Typisch VW mal wieder!
Verfasst: Fr 10. Feb 2006, 18:34
Rekordumsätze, Rekordabsatz.... aber die Gier der Aktionäre kennt keine Grenzen. Je mehr gefeuert wird, desto höher steigt die Aktie
Die Börsianer sind da gnadenlos, Entlassungen werden immer mit steigender Börsennotierung gewürdigt.
Die Bezüge der Vorstände wurden seit 2000 übrigens etwas mehr als verdoppelt. Und sie werden weiter steigen, weil der Vorstand in Aktien bezahlt wird, je mehr Leute sie rauswerfen desto mehr verdienen sie. Auch das Land Hessen sahnt kräftig mit ab, denn es hält fast 50% der Aktien von VW. Und so sind alle glücklich, die daran verdienen.
Mega-
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Bei VW sind 20.000 Stellen in Gefahr
Der VW-Konzern verschärft sein Sparprogramm. Davon könnten allein bei der Hauptmarke Volkswagen in den nächsten drei Jahren Tausende Mitarbeiter betroffen sein. Die Fertigung in Deutschland sei immer noch zu teuer, kritisiert Konzernboss Pischetsrieder.
Wolfsburg - Seit gestern sickerten erste Gerüchte und Berichte über ein historisches Sparprogramm bei VW durch - heute um exakt 13.36 Uhr kam die offizielle Börsenmitteilung aus Wolfsburg.
Darin heißt es, die Ergebnisse des Autokonzerns seien weiterhin "unbefriedigend". Der Vorstand habe daher ein "tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm vorbereitet". Damit sollten die Arbeitskosten gesenkt werden, die Auslastung der Werke müsse steigen. Betroffen seien bis zu 20.000 Mitarbeiter im "direkten und indirekten Bereich" der Pkw-Marke Volkswagen .
Insgesamt beschäftigt VW in seinen sechs westdeutschen Werken gut 100.000 Menschen. Ein Abbau von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen war vorab schon erwartet worden.
An der Börse schoss die VW-Aktie nach Bekanntgabe des Sparprogramms nach oben. Ihr Kurs stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit Juni 2002. Gegen 14 Uhr notierte sie bei 54,00 Euro, ein Plus von 6,68 Prozent. VW war der meistgehandelte Wert im Dax 30.
Wie viele Stellen tatsächlich wegfallen, muss sich im Verlauf der Verhandlungen mit den Gewerkschaften zeigen. VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder betonte zwar, er stehe zum geltenden Tarifvertrag. Dennoch müssten die Rahmenbedingungen mit Betriebsrat und IG Metall zügig neu verhandelt werden, um Arbeitplätze zu erhalten. Der Tarifvertrag war erst im Dezember 2004 geschlossen worden.
Zugleich gab der Autobauer bekannt, der operative Gewinn einschließlich Sondereffekten sei um 70 Prozent auf 2,79 Milliarden Euro gestiegen - damit hat er die Erwartungen der Analysten übertroffen. Dass die Ergebnisse so stark anziehen konnten, liegt zu großen Teilen am bereits laufenden Sparprogramm "ForMotion" - allein durch dessen Maßnahmen sei das Ergebnis um 3,5 Milliarden Euro jährlich verbessert worden, teilte VW mit.
Mit der Kernmarke Volkswagen hat der Konzern im vergangenen Jahr dennoch nur ein Ergebnis knapp über der Null-Linie erzielt. Die "Exportfähigkeit" der deutschen Werke sei oft nicht gewährleistet, sagte Pischetsrieder. Im US-Geschäft gebe es nach wie vor hohe Verluste. Ertragssäulen waren dagegen Audi und die Finanzdienstleistungen. Der Konzern-Umsatz erhöhte sich um sieben Prozent auf 95,3 Milliarden Euro. Trotz herber Einbußen in Nordamerika und China hat VW mit 5,24 Millionen Fahrzeugen weltweit so viele Fahrzeuge verkauft wie nie zuvor.
Während bei den Mitarbeitern gespart wird, soll die Dividende für die Aktionäre angehoben werden. Für das Jahr 2005 steigt sie auf 1,15 Euro je Aktie, nach 1,05 Euro im Jahr davor.
Zu den Sparmaßnahmen bei VW soll auch eine "Neuordnung der Komponentenfertigung" und der Montage gehören. Weitere Details dazu wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Im Zuge des rigiden Sparkurses hatte VW bereits alle Bereiche, darunter auch die Zulieferwerke, auf den Prüfstand gestellt.
