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Re: Seminar Anti-Diskriminierungsgesetz

Verfasst: Mi 23. Aug 2006, 11:49
von Tempest
Alles halb so schlimm, denn es wird immer noch genug Gründe geben, weshalb ein Arbeitgeber eine Person nicht einstellen will (das sehe ich so als Arbeitgeber - naja, deshalb wollen wir erst gar keine Angestellten bei uns im Laden :grins: ). Selbst wenn sich ein diskriminierter Stellenbewerber sich seine Arbeitsstelle durch den Gerichtshof erkämpft, was für ein tolles Arbeitsverhältnis wird er/sie da haben?

Sehe ich alles zwar als Schwachsinn, auch ich halte die Zeit der PC (Political Correctness) für endlich mal vorbei (sage schon mal wieder des öfteren, was ich denke, wir habe schliesslich die Meinungsfreiheit, und die steht bei mir immer noch über alle anderen Gesetze, solange dabei nicht gleich Kriege entstehen), und mache mir deswegen eigentlich keine Sorgen um diesen Schwachsinn, mal wieder eine Folge der bereits sehr oft hier von mir heftigst kritisierten Globalisierung. Dagegen sollten die Politiker aml öfters angehen, Jobs sollen nicht nach China, sondern zurück in die EU verlagert werden (wie, das ist nicht mein Problem, habe ja nicht Politik studiert, sondern E-Technik, aber während ein E-Techniker gefeuert wird, wenn er Müll baut, kann ein Politiker sich auf eine schöne Abfindung mit Rente freuen, wenn er/sie Müll baut). Dadurch entstehen doch erst all diese Porbleme.

Tempest

Re: Seminar Anti-Diskriminierungsgesetz

Verfasst: Mi 23. Aug 2006, 12:32
von Superhobel
Die Presse schlachtet das Thema jedenfalls bereits genüsslich aus :-) ) In den USa werden jedenfalls Millionen damit verdient, weil jeder gegen jeden klagt und Schadenersetz verlangt. Da reichte es schon wenn die guten Tiere bei Disney weiss sind und die Bösen schwarz, das war den Gerichten einige Millionen wert und die Farben mussten geändert werden.

Managermagazin: Ein erstes Beispiel gab es schon als ein Werkskindergarten deshalb scheiterte, weil sich der schwule Betriebsratsvorsitzende diskriminiert fühlte und für die Schwulen im Betrieb Ausgleichszahlungen forderte, weil sie ja keine Kinder haben. Der Arbeitgeber winkte genervt ab und der Werkskindergarten wurde eingestampft.

weiter:

Barbara Ahrons, Bürgerschaftsabgeordnete und Landesvorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung: "Hat ein Tischlermeister nur griechische Angestellte und eine freie Stelle, auf die sich unter anderem ein Türke bewirbt, dann wäre er faktisch dazu gezwungen, diesem den Job zu geben - trotz der drohenden Konflikte." Ansonsten könnte er von dem abgelehnten Türken auf Schadenersatz verklagt werden. Grund: Diskriminierung aus ethnischen Gründen. Im Zweifel, so Ahrons, "verzichten Firmenchefs künftig eher auf die Einstellung neuen Personals." Auch eine Boutique könnte nicht mehr eine "junge dynamische Mitarbeiterin" suchen, wenn sie Klagen älterer Frauen aus dem Weg gehen wolle.

Torsten Flomm vom Grundeigentümerverband: "Es kann nicht sein, daß Vermieter vor den Kadi gezerrt werden, nur weil sie einem bestimmten Bewerber keine Wohnung geben. Aus welchem Grund auch immer."

Jedenfalls gibt es schon die ersten Beratungsstellen, sowohl für Firmen als auch für Leute, die daraus Kapital schlagen wollen und ganz bewusst Firmen verklagen werden um sich zu bereichern, denn es geht um grosse Summen. In der linken Szene bieten sich Beratungsstellen an, die Opfer vor Gericht stellvertretend vertreten um so grösstmögliche Erfolge zu erzielen.

http://antidiskriminierungsgesetz-online.de/



Beitrag bearbeitet (23.08.06 13:44)

Re: Seminar Anti-Diskriminierungsgesetz

Verfasst: Mi 23. Aug 2006, 13:40
von Tempest
>das mußte ja mal wieder kommen !!!

:kopfhaue: Ist doch wahr, ey! :hihi:

>"verzichten Firmenchefs künftig eher auf die Einstellung neuen Personals."

Wie ich bereits weiter oben geschrieben hatte, macht meine Firma das zur Zeit genauso, denn das ganze Minenfeld, durch das man hindurch muss, nur um eine Arbeitskraft einzustellen (Health & Safety, employee rights, blabla ...) macht einen einfach nur krank. Wir haben schon genug damit zu tun, die Firmensozialabgaben, Steuern, jährliche Buchhaltung dem Staat zu überreichen (weil wir eine Limited Company sind) usw. zu machen. "Red tape" nennt man das hier, und davon gibt es viel zu viel. Wenn sich da Politiker noch wundern, warum keine neuen Arbeitsplätze entstehen, dann haben wir entgültig verloren.

Tempest