So einfach wie ihr euch das vorstellt funktioniert die Welt nicht.
Egal wie ihr das seht, es bringt eh nichts sich darüber aufzuregen. Und ganz abgesehen vom persönlichen Standpunkt gibt es da eh nur einen einzigen richtigen, wissenschaftlich bestätigten, politisch notwendigen und ökonomisch sinnvollen Standpunkt.
Lass mich raten... und DEN vertrittst DU.
Der Staat hat eine Aufgabe die sich "antizyklisches bzw, antikonjunkturelles Verhalten" nennt. Das bedeutet der Staat muss investieren wenn eine Flaute ansteht um die Wirtschaft zu zünden. Es geht einfach nur darum Geld in den Markt zu schmeißen. Wenn es allen wieder gut geht, dann muss der Staat die Subventionen runterfahren, die Steuer rauf etc. und Geld horten um es wieder in der nächsten Degression einsetzen zu können.
Genau, und da man von antizyklischem Verhalten soviel versteht, erhöht man in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit die Mwst um 3%, finanziert ein Förderungspaket komplett auf Pump und ballert das Geld in weithin sichtbaren und oder Massenmedien geeigneten Maßnahmen mit allem was geht in die Heide.
Beispielsweise lässt sich das Durchschneiden eines Bandes zur Eröffnung einer neuen Strasse ja auch in der Lokalpresse wahlkampftaktisch viel besser ausschlachten, als die notwendige Reparatur bestehender Straßen.
Aus einer andern Ecke des www:
Im Bekanntenkreis meines ...... ist der Inhaber eines großen VW Audi Autohaus in ....., heute beim Cafe erzählte er einen Rekordverkauf von 35 Fahrzeugen, an einem Samstag!!! meist nur Polo und Fox und wegen der Abwrackprämie, aber nun kommt das dicke: alle Fahrzegen wurden zu unheimlich langen Raten finanziert.. teilweise sehr viel über Bürgen..
Das wird gesamtwirtschaftlich sehr helfen, wenn die Kameraden jahrelang Ihren Kredit abstottern und den übrigen Konsum dann entsprechend einschränken....
So einfach wie ihr euch das vorstellt funktioniert die Welt nicht.
Eben.
Na ganz einfach, weil dann Jobs verloren gehen würden und die merhheitlich ungebildeten Bergleute schreien "der Staat ist Schuld".
Und wenn mittelfristig bei der Automobilindustrie eine Marktbereinigung einträte, würde der "hochgebildete" Arbeiter am Opel-Fließband rufen:
"Kein Problem, die Welt ändert sich halt."
Im übrigen frage ich mich, was den Bergmann B. gegenüber der Arzthelferin A. und dem Kneipenwirt K. oder dem VW-Beschäftigten V bildungsmäßig so disqualifizieren soll.
Anhang:
Ich finde Deine Beiträge zu technischen und Tüv-Themen wirklich lesenswert, aber der aktuell extrem herablassende (eine gewisse belehrende Art mit Ironie-gepaart ist ja durchaus schonmal reizvoll, aber das hier....)Unterton fördert bei mir unwillkürlich den

-Reiz.
Nur als Anmerkung, persönlich kenne ich Dich ja nicht.