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Karmann - aktuell

Verfasst: Mo 14. Apr 2008, 19:10
von klimarocco
Über den einstigen Scirocco-Bauer Karmann wird seit einigen Tagen im Zusammenhang mit dem wahrscheinlichen Finale des Fahrzeugbaus fast täglich in der Osnabrücker Tagespresse berichtet. Erfreulich: Audi soll 5.000 A4-Cabrios nachgeordert haben; das Werk Rheine - einige von uns konnten es beim Pfingsttreffen 2007 erleben - wird statt bis zum Sommer 2007 nun bis Frühjahr 2008 produzieren. Eine kleine Auswahl von dem, was die Neue Osnabrücker Zeitung in den vergangenen Tagen zum Thema Karmann ihren Leser angeboten hat, ist nachstehend nachzulesen. Karmann-Freunden rate ich, einmal am Tag auf die Homepage der Neuen Osnabrücker Zeitung zu schauen. Unter Stadt Osnabrück, Nordwest oder Wirtschaft findet Ihr fast alle Beiträge zur einstigen Scirocco-Schmiede - einiges auch im Archiv.

Kurzweilige Lektüre wünscht

Martin


Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung vom 9. und 14.4.2008

Die Konzernchefs sagen Nein: Die großen deutschen Autobauer sehen keinen rettenden Auftrag für Karmann - von Norbert Meyer

Osnabrück. Der Countdown läuft. Keine 100 Tage verbleiben dem Nischenfahrzeugbauer Karmann, um die selbst gesetzte Frist zur Verkündigung eines neuen Fahrzeugauftrags noch einhalten zu können. Nur dann soll der Fahrzeugbau am Leben erhalten werden

Die Chancen dafür stehen allerdings schlecht – jedenfalls bei den deutschen Premiumherstellern, für die Karmann in Osnabrück und Rheine bisher komplette Fahrzeuge produziert hat. Ob beim Sportwagenhersteller Porsche und bei der Nobelkarossen-Schmiede Daimler in Stuttgart, beim VW-Konzern in Wolfsburg oder bei BMW in München: Die Frage unserer Redaktion, ob sich Karmann in naher Zukunft noch Chancen auf einen neuen Auftrag aus ihren Häusern ausrechnen könne, verneinen die Chefs dieser Unternehmen übereinstimmend. Doch von spürbarer Abneigung bis hin zu hoher Wertschätzung für den Auftragsfertiger Karmann fallen die Reaktionen der jeweiligen Vorstandsvorsitzenden recht unterschiedlich aus.

Am meisten Mut macht dem seit Jahren vergeblich auf einen neuen Großauftrag wartenden Cabriospezialisten aus Osnabrück BMW-Chef Norbert Reithofer. „Wir haben eine sehr gute Geschäftsbeziehung mit Karmann. Neben Fahrzeugentwicklungsumfängen und Presswerkzeugen liefert das Unternehmen das Dachsystem für das BMW-1er-Cabrio, das in diesem Frühjahr in den Märkten eingeführt wird. Auch wenn wir im Moment keinen Bedarf für die Produktion eines Gesamtfahrzeugs haben, kommt Karmann auch zukünftig grundsätzlich als Lieferant hierfür infrage“, sagte der Münchner Topmanager vor wenigen Tagen unserer Zeitung.

Einen Hoffnungsschimmer sieht auch Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, beim langjährigen VW-Partner Karmann für neue Fahrzeugaufträge. Allerdings seien solche Aufträge seines Konzerns derzeit nicht in Sicht. Entsprechende Projekte wären sonst schon bekannt, sagte der VW-Chef kürzlich in Wolfsburg unserer Zeitung. Ein Aus für den Fahrzeugbau in Osnabrück und Rheine würde er bedauern, doch sei es für Volkswagen und Audi wirtschaftlicher, zunächst die eigenen Werke auszulasten. Zum Thema Karmann gebe es zwar noch Gespräche, „aber große Hoffnung kann ich nicht machen“, fügte der VW-Chef hinzu.

