Verfasst: Mo 1. Okt 2007, 18:59
von Rocco-GT2
Das ist allerdings ne Erklärung...
Verfasst: Di 2. Okt 2007, 02:42
von sciroccofreak willi
Ja dachte ich mir schon das der Beitrag mit dem Polo Cabrio das Karmann bauen soll einen 'Ente' war.
Cabrios fahren schon viele, nur bauen die teilweise die Hersteller selber.
Bei der Entwicklung von Cabriodächern und der Belieferung der Hersteller mit denen ist ja Karmann ja gut im Geschäft, nur beim Fahrzeugbau fehlen denen eben die Aufträge.
mfg
Willi
Karmann in der Osnabrücker Tagespresse NOZ vom 2.10.07
Verfasst: Di 2. Okt 2007, 05:29
von klimarocco
Karmann streicht 1770 Stellen
dpa-Bild
"Dramatisch veränderte Rahmenbedingungen": Karmann plant massive Stellenstreichungen.
Osnabrück (dpa) - Der Cabrio-Spezialist Karmann streicht in Deutschland 1770 Stellen und schließt auch eine Aufgabe des Fahrzeugbau-Bereichs nicht mehr aus. Die Arbeitsplätze sollen bis Herbst 2008 an den Traditionsstandorten Osnabrück und Rheine wegfallen.
«Es gibt einfach keine Aufträge im Komplettfahrzeugbau», sagte ein Unternehmenssprecher. Karmann hat weltweit 7000 Beschäftigte. Bereits im vergangenen Jahr waren wegen einer Auftragskrise 700 Jobs gestrichen worden. Im westfälischen Rheine sollen in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres rund 900 der bestehenden 1000 Arbeitsplätze wegfallen. Innerhalb der kommenden zwölf Monate sollen zudem am Hauptsitz Osnabrück 870 der 4000 Stellen gestrichen werden.
2009 könnte es nach Einschätzung des Unternehmens auch zu einer kompletten Aufgabe des Unternehmensbereichs Fahrzeugbau kommen. Für 2008 schließt Karmann zudem ein Abrutschen in die Verlustzone nicht aus. «Im nächsten Jahr könnte dies ein Thema sein», sagte der Sprecher der Karmann-Geschäftsführung, Peter Harbig, in einer Telefon-Pressekonferenz. Für 2007 werde ein ausgeglichenes Ergebnis angepeilt.
Karmann, das mit dem legendären Karmann Ghia und als Hersteller des VW Käfer Cabriolets Weltruf errungen hat, baut neben Komplettfahrzeugen wie etwa Chrysler Crossfire oder Mercedes CLK im Auftrag der Markenhersteller vor allem auch Dachsysteme für Cabrios und betreibt eine große Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Während die Dachsystem-Fertigung stark wächst, habe es für Komplettfahrzeuge seit Jahren keine neuen Aufträge mehr gegeben, sagte der Firmensprecher. Die Fahrzeughersteller bauten die für Karmann interessanten Sonderfahrzeuge wie Cabriolets oder Sport- Coupés inzwischen vollständig in eigenen Werken.
Im Werk Rheine wird der Fahrzeugbau bereits nach dem Auslaufen der Produktion für den Audi A 4 Cabriolet geschlossen und nur noch eine Restproduktion für Dachsysteme aufrechterhalten. Ziel sei es, die Produktionsstrukturen so zu erhalten, dass etwaige neue Aufträge wieder angenommen werden können, sagte der Firmensprecher.
Die Aufträge für Komplettfahrzeuge in Osnabrück laufen nach Angaben des Unternehmens Ende 2008 aus. Wenn es nicht gelinge, bis zum 1. Juli 2008 einen Nachfolgeauftrag für die Produktion zu gewinnen, sei die Schließung des Fahrzeugbaus wahrscheinlich im Jahr 2009 möglich. Allein dieser Unternehmensbereich zählt derzeit noch 2000 Beschäftigte am Hauptsitz. Im Geschäftsjahr 2006 machte der Autobauer einen Umsatz von 1,9 Milliarden Euro, für das Jahr 2007 hatte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Peter Harbig, einen Einbruch auf 1,4 Milliarden Euro angekündigt.
