Superhobel hat geschrieben:Ist so eine Sache mit dem "Auge zudrücken". In der neuen inmotion, einer internen Zeitung bei uns wurde angekündigt, dass eine Anti-Korruptions und Beschwerdeabteilung ihren Dienst aufgenommen hat, die intern Testprüfungen durchführt, den Prüfern auf die Finger schaut. Viele arbeiten im Home Office und wähnen sich weitab der "Heimat", wenn sie morgens ihre Runden durch die Werkstätten machen.
Bei meinem weissen Rocco hatte ich bei der Erstprüfung eine ganze Latte Mängel, sogar "abgenutzte Pedalen" muckierte er und ein winziges Spiel im Lenkradlager. Bei der Nachprüfung schaute er nur die geschweissten Endspitzen nach und war dann fertig, kassierte das Geld. Keinen der anderen 10 Mängeln kontrolliert. Klarer Fall gegen die Dienstvorschriften und eine schlampige Arbeit. Schön für mich aber kein gutes Licht auf meinen Arbeitgeber. Meine Kunden können kotzen wie sie wollen, "Augen zudrücken" gibt es nur bei Dingen die rein bürokratischer Natur sind und keinen technischen Nutzen haben, bei technischen Mängeln aber niemals.
PS: Ich prüfe auch beim TÜV.
Hallo Christian!
Schön auch mal einen "Internen" hier zu haben, der mit fundiertem Wissen einen Beitrag leisten kann.
Das mit dem TÜV ist immer so eine Sache.
Es kommt auch immer darauf an wie kulant ein Prüfer ist, was meines Erachtens auch immer vom Allgemeinzustand des Wagens abhängt.
Warum sollte mir z.B. ein Prüfer bei der Young-oder Oldtimer-Prüfung die Plakette verwehren, wegen einer defekten Achsmanschette o.Ä. wenn sich der Rest des Fahrzeuges in einem einwandfreinen Zustand befindet.
Eigentlich logisch, dass der Fahrzeughalter diesen Mangel schnellstmöglich beheben wird ...
Genauso sehe ich das bei einem Alltagfahrzeug - wenn da nciht die letzte Gurke steht, sollte der Prüfer bemüht sein, den Halter auf gegebene Mängel hinzuweisen - ganz klar, bei der Beeinträchtigung des Straßenverkehrs durch grobe Mängel gibt's keinen Stempel - aber wegen kleineren Mängel...das ist ärgerlich für den Halter und dieser wird das nächste Mal eine andere Tüv-Prüfstelle aufsuchen.
Ich hoffe du verstehst was ich meine!?
Hier gibt es z.B. einen TÜV, der kümmert sich richtig gut um seine Kunden -das prinzip "Kunde ist König" funktioniert hier einwandfrei!
Denn dass der TÜV nichtmehr alleine da ist merken die glaub ich auch ziemlich stark....
"Geht nicht" oder "kann nciht gehen" gibts hier nicht- eingehende Gespräche über bauliche Maßnahmen, Überprüfung der Umbauten, Tipps etc. sowas macht ein gutes Dienstleistungsunternehmen aus.
Wie gesagt, dadurch dass diese TÜV-Prüfstelle mir durch ihr Verständnis und ihren guten Willen (zu helfen durch Tipps, Verbesserungsvorschläge) positiv aufgefallen sind, besuche ich die öfters und bringe diverse Wagen zu ihnen für Sonderabnahmen, TÜV und normale Eintragungen.
Der blaue TÜV hat also einen garnicht so schlechten Ruf hier.
Wenn man gut vorbereitet ist und nciht schon im hinterkopf die Mängel schmerzen die man bewusst nciht angegeben hat...dann sollte man keine Probleme bekommen.