Dass der VW-Vorstand bei der Entscheidung über die Fremdvergabe von Fahrzeugaufträgen überhaupt freie Hand hätte, muss bezweifelt werden. Denn auch aus Sicht des größten VW-Aktionärs Porsche rechnet sich die Fertigung von Nischenfahrzeugen wie Cabriolets in den konzerneigenen Fabriken besser, solange diese nicht voll ausgelastet sind. Ganz offen sprach Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auf der letzten Bilanzpressekonferenz zudem davon, dass die Atmosphäre zwischen seinem Unternehmen und Karmann „nicht toll“ sei. Er bezog sich dabei offenbar auf einen alten Rechtsstreit mit den Osnabrückern, bei dem es um das Porsche-Modell Boxster ging.

Dieter Zetsche als einer der namhaftesten deutschen Automanager weiß die Fähigkeiten Karmanns im Fahrzeugbau zu schätzen. Als sich Ende der 90er Jahre die Lieferzeiten für das auch bei Karmann gebaute neue Mercedes-CLK-Cabrio auf bis zu eineinhalb Jahre verlängerten, gab der damalige Vertriebs- und heutige Konzernchef der Daimler AG eine Aufstockung der Produktion bekannt. Zuvor hatte das Unternehmen aus Osnabrück für den Mercedes-Roadster SLK das weltweit erste Faltdach aus Stahl entwickelt.

Karmann sei weiterhin ein wichtiger Zulieferer, aber heute funktioniere das Geschäftsmodell als Auftragsfertiger kompletter Autos nicht mehr, sagte Zetsche vor wenigen Wochen unserer Zeitung in Stuttgart. Die großen Hersteller können ihre eigenen Kapazitäten effizienter nutzen und seien mittlerweile in der Lage, auch kleinere Stückzahlen von Nischenfahrzeugen selbst wirtschaftlich zu produzieren. Mercedes-Benz hatte bereits 2004 über eine Eigenfertigung der nächsten CLK-Generation entschieden und die Geschäftsführung von Karmann darüber informiert. Bleiben neue Aufträge aus, wäre das CLK-Cabrio denn auch dasjenige Auto, mit dessen Produktionsauslauf Ende 2009 die über 100-jährige Geschichte von Karmann als Fahrzeugbauer zu Ende gehen würde. Bis zum Frühjahr 2009 und damit einige Monate län-ger als ursprünglich vorgesehen läuft im Werk Rheine noch die aktuelle Version des Audi-A4-Cabriolets vom Band.


„Dann machen wir weiter“ - Karmann-Chef Peter Harbig über die Krise des Fahrzeubauers - von Stefan Prinz

Osnabrück. Karmann will seinen Fahrzeugbau schließen, wenn bis zum 30. Juni kein neuer Auftrag eingegangen sein sollte. Die Neue OZ hat mit Karmann-Chef Peter Harbig über Gegenwart und Zukunft des Osnabrücker Traditionsunternehmens gesprochen.

„Wir reden nicht nur mit den deutschen Automobilkonzernen“, sagt Peter Harbig, Sprecher der Geschäftsführung von Karmann.
„Wir reden nicht nur mit den deutschen Automobilkonzernen“, sagt Peter Harbig, Sprecher der Geschäftsführung von Karmann.

Herr Harbig, ist der rettende Auftrag für den Fahrzeugbau in Sicht?
Ich werde diese Frage nicht beantworten. Ich möchte nämlich vermeiden, dass unsere Mitarbeiter wieder ein Hoch und Tief der Gefühle durchleben. Wir sind aktuell in Gesprächen mit mehr als einem Automobilkonzern und haben bis zum 30. Juni berechtigte Hoffnungen, doch noch einen Auftrag zu bekommen.