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) sagte den von der Entlassung bedrohten Mitarbeitern spontan Unterstützung zu: «Das Land ist vor dem Hintergrund der großen Strukturumbrüche bereit, mit erheblichen Mitteln die Weiterqualifizierung und Vermittlung der Beschäftigten in andere Arbeitsplätze zu fördern.» Er appellierte an die deutschen Autohersteller, die «Innovationsschmiede» Karmann zu sichern. «Die deutschen Automobilhersteller müssen sich sorgfältig überlegen, ob sie eine ingenieurtechnische Perle wie Karmann gegebenenfalls ausländischen Unternehmen in die Arme treiben und sich damit selbst langfristig starke Konkurrenz schaffen wollen.»
Die IG Metall reagierte überrascht auf die Pläne. Der 1. Bevollmächtigte der Gewerkschaft in Osnabrück und Karmann- Aufsichtsrat, Hartmut Riemann, nannte die Nachricht «einen heftigen Schlag» für die Belegschaft. Überraschend sei vor allem die hohe Zahl der zu streichenden Stellen. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung und dem Betriebsrat sei am Vormittag die Belegschaft informiert worden. «Wir versuchen jetzt, zu retten, was zu retten ist», sagte Riemann.
ebenfalls vom 2.10.07:
Osnabrück als Autostadt in Gefahr
mey Osnabrück.
Die Stadt Osnabrück läuft Gefahr, ihre Funktion als Produktionsstandort für Automobile zu verlieren. Gestern kündigte der Cabrio-Spezialist Karmann den Abbau weiterer 1770 Arbeitsplätze in den Werken Osnabrück und Rheine binnen Jahresfrist an.
Auf Rot stehen die Ampeln für den Cabriobauer Karmann. Deshalb plant er jetzt im Fahrzeugbau weitere drastische personelle Einschnitte.
Foto: Michael Hehmann
Der Zulieferer Karmann reagiert damit auf eine Auftragslücke im Fahrzeugbau. Für die bis Ende 2009 nach und nach auslaufenden Modelle Chrysler Crossfire, Audi A4 Cabrio und Mercedes CLK Cabrio ist derzeit kein Ersatz in Sicht. "Wenn es nicht gelingt, bis zum 1. Juli 2008 einen Nachfolgeauftrag für die Produktion zu gewinnen, ist eine Schließung des Bereichs Fahrzeugbau im Jahr 2009 nicht auszuschließen", teilte das Unternehmen mit.
Ihre Pläne für den neuerlichen Stellenabbau gab die Geschäftsführung gestern in einer Betriebsversammlung bekannt. Einschneidend sind sie vor allem für das Werk Rheine. Nach dem Auslaufen der Audi-Produktion im Herbst 2008 sollen von den dortigen 1000 Stellen 900 wegfallen. Mit 100 Beschäftigten will Karmann in Rheine anschließend nur noch Dachsysteme fertigen.
Von den etwa 4000 Mitarbeitern in Osnabrück sollen bis Oktober 2008 rund 870 das Unternehmen verlassen. Etwa ebenso viele Personen wären dann noch ein weiteres Jahr mit der Produktion des Mercedes CLK beschäftigt.
"Die Bestürzung ist groß, auch meine persönliche", sagte Karmann-Chef Peter Harbig. Er kämpfe um jeden Arbeitsplatz in der Fahrzeugproduktion und setze wegen des positiven Echos auf den Karmann-Auftritt bei der IAA weiter auf einen neuen Auftrag. Betriebsrat und IG Metall forderten den VW-Vorstand auf, das Karmann-Konzeptfahrzeug eines Polo-Cabrios in Auftrag zu geben. "Man muss an die soziale Verantwortung aller deutschen Autohersteller appellieren, denen wir stets ein zuverlässiger Partner waren", so Betriebsratschef Wolfram Smolinski.
Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) rief die heimische Autoindustrie auf, die "Innovationsschmiede" Karmann zu sichern. Den von Entlassung bedrohten Mitarbeitern versprach er Hilfe. Carl-Ludwig Thiele, FDP-Vize-Fraktionschef im Bundestag, forderte, VW solle Karmann bei der Vergabe neuer Aufträge berücksichtigen. Kritik an Wulff kam von den Grünen und dem Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer, der dem Ministerpräsidenten vorwarf, sich nicht genug für eine "niedersächsische Lösung" der Probleme bei Karmann eingesetzt zu haben.
sowie:
(als Auszug) Traurige Nachricht, aber klare Worte
Von Rainer Lahmann-Lammert
Osnabrück.
