Achtung Satire!

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Tempest
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Achtung Satire!

Beitrag von Tempest »

OK, mir war mal danach, zumal mich die KfZ-Tuning-Sache doch irgendwie enorm beschäftigt :-)

Satire ist ein gutes Instrument, um seinen Unmut zum Ausdruck zu bringen, viele Komiker verdienen da sogar schönes Geld mit, Stichwort "Scheibenwischer". Daher fiel mir einfach mal folgendes ein, viel Spass beim Lesen und hoffentlich das eine oder andere Grinsen (vergesst aber bitte nicht, dass genauso wie bei der Sendung Scheibenwischer Satire schmerzhaft sein kann, weil die Wahrheit oft weh tut :zwinker: ):

2 europäische Spitzenpolitiker trafen sich neulich mal wieder zu einem Fachgespräch in einem 5-Sternehotel in London: Angela Mängel und Tony Liar. Das Gesprch lief sehr gemütlich ab, die beiden konnten sich in vielem einig werden bzw. waren es bereits.

Tony: Hi, Angela, long time, no speak!

Angela: Ja, Tony, das freut mich auch, Dich mal wieder sehen zu können.

Tony grinst Angela erfreut an, denkt dabei mit Sehnsucht an seine Cherie.

Angela: Ich habe neulich die Lösung für alle Probleme der steigenden Arbeitslosigkeit wegen der Verlagerung der Arbeitsplätze in Billiglohnländer wie China, erhöhte Steuereinnahmen sowie unsere erforderlichen Diätenerhöhungen gefunden, Tony.

Angela strahlt.

Tony: Oh, das hört sich ja vielversprechend an, denn auch in England geht mir das Gemeckere der Bevölkerung auf den S*ck, dass die Arbeitsplätze nach Indien wandern, wo sie immerhin dank unserer dortigen kolonialen Tätigkeiten ein recht brauchbares Englisch sprechen. Schade, dass der blöde Ghandi damals dazwischen funken musste. Sonst wäre es für uns noch viel einfacher gewesen, das Land noch ein wenig mehr von Nutzen sein zu lassen.

Angela: Ja, Tony, mir ist neuerdings ein Schrieb von irgend so'nem Internetforum voller Autospinner in die Hände gekommen, worin man seine Bedenken zu einer ECE-Richtlinie ...

Angela kramt in ihrem Aktenkoffer, Marke Aldi, herum, um das Schreiben raus zu holen.

Angela: ... die Richtlinie ... 70/156/EWG Artikel 29a zu äussern. Kam von so'nem Forum voller Passatfahrer.

Tony: Passatfahrer?

Angela: Ja, Passat, Du kennst doch den VW Passat.

Tony: Ähm, ja glaube schon, kenne mich mit Autos nicht so aus.

Angela: Ich doch auch nicht. Ich weiss heute noch nichtmal, worin ich immer hin und her kutschiert werde. Zuhause habe ich einen Gollef oder sowas, kann von Opel sein, oder war's doch VW.

Tony: VW, naja, da haben wir Euch ja damals ein bisschen mitgeholfen, nicht wahr. Major Ivan Hurst war ja derjenige, der Eure "Kraft durch Freude"-Fabriken in Wolfsburg wieder in Schwung gebracht hat. Unsere Armee hat dann brav seinen Müll, die Käfer, gekauft, damit er sich nicht ganz nutzlos fühlte. Zum Glück wurden wir den Schwachsinn schnell in 1949 an Euch Deutschen wieder los, hat uns zuviel Steuergeld gekostet die ganze Aktion. Später haben wir einen ähnlichen Fehler nochmal gemacht, DeLorean.

Angela: Du kennst Dich ja mit der Geschichte von VW gut aus, erstaunlich.

Tony: Ja, wenn's um Steuergelderausgeben und Einnehmen geht, schon. Aber worum geht es denn da in dieser Richtlinie?

Angela: Ja, da haben unsere Freunde in Brüssel sich mal was feines einfallen lassen. Sie wollen dieser komischen Autotuningszene mal etwas den Wind aus den Segeln nehmen.

Tony: Ach so, die ASBO-Cars.

Angela: ASBO-Cars?

Tony: Ja, in England haben wir eine Klasse von Leuten, unterste Kanne, wirklich, die nennen wir Chavs. Das sind meistens totale Loser der Gesellschaft, haben keinen Job, leben in Council Houses, Sozialwohnungen nennt Ihr die, glaube ich, und die haben sogar ihre eigene Kultur, Sprache und Kleidungs-Code entwickelt.

Angela: Aha.

Tony: Die kleiden sich z.B. in absolut tadellosen weissen Sportschuhen, meistens geklaut natürlich, Jogginghosen, Baseballcaps, und deren Sprache, reden wir gar nicht drüber. Da braucht man ein eigenes Wörterbuch für.

