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Wenn man von einer gleichmäßigen Bremsung durch den Aufprall ausgeht, also einer gleichmäßigen Aufnahme der Energie durch die Karosse, liegt dem ganzen bei grober Betrachtungsweise der Grundsatz über gleichmäßig beschleunigter Bewegung zu Grunde (war auch schonmal Thema im Thread über das AP22).
Dieses LGS mit 2 Unbekannten ist eindeutig lösbar und liefert folgende Ergebnisse:
a=-466m/s² und t=0,0655s
Auf Grundlage dieser Gleichungen beruht auch die Kurzform der nach der Beschleunigung aufgelösten Gleichung von Marvin.
Dabei gibt es aber noch das eine oder andere zu beachten. Zum einen wird diese Energie nicht immer vollständig aufgebraucht, nämlich genau dann wenn man über eine bestimmte, FAHRZEUGABHÄNGIGE Geschwindigkeit sich begibt. Zwar arbeitet die Karosserie und wandelt einen Großteil der Energie in Verformungsarbeit um, aber würde sie dies komplett tuen bliebe der Wagen wie angeklebt an der Mauer stehen. Irgendwann wird der Impulserhaltungssatz greifen, wenn die Karosserie nicht mehr verformbar ist, und die Karosserie wie bei einem umelastischen Stoß zurück werfen. Die dabei entstehende Richtungsumkehr beim Impuls dürfte auch nciht von schlechten Eltern sein. Da der Smart eine kleinere Knautschzone hat als eine S-Klasse muss er zwangsläufig steifer sein, da bei gleicher Geschwindigkeit sonst die Restenergie nach Verformung zu hoch wäre. Dies geht halt zu lasten der "Dauer"-belastung wärend des Verformungsprozesses, der höhere negative Beschleunigungen aufweist. Würde man diese Beschleunigungen bei einem größeren Wagen als Messlatte zugrunde legen, würde dieser höhere Aufprallgeschwindigkeiten als der Smart ermöglichen.
Energie ist Energie und die Physik schenkt einem nichts. Wenn Energie, was im Prinzip physikalische Arbeit ist, in einem kürzeren Weg verichtet werden soll, muss die (hier:negative) Beschleunigung zwangsweise höher sein. Das bedeutet, die Karosse muss steifer sein. Der Crashtest zeigt kein Wunder, sondern eine Notwenigkeit. Es wäre kein Thema für Mercedes die S-Klasse ähnlich steif auszulegen. Doch hier hat man Knautschzone. Bei einem Unfall nutzt man den gesamten Vorderbau um bis zur Fahrgastzelle soviel Energie wie möglich an der Belastbarkeitsgrenze des Menschen umzuwandeln. Die maximale Geschwindigkeit die das Fahrzeug den Fahrer überleben läßt ist diejenige, bei der die Energie bei vollständiger Stauchung abgebaut ist. Da die Belastungsgrenze des Menschen als Standart ebenfalls vorgegeben ist bleibt als Fazit: Der Smart bietet ausreichend Schutz für seinen gedachten Einsatzzweck innerorts, für höhere Geschwindigkeiten bieten modernere, größerere Autos mehr Reserven. Moderne Fahrzeuge zeichnen sich dadurch aus, durch raffinierte Statik die Aufprallenergie bestmöglich abzubauen und permanent an der maximal möglich erlaubten Verzögerungsgrenze zu bleiben. Die Physik kann aber auch der Smart nciht überlisen.