Seite 2 von 5

AW: ADAC zur Abwrackprämie

Verfasst: Do 12. Feb 2009, 19:51
von brainstormer
Ja, mein 1998er Ford Puma mit 125 PS war umschlüsselbar auf D4-Norm und hatte meist einen Durchschnittsverbrauch von 7,3 Liter...So als Beispiel.

AW: ADAC zur Abwrackprämie

Verfasst: Fr 13. Feb 2009, 02:07
von printer
Was manche hier zum Thema Energiebilanz schreiben ist erschreckend naiv.
Ihr fahrt also alle Fahrrad oder geht zu Fuss,ein Auto habt ihr nicht,oder?
Was denkt ihr denn was die Herstellung eures Sciroccos umwelttechnisch gekostet hat? Eine Flasche Eau de Cologne??? :-)

Dazu gab es gestern auf NDR einen Beitrag in dem ein Abteilungsleiter des VDA ausführte das sich der Energieverbrauch bei der Fahrzeugherstellung in den letzten 20 Jahren mehr als halbiert hat.
Auch Dinge wie lösungsmittelfreie Lacke (seit etwa 1994) und umweltschonende Produktionswege sorgen dafür das die angeführten 4,6 Tonnen CO NICHTS sind im Vergleich zu dem Müll den ein Scirocco 2 Ende der 80er Jahre bei seiner Herstellung verpulvert hat.
Wie kann man bloss den Aufwand der Herstellung (Scirocco 3) mit dem Unterhalt (Scirocco 2) vergleichen?......völliger Quatsch !
Mit dem Aufwand für einen Scirocco 2 kann man heute 3 neue Autos bauen!

Natürlich kann man die erwähnten 4,6 Tonnen CO vermeiden.
Man hört einfach auf neue Autos zu bauen. Wer sich hier so über diesen Wert aufregt kann seine Berechnungen ja mal bei Opel oder VW vorbringen.
In Bochum oder Wolfsburg werden sich sicherlich viele Autowerker für diese Idee begeistern..... :-)
Auch wenn es unglaublich klingt : Auch Sciroccos vom Typ53 B wurden mal neu gebaut,das hat viel Energie gekostet!!! Die wachsen NICHT als ökologische Gebrauchtwagen auf Bäumen!!


Eine Energiebilanz kann nur jeder für sich selber,nach seinen persönlichen Lebensumständen aufstellen.Pauschale Berechnungen werden nie die Wahrheit treffen.Meine Rechnung ist einfach:

Auto alt : Durchschnittsverbrauch 10,5 Liter/100 km (3-Gang-Automatik),etwa 1 Liter Motoröl auf 2000 km,ein paar Reparaturen stehen an.
Auto neu: Verbrauch bestimmt 2 Liter weniger, hoffentlich kein Ölverbrauch,ein paar Jahre (dank Garantieverlängerung auf 5 Jahre) relative Reparatursicherheit.
Dazu kostet der neue weniger Steuern (2 Jahre steuerfrei) und hat eine niedrigere Typklasse.
Das alte Auto wurde vor 2 Jahren für 900 Euro gekauft,der Marktwert beläuft sich auf 750 bis 900 Euro.

Wer bei solchen Rahmendaten nicht abwracken würde ist ein Heuchler und Lügner und sollte zu Fuss gehen !!!!!

*print*

P.S.
Obwohl ich theoretisch die Möglichkeit hätte würde ich NIEMALS einen meiner Sciroccos für die Abwrackprämie eintauschen.

AW: ADAC zur Abwrackprämie

Verfasst: Fr 13. Feb 2009, 02:13
von printer
Achja,hier noch was für Sascha:
Die aktuelle Zahl der Abwrackprämien kann man hier nachschauen:

http://www.bafa.de/bafa/de/wirtschaftsf ... index.html

*print*

AW: ADAC zur Abwrackprämie

Verfasst: Fr 13. Feb 2009, 09:55
von cxspark
printer hat geschrieben:Was manche hier zum Thema Energiebilanz schreiben ist erschreckend naiv....
Dazu gab es gestern auf NDR einen Beitrag in dem ein Abteilungsleiter des VDA ausführte das sich der Energieverbrauch bei der Fahrzeugherstellung in den letzten 20 Jahren mehr als halbiert hat.
Auch Dinge wie lösungsmittelfreie Lacke (seit etwa 1994) und umweltschonende Produktionswege sorgen dafür das die angeführten 4,6 Tonnen CO NICHTS sind im Vergleich zu dem Müll den ein Scirocco 2 Ende der 80er Jahre bei seiner Herstellung verpulvert hat.
...
Mit dem Aufwand für einen Scirocco 2 kann man heute 3 neue Autos bauen!
...
Auch wenn es unglaublich klingt : Auch Sciroccos vom Typ53 B wurden mal neu gebaut,das hat viel Energie gekostet!!! Die wachsen NICHT als ökologische Gebrauchtwagen auf Bäumen!!
...
Ist doch immer wieder schön zu lesen, wie naiv die anderen sind im Vergleich zu dir. Es hat hier meines Wissens keiner behauptet, dass die 2er auf dem Acker wuchsen.

Das du andere als naiv bezeichnest, aber einem VDA-Abteilungsleiter (VDA steht übrigens für Verband der Automobilindustrie, BTW) unbesehen glaubst, ist schon richtig witzig.
:held:
Die im Forum aufgeführten Punkte waren, daß das CO2 für bereits hergestellte Autos schon in der Umwelt ist, neue Autos aber zusätzlich CO2 belasten. Wenn die Nutzungsdauer verlängert wird, reduziert sich die CO2-Belastung.

Hier mal Fakten zur Stahlgewinnung:
Von Stahlunternehmen (!) herausgegebene Informationen, die sicher Tendenz zum Schönrechnen haben, besagen dass der spez. Primärenergieverbrauch von 0.7 auf 0.62 t SKE herunterging von 1990 bis 2005. Ein zweite Quelle:
"Die Energieeffizienz konnte seit 1990 von 20,5 GJ/t Rohstahl auf 18,0 GJ/ t Rohstahl in 2004 verbessert werden". CO2-Emission wurde um ca. 10 % reduziert.

Das vernachlässigt übrigens die immer aufwendigere Gewinnung des Roherzes aufgrund zunehmend erschöpfter Erzreserven. Verwendung von Aluteilen erfordert noch höhere Energie. 1 t SKE erzeugt 2.7 t CO2.

Die VDA-Aussage wird sich also nur auf die Herstellung im Werk beziehen und vernachlässigt die viel grösseren Energieaufwendungen für den Stahl selbst.
Also nix mit 50%!

Dein Satz "Mit dem Aufwand für einen Scirocco 2 kann man heute 3 neue Autos bauen!" kann man also nur höflich als absoluten Unfug bezeichnen.
:sorry:
Kauf doch ruhigen Gewissens ein neues Auto, wenn dein altes so unwirtschaftlich ist, aber vermeide bitte andere schlecht zu machen um dies (dir selbst gegenüber?) zu rechtfertigen.
:danke2:

AW: ADAC zur Abwrackprämie

Verfasst: Fr 13. Feb 2009, 13:59
von brainstormer
Ich wette eine Flasche bestes Augustiner, dass er in seiner Finanz-Kalkulation weder den Wertverlust des Neuwagens/Jahr noch die Verzinsung des Kapitals eingerechnet hat.
Die finanzielle Belastung bei einem Verbrauch von 0,5 Liter Motoröl auf 1000km bei einem Literpreis von 2,70€ für 10W-40 bei einer Durchschnittsfahrleistung von 13.000km(eine andere kann ich gerade nunmal nicht zu Grunde legen) ist mit 17,55€/Jahr natürlich erheblich.


Im übrigen habe ich natürlich ein Auto, s.u.
In Anbetracht der tatsache dass mein monatlicher Stromkostenabschlag zu einem Stromerzeuger wandert, der mit reg. Energien arbeitet,
meine Erdgasheizung ziemlisch "frisch" ist, kein Wäschetrockner existiert und in der Vorratskammer mind. 50% Bioprodukte stehen, ist mein Gewissen umweltpolitisch dermaßen rein,
dass ich mir sogar nen V8 für Spritztouren an den Sommermonatswochenenden vor die Tür stellen würde, hätte ich das Geld.

Da lass ich mir hier von niemandem sagen, ich solle zu Fuß gehen, comprende?