Eine wegwerfende Handbewegung, ein Blick, der ins Leere geht, ein zynischer Kommentar. Mehr war den meisten Karmann-Mitarbeitern nicht zu entlocken, als sie gestern von der Frühschicht nach Hause gingen. Mit der traurigen Nachricht, dass in Osnabrück 870 von 4000 Stellen gestrichen werden sollen.
Gedrückte Stimmung: Karmann-Mitarbeiter aus der Frühschicht gestern am Werkstor 2 auf dem Weg nach Hause.
Foto: Michael Hehmann
Man kann es fühlen, man kann es sehen: Die Stimmung unter den Karmännern ist gedrückt. Es wird nicht viel gesprochen und schon gar nicht gescherzt. In vielen Gesichtern ist die nackte Angst zu erkennen. Da sind die Kollegen, die gerade erst gebaut haben und sich jetzt fragen, wie lange sie die Raten für ihr Eigenheim noch abstottern können. Die schon seit Monaten nicht mehr ruhig schlafen können, weil sie von Arbeitslosigkeit und Hartz IV träumen. Und die Kopfschmerzen bekommen bei dem Gedanken, dass das Geld bald vielleicht nicht mehr reichen wird, um ihre studierenden Töchter und Söhne zu unterstützen.
und noch ein Beitrag aus selbem Hause:
Eine Stadt zwischen Hoffen und Bangen
Von Jens Buchkremer und Rainer Lahmann-Lammert
Osnabrück.
An die guten Nachrichten in den vergangenen Monaten konnte man sich gewöhnen. Die Unternehmen eilen von einem Produktionsrekord zum nächsten, die Arbeitslosigkeit hingegen sinkt. Und jetzt das: Binnen eines Jahres will Karmann fast 900 Menschen in Osnabrück entlassen. Was bedeutet das für die Stadt - und welche Chancen haben diejenigen, die ihren Arbeitsplatz verlieren?
Er hat Glück im Unglück: Arno Schröder hat vor wenigen Wochen bei Karmann gekündigt, weil er einen neuen Job antreten wird. Angesichts des angekündigten Stellenabbaus ist er heilfroh, dass er das Unternehmen verlassen kann.
Foto: Michael Hehmann
Arno Schröder ist mit einem blauen Auge davongekommen. Der 42-jährige Elektro-Konstrukteur hat vor wenigen Tagen bei Karmann seine Kündigung eingereicht - nach 26 Jahren. In Zukunft wird er für ein anderes Unternehmen im technischen Vertrieb arbeiten.
Dass es bei Karmann "so krass gekommen ist", hatte Arno Schröder nicht erwartet. Er ist heilfroh, dass er gerade jetzt seine Sachen packen kann, denn an seinem Job hängt eine Familie mit zwei Kindern.
Andere Karmann-Mitarbeiter, die ihren Arbeitslatz verlieren werden, müssen sich eine solche Perspektive erst noch schaffen. Schon jetzt ist absehbar, dass es für die einen einfacher werden wird als für die anderen. Gut ausgebildete und qualifizierte Mitarbeiter haben auf dem Arbeitsmarkt derzeit reelle Chancen, gerade in der Metall- und Elektroindustrie. "Da ist der Fachkräftemangel so eklatant, dass er manche Betriebe daran hindert zu wachsen", sagt Andreas Lehr, Sprecher der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland. Hermann Eggemann, stellvertretender Leiter der Agentur für Arbeit, sieht das ähnlich. Schweißer, Dreher, Fräser und Logistikmitarbeiter würden derzeit händeringend gesucht. Dennoch dürfe dies nicht von der Dramatik der Lage ablenken, so Hermann Eggemann. "Die gute Konjunktur alleine wird das Problem nicht lösen. Das ist eine harte, harte Angelegenheit." Die Entlassungen bei Karmann werden sich Eggemanns Einschätzung nach in der Arbeitslosenquote von derzeit 6,2 Prozent in der Region niederschlagen. Sie dürfte um einige Zehntelprozentpunkte steigen.
