Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 25.01.2007) Teil 2
- Pigga
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Re: Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 18.12.2006) Teil 2
Öhm was heißt "große Anlage"? Das ganze ist ja kein Hexenwerk. guck Dir z.B. mal den Schaltplan meiner Motorsteuerung an: http://www.mtoengineering.com/images/OT967.bmp
Das ist so gesehen recht überschaubar, finde ich. Okay, der Teufel steckt im Detail aber es ist ein irrer Moment wenn man den Motor selber zum Laufen bekommt finde ich! Und derartige Unterlagen wirste für die Stinger auch bekommen, also alles halb so wild.
Würd bei sowas gerne helfen, hab da wohl Spaß dran, allerdings ist da die Distanz wohl das Problem.
Also: Eine frei programmierbare Spritze ist nicht "Besser" als ne Digifant z.B. im technischen Sinne, aber sie eröffnet Dir andere Möglichkeiten, ich sag nur AU. Stell Dir vor mit der Digifant schaffste die AU nicht...
Pigga
Das ist so gesehen recht überschaubar, finde ich. Okay, der Teufel steckt im Detail aber es ist ein irrer Moment wenn man den Motor selber zum Laufen bekommt finde ich! Und derartige Unterlagen wirste für die Stinger auch bekommen, also alles halb so wild.
Würd bei sowas gerne helfen, hab da wohl Spaß dran, allerdings ist da die Distanz wohl das Problem.
Also: Eine frei programmierbare Spritze ist nicht "Besser" als ne Digifant z.B. im technischen Sinne, aber sie eröffnet Dir andere Möglichkeiten, ich sag nur AU. Stell Dir vor mit der Digifant schaffste die AU nicht...
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Re: Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 18.12.2006) Teil 2
also g60 mit eprom. denke auch das das erstmal besser ist. und wenn dann später mal das aktive lamda steuergerät.
ok dann zum eprom. das muss ja auch programmiet werden oder.
ok dann zum eprom. das muss ja auch programmiet werden oder.
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Scirocco 1,8 16V Digifant,
umbau auf 16V PL mit ABF Einspritzung, EMS freiprogrammierbares Motorsteuergerät, Supersport Edelstahlauspuffanlage 63mm, Edelstahlkat und Fächerkrümmer 63mm, Supersport Gewindefahrwerk, Car PC mit Toutch Screen, Zentralverriegelung, Elektrische Fensterheber
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Re: Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 18.12.2006) Teil 2
Pigga also der schaltplan könnt echt nicht einfacher sein ja. und das ist jetzt aber ein steuergeät ohen aktive lamdaregelung das du so pogrammiert hast das au passt oder
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- Stephan
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Re: Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 18.12.2006) Teil 2
Einen Schaltplan wie auf dem Bild habe ich natürlich auch, ja.
MfG,
Stephan
Beim Beschleunigen müssen die Tränen der Ergriffenheit waagerecht vom Auge zum Ohr verlaufen...
(Walter Röhrl)
Stephan
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Re: Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 18.12.2006) Teil 2
Öhm klar, Lambdaregelung hat die auch, im Prinzip genauso wie die Stinger auch. Meinte das aber auch eher so als Beispiel. Die MBE kommt bei Deinem Fall glaub ich nicht in Frage, da die eine Zahnscheibe an der Kurbelwelle als OT Geber benötigt (die neuen VW Motoren haben sowas ja ab Werk). Das hängt mit dem verwendeten Prozessor in dem Steuergerät zusammen. Schnell iss das Teil an sich, keine Frage...will aber so ne OT Scheibe haben.
Ich meinte halt den Schaltplan auch nur zur Veranschaulichung. Das dürft bei der Stinger vom Grundsatz her nicht anders sein. Ein System mit Breitbandsonde kann deutlich mehr, ist also keineswegs "schlechter". Also ich fahre ständig mit Lambdaregelung rum. Man merkt diese recht gut bei nem Wetterumschwung, da kann man auf dem Laptop auch sehen, dass sich die Einspritzdauer ändert..