Angela: Ach so, Prollos, ja, die haben wir auch.

Angela lacht laut auf.

Angela: Und was sind jetzt die ASBO-Cars?

Tony: Ja, da hat sich meine Regierung vor einiger Zeit mal wirklich eine geniale Idee einfallen lassen: Die Chav-Jugendlichen, also die Hoffnungslosen der Zukunft haben ja auch ein Benehmen wie eine offene Hose. Die verprügeln schon mal Unschuldige, schwänzen die Schule, das Übliche halt. Wenn sie dabei von einem Copper erwischt werden, darf der Copper dem Chav-Jugendlichen eine ASBO aushändigen. Das steht für "Anti-Social Behaviour Order", und soll denjenigen, dem so'n ASBO verhängt worden ist, als Schande darstellen.

Angela: Ahja, klingt gut.

Tony: Leider findet die Chav-Jugend das inzwischen so cool, so'n ASBO verhängt zu bekommen, dass man sogar stolz drauf ist.

Tony rollt unverständnisvoll mit den Augen.

Tony: Naja, diese Jugendlichen wollen auch meistens ein Auto haben, damit sie ihr Chav-Dasein noch besser zum Ausdruck bringen können.

Angela: Eine geile Karre sozusagen.

Tony: Ja, sowas wie ein Saxo oder Corsa mit jede Menge Zeugs drangeklebt, was sofort bei einem ordentlichen englischen Regensturm runterfällt. ASBO-Cars. Ist doch gut, dass die Jungs in Brüssel da mal was gegen machen wollen.

Angela: Ja, nur ist mir beim Durchlesen dieses Schriebs ein Satz nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

Angela strahlt.

Angela: Ich zitiere: "Was sollten wir an Ihrer Stelle denn mit unserem Geld und unserer Zeit machen?" Die Bürger Europas geben offen zu zuviel Geld und Zeit zu haben!!!

Tony grinst als ob ihm gerade zig unheimliche böse Gedanken kommen würden.

Angela: Ja, wenn das Volk schon zugibt, nicht mehr zu wissen, was sie mit ihrem Geld machen soll, dann können wir es ihnen doch besser abnehmen.

Tony: Stimmt! Und wenn sie zuviel Freizeit haben, kann das Volk auch mehr arbeiten, für uns natürlich. Ich halte als Sozialist ja sowieso nichts von Sonntagen, frei haben und so weiter.

Angela: Aber Toni, ich dachte Ihr Sozis steht doch auf Seiten der Arbeitenden?

Tony: Nö, nicht NEW Labour! Das ist ja das neue daran, wodurch wir vor, och wieviele Jahre sind es schon wieder her, unseren "Landslide Victory" gemacht haben. Immerhin habe ich's fast 2 ganze Legislaturperioden ausgehalten, bevor man mich durchschaut hatte, und so langsam meinen Rücktritt anfing zu fordern. Ich gehe ja jetzt in Mai 2007. Immerhin habe ich gut vorgesorgt, bombastisch gute Pensionsregelung bei uns beim Staat.

Angela: Da habe ich Dich allerdings dicke geschlagen, denn ich habe es noch nichtmal eine volle Legislaturperiode lang geschafft, bevor das Volk mich durchschaut hatte. Da sind Deine Wähler wohl dümmer, was?

Angela lacht.

Tony: Nee, Du musst da wohl ganz grosse Sch*isse gebaut haben. Oder gute Versprechungen gemacht haben, und Du hast sie nicht einhalten können, aber das ist ja normal, gehört ja zu unserem Fach, nicht wahr. Was Dir aber fehlt, Angela ...

Tony strahlt Angela mit dem unverkenntlichen Grinsen, dass sein Markenzeichen geworden ist, an.

Tony: ... ist die Fähigkeit, die Presse geschickt zu manipulieren und dabei immer blöd aber freundlich vor laufenden Kameras zu grinsen ... sowie ich das jetzt gerade mache. So hat mich meine Cherie auch am liebsten.

Angela: Ja, ich wurde ja zu oft mit Eurer Thatcher da verglichen, als erste deutsche Bundeskanzlerin und so.

Tony: Ach was, die Thatcher hatte schon ein paar tolle Ideen. Zumindest sehe ich das heute zo. Damals konnte ich diese Frau absolut nicht ausstehen, aber genauso wie Eurer Fischer ändert man seine Meinung, wenn man in der Politik aufsteigt. Flexibel muss man sein.

Angela: Ja, das stimmt. Ich habe's ja auch zu nichts gebracht mit meinem Hochschulabschluss Physik, da bin ich dann in die Politik gegangen.