Derzeit lässt der Konzern Autoteile wie Motoren, Achsen und Getriebe in eigenen Werken in Salzgitter, Braunschweig und Kassel produzieren. Sie arbeiteten teilweise unwirtschaftlich, sagte Vorstandschef Bernd Pischetsrieder. Vor allem das Werk in Braunschweig gilt als gefährdet. Auch ein Verkauf einzelner Werke wird nicht ausgeschlossen. Insgesamt arbeiten in den Komponentenwerken rund 30.000 Mitarbeiter.
itz/rtr/dpa/AP
Beitrag bearbeitet (10.02.06 18:38)
Die Bezüge der Vorstände wurden seit 2000 übrigens etwas mehr als verdoppelt. Und sie werden weiter steigen, weil der Vorstand in Aktien bezahlt wird, je mehr Leute sie rauswerfen desto mehr verdienen sie. Auch das Land Hessen sahnt kräftig mit ab, denn es hält fast 50% der Aktien von VW. Und so sind alle glücklich, die daran verdienen.
Mega-
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Bei VW sind 20.000 Stellen in Gefahr
Der VW-Konzern verschärft sein Sparprogramm. Davon könnten allein bei der Hauptmarke Volkswagen in den nächsten drei Jahren Tausende Mitarbeiter betroffen sein. Die Fertigung in Deutschland sei immer noch zu teuer, kritisiert Konzernboss Pischetsrieder.
Wolfsburg - Seit gestern sickerten erste Gerüchte und Berichte über ein historisches Sparprogramm bei VW durch - heute um exakt 13.36 Uhr kam die offizielle Börsenmitteilung aus Wolfsburg.
Darin heißt es, die Ergebnisse des Autokonzerns seien weiterhin "unbefriedigend". Der Vorstand habe daher ein "tiefgreifendes Restrukturierungsprogramm vorbereitet". Damit sollten die Arbeitskosten gesenkt werden, die Auslastung der Werke müsse steigen. Betroffen seien bis zu 20.000 Mitarbeiter im "direkten und indirekten Bereich" der Pkw-Marke Volkswagen .
Insgesamt beschäftigt VW in seinen sechs westdeutschen Werken gut 100.000 Menschen. Ein Abbau von mehr als 10.000 Arbeitsplätzen war vorab schon erwartet worden.
An der Börse schoss die VW-Aktie nach Bekanntgabe des Sparprogramms nach oben. Ihr Kurs stieg zeitweise auf den höchsten Stand seit Juni 2002. Gegen 14 Uhr notierte sie bei 54,00 Euro, ein Plus von 6,68 Prozent. VW war der meistgehandelte Wert im Dax 30.
Wie viele Stellen tatsächlich wegfallen, muss sich im Verlauf der Verhandlungen mit den Gewerkschaften zeigen. VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder betonte zwar, er stehe zum geltenden Tarifvertrag. Dennoch müssten die Rahmenbedingungen mit Betriebsrat und IG Metall zügig neu verhandelt werden, um Arbeitplätze zu erhalten. Der Tarifvertrag war erst im Dezember 2004 geschlossen worden.
Zugleich gab der Autobauer bekannt, der operative Gewinn einschließlich Sondereffekten sei um 70 Prozent auf 2,79 Milliarden Euro gestiegen - damit hat er die Erwartungen der Analysten übertroffen. Dass die Ergebnisse so stark anziehen konnten, liegt zu großen Teilen am bereits laufenden Sparprogramm "ForMotion" - allein durch dessen Maßnahmen sei das Ergebnis um 3,5 Milliarden Euro jährlich verbessert worden, teilte VW mit.
Mit der Kernmarke Volkswagen hat der Konzern im vergangenen Jahr dennoch nur ein Ergebnis knapp über der Null-Linie erzielt. Die "Exportfähigkeit" der deutschen Werke sei oft nicht gewährleistet, sagte Pischetsrieder. Im US-Geschäft gebe es nach wie vor hohe Verluste. Ertragssäulen waren dagegen Audi und die Finanzdienstleistungen. Der Konzern-Umsatz erhöhte sich um sieben Prozent auf 95,3 Milliarden Euro. Trotz herber Einbußen in Nordamerika und China hat VW mit 5,24 Millionen Fahrzeugen weltweit so viele Fahrzeuge verkauft wie nie zuvor.
Während bei den Mitarbeitern gespart wird, soll die Dividende für die Aktionäre angehoben werden. Für das Jahr 2005 steigt sie auf 1,15 Euro je Aktie, nach 1,05 Euro im Jahr davor.
Zu den Sparmaßnahmen bei VW soll auch eine "Neuordnung der Komponentenfertigung" und der Montage gehören. Weitere Details dazu wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Im Zuge des rigiden Sparkurses hatte VW bereits alle Bereiche, darunter auch die Zulieferwerke, auf den Prüfstand gestellt.
Derzeit lässt der Konzern Autoteile wie Motoren, Achsen und Getriebe in eigenen Werken in Salzgitter, Braunschweig und Kassel produzieren. Sie arbeiteten teilweise unwirtschaftlich, sagte Vorstandschef Bernd Pischetsrieder. Vor allem das Werk in Braunschweig gilt als gefährdet. Auch ein Verkauf einzelner Werke wird nicht ausgeschlossen. Insgesamt arbeiten in den Komponentenwerken rund 30.000 Mitarbeiter.
itz/rtr/dpa/AP
Beitrag bearbeitet (10.02.06 18:38)