Warum ist der 30. Juni so wichtig?
Wir brauchen für die Entwicklung eines Fahrzeugs bis zum Start der Produktion mindestens 24 Monate Zeit. Das letzte Fahrzeug, der Mercedes CLK, läuft in Osnabrück Ende 2009 vom Band. Wir hätten dann also mindestens ein Jahr Leerlauf, in dem wir keine Arbeit für unsere Beschäftigten haben. Diesen Zeitraum von etwas mehr als einem Jahr könnten wir noch mit anderen Arbeiten überbrücken. Länger geht das nicht.

Ist Karmann in der Krise?
Nein. Das Unternehmen steht auf vier Säulen: Der technischen Entwicklung, dem Dachsystembau, dem Betriebsmittelbau und eben dem Fahrzeugbau. Nur der Fahrzeugbau schwächelt. Mit den anderen drei Bereichen sind wir recht gut zufrieden.

Gibt es neben Porsche, Medercedes, Volkswagen und BMW weitere mögliche Auftraggeber für Karmann?
Ja. Wir reden nämlich nicht nur mit den deutschen Automobilkonzernen. Näher möchte ich aber darauf nicht eingehen.

Wie geht´s weiter bei Karmann, wenn es keinen Fahrzeugbau mehr geben sollte?
Relativ einfach: Dann machen wir weiter mit Karmann ohne Fahrzeugbau. Karmann hat weltweit 6500 Beschäftigte, davon 3500 in Osnabrück. Lediglich 720 arbeiten dort im Fahrzeugbau. Wir werden auch ohne den Fahrzeugbau ein Unternehmen mit vergleichsweise vielen Mitarbeitern sein.

Warum bekommt Karmann erstmals seit 100 Jahren keinen Auftrag mehr für den Fahrzeugbau?
Der Fahrzeugbau hat generell eine strukturelles Problem: Die großen Autokonzernen können mittlerweile auch kleinere Baureihen in den eigene Werken fertigen, ohne sie an Dritte wie uns zu vergeben. Dadurch fehlen uns Aufträge. Der Fahrzeugbau war in der gesamten Geschichte von Karmann ein ständiges Auf und Ab. Und die Auftragskrise betrifft eben nur den diesen Bereich. Bei den Dachsystemen werden wir die Stückzahlen bis zum Jahr 2012 nahezu verdoppeln.

Wie würde sich das Ende des Fahrzeugbaus auf das Gesamtunternehmen auswirken?
Bevor ich in der Öffentlichkeit Zahlen nenne, bespreche ich die die erstmal mit unseren Mitarbeitern. Ich werde auch nicht vor dem 1. Juli über Zahlen reden, weil ich nicht den Eindruck vermitteln möchte, dass wir schon aufgegeben haben. Karmann wird definitiv auch ohne den Fahrzeugbau weiterxisterien könne. Ich werde nicht 3000 Beschäftigte aufs Spiel setzen, nur weil wir keinen Fahrzeugbau mehr haben.

Was meinen Sie damit?
Bei Karmann werden auch künftig noch Fahrzeuge entwickelt. Ob sie auch hier gebaut werden, steht in den Sternen. Osnabrück wird aber auf jeden Fall einer der Hauptstandorte des Unternehmens bleiben. Das erkennen Sie schon daran, dass die Entwicklungsabteilung mit mehr als 600 Beschäftigten hier ihren Sitz hat.

Das hört sich an, als hätten Sie den Fahrzeugbau schon abgeschrieben?
Nein. Als Unternehmer muss ich aber auch auf den Fall vorbereitet sein, dass kein Auftrag kommt. Nur so vorbereitet können wir auch im schlechtesten Fall möglichst viele Mitarbeiter im Unternehmen halten.

Erwarten Sie, dass ausländische Autokonzerne jetzt bei Karmann einsteigen?
(lacht) Ich finde es gut, dass wir mit aus- und inländischen Investoren reden. Das zeigt mir, dass unser Unternehmen attraktiv ist.

Haben Sie bereits Gespräche geführt?
Das werde ich nicht sagen. Auch nicht, wenn es so wäre. Natürlich versuchen wir alles, den Standort hier zu retten. Uns nutzt allerdings kein Investor, wenn er hier keine Fahrzeug baut. Uns geht es hier um die Arebeitskräfte.