Tony: Ja, das ist schon ein bisschen anders bei uns in England. Da kommen grundsätzlich nur Leute, die in Oxford oder Cambridge studiert haben in die Politik. Es gehört schon eine gewisse Herkunft dazu, auch wenn die Hochschulausbildung selber eher egal ist. Hauptsache Cambridge oder Oxford, dann was einfaches wie Geschichte oder ähm, naja, Geschichte oder so. Die gesamte Elite Englands hat dort studiert, auch die Kapitäne der Industrie, meine Kumpels z.B. wie Lord Sainsbury (Anmerkung: Sainsbury betreibt eine der grossen Supermarktketten in GB, und bekleidet sämtliche hochrangige Ämter in der englischen Regierung), man schützt sich ja gegenseitig. Aber können muss man bei uns auch nichts, um in der Politik erfolgreich zu sein, nur Leute kennen muss man.

Angela: Ja, Ellenbogentaktik hat mich auch enorm weitergeholfen. Aber mal zurück zum Thema. Das Volk hat also zu viel Geld und zu viel Zeit.

Tony: Ja, da können wir ja ein paar Gesetze erlassen, wodurch das Volk mehr arbeiten soll, auch an Wochenenden. Wenn wir dann auch noch in Zusammenarbeit mit unseren Freunden der Industrie die Gehälter runterschrauben und jede Menge neue Steuern einführen, dann ...

Angela: ... dann können wir endlich mit China konkurieren, das Volk soll wieder lange für einen Fernseher oder gar ein Auto arbeiten, und tut das dann auch, sowie damals in den goldenen 50ern und 60ern, wo das Volk noch gearbeitet hat, weil es nichts anderes zu tun hatte. Gleichzeitig bekommen wir durch geschickte Steuer genug Geld, dass wir uns eine goldene Nase verdienen können.

Beide strahlen.

Angela: Wir müssen nur aufpassen, dass wir mit den neuen Steuerquellen nicht unsere Freunde der Industrie, mein guter Kumpel Schremp z.B., abschrecken.

Tony: Das ist klar. Unsere Freunde - habe gestern wieder mit Stuart Rose (Anmerkung: CEO von Marks & Spencer, verdient satte 2 Millionen Pfund pro Jahr, bekommt zusätzlich noch Aktienbonuseinkommen) Golf gespielt, war das schön - dürfen natürlich nicht von unseren noch auszudenkenden neuen Steuergesetzen betroffen werden.

Angela: Eben, denn wenn die keine Lust mehr haben, machen sie ihre Läden zu, und dann gehen uns alle Arbeitsplätze weg, und damit ja unsere eigene Gehaltsquelle. Wir, Tony, müssen ja auch von was leben.

Tony: Richtig. Ach ist das schön, Politiker zu sein. Hast Du mal "The Matrix" gesehen?

Angela: Ja.

Tony: So stelle ich mir die ideale Welt vor. Alle Bürger sind in unserem System vernetzt, wo wir ihnen eine heile Welt vorgaukeln, während sie schön für uns und unsere Freunde der Industrie schuften, ohne zu murren!

Angela: Aber in dem Film können sich die Leute ja noch vergnügen, das heisst sie scheinen noch Freizeit zu haben! Das kann aber ein Problem werden, denn dann fangen so'n paar wieder an, an ihre, wie nanntest Du sie noch, ASBO-Cars zu schrauben. Das wollen wir ja nun gar nicht.

Tony: Da wäre das chinesische System ja ein guter Ausweg. Dank der kommunistischen Diktatur hat der Staat das Volk ja voll im Griff.

Angela erschreckt: Aber Toni, bitte! Kommunismus! Aber da hatte ich jetzt auch nichts anderes von einem Sozi erwartet.

Tony: Angela, ich bin NEW Labour! Das ist ein Konservativer im Sozikleid.

Angela: Das gefällt mir.

Tony: Der chinesische Staat hält durch ihre Gesetze die Gehälter niedrig, schränkt, wie es sich gehört, die Rechte der Bürger bis auf fast Null ein, und kann es so ihren Kumpels in der Industrie leicht machen, billige Arbeitskräfte zu bekommen. Dadurch können die Industrie-Jungs recht gut viel Geld an Land ziehen, und davon profitieren ihrerseits wieder die befreundeten Politiker, sowie z.B. Du und ich.

Angela: Ja, aber China verschmutzt doch die Umwelt, und gerade Du hast doch letzte Woche noch so gross herumposaunt, dass wir was machen müssen, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren.

Tony: Nein, nein, wenn ich in China regieren würde, würde mir das doch glatt am A*sch vorbeigehen, hauptsache ich bekomme genug Kohle von den Jungs in der Industrie dafür, dass ich es denen einfach mache, jede Menge billige Resourcen zu bekommen. Allerdings arbeite ich ja nun im angeblich zivilisierten Westen, wo irgendwelche Trottel aus der UNO, Greenpeace und wie sie nicht alle heissen, mir das Leben schwer machen mit ihrer CO2-Geschichte.

