kleine zinnkunde für die dies nüscht wissen
Karosseriezinn besteht aus 30% Zinn und 70% Blei, also auch 30/70er Lot genannt. Dieses Lot geht bei ca. 180°C in einen plastischen Zustand über, ähnlich wie Schmierfett. (Deshalb läuft es an senkrechten Flächen nicht gleich weg). Ab ca. 260°C wird es flüssig.
Um verzinnen zu können wird folgendes Material benötigt, das im KFZ-Zubehör zu bekommen ist: 30/70er Lot, Flussmittel indem schon Anteile Blei und Zinn enthalten sind. (z.b. Rothenberger Flussmittel, das ist eine graue Paste), evt. Pinsel und mehrere Spatel aus Holz
Karosseriezinn ist Spachtel in vielen Bereichen überlegen, aber es ist kein Allheilmittel. Verzinnen ist die klassische Methode Beulen im Blech zu glätten und eine ebene Oberfläche zu erzielen. Heute wird meistens mit Kunststoffspachtel gearbeitet, grund dafür ist das die Verarbeitung einfacher ist und der Kunststoffspachtel nahezu auf jedem Untergrund haftet. Nachteil des Kunststoffspachtels ist aber das ein Auftrag in dickeren Schichten und das Aufbringen an stellen die sich verwinden der Kunststoffspachtel mit der Zeit wieder abplatzt.
Karosseriezinn kann zwar nur auf wirklich sauberem und Rostfreien Blech verarbeit werden, dann aber verbindet es sich mit dem Metall und gibt diesen auch noch einen gewissen halt. Dies sind die großen Vorteile des Verzinnens.
Besondere Vorteile bietet es beim verzinnen von Falzen, Schweißnähten, entfernen von Schlössern oder bei der Verstärkung von angerosteten Blechen. Die Schweißnähte und Falze werden dadurch verstärkt und vor Rost schützt, angerostete bzw. „Dünngewordene“ Bleche können wieder aufgebaut werden. ! Zinn benötigt um auf Stahlflächen zu haften eine chemisch und physikalisch absolut blanke Oberfläche. Das heißt, das Zinn auf Rost niemals dauerhaft halten wird !
wer interresse an ner genaueren anleitung hat kann sich ja mal per flapo melden...oder wens alle intressiert stell ichs in die FAQ
Beitrag bearbeitet (12.07.06 16:05)