Es gab Warnzeichen
Denkbar sind zudem Entlassungen bei Zulieferern und anderen Unternehmen, die von Karmann und seinen Mitarbeitern abhängig sind. "Wir erwarten aber keine Massenentlassungen bei Zulieferern", erklärt Andreas Lehr. Der Grund: Viele Unternehmen hätten auf die Warnzeichen, die es bei Karmann in den vergangenen Jahren gegeben habe, reagiert und sich neue Geschäftsfelder erschlossen. Peter H. Konermann, Geschäftsführer des Unternehmerverbands Einzelhandel, urteilt: "Natürlich trifft das den Einzelhandel, aber eine Katastrophe ist es nicht."
Und so schwanken die Reaktionen auf die Karmann-Entscheidung zwischen Bangen und Zuversicht: ein "harter Schlag", ein "Schreck", eine "dramatische Situation" heißt es einerseits. Andererseits ist immer wieder zu hören, dass Anlass zur Hoffnung bestehe. "Es muss uns in einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Wirtschaft, Arbeitsagentur und Politik gelingen, die 900 wieder an Bord zu holen", sagt Konermann. Gerade bei Dienstleistern entstünden immer mehr neue Jobs.
Der Einfluss der Politik allerdings ist begrenzt: "Wir können nichts tun, um die Entlassungen direkt zu verhindern", sagt der Osnabrücker Oberbürgermeister Boris Pistorius (SPD). Wohl aber könnten die Stadtverwaltung und die Politik beispielsweise in Unternehmensnetzwerken auf die betroffenen Mitarbeiter aufmerksam machen. Zudem gehe es darum, für den Standort Osnabrück zu werben. "Sonst geht Fachkompetenz in der Region verloren."
Zur Hoffnung gehört auch, dass Karmann einen Nachfolgeauftrag erhalten könnte, so dass der Fahrzeugbau erhalten bleibt. So fordert Wolfgang Gurk, Chef der Wirtschaftsförderung Osnabrück, "eine zukunftsfähige Kooperationsstrategie mit den großen Herstellern, damit die Fahrzeugproduktion bei Karmann mit ihrem großen Technologiepotenzial erhalten bleibt".
und für heute von mir der letzte Artikel:
Wirtschaft 02.10.2007
-
Automobilbauer mit mehr als 100-jähriger Erfahrung
mey Osnabrück.
Als Automobilbauer kann der Osnabrücker Cabrio-Spezialist Karmann auf eine mehr als 100-jährige Tradition zurückblicken.
Bereits ein Jahr, nachdem Firmengründer Wilhelm Karmann 1901 die ehemalige Wagenfabrik Christian Klages erworben hatte, lieferte er die erste handgefertigte Autokarosserie an die Bielefelder Dürrkopp-Werke aus. Schon vor dem Zweiten Weltkrieg kam Karmann mit großen Autoherstellern wie Adler, Citroën, Opel, Hansa, Chrysler oder Mercedes ins Geschäft, denen er Karosserien lieferte. Durch immer bessere Cabriolet-Verdecke erwarben sich die Osnabrücker bereits in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts einen guten Ruf als Spezialisten für Frischluft-Autos.
Vor allem die Zusammenarbeit mit dem Volkswagen-Werk in der Nachkriegszeit machte den Namen Karmann in aller Welt bekannt. 1949 entstand aus dieser Kooperation zweier niedersächsischer Unternehmen das erste VW-Käfer-Cabriolet und wenige Jahre später der legendäre Karmann-Ghia, der bis 1976 vom Band lief. Für VW baute Karmann in den 70er und 80er Jahren aber auch Modelle wie den Scirocco oder den Sportwagen Corrado. Die überragende Bedeutung des Kunden Volkswagen wird an der Zahl von mehr als 2,5 Millionen Fahrzeugen deutlich, die Karmann zwischen 1949 und 1999 für die Wolfsburger gebaut hat.
Auftragseinbrüche in der Fahrzeugfertigung hat es in der Karmann-Geschichte mehrfach gegeben. Einen ungewöhnlichen Weg beschritt das Unternehmen daher, als es ab April 1995 für Kia, einen koreanischen Neuling auf dem europäischen Automarkt, den Geländewagen Sportage in Osnabrück herstellte. Auch der langjährige Partner VW half Karmann bisweilen über Auftragsflauten hinweg - etwa, indem er dort eine Auslaufserie des Golf Variant fertigen ließ.