Was heißt das?
Unsere Mitarbeiter haben Anspruch auf eine gewisse Planungsicherheit. Auch wenn das bedeutet, dass wir offen sagen, dass wir derzeit keinen Auftrag haben.

Wie sieht Karmann in zehn Jahren aus?
Das Unternehmen kann auch in zehn Jahren noch ein attraktiver Partner für die Automobilindustrie sein. Nicht nur als Ideenschmiede. Wir haben uns in unserer technischen Entwicklung den Ruf erarbeitet, als einer der Wenigen komplette Fahrzeuge entwickeln zu können. Wir werden in diesem Bereich wachsen. Ich sehe weiterhin einen Karmann-Unternehmensverbund, zu dem in Zukunft vielleicht noch die eine odere andere Tochter dazukommen wird.

Im Landtagswahlkampf ist viel über Karmann diskutiert und jede Menge Hoffnung geschürt worden. Von wem sind sie jetzt am meisten enttäuscht?
Von keinem. Ich bin Realist. Und weil ich das bin, weiß ich, dass wir uns in der jetzigen Situation nur selbst helfen können.


Automobile der Extraklasse – mit viel Gespür für Stil

Osnabrück. Karmann steht seit über 100 Jahren für erstklassiges Design – der Ghia ist weltweit ein Schmuckstück für Liebhaber und auf Oldtimer-Ausstellungen. Doch Karmann bietet sehr viel mehr. Neben dem hauseigenen Fahrzeugbau bietet das immer noch familiengeführte Traditionsunternehmen vor allem innovative Dachsysteme für namhafte internationale Hersteller.

Rollende Legende: Der Karmann Ghia wurde von 1955 bis 1974 in Osnabrück gebaut.
Rollende Legende: Der Karmann Ghia wurde von 1955 bis 1974 in Osnabrück gebaut.
Mit der Gründung der Firma Karmann 1901 betritt ein Unternehmen den Markt, das bereits 1902 erste Karosserien in Manufaktur herstellt. Sein erster kraftstoffbetriebener Prototyp geht, gekrönt von einem Schönheitspreis 1932 in Serie. Es ist das von Walter Gropius entworfene Adler Primus Cabrio, ein einzigartiges Automobil der ersten Stunde, das seine Eleganz auf alle Cabriolet-Nachfolger vererbt.

Karmanns Flexibilität überrascht immer wieder. Denn nicht nur die zahlreichen Cabrios sondern auch hochwertige Serien und prototypisch entwickelte Einzelmodelle verlassen nach und nach die Osnabrücker Produktionsstätte. Karmann baut Legenden: von Ghia, über Porsche 365, 911, 912 und 914, bis zum Ford Taunus Kombi.

Und Volkswagen, immer wieder Volkswagen. Das VW-Käfer-Cabrio und das VW-Golf-Cabrio prägen das Lebensgefühl ganzer Generationen bis heute. Wie sämtliche andere Cabrio-Modelle sind sie begehrte Oldtimer oder Sammlerstücke, deutschlandweit pflegen Fan-Clubs das Image der Klassiker.

Doch auch Legenden brauchen Nachfolger. Karmann schafft sie sich selbst durch Kooperationen mit den namhaftesten deutschen und europäischen Herstellern. Audi, Mercedes, BMW, kein Name, der nicht ein Softtop, also ein weiches oder ein Hardtop, ein hartes, Cabriodach bei Karmann in Auftrag gegeben hätte. Die größte Innovation geht jedoch zuallererst nach Frankreich: ein sogenanntes Retractable Hardtop baut Karmann für Renault, eine Technologie, die den Komfort des Cabrios mit modernster Dachhydraulik verbindet. Bis heute wird sie immer weiter verbessert – sogar bei 50 kmh lässt sich ein Karmann-Dach aus- und einfahren.

