moin,
Das Meilenwerk is nach meiner einschätzung eine Abgehobene Werkstatt für Leute mir zu viel Geld (Nicht bös oder neidhaft gemeint), und dem Unwiederstehlichen Drang, den Oldtimer wie ein SUV oder nen teuren Sportwagen präsentieren zu müssen.
Eine Richtig gute Werkstatt macht bestimmt nicht ein riesenbau mit Viel Glas und Edelstahl aus.
Da wird man eher viel geld los, für ne Arbeit, die man auch wesentlich billiger bekommen kann.
die miete im meilenwerk ist ziemlich abgehoben. das muß die werkstatt logischerweise in den verrechnungssatz einkalkulieren.
da wird die arbeit aber nicht zwangsweise schlechter durch.
kleinere werkstätten können aber so eine restauration nur mit monatlichen abschlagszahlungen des kunden durchführen.
das schlimme am scirocco ist ja : es gibt keine oder kaum brauchbare teile.
d.h.: alles muß nachgefertigt oder aufwendig gebraucht gesucht werden.
im regelfall ist aber kaum ein kunde bereit für die arbeit auch zu zahlen.
(weil der kumpel einen kennt der einen schwager hat der schon mal ein schweißgerät gesehen hat)
ein scirocco ist blechmäßig ähnlich aufwendig wie ein 911er oder ein maserati (zumindest bei letzterem ist zuweilen der gleiche designer drangewesen)
da gehen in die blechaufarbeitung zwischen 300 und 800 stunden rein (also rund 18-60k euro ! )
also kann man davon ausgehen das "restaurierte" sciroccos alle entweder gepfuscht sind oder mit einem mördermäßigen eigenanteil (was bei den fähigkeiten der eigner zu starken streuungen in der qualität führen kann)
wie ist es sonst zu erklären das für einen top scirocco 1 kaum mehr als 7-9000 euro bezahlt werden. (ich rede von ungeschweißten original exemplaren, keine aufprestolierten pimp my ride kisten)
für die summe bekommst du einen 1er nicht ansatzweise restauriert.
den artikel in der motor klassik fand ich echt klasse. weil nämlich dieses auto sehr gut gemacht wurde und auch die kosten von ~ 20 k + anschaffung des autos angesprochen wurden.
wer bitte ist denn so bescheuert und gibt so viel geld für ein auto aus wo er im verkauf bestenfalls die hälfte wiederbekommt ?
und auch dieses auto ist nicht bis ins detail blechmäßig gemacht worden. (aber immerhin sehr nahe an der perfektion)
nur sind die letzen 10% beim finish ungefähr mit 100% der kosten zu bezahlen.
das fängt schon bei der lackierung an. eine gute lackierung kostet bei angeliefertem zerlegtem auto mind. 3000 euro.
bei restaurierten fahrzeugen gerne auch mal das doppelte.
es gibt aber genügend lackierbetriebe die eine ganzlackierung für 1000 euro machen. und das ergebnis sieht dann entsprechend aus. (auch ohne lackschichten dicken meßgerät mit dem guten alten optischem meßgerät : auge ! erkennbar.)
und da fängt es an schwierig zu werden. wie erklärt man einem kunden das eine ordentliche arbeit eben ordentliches geld kostet ? selbst wenn man einen deutlich günstigeren stundensatz hat als "edelrestaurateure" oder "vertragswerkstätten" (mal abgesehen davon das die sich meist mit den alten kisten überhaupt nicht mehr auskennen)
eigentlich müßte ich jetzt sagen : komm zu uns, wir sind in mitten im ruhrgebiet und können das.
aber ich bin lieber ehrlich und sage : such das beste auto was du findest,bezahl was der für das auto haben will und du bist deutlich günstiger dabei.
dann läßt du den ordentlich mit hohlraumkonservierung fluten und fährst den nur bei schönem wetter.
die schwierigkeit wird nur sein einen scirocco in entsprechendem zustand zu finden.
gruß,
guido