Re: Gerade im TV... "Führerschein für jeden in Gefahr"
Verfasst: Mi 6. Dez 2006, 01:30
Ha ha... ich lach mich schlapp...
"Es war an einem Frühjahrsmorgen 1997. Ja, ich erinnere mich noch genau, es war ein Montag. Mit noch leicht verträumtem Blick und den Gedanken an das vergangene Wochenende fuhr ich mit meinem Spochtkupe von meiner Perle zur Arbeit. Mein Weg führte über eine stark befahrene Bundesstraße, an der sich auch mehrere Bushaltestellen befinden.
Bereits zu dieser Zeit hat man an dieser Bundesstraße schon zahlreiche Haltebuchten für Busse durch Haltestellen ersetzt, an denen die Busse nicht mehr umständlich in jene Haltebucht einsteuern müssen, sondern ganz bequem einfach mitten auf der Straße stehen bleiben können. Wie praktisch.
Es war so gegen 7:30 Uhr, als ich ein Stück vor mir einen Schulbus bemerkte. Am rechten Straßenrand tummelte sich eine kleine Schar von Kindern. Ich bin mir sicher, dass nicht jedes dieser Kinder die Ankunft des Schulbusses begrüßte. Nun denn. Es war eigentlich eine recht klassische Situation, wie wir sie alle aus den Fragebögen der Fahrschule kennen.
Der Bus hielt an, und auf der gegenüberliegenden Straßenseite tauchte auf einmal ein Junge auf, der im Schweiße seines Angesichts stressgeplagt darum kämpfte, den Bus noch zu erreichen (doofes Balg).
Ich mochte mich zwar nicht mehr genau an die einzelnen Fragestellungen aus den Fahrschulbögen erinnern, jedoch wurde mir klar, hätte dort gestanden...
...Sie müssen damit rechnen, dass das Kind über die Straße rennt, um den Buss zu erreichen.
...ich hätte gewiss jetzt an dieser Stelle ein Kreuz gemacht.
Inzwischen hatte ich mich dem Bus vorsichtig auf weniger Meter genähert. Als der Junge gegenüber schon in leicht nach vorne gebeugter Haltung gewissermaßen zum Sprung ansetzte, brachte ich das Spochtkupe behutsam zum Stehen.
In diesem Moment wurde mir klar, ich habe das Richtige getan, und ich fühlte mich gut dabei. Ich wollte den putzigen kleinen Kerl noch mit einem freudigen Lächeln über die Straße winken, als just in diesem Moment ein jähes Quietschen, gefolgt von dem wiederlichen Klang sich zermalmenden Bleches hinter mir, meine Gesichtszüge zum entgleisen brachten."
Genau... hinter mir sind 3 Autos ineinander gerasselt. Aber mein Auto wurde nicht getroffen. Die Rennleitung kam natürlich und dann gabs großes Palaver....egal.
Und die Konsequenz aus dieser Geschichte war, dass ich zu spät zur Arbeit kam.
Das Problem ist ganz einfach. Diese verspackten Verwaltungsingenieure kürzen diese Haltebuchten so nach und nach weg, wodurch man teilweise kaum noch Platz hat. Wenn die Räume enger wrden, wird es natürlich auch gleichermaßen gefährlicher. Ich hab das nie verstanden, wie man so einen Quatsch machen kann.
Der Kaufmann sagt: Jeden Tag steht ein Dummer auf, der den Plunder in meinem Laden kauft.
Amen, ich sage Euch aber, jeden Morgen steht ein Beamter auf, der uns mit einer Vielzahl an sinnlosen Ideen überraschen will.
Das ist dann so ähnlich, wie beim Adventskalender, nur dass der Kalender in diesem Fall 365 Türchen hat.
In diesem Sinne...
Gruß Maddin
"Es war an einem Frühjahrsmorgen 1997. Ja, ich erinnere mich noch genau, es war ein Montag. Mit noch leicht verträumtem Blick und den Gedanken an das vergangene Wochenende fuhr ich mit meinem Spochtkupe von meiner Perle zur Arbeit. Mein Weg führte über eine stark befahrene Bundesstraße, an der sich auch mehrere Bushaltestellen befinden.
Bereits zu dieser Zeit hat man an dieser Bundesstraße schon zahlreiche Haltebuchten für Busse durch Haltestellen ersetzt, an denen die Busse nicht mehr umständlich in jene Haltebucht einsteuern müssen, sondern ganz bequem einfach mitten auf der Straße stehen bleiben können. Wie praktisch.
Es war so gegen 7:30 Uhr, als ich ein Stück vor mir einen Schulbus bemerkte. Am rechten Straßenrand tummelte sich eine kleine Schar von Kindern. Ich bin mir sicher, dass nicht jedes dieser Kinder die Ankunft des Schulbusses begrüßte. Nun denn. Es war eigentlich eine recht klassische Situation, wie wir sie alle aus den Fragebögen der Fahrschule kennen.
Der Bus hielt an, und auf der gegenüberliegenden Straßenseite tauchte auf einmal ein Junge auf, der im Schweiße seines Angesichts stressgeplagt darum kämpfte, den Bus noch zu erreichen (doofes Balg).
Ich mochte mich zwar nicht mehr genau an die einzelnen Fragestellungen aus den Fahrschulbögen erinnern, jedoch wurde mir klar, hätte dort gestanden...
...Sie müssen damit rechnen, dass das Kind über die Straße rennt, um den Buss zu erreichen.
...ich hätte gewiss jetzt an dieser Stelle ein Kreuz gemacht.
Inzwischen hatte ich mich dem Bus vorsichtig auf weniger Meter genähert. Als der Junge gegenüber schon in leicht nach vorne gebeugter Haltung gewissermaßen zum Sprung ansetzte, brachte ich das Spochtkupe behutsam zum Stehen.
In diesem Moment wurde mir klar, ich habe das Richtige getan, und ich fühlte mich gut dabei. Ich wollte den putzigen kleinen Kerl noch mit einem freudigen Lächeln über die Straße winken, als just in diesem Moment ein jähes Quietschen, gefolgt von dem wiederlichen Klang sich zermalmenden Bleches hinter mir, meine Gesichtszüge zum entgleisen brachten."
Genau... hinter mir sind 3 Autos ineinander gerasselt. Aber mein Auto wurde nicht getroffen. Die Rennleitung kam natürlich und dann gabs großes Palaver....egal.
Und die Konsequenz aus dieser Geschichte war, dass ich zu spät zur Arbeit kam.
Das Problem ist ganz einfach. Diese verspackten Verwaltungsingenieure kürzen diese Haltebuchten so nach und nach weg, wodurch man teilweise kaum noch Platz hat. Wenn die Räume enger wrden, wird es natürlich auch gleichermaßen gefährlicher. Ich hab das nie verstanden, wie man so einen Quatsch machen kann.
Der Kaufmann sagt: Jeden Tag steht ein Dummer auf, der den Plunder in meinem Laden kauft.
Amen, ich sage Euch aber, jeden Morgen steht ein Beamter auf, der uns mit einer Vielzahl an sinnlosen Ideen überraschen will.
Das ist dann so ähnlich, wie beim Adventskalender, nur dass der Kalender in diesem Fall 365 Türchen hat.
In diesem Sinne...
Gruß Maddin