Habe die Tage noch nen Manta mit dem Teil ausgestattet. Sprang sofort an, und nachdem sich das Kennfeld son bißchen zurechkorrigiert hatte konnten wir auch eine Runde fahren, nach einigen KM lief das schon fast perfekt. Also wenn man systematisch vorgeht bei so ner Anlage ist die Wahrscheinlichkeit, dass es läuft, recht hoch. Wichtig ist ein gesunder Basteltrieb
Natürlich ist das ganze auch eine Geldfrage, aber ich möchte behaupten dass ich durch dieses "Spielzeug" sehr viel über technische Zusammenhänge in und am Motor gelernt habe. Dabei isses zweitrangig, von welchem Hersteller möcht ich mal sagen.
Falls Elektrik und Strom für Dich Teufelskrams sind wäre es ne Alternative, bei der G60 Digifant den Chip auf der Rolle anpassen zu lassen. Billig ist aber auch das nicht.
Pigga
Ich meinte halt den Schaltplan auch nur zur Veranschaulichung. Das dürft bei der Stinger vom Grundsatz her nicht anders sein. Ein System mit Breitbandsonde kann deutlich mehr, ist also keineswegs "schlechter". Also ich fahre ständig mit Lambdaregelung rum. Man merkt diese recht gut bei nem Wetterumschwung, da kann man auf dem Laptop auch sehen, dass sich die Einspritzdauer ändert..
Habe die Tage noch nen Manta mit dem Teil ausgestattet. Sprang sofort an, und nachdem sich das Kennfeld son bißchen zurechkorrigiert hatte konnten wir auch eine Runde fahren, nach einigen KM lief das schon fast perfekt. Also wenn man systematisch vorgeht bei so ner Anlage ist die Wahrscheinlichkeit, dass es läuft, recht hoch. Wichtig ist ein gesunder Basteltrieb
Natürlich ist das ganze auch eine Geldfrage, aber ich möchte behaupten dass ich durch dieses "Spielzeug" sehr viel über technische Zusammenhänge in und am Motor gelernt habe. Dabei isses zweitrangig, von welchem Hersteller möcht ich mal sagen.
Falls Elektrik und Strom für Dich Teufelskrams sind wäre es ne Alternative, bei der G60 Digifant den Chip auf der Rolle anpassen zu lassen. Billig ist aber auch das nicht.
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Re: Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 18.12.2006) Teil 2
und nun bin ich wieder total verwiert. ich hab gedacht die sind alle nicht lamdageregelt. zumindest die stinger 3 und 4.
also stom und schaltpläne sind mein beruf, elektriker also gar kein problem nur das mit der lamdasache geht mir gar nicht in kopf.
also stom und schaltpläne sind mein beruf, elektriker also gar kein problem nur das mit der lamdasache geht mir gar nicht in kopf.
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Scirocco 1,8 16V Digifant,
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Re: Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 18.12.2006) Teil 2
Ach Du bist Elektriker?? Ja dann...
Also ich versuchs mal: Diese Anlagen verfügen soweit ich weiß ALLE über eine Lambdaregelung.
Lambdasonde ist nicht gleich Lambdasonde.
"Normale" G-Kat Anlagen wie z.B. die Digifant nutzen eine so genannte "Sprungsonde". Diese Lambdasonde heißt so, weil ihre Spannungskennlinie einen sprunghaften Verlauf hat:

Die waagerechte Achse ist "Lambda", gleichzusetzen mit dem Luft/Kraftstoffgemisch, das der Motor gerade verbrennt. Lambda 1,2 wäre "sehr mager", Lambda 0,75 "fett" vom Gemisch her.