Edit: Die häufige 55-minütige morgendliche Busfahrt zu meiner Wirkungsstätte habe ich noch vergessen... Manchmal spiel ich jedoch Umweltbösewicht und fahre mit meinem schrottreifen G60 die 35 km. :sorry:

AW: ADAC zur Abwrackprämie

Verfasst: Fr 13. Feb 2009, 15:02
von Tempest
Wer bei solchen Rahmendaten nicht abwracken würde ist ein Heuchler und Lügner und sollte zu Fuss gehen !!!!!
Mache ich auch im Alltag, gehe jeden Tag zu Fuss zur Arbeit, gehe zu Fuss einkaufen, daher sieht meine Ökobilanz recht positiv für die Umwelt und daher unattraktiv für den Staat (dem es schlussendlich nur um das Geld aus meiner Taschenehmen geht) aus.

Deshalb mache ich mir auch überhaupt keine Gedanken, dass ich 3 Spielzeugautos habe (worunetr eins sogar OHNE Kat :erschrecken: ), die allesamt von der Industrie und vom Staat als Abwrackkandidaten eingestuft werden würden, und das auch noch unter dem scheinheiligen Deckmantel des Umweltschutzes :krank: , sprich sie werden mir als umweltunfreundlich verkauft.

Tempest

AW: ADAC zur Abwrackprämie

Verfasst: Fr 13. Feb 2009, 20:11
von printer
@ cxspark:
Ich glaube weder unbesehen dem VDA,ebensowenig wie dem BUND oder dem ADAC.
Die Aussagen machen einfach nur Sinn,deine Berechnung bezüglich der Stahlgewinnung ist sicher richtig,sagt aber herzlich wenig über den Aufwand bei der Herstellung eines neuen Autos aus.VW hat Ende der 90er Jahre ein Blockheizkraftwerk eingeweiht das zur Einsparung von XX Tonnen CO2 geführt hat.
Sorry,ich hab die genauen Daten nicht griffbereit,diese Dinge wurden mal bei einer Werksführung dargelegt (ist ein paar Jahre her).
Mitte und Ende der 80er Jahre war Energiesparen ja nun wirklich kein Thema,deswegen halte ich es für absolut plausibel das heutzutage die Fertigung eines Autos wesentlich energieeffizienter stattfindet als vor 20 Jahren.
Und wo ich *andere schlecht mache* musst du mir mal genau zeigen,das Gegenteil ist der Fall. Hier wird doch jeder der mit dem Gedanken spielt sich ein neues Auto zu kaufen als Co2-Verursacher verunglimpft.Als wenn gebrauchte Autos Co2-neutral wären.....
Neue Autos belasten die Umwelt ja nicht zusätzlich mit Co2 wenn gleichzeitig ein altes Auto abgewrackt wird.Nur weil es lange gelaufen ist wurde das alte Auto ja nicht mit *Luft* produziert...

@ brainstormer:
Du hast recht,der Wertverlust ist mir völlig egal. Die jetzige Neuanschaffung wird gefahren bis ich unter der Erde liege,ein eventueller Verkauf ist in keinem Fall vorgesehen.Eher wird das Auto irgendwann an eines der Kinder *vererbt*.Also was soll mich ein Wertverlust interessieren?
Meine Zinskalkulation geht dich zwar nichts an,ich kann aber gerne offenlegen das wir statt Barzahlung unser Geld lieber auf dem Festkonto lassen und lieber die 2,9%-Finanzierung von VW in Anspruch nehmen.
Bei Barzahlung wäre kein höherer Rabatt möglich gewesen,also warum Geld verschenken? :-)
Das du dich bei den von mir aufgeführten *Nachteilen* des Altautos nur am Ölverbrauch hochziehst....naja,wenn dir sonst nichts dazu einfällt....

Das du eine moderne Heizung hast finde ich toll,auch der Verzicht auf einen Wäschetrockner ist Klasse.Das spart dir doch sicher jeden Monat eine Menge Energie,oder??
Genauso mache ich das jetzt auch,der alte Energieverschwender kommt weg,dafür kommt was neues,sparsameres.
Da ich bereits eine Heizung mit Brennwerttechnik habe (staatlich subventioniert) und über 6 qm Solarelemente auf dem Dach (auch staatlich subventioniert) bleiben mir leider nicht viele Möglichkeiten als ein Autowechsel (ebenfalls staatlich subventioniert).

