>wurden in DÄNEMARK veröffentlicht, und nicht im IRAN.
Presse ist heutzutage international! Das sollte man auch nicht vergessen. Die Auswirkungen sind oft sogar global, vor allem, wenn man sich ein anderes Land als Ziel nimmt, ja gerade dann. Schliesslich lesen ja auch noch die Botschaften mit.
>Und gemäß dänischen Recht ist an den Bildchen nicht das geringste auszusetzen.
So einfach kann es sich heute in der globalisierten Welt kein Land mehr machen.
>Man muß die Moslems einbremsen und ihnen Ihre Grenzen aufzeigen
Auch da kann ich's nicht oft genug sagen: Die sind zum Grossteil zu dem geworden, zu was wir sie gemacht haben, durch die Kolonialisierung damals bis hin zur Neuzeit (sovjetische und amerikansische Einmischung nur zu Eigenzwecken, sowie Deutschlands wirtschaftliche Involvierung, weswegen z.B. D gegen den Irakkrieg war, nicht aus humanistichen Gründen, denn so hat noch kaum eine Nation jemals gehandelt).
@ Dirk:
Aber da habe ich eine nette Geschichte für Dich, die auch einiges zum Nachdenken gibt, Dich sowie mir gefallen wird (da sie unsere beiden Standpunkte etwas entgegenkommt):
Heute auf dem Heimweg aus Canterbury fuhr ich nach Hounslow nahe Heathrow, um mich dort mit einem Sciroccoregistermitglied zu treffen, der u.a. einen Satz Einser-Einstiegsleisten mit dem Sciroccoschriftzug drauf (seien in den USA sehr üblich, wie ihm auf dem Vortex gesagt wurde) für mich mit zur Arbeit gebracht hatte.
Da er mir lediglich die PLZ des Treffpunkts mitgeteilt hatte, und mein Handy sich natürlich wieder mal mit leerer Batterie bei mir im letzten Augenblick verabschiedet hatte

, lief ich auf das nächst beste sehr grosse Gebäude zu "Eaton House", und fragte einem sehr unfreundlichen Security Guard, der kaum Englisch konnte, ob er mir weiterhelfen könne. "Nein". Er konnte mir lediglich sagen, wo die nächste öffentliche Telefonzelle sei. Nun gut, dort angerufen, und ich wurde wieder zum "Eaton House" zurückgebeten, wo ich also doch richtig war.
Dort wurde ich vom Sean (dessen Name sich so allerdings nicht schreibt, siehe weiter unten) mit einer Entschuldigng wegen dem Security Guard aufgewartet (er solle andere Roccofahrer nicht blöd anmachen

) sowie mit den Worten "Be glad you're not a Muslim, because we would have shot you!".
Aha, dachte ich mir, ihn genauer anschauend, vor allem seine Hautfarbe (sie war braun).
Auf zu seinem Rocco, ein 83er GTI mit DX-Motor, schön auf dicken 14-Zöllern, Scheinwerferwaschanlage, mit Corbeausitzen, auf die ich sogar probesitzen durfte (der Rocco war sowas von