Die senkrechte Achse zeigt, welche Spannung eine Lambdasonde bei welchem Gemisch liefert. Lambda=1 ist das Gemisch, bei dem der Kat am effektivsten alle Schadstoffe reduziert. Wie Du siehst macht die Kennlinie der Sonde genau bei diesem Gemischwert einen "Versatz", in der Praxis etwa von 0,7 nach 0,4V (das Diagramm passt da nicht soooo 100%ig). In der Praxis sieht die "Lambdaregelung" bei KE Jetronic, Digifant etc also so aus, dass das Steuergerät anhand der Sondenspannung zwei Zustände unterscheidet:
Ist die Spannung größer 0,5V->Abmagern
Ist die Spannung kleine 0,5V->Anfetten.
Die Lambdaregelung ist also ein ständiges Pendeln zwischen Anfetten und Abmagern, bei dem unter Strich ein Gemisch von "Lambda Eins" herauskommt. Ach so: Diese Sprungsonde funktioniert wie eine kleine Batterie. D.h., die liefert ab der Betriebstemperatur von sich aus eine Spannung. Sie benötigt keine Fremdspannung, damit sie eine Spannung liefert!
Nochmal zum Verständnis: Eine Digifant/KE-Jetronic etc. hat vorgegebene Gemischwerte (entweder elektronisch im "Chip" oder mechanisch), wodurch sie auch ohne Sonde läuft. Das Sondensignal korrigiert also nur den vorgegebenen Gemischwert.
Bei Vollgas wird meist per Schalter die Lambdaregelung abgeschaltet. Dann läuft das Stg. komplett anhand der vorgegebenen Werte, in der Regel also recht "fett".
Nun gab es vor längerer Zeit schon Hersteller, die sich die Lambdasonde auch bei Vollgas zur Gemischregelung zunutze machen wollten. Ich denke da z.b. an Trijekt, einem Hersteller frei programmierbarer Steuergeräte (sowas wie Stinger und wie sie alle heißen). Optimale Leistung hat ein Motor sagt man bei 5% CO (also eigentlich "fett"), und das ist ein Lambdawert von 0,87. Also sind die Steuergeräte-Hersteller hingegangen und haben eine Funktion in das Steuergerät eingebaut, mit dem ich dem Teil bei jeder Drehzahl und Gaspedalstellung (also in einem Kennfeld von meinetwegen 16*16 Feldern) jeweils vorgeben kann, welchen Lambda-Wert das Gerät einregeln soll.
Nehmen wir an, ich will bei Vollgas "Lambda 0,87" für max. Leistung haben, dann gebe ich in diesem "Target lambda"-Kennfeld die Spannung vor, die diese Sonde bei Lambda 0,87 liefert. In dem o.g. Diagramm wären dies z.b. 0,85V, also gibst du in die entsprechenden Kennfeld-Kästchen "0,85" ein.
Im gegensatz zu Digifant pendelt die Lambdaregelung dann nicht um einen vorgegebenen Wert (oben waren das diese besagten 0,5v), sondern korrigiert den im Steuergerät für diesen Betriebszustand vorgegebenen Kennfeldwert soweit, bis die Lambdasonde die voreingestellte Spannung liefert.
Das hat allerdings in der Praxis nicht funktioniert. Warum?
Zum einen, weil die Kennlinie einer konventionellen lambdasonde jenseits von Lambda=1 sehr steil ist (ungenau), zum anderen "wandert" die Kennlinie dieser Sonden bei Erhitzung sehr stark. D.h. bei heißer Sonde liefert diese bei Lambda 0,87 (der gemischwert für optimale Leistung) nicht mehr 0,85V, sondern nur noch 0,8V. Du kannst Dir denken was passiert: Unter vollgas regelt das frei programmierbare Stuergerät auf 0,85V Sondenspannung, die Sonde wird heißer, Sondenspannung sinkt, Steuergerät fettet an usw und irgendwann überfettet der Motor total.
Bis jetzt wäre die Sache mit der "lernfähigen" frei programmierbaren Einspritzung, die auch andere Gemischwerte als Lambda=1 regeln kann voll was für den A****.
Aber irgendwann hat wer die Breitband-Lambdasonde erfunden.
