Da muss ich Angel teilweise recht geben, denn auch ich befürchte, dass unsere so sehr heissgeliebten Politiker

sich die Sache wirklich nicht besonder gut durch den Kopf haben gehen lassen, bzw. es denen eh sch***egal war, was die Auswirkungen sein könnten.
Wie ich bereits weiter oben geschrieben hatte, haben diejenigen Glück und sind dementsprechend recht unbetroffen von dieser Regelung (und damit nich im geringsten interessiert, gegen eine solche Regelung vorzugehen, der Mensch ist meistens eben faul und egoistisch, leider), die
1. nicht in einer betroffenen Innenstadt wohnen, und
2. die genug Geld haben.
Zu 1. Heute kann man sich den Wohnort nicht mehr so flexibel aussuchen, da sie mesitens von der Arbeitsstelle abhängt, und Arbeit ist nicht mehr so leicht, und vor allem nicht mehr auf lebenszeit, zu bekommen wie früher. Das heisst man muss flexibel sein, man weiss nie wo man al nächstes wohnt, ob man nun Oldtimer dabei hat oder nicht. Auf einmal darf man diese dann verschrotten. OK, dann pendelt man eben in die Grossstadt, während man draussen auf dem noch unbetroffenen Land wohnt. Auch keine Ideallösung, wenn es tatsächlich um die Umwelt ginge, denn, dann braucht man ja ein Auto, um die Fahrten zur Arbeit bzw. zum Einkaufen zu machen, denn auf dem Lande gibt es in der Regel keine Arbeitsplätze, keine Supermärkte, und fast gar keine gescheiten öffentlichen Verkehrsmittel (mal abgesehen von den ganzen Assis, die man in den öffentlichen Verkehrsmitteln so findet).
Beispiel: Ich wohne in einer 300000 Einwohnerstadt, noch weit genug von dem Zentrum entfernt, als dass wenn es eine in D gelegene Stadt wäre, ich noch so gerade nicht von dieser Regelung betroffen wäre. Meine Arbeit liegt in der Innenstadt, Geschäfte habe ich genügende um mich herum liegen. Ergo laufe ich (ja, man liest das richtig: Ich laufe! Und wenn ich das kann, können millionen von anderen Bürgern das auch!) zur Arbeit und um meine Einkäufe zu erledigen. Das spart Geld, Nerven (keine Verkehrsstaus), und sogar die Umwelt

Werde ich dafür belohnt, dass ich das mache und meine 3 Spielzeuge nur selten bewege? Nein! Das ist falsch meiner Meinung nach. Das sollte geradezu belohnt werden, Leute aus den Autos raus durch steuerliche Vergünstigungen. Aber scheinbar geht es ja gar nicht um die Umwelt ...
Zu 2. Wie Angel bereits sagte, können sich so manche Bürger es sich kaum leisten ein Auto zu haben, was man aber dennoch von sie erwartet (ja, sogar die Agentur für Arbeit erwartet das ja, ist aber nicht bereit, dafür zu zahlen). Es gibt viele Arbeitslose/Hartz4 Empfänger in den Innenstädten. Sollen diese Leute nun noch einen weiteren Schritt zur Ausgliederung der Gesellschaft aufgezwungen bekommen. Scheinbar. Nun gut, dafür haben sie dann frische Luft. Leider kann man sich nicht von frischer Luft allein ernähren. Studenten sind eine weitere, für uns Roccofahrern relevantere, Gruppe, zumal es hier im Forum einige gibt, die Student sind und einen Rocco fahren wollen. Dafür müssen sie trotz grosser Anstrengung im Studium (und es gilt nicht, jobbedingt sein Studium über die Regelstudienzeit zu überziehen - schon gar nicht, wenn man zunächst auf die Tasche des Steuerzahlers, sprich Bafög, lebt (ui, ui, jetzt dürfte ich mich richtig unbeliebt gemacht haben, ich stehe aber dennoch zu meinem Statement), das lasse ich leider nicht gelten, zumal es uns das Ausland vormacht, wie man auch innerhalb der Regelstudeinzeit fertig werden kann, wenn man eben bereit ist, auf Jobs und die damit nicht fürs Studium zur Verfügung stehenden Zeit zu verzichten) noch die Zeit finden, ohne das ihr Studium zu sehr drunter leidet, die Kohle zu verdienen. Dass das nicht einfach ist dank Studiengebühren, Wohnkosten, Lebenskosten usw. sollte jedem klar sein. Wollen wir allen ernstes als doch hoffentlich sozial-ausgerichtete Roccofahrern es dieser Zielgruppe verwehren, Rocco zu fahren? Unis befinden sich oft in Innenstädten, oder dort sind die Wohnheime / sonstige Unterkünfte untergebracht (was ja auch Sinn macht, denn da spielt sich auch das für Studenten ebenso wichtige Nightlife ab, nicht auf dem Lande, wo nix los ist).
Um die Sache wieder etwas zu retten, sollten meiner Meinung nach die Behörden KOSTENLOSE Alternativen anbieten (woher die Kohle? Entschuldigung, aber wenn ein Trottel wie Eichel, der ja nun wirklich gar nichts zustande gebracht hat, alleine schon 20000 Euro im Monat verdient auf meine Kosten wohlgemerkt, dann ist das was schief in unserer Demokratie! Kohle gibt es satt, sie wird nur verkehrt ausgegeben.) wie z.B. Park&Ride Systeme für die jeweiligen Innenstädte. Es sollten dabei auch Ausnahemn gemacht werden für Anlieger, die dann eben eine andere Plakette bekommen. Ja, hier kann es natürlich zu Missbrauch kommen, aber
1. das geht auch mit der jetzigen Plakettenregelung, und
2. Ich habe mir diesen Schwachsinn mit Umweltzonen ja nicht ausgedacht, daher sollten die Initiatoren sich auch um die negativen Auswirkungen kümmern.
So, genug Gelabere meinerseits

Vielleicht sollte ich meine Thesen mal einem Politiker zuschicken, aber das sind sowieso alles Legasteniker/Spinner/Dickköpfe/in-die-eigenen-Taschen-Verdiener/nur-am-Wahlsieg-interessiert-weil-gehaltsmässig-davon-abhängig (Unzutreffendes durchstreichen)
Tempest