auf Racetrim aufgemacht

), und mir die Teile überreicht.
Der Roccochat konnte nicht ausbleiben, als er sich dann doch wieder zur Arbeit bewegen wollte, und das um 18:30, er sollte bis 20:00 arbeiten, fragte ich ihm mal, was er denn mache:
"Mate, this is the UK Immigration Office, we kick Muslim ass! I am an Immigration Officer."
Inzwischen waren schon mehrere sehr indisch aussehende Leute aus dem Riesengebäude herausspaziert.
Er erzählte mir weiter, dass er "Duty Manager" wäre, und er gerade 8-10 Leute unterwegs hätte, die sich u.a. Restaurants usw. vornehmen, um dort Illegale aufzuspüren und rauszuwerfen. Er sei Sikh, kam dann heraus, wie mein Arbeitskollege auch, nur trug er keinen Turban.
Beweis, dass was er behauptete stimmt? Siehe hier
http://www.geograph.org.uk/photo/108924 Das war das gebäude, wo ich heute davor stand, hinten stand Seans Rocco auf dem Parkplatz.
Soweit Dein Teil.
Mein Teil bestätigt, dass Geschichte verstanden werden will, denn wieso können die Sikhs die Muslime nicht ausstehen, mein Arbeitskollege ist da nicht anders? Und wieso arbeiten beim UK Immigration Office überhaupt Sikhs?
Geschichte: Das Sikh-Königreich war gross und umfasste das was heute Pakistan ist. Die Muslims wohnten über Indien verteilt zwischen den Hindus. Die Sikhs hingegen hatten ihr eigenes Reich.
Da kamen die Engländer und besetzten Indien. Beim Sikh-Königreich hatten sie aber enorme Schwierigkeiten, denn die Jungs wehrten sich mit Hand und Fuss (Warum auch nicht? Wer hat es schon gerne, dass sein "Haus" besetzt und ausgebeutet wird?). Die Sikhs holten sich sogar die Hilfe der Franzosen, die gerade gegen die Engländer verloren hatten (Nelson), und deswegen sehr erpicht darauf waren, es den Engländern mal an einem anderen Ort der Welt zu zeigen. Sie verloren aber wieder, und damit auch die Sikhs.
Nun sahen die Sikhs keine andere Möglichkeit, als sich bei der Besetzernation einzuschleimen (so wörtlich der Begriff meines Firmenkollegen), und kämpften auf der Seite der Engländer gegen die Hindus, Muslime und sonstige Völker, die in Indien wohnten. Dadruch bekam England die Kolonie vollständig im Griff, stiegen die Sikhs bis in den hohen Offizierrängen der englischen Armee auf, und sind deswegen auch heute noch bei vielen Militärparaden ganz vorne zu sehen (Turban inklusive). Die Sikhs sind ziemlich willkommene Leute bei den meisten Engländern, zumindest bei den Staatsorganen wie Behörden usw. Deswegen wohl Seans Stelle beim Immigration Office.
Als Ghandi es gelang, Indien zu befreien, wollten die Engländer am liebsten einfach abhauen. Allerdings fühlten sie sich wohl etwas verpflichtet, sich zumindest mit den oberen Kasten der Hindugesellschaft (also auch da wieder nicht auf Wunsch der breiten Masse) um die Aufteilung Indiens zu kümmern. Dabei ist die Idee entstanden, alle Religionsgruppen zusammen zu legen, Hindus in Zentralindien, Sikhs in den heutigen Punjab, Muslime in den westlichen Teilen. Dabei wurde für die Muslime eher willkührlich eine Grenze zwischen Indien und einem neuen Staat im Westen gelegt, dieser Staat wurde Pakistan benannt. Die Englànder hauten dann ab.
Die so entstandenen Völkerumgruppierungen haben sich heute noch nicht beruhigt, siehe den ewigen Kampf um den pakistanischen Teil des Punjabs. Eigentlich geht's den Sikhs auch heute noch um die Rückeroberung ihres ehemaligen Königreichs, da wo Pakistan entstanden ist.
Deshalb diese Sprüche heute von Sean, die ich schon von meinem Firmenkollege kannte.
Da hilft es jedenfalls die Geschichte zu verstehen, weshalb es da kracht, weshalb da Hassgefühle bestehen. Nur die Sikhs werden von den englischen Behörden (nicht immer vom Volk selber!) geachtet, die Muslime eher verachtet.
So, und die sollen jetzt einfach so, mir nichts, Dir nichts, friedlich zusammenleben? Zähneknirschend tun sie das wohl auch hier in GB.
Naja, sei's drum, wir können hier im Forum diese Problematik eh nicht lösen, ich wollte nur, dass sie verstanden wird, statt es sich zu einfach zu machen mit Forderungen nach Meinungsfreiheit und was sonst hier noch alles gerufen wurde, ohne den Kern des Problems verstanden zu haben
Daher ist für mich hier Schluss, ich überlasse's den Politikern, die dafür bezahlt werden, und hoffe, so wie alle Bürger auf's Beste, allerdings ohne dabei polemische Sprüche wie "Dann schicke ich den Tempest vor, denn der ist ja ihr Freund " (Smilie oder nicht, da hört bei mir der Spass auf) lesen zu müssen
Daher

, Frieden usw, denn wir können das Problem ohnehin nicht lösen
Es war aber trotzdem mal nett, sich mal etwas genauer kennengelernt, mal über was anderes als Roccos diskutiert zu haben, das gehört auch zu guten Bekanntschaften
Over and out.
Tempest