegungen die Räder schön schräg nach innen stehen.
Vorne kannst du das ja dann korrigieren.
Wenn du nun aber nicht mehr richtung positiv nachkorrigieren kannst hast du ein Problem.
Würde evtl. auf Einbaufehler des Federbeins tippen.Ist schon etwas merkwürdig.
Hatte ich zumindest noch nie ,bei ca.10-15 Fahrwerken die schon verbaut habe ..
Gruss Markus
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AW: Frage zum Fahrwerk
Verfasst: So 14. Sep 2008, 21:44
von ronin
Mmaurer hat geschrieben:Bei tieferlegung wird dein Sturz eher negativer.
Ist z.b. an der hinterachse zu beobachten, das bei extremen Tieferlegungen die Räder schön schräg nach innen stehen.
Vorne kannst du das ja dann korrigieren.
Wenn du nun aber nicht mehr richtung positiv nachkorrigieren kannst hast du ein Problem.
Würde evtl. auf Einbaufehler des Federbeins tippen.Ist schon etwas merkwürdig.
Hatte ich zumindest noch nie ,bei ca.10-15 Fahrwerken die schon verbaut habe ..
Gruss Markus
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Öhm, wie soll sich denn der Sturz bei ner Starrachse hinten durch Tieferledung ändern?
AW: Frage zum Fahrwerk
Verfasst: So 14. Sep 2008, 21:46
von Superhobel
Hallo,
das gleiche Problem hatte ich vorletzte Woche bei der Achsvermessung auch, es liess sich nur auf +1 Grad zuwenig (!) einstellen. Es trat erstmal nach Einbau neuer Gelenkzapfen und eines 40mm Fahrwerks unten an der Nabe auf.
Die Höhe des Fahrwerkes ist nicht relevant, da sich die Nabe parallel senkrecht entlang einer Geraden bewegt, wenn die Achse abgesenkt wird. Das ist mechanisch so konstruiert, sie wird von Gelenkwelle, Spurstange und Dreieckslenker geführt. Ursächlich waren die Gelenkzapfen (Verbindung Dreieckslenker - Achsnabe) von ebay, die wohl nicht passgenau sind. Behoben habe ich das Problem dadurch, dass ich die Zapfen wieder ausgebaut und 2mm an der Stosskante zum Dreieckslenker auf einer Fräse abgefräst habe. danach liess sich das Fahrwerk problemlos einstellen.
Alternativ kann man an der Excenterschraube entweder Material durch Aufschweissen auftragen oder abnehmen, das Langloch etwas erweitern. Jedoch keine elegante Lösung.
AW: Frage zum Fahrwerk
Verfasst: Mo 15. Sep 2008, 08:38
von cxspark
@superhobel: Was du schreibst, gilt annähernd. Da die Aufhängung des Rocco aber kein Parallelogramm ist wie bei modernen Fahrwerken mit Doppelquerlenker, verändert eine Tieferlegung den Sturz doch in gewissen Massen. Das kann man sich ja anschaulich machen, wenn du daran denkst, dass die Befestigung am Querlenker eine Kreisförmige Bewegung macht und der obere Punkt am Stossdämpfer eine lineare.
@Ronin: Markus meint sicher die Tieferlegung bei 3er BMWs, die dann richtig x-mässig hinten aussehen. Beim Rocco dürfte da nichts passieren.
@Waldi: Also vorne sind die Federbeingehäuse aus einem 87er Scala drin, weil die schön rostfrei waren. Dazu die Federn aus deinem grünen GT2 und neue Sachs Advantage. Sonst ist alles original.
@ronin, all: Ich will mich gar nicht über die derzeitige Fahrwerkseinstellung beschweren, der Wagen liegt genial auf der Strasse, deutlich besser als mein Roter. Mir geht es mehr darum, ob sich meine Reifen ungleichmässig abnutzen würden, wenn ich den jetzt noch 30 mm absenken würde.
AW: Frage zum Fahrwerk
Verfasst: Mi 17. Sep 2008, 23:13
von Flöhchen
Also ungleich abnutzen der Vordferräder kann man verhindern indem man die Spureinstellung den Fahrwerks und Sturzeinstelungen anpasst.
ICh fahre zB auf meinem Käfer vorne -2° Sturz bei paraleller Spur und maximalem Nachlauf. Die 195/50R15 Reifden auf den 8x15" Et0 Felgen fahren sich absolut gleichmäßig ab. Leicht in der Mitte weil zu vielLuft drin ist, aber das ist ein Problem des zu leichten Autos für Rad / Reifen Kombination und ich gehe mit dem Luftdruck so hoch dass er gerade nicht mehr hüpft.
Auf meinem Golf 1 Cabrio fahre ich auf der Vorderachs 9x16" Et0 mit 215/40R16 Reifen. Sturz -2,5°, spur annähernd paralell. Mit originalen Fahrwerkslagern absolut gleichmäßiger Abrieb. Mit Urethan hat sichs etwas geändert. Muss ich nochmal bisschen nachregulieren.
Also wenn dein Spur Mensch fit ist in Sachen Spur Sturz und in der Lehre aufgepasst hat kann er den dir anpassen.
Gruß Flöhchen
AW: Frage zum Fahrwerk
Verfasst: Do 18. Sep 2008, 14:35
von ronin
Mit 2,5° Sturz dürfte der sich aber schon gut innen ablaufen... Ich fahre 1°30" und der läuft schon nicht ganz gleichmäßig ab. Spur Stimmt übrigens.
Allerdings hab ich immernoch dass Problem bei mir dass mein Karren relativ schwammig auf der VA unterwegs ist, obwohl nirgendwo Spiel feststellbar ist...
Werde demnächst wohl mal vorsorglich alle Gummilager austauschen...
AW: Frage zum Fahrwerk
Verfasst: Do 18. Sep 2008, 16:30
von Flöhchen
@ Ronin...
Deshalb muss man mit derSpur variieren.. 90% einseitig abgelaufene Reifen kommen nicht durch falsche Sturz sondern durch falsche Spurwerte!!