Seltsam,niemand stört sich an den anderen Subventionen die ich bekomme,nur wenn man ein neues Auto kauft,dann ist man ein Buhmann..... :-)

*print*

AW: ADAC zur Abwrackprämie

Verfasst: Fr 13. Feb 2009, 21:47
von brainstormer
Hier wird Allgemein über die AP diskutiert und dann folgt
Auto alt : Durchschnittsverbrauch 10,5 Liter/100 km (3-Gang-Automatik),etwa 1 Liter Motoröl auf 2000 km,ein paar Reparaturen stehen an.
Auto neu: Verbrauch bestimmt 2 Liter weniger, hoffentlich kein Ölverbrauch,ein paar Jahre (dank Garantieverlängerung auf 5 Jahre) relative Reparatursicherheit.
Dazu kostet der neue weniger Steuern (2 Jahre steuerfrei) und hat eine niedrigere Typklasse.
Das alte Auto wurde vor 2 Jahren für 900 Euro gekauft,der Marktwert beläuft sich auf 750 bis 900 Euro.

Wer bei solchen Rahmendaten nicht abwracken würde ist ein Heuchler und Lügner und sollte zu Fuss gehen !!!!!
Nachdem ich Dir jetzt schon auseinandergenommen habe, dass Zinsen und Abschreibungen da noch mit reingehören, und Dir zu verstehen gegeben habe, dass das "Öl-Argument" kein besonders gutes ist (besser gesagt gar keins, denn es ist ersten kostenmäßig vernachlässigbar und gründet zweitens auf der nur schwerlich gerechtfertigten Hoffnung, dass ein Neuwagen kein Öl verbraucht....Ich frage mich, warum in einer mir bekannten Autovermietung immer mehrere 5-l-Ölkanister zum Nachfüllen standen..) wirfst Du mir vor, ich würde mich an etwas hochziehen und eröffnest im NACHINEIEN mal eben, dass in DEINEM Fall, der Wertverlust zu vernachlässigen ist....

Ein echter Knaller dann vorher soetwas zu schreiben:
Wer bei solchen Rahmendaten nicht abwracken würde ist ein Heuchler und Lügner und sollte zu Fuss gehen !!!!!
Eigentlich bin ich ja jetzt fertig, weil auf der Ebene lohnt sich's einfach nicht mehr weiterzumachen aber.....
Neue Autos belasten die Umwelt ja nicht zusätzlich mit Co2 wenn gleichzeitig ein altes Auto abgewrackt wird.Nur weil es lange gelaufen ist wurde das alte Auto ja nicht mit *Luft* produziert...
1. Auto wird 2000 gebaut: X Tonnen Co2 freigesetzt

2. Auto wird 2009 gebaut: Y Tonnen Co2 freigesetzt

Gesamt freigesetztes CO2 im Jahre 2009= X+Y

(Ich hoffe wir sind uns einig, dass abwracken kein Co2 in O umwandelt...)


1. Auto wird abgewrackt, eingespartes Co2 auf 9 Jahre dadurch dass es nicht mehr fährt

200g*1170000 => 23,4 t

2. Auto mit Spritverbauch 1,5 Liter weniger als Wagen von 2000 wird 9 Jahre gefahren => 164,71g*117.000 = 19,271 t


Selbst wenn heutige Autos nur ein Drittel des Energieverbauchs bei der Herstellung bedürfen würden als vor 9 Jahren (also mal eine ganz extrem verschärfte Annahme gegenüber Deiner bezüglich der 80er Jahre und damals folglich die 3-fache Menge emmitiert worden wäre) ergibt sich bei 4,6 Tonnen per produziertes Auto heute (siehe ADAC-Mail):

13,8 (produziertes Altauto) +4,6 (Neuwagen)+19,271 (Emissionen Neuwagen auf 9 Jahre) =37,671 t


Wenn der umweltschonende Neuwagen nicht gebaut worden wäre und man den alten 9 Jahre weiternutzt,

hätten wir

13,8 + 23,4 (Emissionen Altwagen auf 9 Jahre) = 37,2t.


Tortz der ungünstigen Annahme => Die Co2-Bilanz kein Stück besser, im Gegenteil.