Nachteil: Breitbandsonde ist recht teuer, und funktioniert nur mit einem speziellen Controller. Dieser bereitet die Messeerte der Sonde auf und liefert sie über 1 Kabel ans Steuergerät.

Das Tolle: Eine Breitbandsonde bzw. ihr Controller liefert eine GERADE Kennlinie. Also z.B. Lambda 0,85=0,85V, Lambda 1=1V usw usw. und das beste: Die Breitbandsonde hat keine Temperaturdrift.
Also: Eine "alte" Motorsteuerung kennt nur die konventionelle Lambdaregelung, bei der das Gemisch immer um einen Wert (Lambda=1) pendelt.
Einer moderene (frei programmierbare) Motorsteuerung kann man zu jedem Punkt im Einspritz-Kennfeld ein "Wunsch-Gemisch" vorgeben, wo die Steuergung dann hinregelt. Also Teillast Lambda 1 (okay, 0,95 tuns auch), für Vollast z.B. besagte Lambda 0,87, und dann muss man im Grunde nur noch ne Runde Fahren, und das Steuergeröt lernt sich selber an.
Hoffe das war halbwegs verständlich?
Pigga
Beitrag bearbeitet (20.12.06 19:14)
Also ich versuchs mal: Diese Anlagen verfügen soweit ich weiß ALLE über eine Lambdaregelung.
Lambdasonde ist nicht gleich Lambdasonde.
"Normale" G-Kat Anlagen wie z.B. die Digifant nutzen eine so genannte "Sprungsonde". Diese Lambdasonde heißt so, weil ihre Spannungskennlinie einen sprunghaften Verlauf hat:

Die waagerechte Achse ist "Lambda", gleichzusetzen mit dem Luft/Kraftstoffgemisch, das der Motor gerade verbrennt. Lambda 1,2 wäre "sehr mager", Lambda 0,75 "fett" vom Gemisch her.
Die senkrechte Achse zeigt, welche Spannung eine Lambdasonde bei welchem Gemisch liefert. Lambda=1 ist das Gemisch, bei dem der Kat am effektivsten alle Schadstoffe reduziert. Wie Du siehst macht die Kennlinie der Sonde genau bei diesem Gemischwert einen "Versatz", in der Praxis etwa von 0,7 nach 0,4V (das Diagramm passt da nicht soooo 100%ig). In der Praxis sieht die "Lambdaregelung" bei KE Jetronic, Digifant etc also so aus, dass das Steuergerät anhand der Sondenspannung zwei Zustände unterscheidet:
Ist die Spannung größer 0,5V->Abmagern
Ist die Spannung kleine 0,5V->Anfetten.
Die Lambdaregelung ist also ein ständiges Pendeln zwischen Anfetten und Abmagern, bei dem unter Strich ein Gemisch von "Lambda Eins" herauskommt. Ach so: Diese Sprungsonde funktioniert wie eine kleine Batterie. D.h., die liefert ab der Betriebstemperatur von sich aus eine Spannung. Sie benötigt keine Fremdspannung, damit sie eine Spannung liefert!
Nochmal zum Verständnis: Eine Digifant/KE-Jetronic etc. hat vorgegebene Gemischwerte (entweder elektronisch im "Chip" oder mechanisch), wodurch sie auch ohne Sonde läuft. Das Sondensignal korrigiert also nur den vorgegebenen Gemischwert.
Bei Vollgas wird meist per Schalter die Lambdaregelung abgeschaltet. Dann läuft das Stg. komplett anhand der vorgegebenen Werte, in der Regel also recht "fett".
Nun gab es vor längerer Zeit schon Hersteller, die sich die Lambdasonde auch bei Vollgas zur Gemischregelung zunutze machen wollten. Ich denke da z.b. an Trijekt, einem Hersteller frei programmierbarer Steuergeräte (sowas wie Stinger und wie sie alle heißen). Optimale Leistung hat ein Motor sagt man bei 5% CO (also eigentlich "fett"), und das ist ein Lambdawert von 0,87. Also sind die Steuergeräte-Hersteller hingegangen und haben eine Funktion in das Steuergerät eingebaut, mit dem ich dem Teil bei jeder Drehzahl und Gaspedalstellung (also in einem Kennfeld von meinetwegen 16*16 Feldern) jeweils vorgeben kann, welchen Lambda-Wert das Gerät einregeln soll.
