Re: Karmann - aktuell :-(
Verfasst: So 20. Mär 2005, 13:29
@sublime:
>WER hier die POMMES mit ESSIG ißt, wissen wir auch, was wir davon zu halten haben...
Genau, denn das bin ich nicht. Ich füttere zudem auch KEINE Salz & Essig Chips (pfui, geh mir fort mit dem Zeugs
). Nach jahrelangem Aufenthalt hier auffer Insel kriegen sie mich immer noch nit mit Essig auf meine Pommes, es sei denn es ist so einer aus der Karlsruher Gegend zu Besuch, der hin und wieder mal so'n Beutelchen / Flasche mit Essig aufmacht, und mir geschwind das Zeug beim Einatmen unter meiner Nase schiebt

Der grund weshalb es wohl keinen Einser oder 2er Rocco mehr geben wird, denke ich mir, lag einfach an das Konzept selber: Erstens war und ist VW ein Massenhersteller (OK, das ist Ford auch, Porsche und Ferrari aber nicht), der damals einfach nur ein Coupe für dei Massen bauen wollte (auch das trifft nicht auf Porsche und Ferrari zu). Bei den Massenherstellern spielen beim Autodesign ganz andere Kriterien eine Rolle als bei den Nischenmarken, wo es ja geradezu auf das langzeithaltige Design ankommt. Daher sieht ein Porsche auch heute noch so aus wie damals, als der erste 911 vom Band lief.
Bei einem Massenproduzent hingegen geht's alles um den sog. "Product Lifecycle", der wesentlich kürzer ist als bei einer Nischenmarke. Sobald das Produkt seinen "End of Lifecycle" erreicht hat, sprich der Absatz sinkt, wird das Produkt abgesetzt, aus, vorbei. Das ist ja im PC, Audio/TV Bereich nicht anders.
Diese von Massenherstellern angewandte Strategie hat dann wohl zu dem krassen Unterschied im Design zwischen dem Einser und dem 2er Rocco geführt, wo völlig andere Designkriterien eine Rolle gespielt haben als Beibehalt des originalen Desigs und damit einhergehender Wiedererkennungswert, der sich ja beim 2er gegenüber dem Einser fast schon asymptotisch Null nähert.
Zu VWs Verteidigung sei allerdings gesagt, dass, obwohl VW das immer abstreiten wird, man es ja nochmal mit dem Einser-Design beim "Scirocco 3", sprich Corrado, versucht hat (siehe C-Säulenbereich). Bei dem wiederum hat man meiner Meinung nach gleichzeitig zu viele neue Technologien versucht einzubauen, wodurch der nicht nur zu teuer wurde, sondern auch einige Anfangsschwierigkeiten hatte (G-Lader), die für die allseits sehr wichtige Presse dann Grund genug waren, dem Corrado den heute noch existierenden schlechten Ruf (der Unzuverlässigkeit) zu geben, und damit den Absatz gar nicht erst rasant ansteigen zu lassen. Vergleicht man das mit Porsche oder Ferrari und selbst den Corvette, werden dort bei der Modellpflege eher kleine, inkrementale Änderungen an der Technik gemacht, frei nach dem Motto "If it aint broken, don't fix it"
Der Corvette hat ja immer noch eine starre Hinterachse mit Blattfedern !!
Die Frage wäre natürlich, wenn sich der Corrado besser verkauft hätte, gäbe es ihn heute noch in irgendeiner Form
, oder ist es einem massenhersteller wie VW eher egal, da der Hauptgewinn ja sowieso in einem völlig anderem Marktsegment erwirtschaftet wird?
Ford muss man da ja glatt für loben, dass die als traditioneller Massenhersteller, das Risiko bereit waren zu nehmen, den Mustang nach so vielen Jahren wieder aufzulegen. Das Experiment muss sich aber noch als positiv, sprich: gewinnbringend, beweisen.
Genug Geschwafel meinerseits, aber interessant finde ich's schon, mal zu beobachten, wie sich Automarken entwickeln
Tempest
>WER hier die POMMES mit ESSIG ißt, wissen wir auch, was wir davon zu halten haben...
Genau, denn das bin ich nicht. Ich füttere zudem auch KEINE Salz & Essig Chips (pfui, geh mir fort mit dem Zeugs
Der grund weshalb es wohl keinen Einser oder 2er Rocco mehr geben wird, denke ich mir, lag einfach an das Konzept selber: Erstens war und ist VW ein Massenhersteller (OK, das ist Ford auch, Porsche und Ferrari aber nicht), der damals einfach nur ein Coupe für dei Massen bauen wollte (auch das trifft nicht auf Porsche und Ferrari zu). Bei den Massenherstellern spielen beim Autodesign ganz andere Kriterien eine Rolle als bei den Nischenmarken, wo es ja geradezu auf das langzeithaltige Design ankommt. Daher sieht ein Porsche auch heute noch so aus wie damals, als der erste 911 vom Band lief.
Bei einem Massenproduzent hingegen geht's alles um den sog. "Product Lifecycle", der wesentlich kürzer ist als bei einer Nischenmarke. Sobald das Produkt seinen "End of Lifecycle" erreicht hat, sprich der Absatz sinkt, wird das Produkt abgesetzt, aus, vorbei. Das ist ja im PC, Audio/TV Bereich nicht anders.
Diese von Massenherstellern angewandte Strategie hat dann wohl zu dem krassen Unterschied im Design zwischen dem Einser und dem 2er Rocco geführt, wo völlig andere Designkriterien eine Rolle gespielt haben als Beibehalt des originalen Desigs und damit einhergehender Wiedererkennungswert, der sich ja beim 2er gegenüber dem Einser fast schon asymptotisch Null nähert.
Zu VWs Verteidigung sei allerdings gesagt, dass, obwohl VW das immer abstreiten wird, man es ja nochmal mit dem Einser-Design beim "Scirocco 3", sprich Corrado, versucht hat (siehe C-Säulenbereich). Bei dem wiederum hat man meiner Meinung nach gleichzeitig zu viele neue Technologien versucht einzubauen, wodurch der nicht nur zu teuer wurde, sondern auch einige Anfangsschwierigkeiten hatte (G-Lader), die für die allseits sehr wichtige Presse dann Grund genug waren, dem Corrado den heute noch existierenden schlechten Ruf (der Unzuverlässigkeit) zu geben, und damit den Absatz gar nicht erst rasant ansteigen zu lassen. Vergleicht man das mit Porsche oder Ferrari und selbst den Corvette, werden dort bei der Modellpflege eher kleine, inkrementale Änderungen an der Technik gemacht, frei nach dem Motto "If it aint broken, don't fix it"
Die Frage wäre natürlich, wenn sich der Corrado besser verkauft hätte, gäbe es ihn heute noch in irgendeiner Form
Ford muss man da ja glatt für loben, dass die als traditioneller Massenhersteller, das Risiko bereit waren zu nehmen, den Mustang nach so vielen Jahren wieder aufzulegen. Das Experiment muss sich aber noch als positiv, sprich: gewinnbringend, beweisen.
Genug Geschwafel meinerseits, aber interessant finde ich's schon, mal zu beobachten, wie sich Automarken entwickeln
Tempest