Wenn wir von einer Senkung des Energieaufwands bei der Produktion von lediglich 20% von 2000 bis 2009 ausgehen, siehts noch besch...aus:

5,52 +23,4 = 28,52t

Und jetzt reichts mir.
Das du eine moderne Heizung hast finde ich toll,auch der Verzicht auf einen Wäschetrockner ist Klasse.Das spart dir doch sicher jeden Monat eine Menge Energie,oder??
Davon ist auszugehen.

AW: ADAC zur Abwrackprämie

Verfasst: Sa 14. Feb 2009, 01:06
von printer
Hm,das mit dem Wertverlust hast DU aufgeworfen,nicht ich.Also was soll ich bitte *im nachhinen* erst erwähnt haben?Der Wertverlust hat mich auch bei dem nun abzuwrackenden Wagen nicht interessiert.Ich habe lediglich einen eventuell zu erzielenden Marktpreis genannt.


Deine Berechnung ist durchaus interessant.
Wenn man die Bilanz mal fairerweise bei gleicher Nutzungsdauer betrachtet ergibt sich folgendes:

Auto 1 aus 2000 13,8 (Produktion) plus 23,4 (bei 9 jähriger Nutzung) macht 37,2 to.
Auto 2 aus 2009 4,6 (Produktion) plus 19,2 (bei 9 jähriger Nutzung) macht 23,8 to.
Das sind knapp 38 % Vorteil fürs Neuauto bei gleichen Nutzungsbedingungen.

Mich würde ernsthaft interessieren wie du den Verzicht auf den Bau des Neuwagens mit der restlichen Nutzungsdauer eines Altfahrzeugs verbindest.
Wie lange möchtest du dein Altauto weiterverwenden? 10 Jahre? 20? 30?
Und wenn es dann irgendwann mal kaputt ist,was kaufst du dann?
Auf die Produktion von Neuwagen willst du ja wegen der schlechten Co-Bilanz verzichten...
Versteh mich nicht falsch,aber die Konsequenz aus deiner Argumentation wäre das wir alle (wenn das Altfahrzeug irgendwann den Dienst quittiert) auf Pferdefuhrwerke umsteigen müssten,oder?
Von wem willst du denn ein gebrauchtes Auto kaufen wenn es nicht irgendwann mal jemand neu gekauft hat?
Es ist doch unstrittig das von den niedrigeren Emissionen einen neuen Autos auch der Zweit-,Dritt- oder Viertbesitzer profitiert.

Denkst du wirklich das der Verzicht auf Neuwagenbau ein vernüftiger Weg ist die Co2-Bilanz zu verbessern?


*print*

AW: ADAC zur Abwrackprämie

Verfasst: Sa 14. Feb 2009, 13:14
von brainstormer
Du blendest in Deiner Rechnung die bereits existenten Emisssionen durch die Produktion des Altfahrzeugs aus, was ist damit?
Hm,das mit dem Wertverlust hast DU aufgeworfen,nicht ich.Also was soll ich bitte *im nachhinen* erst erwähnt haben?Der Wertverlust hat mich auch bei dem nun abzuwrackenden Wagen nicht interessiert.Ich habe lediglich einen eventuell zu erzielenden Marktpreis genannt.
Diese Diskussion dreht sich allgemein um die AP, nicht um den speziellen Fall Deiner Art, wo das Neufahrzeug bis zum Lebensende genutzt werden soll. Für alle anderen gilt also, das Werteverzehr und Zinsen miteingerechnet werden müssen, sofern man sich nicht selbt bescheissen will.

Wenn Du also, ohne diese bei Dir besonderen Nebenbedingung zu Beginn zu erwähnen, den Rest der Welt als Lügner bezeichnest wenn er sich unter den vorgezeichneten Bedingungen:
Auto alt : Durchschnittsverbrauch 10,5 Liter/100 km (3-Gang-Automatik),etwa 1 Liter Motoröl auf 2000 km,ein paar Reparaturen stehen an.
Auto neu: Verbrauch bestimmt 2 Liter weniger, hoffentlich kein Ölverbrauch,ein paar Jahre (dank Garantieverlängerung auf 5 Jahre) relative Reparatursicherheit.
Dazu kostet der neue weniger Steuern (2 Jahre steuerfrei) und hat eine niedrigere Typklasse.
Das alte Auto wurde vor 2 Jahren für 900 Euro gekauft,der Marktwert beläuft sich auf 750 bis 900 Euro.
kein Neuwagen kaufen würde, sondern mit DEINER speziellen Situation, erst in Deinem nächsten Post raus kommst, hast Du das wohl im nachinein erst erwähnt.....oder?
Wie lange möchtest du dein Altauto weiterverwenden? 10 Jahre? 20? 30?
Und wenn es dann irgendwann mal kaputt ist,was kaufst du dann?
Auf die Produktion von Neuwagen willst du ja wegen der schlechten Co-Bilanz verzichten..
Leg mir nicht Dinge in den Mund, die ich so nicht gesagt habe, bloß weil Du die Argumentation nicht verstanden hast.
Versteh mich nicht falsch,aber die Konsequenz aus deiner Argumentation wäre das wir alle (wenn das Altfahrzeug irgendwann den Dienst quittiert) auf Pferdefuhrwerke umsteigen müssten,oder?
Leg mir nicht Dinge in den Mund, die ich so nicht gesagt habe, bloß weil Du die Argumentation nicht verstanden hast.

