Herr Müller
Verfasst: So 7. Mai 2006, 19:54
Hi,
hab die ganze Zeit überlegt, wo ich den Text posten soll, Witzeecke oder Talk, naja... lustig ist es eigentlich nicht direkt.
Eine wahre Geschichte über den Herrn Müller:
Das hier, das ist der Herr Müller.
Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in
Bayern, also ganz im Süden.
Der Herr Müller ist ein Unternehmer, und das, was in
den Fabriken von Herrn Müller
hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal
gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart.
Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die
aus Milch gemacht werden.
Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber
der Herr Müller verpackt sie schön
und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo
ihr sie dann kaufen könnt.
Was der Herr Müller herstellt ist so gut, dass sogar
der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat.
Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich
gedacht,
er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik.
Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im
Osten.
Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil
es schon viel zu viele davon gibt, und
diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber
der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.
Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine
Arbeitsplätze haben,
unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld.
Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu
Milchprodukten nie genug.
Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn
zur Post gebracht und abgeschickt.
Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen
und die Herren von der Europäischen
Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro
geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl
mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als
in euer Sparschwein passt.
Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und
158 Leute eingestellt.
Hurra, Herr Müller!
Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz
viele Milchprodukte hergestellt hat,
hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann,
denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und
Milchprodukte.
Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch
die Herren vom Land Sachsen
und der Europäischen Union haben das Gewusst, es ist
nämlich kein Geheimnis.
Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben.
Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures.
Klingt komisch, ist aber so.
Also was hat er gemacht, der Herr Müller?
In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat
der Herr Müller auch eine Fabrik.
Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte
der Herr Müller sie gekauft.
Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte,
hat der Herr Müller die alte Fabrik
in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie
geschlossen und 175 Menschen haben
ihre Arbeit verloren.
Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt
ihr sicher schon gemerkt, dass der
Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat,
als er abgebaut hat.
Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.
Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür
könnt ihr ruhig einen Taschenrechner
nehmen, dann wisst ihr, dass der Herr MÃŒller fÃŒr jeden
vernichteten Arbeitsplatz über 4
Millionen Euro bekommen hat.
Da lacht er, der Herr Müller - natürlich nur, wenn
niemand hinsieht.
Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie
schlecht es ihm geht.
Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er
sorgt auch dafür, dass es ihm besser geht.
Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller . . .
Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch
von Herrn Müller verkauft wurde.
Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist
ein halber Liter.
Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch
aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern.
Die sind praktisch, weil man sie wieder verschließen
kann und sehen hübsch aus.
Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber
dasselbe.
Da spart er was, der Herr Müller - und sparen ist eine
Tugend, das wissen wir alle.
Wenn ihr jetzt fragt, warum solche Leute wie der Herr
Müller nicht einfach an den nächsten
Baum gehängt werden, dann muss ich euch sagen, dass
man so etwas einfach nicht tut.
Wenn ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid, dann
lasst doch einfach die Sachen vom
Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die
daneben stehen.
Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und
werden vielleicht von einem Unternehmer
hergestellt, für den der Begriff "soziale
Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.
Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller
will auch Erbschaftsteuer sparen und hat
daher beschlossen, seinen Wohnsitz nach Österreich zu
verlegen.
Wenn Ihr der gleichen Meinung seid, schickt diese Mail
doch ein wenig durch die Republik,
damit alle Leute sehen, wo ihre mühsam erarbeiteten
Steuergroschen bleiben.
Und eines sollte uns einigen: Nichts mehr von
Müller-Milch auf den Tisch!!!
Der ursprüngliche Verfasser ist ein Professor
Prof. Dr. Rainer Praetorius
hab die ganze Zeit überlegt, wo ich den Text posten soll, Witzeecke oder Talk, naja... lustig ist es eigentlich nicht direkt.
Eine wahre Geschichte über den Herrn Müller:
Das hier, das ist der Herr Müller.
Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in
Bayern, also ganz im Süden.
Der Herr Müller ist ein Unternehmer, und das, was in
den Fabriken von Herrn Müller
hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal
gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart.
Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die
aus Milch gemacht werden.
Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber
der Herr Müller verpackt sie schön
und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo
ihr sie dann kaufen könnt.
Was der Herr Müller herstellt ist so gut, dass sogar
der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat.
Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich
gedacht,
er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik.
Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im
Osten.
Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil
es schon viel zu viele davon gibt, und
diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber
der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.
Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine
Arbeitsplätze haben,
unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld.
Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu
Milchprodukten nie genug.
Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn
zur Post gebracht und abgeschickt.
Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen
und die Herren von der Europäischen
Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro
geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl
mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als
in euer Sparschwein passt.
Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und
158 Leute eingestellt.
Hurra, Herr Müller!
Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz
viele Milchprodukte hergestellt hat,
hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann,
denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und
Milchprodukte.
Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch
die Herren vom Land Sachsen
und der Europäischen Union haben das Gewusst, es ist
nämlich kein Geheimnis.
Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben.
Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures.
Klingt komisch, ist aber so.
Also was hat er gemacht, der Herr Müller?
In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat
der Herr Müller auch eine Fabrik.
Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte
der Herr Müller sie gekauft.
Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte,
hat der Herr Müller die alte Fabrik
in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie
geschlossen und 175 Menschen haben
ihre Arbeit verloren.
Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt
ihr sicher schon gemerkt, dass der
Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat,
als er abgebaut hat.
Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.
Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür
könnt ihr ruhig einen Taschenrechner
nehmen, dann wisst ihr, dass der Herr MÃŒller fÃŒr jeden
vernichteten Arbeitsplatz über 4
Millionen Euro bekommen hat.
Da lacht er, der Herr Müller - natürlich nur, wenn
niemand hinsieht.
Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie
schlecht es ihm geht.
Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er
sorgt auch dafür, dass es ihm besser geht.
Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller . . .
Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch
von Herrn Müller verkauft wurde.
Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist
ein halber Liter.
Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch
aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern.
Die sind praktisch, weil man sie wieder verschließen
kann und sehen hübsch aus.
Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber
dasselbe.
Da spart er was, der Herr Müller - und sparen ist eine
Tugend, das wissen wir alle.
Wenn ihr jetzt fragt, warum solche Leute wie der Herr
Müller nicht einfach an den nächsten
Baum gehängt werden, dann muss ich euch sagen, dass
man so etwas einfach nicht tut.
Wenn ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid, dann
lasst doch einfach die Sachen vom
Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die
daneben stehen.
Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und
werden vielleicht von einem Unternehmer
hergestellt, für den der Begriff "soziale
Verantwortung" noch eine Bedeutung hat.
Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller
will auch Erbschaftsteuer sparen und hat
daher beschlossen, seinen Wohnsitz nach Österreich zu
verlegen.
Wenn Ihr der gleichen Meinung seid, schickt diese Mail
doch ein wenig durch die Republik,
damit alle Leute sehen, wo ihre mühsam erarbeiteten
Steuergroschen bleiben.
Und eines sollte uns einigen: Nichts mehr von
Müller-Milch auf den Tisch!!!
Der ursprüngliche Verfasser ist ein Professor
Prof. Dr. Rainer Praetorius