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Re: VW-Werkstatt....

Verfasst: Fr 12. Aug 2005, 20:02
von kuk
Nur mal zur Beruhigung:
Ich bin auch Azubi bei VW und noch im 2. Lehrjahr, bis zum 31. noch. Ich behaupte mal zu sagen ich kenne mich mit alten Autos (Scirocco) aus. Ich habe auch schon an einem Käfer die Bremsen zerlegt( erst gestern) und führe auch Inspektionen selbstständig durch. Bei uns in der Werksstatt kennen sich alle Mechaniker (dafür bürge ich mit meinem Namen) bestens mit alten autos aus, da keiner das Geld hat sich einen neuen Wagen zu leisten.
Ein Grund warum die Azubis nix mehr von alten Autos wissen ist z.B. das fast nur neue Autos in die Werkstatt kommen und die haben alle einen Diagnosestecker.
Das Problem sehe ich eher bei der Auftragsannahme, weil dort kaufmännisch Ausgebildetes Personal arbeitet, welches noch nie irgendetwas geschraubt hat ( Ausnahmen bestätigen die Regel).

mfg kuk

Re: VW-Werkstatt....

Verfasst: Sa 13. Aug 2005, 07:22
von Rocco´82
>Das Problem sehe ich eher bei der Auftragsannahme

meinst du nicht, das liegt eher an den kunden? Wenn die ihre alten autos nicht zu vw bringen wolen, weil teilweise echt zu teuer, dann können die euch auch keine in die werkstatt schicken oder hab ich da was falsch verstanden??

Aber du hast recht, wenn man keine alten autos zu gesicht bekommt, kann man auch nichts von denen lernen.

Schaun wir mal beim schrotthändler rein, hier oben haben alle ne werkstatt dranne, die leute bringen andauernd ihre alten autos dorthin, ist einfach billiger.

N ausgelernter hier, den wir mittlerweile einigermaßen kennen, sagte mir mal, er habe in der ausbildung nen kollegen gehabt, der nur neue autos zum lernen hat.
Er konnte da selten mitreden, da er beim schrotti fast nur alte autos hatte.

Ich würd sagen, für vw dann fast wieder unbrauchbar der typ :hihi:

Re: VW-Werkstatt....

Verfasst: Sa 13. Aug 2005, 07:30
von Superhobel
Hallo,

ich weiss nicht warum Du Dich beschwerst. Die Stundensätze sind festgelegt, egal wie lange die brauchen. Bis ins Detail zahlst Du für die gleiche Arbeit immer das Gleiche. Ausserdem müssen die Mechaniker 100 Autotypen kennen und der Scirocco ist nunmal von "gestern". VW führt zudem Kontrollen durch und kann auch die Lizenz entziehen wie in einem mir bekannten Falle geschehen, weil Werkstatt zu unsauber war.

Habe bisher von VW immer Qualitätsarbeit erhalten, ganz anders als in dubiosen Schrauberhöhlen von denen ich auch die Finger lasse, egal ob es da weniger kostet.

Re: VW-Werkstatt....

Verfasst: Sa 13. Aug 2005, 13:21
von DerBruzzler
Ein großes Problem bei den Mechanikern ist heutzutage auch daß die meisten Azubis in der Werkstatt nicht richtig ausgebildet werden und nur Handlangertätigkeiten machen müssen. Das was sie in der Schule lernen ist in der Praxis unbrauchbar. Ich kenne einen ausgelernten Mechaniker, der sogar seine Prüfung geschafft, aber weniger Ahnung von Autos hat wie miene Mutter. Ist aber kein Wunder , denn er hat 3 Jahre lang Gebrauchtwagen Poliert, gewaschen und ausgesaugt und wenn der Chef gut drauf war durfte er mal die Werkstatt kehren.

Solche Leute sind dann plötzlich Gesellen und dürfen dein Auto reparieren!
Bei einem Kumpel von mir hat er mal hinten ein Radlager gewechselt und mit dem Schlagschrauber angezogen, welches eine Woche später natürlich wieder kaputt war.

Inzwischen ist er bei 3 Werkstätten nach paar Wochen rausgeflogen und jetzt Arbeitslos.

Die Geschichte ist wahr aber nur ein Beispiel , ich kenne auch einige wenige gute Mechaniker, aber die sind heutzutage selten, was auch an der Ausbildung im Betrieb liegt.

Gruß Daniel

Re: VW-Werkstatt....

Verfasst: Sa 13. Aug 2005, 15:08
von Angel
schlagschrauber muahahahharrrr

gruß angel

Re: VW-Werkstatt....

