>"zwangsläufig nach etwas neuerem umschauen muß", wenn ein Scirocco mal das zeitliche segnen sollte.
In dem Sinne schon, als dass es immer schwieriger wird, gute Exemplare von alten Autos zu finden. ich denke hier teilweise um Jahrzehnte voraus, nicht nur ein paar Jährchen
>sorry, aber das Statement halte ich für totalen Quatsch.
>Wenn sich jemand nach"etwas neuerem" umschaut, dann wird er auch die paar Euro fuffzich für Tuning übrig haben - wenn er wirklich will.
Dann muss ich meine ursprüngliche Aussage wohl etwas präzisieren:
Wenn ich mir die heutige Scirocco-Community hier so anschaue, hat sich wohl kaum einer den Rocco damals als Neuwagen zugelegt. Tuning wird doch eher von Leuten betrieben, die ein Tuningobjekt als Gebrauchtwagen gekauft haben, oft sogar kaum Kohle haben, aber es sich trotz allem bislang haben leisten können, ihr Tuningobjekt zu veredeln. Was für Autos sind es denn überwiegend, an denen Tuning gemacht wird? Eher weniger die absoluten Neuwagen.
Wir reden hier daher nicht von denjenigen, die sich einen Neuwagen leisten können, obwohl man auch diese Gruppe in 2 Sparten aufteilen muss: Die eine, die ihren Neuwagen aus welchen Gründen auch immer (oft, weil sie absolut kein Interesse am Auto geschweige denn am Tunining haben, also die breite 08/15-Masse) nicht tunen möchte, und die zweite, die es sich leisten können, sich einen teuren Wagen zu holen (Ferrari, Porsche oder was auch immer) und dann auch noch das Geld haben, ihn zu veredeln (die Extremreichen).
Ich rede hier aber von den Leuten, wie wir es sind. Man kauft sich z.B. einen Gebrauchtwagen, sagen wir mal in 10 Jahren oder so einen Iroc oder was auch immer dann begehrt ist, weil der dann endlich mal erschwinglich geworden ist, und will den dann ein bisschen aufmotzen. Das geht dann nicht mehr oder kaum noch ohne riesigen finanziellen und sonstigen Aufwand. Das ist IMHO ein schwerer Einschnitt in die persönliche Entfaltungsfreiheit, die durch das Kfz-Tuning immerhin am deutlichsten beim Menschen zum Ausdruck gebracht werden kann. Die Folgen sind klar: Es wird kaum noch einer aus unserer Zielgruppe tunen, die Nachfrage lässt nach, die Firmen machen dicht, es gibt Arbeitslose, um die sich die EU anscheinend gar nicht kümmert, oder besser: Politiker planen mal wieder nur so lange im Voraus wie ihre Nase lang ist, ohne sich also um jegliche Konsequenzen ihres Wirkens zu kümmern (nichts Neues für einen Politiker).
Tempest
Beitrag bearbeitet (21.11.06 10:43)