„Fast forward“, schnell nach vorn, ist Karmanns Wahlspruch: schnell soll es nach vorn gehen. Dazu gehört, dass Karmann nicht nur ein vollständiges Fahrzeug entwickeln kann, sondern auch über die erforderlichen Kapazitäten verfügt, ein komplettes Fahrzeug in Serie zu bauen.

Karmann geht mit der Zeit und wird selbst in Japan 2008 ein Dachsystem für einen japanischen Hersteller fertigen. Der neue BMW-Auftrag für ein 1er Cabriolet wird in Polen realisiert. Hier entstand innerhalb einer Rekordzeit von zwei Jahren ein neues Werk, das auch die Beweglichkeit des Osnabrücker Mutterstandortes sichern soll. Karmann ist Generalist – eine gute Voraussetzung in Zeiten, in denen Auftraggeber lieber vom Know-how, als von der Produktion bei Karmann profitieren wollen.


Fakten und Daten
Firmenname: Wilhelm Karmann GmbH
Gegründet: 1901 kauft Wilhelm Karmann die Wagenbaufabrik Klages
1902: Erste Karmann-Karosserie
1932: Serienproduktion des Adler Primus Cabriolets
1952: Geschäftsführung an Sohn Wilhelm Karmann jun.
1960: Werksgründung Brasilien
1989: Wilhelm Karmann gibt mit 75 die Führung an Rainer Thieme ab, Gründerenkel Wilhelm Dietrich Karmann in der Geschäftsführung
1992: Werksgründung Portugal
1996: Werksgründung USA
2001: Werksgründung Mexiko und Hundertjahrfeier
2003: Weltinnovation Renault Hardtop mit Glaseinsatz
Chrysler Crossfire Coupé nach nur 18 Monaten Entwicklungszeit
2007: Werksaufbau in Polen

AW: Karmann - aktuell

Verfasst: Mo 14. Apr 2008, 20:31
von Tempest
So schön und toll der ein oder andere den Neuen findet die Tatsache das Karmann an der Entwicklung und am Bau nicht beteiligt war/ist empfinde ich als Disqualifizierung der Karre für den Namen "Sirocco" ... die Tatsache das er in Portugal gebaut wird erst recht ...
Amen :super:

Tempest

AW: Karmann - aktuell

Verfasst: Mo 14. Apr 2008, 21:32
von Alpha-Ranger
Und in der vorletzten Zeitung der IHK stand, das Karmann jetzt auch ein Elektro oder Hybrid Nutzfahrzeug für Flughäfen bauen wird. So einen häßlichen Kasten zur reinen Zweckoptimierung. Wenn es weiter bergab geht, bauen die auch noch Rasentrecker.


mfG.

AW: Karmann - aktuell

Verfasst: Mo 14. Apr 2008, 22:56
von klimarocco
Den Elektro- und Hybrid-Flitzer gibt es so gut wie fast beinahe auch schon mit Brennstoffzelle; Karmann ist dran, wie uns die NOZ vorgestern informierte. Das Ding war wohl nie im Windkanal, weil Gegenwind bei der angesetzten Höchstgeschwindigkeit keine Rolle spielt. Das Fahrzeug ist für Kommunalverwaltungen gedacht, die damit ihren Kurzstreckenverkehr wirtschaftlich günstiger erledigen können - zum Beispiel, um mit der Blitzkamera nachts um halb 3 geräuschlos vor´s Seniorenstift zu juckeln, um da jeden Schlingel optisch einzufangen, der schneller als mit Tempo 30 vorbeirast, wo doch so´n zauseliger Heiminsasse im Falle seines Ausbruchs schon mal gefährdet sein könnte.

Vielleicht fährt der Osnabrücker Oberbürgermeister ja bald auch demonstrativ so einen Renner - natürlich nur als Zweitdienstwagen für die Pressekamera... Jedes Auto, was keinen Sprit braucht, dürfen wir aber begrüssen, denn es verknappt uns den Saft, ohne den fast kein Rocco rollt, nicht auch noch...

Martin