Hier geht es um die Weiternutzung von Fahrzeugen, die technisch noch in Ordnung sind, das ist wohl allen hier klar,oder? Warum soll man einen 4er Golf Bj 2000 mit nun 117.000km nicht 9 weitere Jahre nutzen?
Was kaufe ich? Einen Gebrauchtwagen, von Opa Werner den 10 Jahre alten ABC oder von der Firma XY, die eh alle 3 Jahre ihren Firmenwagen-Bestand tauscht.

Mein G60 ist 19 Jahre alt, hat 207.000 km auf der Uhr (...verbraucht 0,1 Liter Öl auf 1000) und ist im Alltag unterwegs. Wenn nicht plötzlich ein kapitaler Motorschaden
auftritt, fährt der auch noch locker 5 Jahre, wenn auch nicht bei mir, sondern bei jemand anderem.

Man kauft dann neu, wenn es Sinn macht, nicht weil es gerade politisch oder gesellschaftlich "in" ist.

Man kauft im 2-Personenhaushalt ja auch keine Waschmaschine für 800€ neu, nur weil sie 20 Liter und 0,5 kwh pro Waschgang spart obwohl die alte noch hervorragend läuft und gleichzeitig der alte Durchlauferhitzer jeden morgen mit 21 kwh das Duschwasser heizt...
Es ist doch unstrittig das von den niedrigeren Emissionen einen neuen Autos auch der Zweit-,Dritt- oder Viertbesitzer profitiert.
Bei einer von der Regierung projektierten Lebensdauer von 9 Jahren?
Denkst du wirklich das der Verzicht auf Neuwagenbau ein vernüftiger Weg ist die Co2-Bilanz zu verbessern?
Den Verzicht von Neuwagenbau habe ich hier nie gefordert, siehe Antwort 1 und 2.

Weiterhin ist es wohl augenfälliger Unfug, ein Fzg, welches technisch noch in Schuss ist und die gängigen Schadstoffnormen erfüllt, zu verschrotten, um die Co2 Bilanz zu verbessern. Warum das so ist, habe ich oben lang und breit vorgerechnet und ich werde es nicht nochmal tun.
Es rechnet sich erst dann, wenn der Spritverbrauch erheblich geringer als der des Altwagens ist (oder man deutlich mehr fährt), d.h. bezogen auf eine weitere Nutzung von 9 Jahren und 13000km/Jahr bei 8,5 Liter/100km => 200g co2/km beim Altfahrzeug dürfte der Neuwagen (bei 20% geringerem Energieverbrauch in der Produktion gegenüber 2000) etwa 86,5g Co2 emittieren => max. 3,68 Liter / 100km verbrauchen. Blöd, dass es auf 3L A2 und 3L Lupo keine Prämie gibt, da in unendlich weiser Voraussicht bereits aus der Produktion genommen.....

Falls man die Schadstoffbilanz verbessern möchte, sollte man sich mal überlegen, warum es kategorisch ausgeschlossen ist, in unserer Bananenrepublik ein bereits auf E1 nachgerüstetes Fahrzeug auf D3 zu hieven...
Nein, es ist kein technischer Grund...


Mir ist es egal was Du tust, in jeder Beziehung, jedoch hau hier nicht die Leute in die Pfanne und stell sie so hin, als ob sie nichts verstehen würden, nur weil es in DEINEM besonderen Fall wirtschaftlich Sinn machen könnte.

Edit:Rechnung eingefügt