>Die Politik wird ihre Daten wohl von einigen der hier aufgeführten Institute haben
Wobei der Politik aber genauso vorgeworfen werden kann, im Vorraus bereits gewisse Foschungsergebnisse haben zu wollen (um Steuererhöhung zu rechtfertigen als Beispiel), und sich dementsprechend die Ergebnisse aussucht.
Wer finanziert z.B. diese Alfred Wegener Stiftung? Ist die wirklich so sauber?
Gut, wir können uns ja darauf einigen, dass mir und sicherlich noch vielen anderen Roccofahrern die Tim Ball-Variante lieber ist, dessen Theorie auch gar nicht so abwägig ist.
Die Erde gibt's schliesslich um einige Zeit länger als den Menschen auf der Erde. Es ist bereits von mehreren Wissenschaftlern (wovon bei weitem nicht alle mit dem Tim Ball zusammen gearbeitet haben) mehrmals nachgewiesen worden, dass die Erde mehrere, auch recht heftige Klimaänderungen erlebt hat, auch bevor es den ersten Menschen überhaupt gab. Daher kann der von Menschen verursachte CO2-Ausstoss nur einen, wenn überhaupt messbaren, Einfluss auf die jetzt beobachtete Erderwärmung haben. Dies sind meistens Forscher, die sich das Gesamtbild anschauen, und nicht, wie soviele ihrer Kollegen, sich nur einen relativ kleinen Zeitraum aussuchen. 50, 100, 200 Jahre sind ein relativ kleiner Zeitraum, der in Bezug auf die Erdgeschichte total irrelevant ist.
Gerade da suchen sich aber die jeweiligen Interessenten ihre Ergebnisse gezielt aus.
Gehen wir sogar noch mal einen Schritt zurück in dieser Diskussion:
Stellen wir uns mal vor, wir würden ein wenig Klimaforschung betreiben wollen, um womöglich nachzuweisen, ob der Mensch (und seine inzwischen so von Umweltlern verhassten DX-motorisierten Roccos

) an der Erderwärmung Schuld hat.
Was braucht man denn dazu? Ich habe ja selber lange genug geforscht, um meinen Dr zu bekommen, kenne mich daher recht gut in dieser Welt aus
GELD!
Leute, am besten auf internationaler Ebene, denn man muss überall auf der Welt messen (die Welt in eine Art Gitter aufteilen, bestehend aus Messpunkten),
Labors mit Geräten,
GELD für Reisen zu Konferenzen, wo man seine Ergebnisse vorträgt
Gut, am besten macht man das in Zusammenarbeit mit einer Uni. Die hat zumindest schon mal ein paar Labors und Geräte. Die Uni wird aber Geld sehen wollen, denn wer zahlt sonst die Leute, oder wovon leben die sonst? Die Uni geht auf Geldsuche. Nur wo?
Staat: Der wird aber nicht allzufrieden sein mit Ergebnissen, die 180° auf deren Einsichten/Politik steht, wenn man die eigenen Ergebnisse en masse veröffentlicht
Greenpeace und sonstige grüne Organisationen: Trotz meinem grossen Respekt vor diesen Organisationen, wenn sie sich für die Rettung von Walen usw. einsetzen, können die sich ja nicht als Sponsor einer Studie sehen, bei der die Ergebnisse womöglich zu roccofreundlich sein könnten. Das gäbe PR-Probleme.
Banken? Business Angels? Nö, die wollen Gewinne sehen, die man mit reiner Forschung nicht erlangen kann. Wir entwickeln oder stellen ja nichts her, wir wollen nur forschen.
Familie? Deren Geld reicht bei weitem nicht aus.
Da bliebe nur noch die Industrie ...
Es ist richtig, dass es immer schwieriger geworden ist, komplett finanziell unabhängige Forschung zu betreiben. Was ich aber verdamme, ist was unsere Politiker machen: Aufgrund von nicht beweisbaren Tatsachen irgendwelche Gesetze zu erlassen, die mich als intelligenter Autofan (der übrigens das Auto NIE im Alltag bewegt, ich laufe jeden Tag zur Arbeit, gehe zu Fuss einkaufen, benutze immer die Bahn um nach London, Birmingham und sonstwo privat hinzukommen, bringe keine Kinder im Auto zur Schule - ich musste selber früher den Schulweg zu Fuss zurücklegen) daran hindern, ein bisschen Spass an ein paar wenigen Tagen im Jahr zu haben, ohne dabei gleich sowas von zur Kasse gebeten zu werden, weil mir allesmögliche nicht Beweisbare vorgeworfen wird. Wenn es denn beweisbar wäre, und nicht so'n Ramsch kommt wie neulich beim Black VR6 ("Zunächst sind Erfahrungen in der praktischen Anwendung der Kennzeichnungsverordnung zu sammeln," - das ist doch die reinste Ohrfeige seitens der Politiker ins Gesicht eines jeden intelligenten Menschen - Probieren geht also über Studieren, denn sie haben sonst keine Ahnung), dann kommt bei mir auch mehr Einsicht.
Es ist übrigens auch so, dass so manch industrieller Sponsor nicht unbedingt so sehr an Forschungsergebnissen interessiert ist als mehr am Image, eben dass man in Forschung investiert. So werden auch oft die üblichen Quellen der Forschungsgelder in Deutschland sowie in GB mit Hilfe der Industrie gefüllt, Gelder, die vom Staat an Unis verteilt werden. Ein verzwicktes Netz, daher kann man so pauschal ein Forschungsteam nicht dem Ursprung ihrer Geldquelle nach beurteilen.
Tempest
Beitrag bearbeitet (09.03.07 01:46)