Nehmen wir an, ich will bei Vollgas "Lambda 0,87" für max. Leistung haben, dann gebe ich in diesem "Target lambda"-Kennfeld die Spannung vor, die diese Sonde bei Lambda 0,87 liefert. In dem o.g. Diagramm wären dies z.b. 0,85V, also gibst du in die entsprechenden Kennfeld-Kästchen "0,85" ein.
Im gegensatz zu Digifant pendelt die Lambdaregelung dann nicht um einen vorgegebenen Wert (oben waren das diese besagten 0,5v), sondern korrigiert den im Steuergerät für diesen Betriebszustand vorgegebenen Kennfeldwert soweit, bis die Lambdasonde die voreingestellte Spannung liefert.
Das hat allerdings in der Praxis nicht funktioniert. Warum?
Zum einen, weil die Kennlinie einer konventionellen lambdasonde jenseits von Lambda=1 sehr steil ist (ungenau), zum anderen "wandert" die Kennlinie dieser Sonden bei Erhitzung sehr stark. D.h. bei heißer Sonde liefert diese bei Lambda 0,87 (der gemischwert für optimale Leistung) nicht mehr 0,85V, sondern nur noch 0,8V. Du kannst Dir denken was passiert: Unter vollgas regelt das frei programmierbare Stuergerät auf 0,85V Sondenspannung, die Sonde wird heißer, Sondenspannung sinkt, Steuergerät fettet an usw und irgendwann überfettet der Motor total.
Bis jetzt wäre die Sache mit der "lernfähigen" frei programmierbaren Einspritzung, die auch andere Gemischwerte als Lambda=1 regeln kann voll was für den A****.
Aber irgendwann hat wer die Breitband-Lambdasonde erfunden.
Nachteil: Breitbandsonde ist recht teuer, und funktioniert nur mit einem speziellen Controller. Dieser bereitet die Messeerte der Sonde auf und liefert sie über 1 Kabel ans Steuergerät.

Das Tolle: Eine Breitbandsonde bzw. ihr Controller liefert eine GERADE Kennlinie. Also z.B. Lambda 0,85=0,85V, Lambda 1=1V usw usw. und das beste: Die Breitbandsonde hat keine Temperaturdrift.
Also: Eine "alte" Motorsteuerung kennt nur die konventionelle Lambdaregelung, bei der das Gemisch immer um einen Wert (Lambda=1) pendelt.
Einer moderene (frei programmierbare) Motorsteuerung kann man zu jedem Punkt im Einspritz-Kennfeld ein "Wunsch-Gemisch" vorgeben, wo die Steuergung dann hinregelt. Also Teillast Lambda 1 (okay, 0,95 tuns auch), für Vollast z.B. besagte Lambda 0,87, und dann muss man im Grunde nur noch ne Runde Fahren, und das Steuergeröt lernt sich selber an.
Hoffe das war halbwegs verständlich?
Pigga
Beitrag bearbeitet (20.12.06 19:14)
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Re: Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 18.12.2006) Teil 2
ich habs kapiert 
gruß angel
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Re: Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 18.12.2006) Teil 2
ich glaub ich auch, aber warum meckert dann der tüv bei der asu? mit so einer breítbandlambda müßte man dann doch total gute asu wärte produzieren können!?
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- Pigga
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Re: Digifant Einspritzung BILDER VOM UMBAU (Update 18.12.2006) Teil 2
Hi.
Klar bekommste damit bessere Abgaswerte. Aber leider haste bei so nem Steuergerät kein Gutachten, welches das belegt. Und kein Gutachten, keine ASU, so ist das nunmal in Deutschland.
Pigga
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Pigga