Verfasst: Sa 13. Aug 2005, 22:14
von Stephan
War Freitag mal bei Atu und habe ne Flasche RS10W60 von Castrol gekauft. Fragt mich der Verkäufer ob ich nen G60 fahre, weil die das immer bei ihm kaufen würden... Kopfkratz... Naja, muß ich nicht verstehen, seit wann dreht denn ein G60 in Bereichen, wo Ölfilmabriß mit nem Öl anderer Viskosität droht? Naja, der Verkäufer wollte immer schon schlau sein. Immer wieder witzig, was der alles zu wissen glaubt...

Zum Thema VW, Mir hat mal ein VAG Vertragshändler, die MAHAG in Starnberg nen Motorblock am Rocco gewechselt(war da auf Lehrgang, konnte daher nicht schrauben). Das Ganze war 1997. Nun ja, habe mit Arbeitszeit 6500 DM gelöhnt. Lecker was? Na jedenfalls war dann in Dessau an der Kupplung was defekt, was genau, weis ich nicht mehr, so dass ich das Getriebe abnehmen mußte. Die Schrauben Motorblock/Getriebe und Motorhalter links und rechts waren HANDFEST eingedreht und nicht weiter dolle festgezogen. Irgendwann hätte der Motor dann wohl auf der Straße gelegen. Die Firma schloß aufgrund des Fahrzeugalters und weil ich das Getriebe ja nochmal abbauen mußte, jede Garantie in Bezug auf diese Sachen (Kupplung/Getriebe) aus. Hätte ich wohl vorführen müßen. Naja, sowas passiert wohl, wenn die Azubis die Autos reparieren denkt man sich dann...

Bei meinem Bruder wars auch mal so ne Sache mit dem VAG Vertragshändler an seinem ehemaligen Bundeswehrstandort in Weíßenfels. Da haben die an seinem alten Audi 80 B3 2,0 16V Quattro (Bj.1990)nachschauen sollen, warum der unrund läuft (die hatten vorher mal was am Wagen gemacht). Naja, was soll ich sagen, nachdem die festgestellt hatten, dass eine der Einspritzdüsenhalter (sind dort so ähnliche Messinghülsen wie beim 16V Scirocco) minimal undicht war, wollten die den tauschen. Also schrauben die den raus und verkannten den neuen beim Reinschrauben, Folge: Gewinde im Arsch, Späne im Kopf und die Aussage der Werkstatt: Das Auto ist so alt, da können wir keine Gewährleistung übernehmen. Mein Bruder hätte die fast über den Tisch gezogen - und dann nen Krankenwagen gerufen, vermute ich. Man hat ihm ne neue Ansaugbrücke für den Neupreis von irgendwas um 500 Euro angeboten!!! Jedenfalls war er am HOHLDREHEN. Kann man sich ja vorstellen. Die sollten nur ne undichte Stelle suchen, weiter nix. Dann sowas. Er konnte schließlich ne neue Brücke besorgen. Gab hier (in Dessau) auf nem Schrottplatz nochwas. Dann wollte er die dort in der Werkstatt selbst einbauen(Schließlich ist er ja selbst Kfz Meister). Natürlich durfte er deren Werkzeug nicht benutzen und mußte das ganze AUßERHALB des Werkstattgeländes erledigen. Nun ja, es war im Januar bei Temperaturen unter 0 Grad. Nett die Leute dort. Wir haben dann ne Beschwerde bei VW eingereicht. Ob es was gefruchtet hat, weis ich nicht, die Antwort war nur so ne Standartformulierung. Laut Aussage der Werkstatt wollten die den selbst verursachten Schaden übrigens nicht zahlen, bzw. beheben, weil ihre Versicherung für so alte Fahrzeuge eben nicht aufkommen würde. Wers glaubt... Ich sag euch eins: Legt euch ne Verkehrsrechtsschutzversicherung zu.

PS: Die Storys sind NICHT erfunden sondern so passiert und durchaus belegbar.



Beitrag bearbeitet (13.08.05 23:36)

Re: VW-Werkstatt....

Verfasst: Sa 13. Aug 2005, 22:37
von Stephan
Hab nochwas dazu geschrieben Dirk. Kannst ja nochmal was schreiben ;-)

Re: VW-Werkstatt....

Verfasst: Sa 13. Aug 2005, 22:38
von Rocco´82
Jaja, ATU... hätt da von heut wieder ne geschichte auf lager aber ich lass es lieber ;-)

Hatte bis eben das alte GTI buch aufm schoß, da steht noch drinne, das VW 70 zeiteinheiten (3/4 Std) fürs ventil-plättchen tauschen brauchen.

Hach waren das noch zeiten. Hab mir mal so überlegt, was heute geschehen würde, wenn ich den zu vw bringe und sag: mal bitte die ventilplättchen tauschen und einstellen.

In 10 Jharen kommt man wohl ohne buch garnet mehr aus, ob die dann überhaupt noch werkzeug für sowas haben werden? :gruebel:

Re: VW-Werkstatt....

Verfasst: So 14. Aug 2005, 17:32
von Macho
>RS10W60 von Castrol

Das hab ich auch in meinem G60 !