In Sachen Autoproduktion war 1998 das Rekordjahr für Karmann. Nachdem der 1990 als erster familienfremder Firmenchef an die Karmann-Spitze getretene Rainer Thieme von DaimlerChrysler und Audi neue Aufträge zur Cabriolet-Produktion erhalten hatte, liefen in Osnabrück und Rheine fast 105000 Komplettfahrzeuge vom Band. Kurz vor seinem Ausscheiden im Jahr 2002 konnte Thieme noch den bislang letzten Fahrzeugauftrag für Karmann vermelden. Der Chrysler-Sportwagen Crossfire erfüllte aber bei weitem nicht die in ihn gesetzen Absatzerwartungen und wurde somit zum Symbol der jetzigen Krise.
Trotz ausbleibender Aufträge im Fahrzeugbau ist Karmann weiterhin als technischer Entwickler und Lieferant für Dachsysteme sehr gefragt. Daher baute das Unternehmen in den letzten Jahren Fabrikationsstätten für Dächer in den USA, Großbritannien und Polen auf. Ein weiteres Dachsystem-Werk in Japan soll folgen.
Die Scirocco-Szene könnte Karmann einen guten Rat geben, wer den Nachfolger unserer legendären Lieblinge konstruieren und bauen sollte, um daraus einen Erfolg für Werk, Mitarbeiter und Kunden zu machen. Aber dafür braucht es eines Auftraggebers. Und alle miteinander bauen in Polen, Ungarn, bald auch in China viel billiger. Wer will und kann den billig gebauten Boliden dann aber wovon bezahlen, wenn er bei Karmann nicht mehr gebraucht wird?
Verfasst: Di 2. Okt 2007, 06:42
von Kerstin
Verfasst: Do 11. Okt 2007, 06:42
von Sven
Das Bild vom Cabrio hab' ich ihm Vortex-Scirocco-Forum auch schon gesehen.

Solange noch kein endgültiges Design für das "Coupé" vorgestellt wurde, glaube ich aber gar nix mehr.
Der große Single-Frame-Grill à la Audi ist ja sowieso schon gestorben.
Na ja, man wird sehen...
MfG, Sven.

Der wahre Grund
Verfasst: Di 4. Dez 2007, 19:49
von ricola72
So, ich geb auch mal mein bestes dazu.
Warum baut Karmann kein Autos mehr für VW & Co.?? Ist eigentlich relativ einfach.
Wir fangen von vorne an. es war einmal eine IAA in Frankfurt. Dort präsentierte ein kleiner Autobauer aus Osnabrück eine Studie, die hieß Karmann Idea. Leider war das Interesse nicht allzu groß, das Auto wanderte ins Werksmuseum. Aber welch wunder nur wenige Jahre später, ein Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen zeigte seinen Boxster. Und, nanu, welch Ähnlichkeit mit dem Idea von Karmann. Tja, der kleine Osnabrücker dachte sich:"Nicht mit mir, meine Herren aus Zuffenhausen" Und ging vor Gericht, er gewann. Der Zuffenhäuser Unternehmer zahlte und lies seine "Kopie" in Osnabrück anfertigen.
Das alles wäre kein Problem. Doch heute besitzt der Herr aus Zuffenhausen das sagen bei VW & Co. Die Vereinbarung mit dem Boxster ist auch schon ausgelaufen. Und wie ein kleines beleidigtes Kind ist er nun sauer auf die Fahrzeugschmiede aus Osnabrück und lässt sie deshalb verhungern.
Soviel von meiner Seite. ist schon traurig, dass so was passieren muss.
GT
Verfasst: Di 4. Dez 2007, 20:02
von rocco-oal
Denen geht´s jetzt leider wie am Jahresanfang BBS. Denen ist auch ein Großabnehmer abgesprungen und schwupp di wupp waren se Insolvent. Da kann man nur hoffen, dass sie von nem anderen Unternehmen wieder aufgefangen werden. Aber im Idealfall, was mir am liebsten wäre, wie den meisten von uns denk ich, wenn Karmanns Auftragsbücher sich wieder füllen und sich somit wieder fangen können.