Angela: Mir ja auch, obwohl unsere beiden Länder ja die Kyotovorgaben bereits geschafft haben.

Tony: Aber da liegen noch Unmengen an Möglichkeiten offen, um Steuereinnahmen zu bekommen. Ökosteuer zu hauf, das Volk fühlt sich schuldig und zahlt gerne mehr für eine saubere Umwelt.

Angela: Bei uns nicht, da funktioniert die Masche schon lange nicht mehr. Das haben wir den Grünen zu verdanken. Die haben das Volk einfach zu tode gehauen mit ihren unzähligen Ökosteuern. Hätten sie sie doch einfach mal anders benannt.

Tony: Eben, da liegt das Geheimnis: Ich habe ja letzte Woche gesagt, dass wenn wir nicht was an diesem CO2-Ausstoss ändern, dann könnte das negative Folgen für unsere Wirtschaft in der westlichen Welt haben. Somit habe ich dem Volk ordentlich Angst eingejagt, sowie ein Versicherungsvertreter das ja auch macht.

Angela: Ah ja, und jetzt kannst Du die eine Joberhaltungssteuer nach der anderen einführen. An sowas hatten wir auch schon gedacht, nachdem wir auch bereits Ideen wie die Ich-AG ausprobiert haben.

Tony: Ich-AG?

Angela: Ja, da geben wir die Langzeitarbeitslosen die Chance ihre eigene sinnlose Firma zu gründen, die bekommen dafür unser Geld, was wir uns natürlich aus dem europäischen Sozialtopf holen, und dürfen aber nicht mehr Gewinn als 25000 Euro pro Jahr machen. In Nachfolgejahren kann der Betreiber der Ich-AG allerdings nochmehr Geld von uns beantragen. Die Idee stammt von so'nem Typen bei VW, Hartz hiess der.

Tony: Ui, interessant, wo liegt aber der vorteil für Euch? Vor allem, wann hört Ihr denn auf, dem Betreiber Geld in den Schlund zu werfen? Von dem Hartz haben wir auch so einiges gehört, soll ja ein ganz gewieftes Kerlchen gewesen sein, mit Huren und so. Aber er war nicht clever genug, er ist ja rausgeflogen.

Angela: Ja, da hatten wir echt eine Menge Spass mit der ganzen Affäre. Ich-AG: Da unsere Bundesagenturen für Arbeit sowas von inkompetent sind, sowie wir Politiker natürlich ...

Tony: Inkompetent, entschuldige, dass ich unterbreche, aber in einem sind wir ja echt spitze: Dem Volk das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Angela: Naja, da könnten wir noch viel gewiefter sein, aber es tun sich ja gerade wieder ein paar Möglichkeiten auf. Jedenfalls die Bundesagenturen für Arbeit sind von uns bewusst ziemlich schlecht informiert worden, wie die Ich-AG funktioniert - wollen ja keine zu aufgeklärte Untertanen, ähm Beamten, haben - und deswegen kommt es wie geplant, sehr häufig vor, dass es einfach kein Geld mehr gibt für den Betreiber in Nachfolgejahren. Allerdings haben wir dann meistens wieder einen Arbeitslosen dazu.

Tony: Der sich sehr schnell zu einem Chav entwickeln kann.

Angela: Deswegen sollten wir es unseren Freunden der Industrie schmackhaft machen, dass sie die Arbeitsplätze hier behalten. Der Lebensstandard der Bürger muss natürlich zurückgeschraubt werden, nicht zu vergessen, nicht unserer natürlich, aber das Volk hat heutzutage sowieso viel zu viel. Wozu brauchen die überhaupt ein Auto? Es gibt doch die tollen öffentlichen Verkehrsmittel.

Tony: Oh, da könnt Ihr ja auch nochwas von uns lernen, wie's gemacht wird. Man privatisiert den Haufen erstmal, z.B. die Bahn, um nach horrenden Verlusten den ganzen Laden, zumindest das Streckennetz wieder zu verstaatlichen. Seitdem haben wir aber einen wesentlich besseren Service für die Reisenden.

Angela: Wieso? Fahren bei Euch die Züge etwa pünktlich?

Tony: Nein, natürlich nicht, ganz im Gegenteil. Aber dank guter Ideen der Privatwirtschaft haben wir jetzt jede Menge faule Ausreden und Entschuldigungen, weshalb unsere Züge zu spät oder überhaupt nicht fahren. Zum Beispiel haben wir da im Herbst immer die tolle Ausrede, dass Blätter auf den Schienen liegen.

Tony lacht.

Tony: Thatcher hat da ordentlich aufgeräumt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, zumal sie sie überhaupt nicht mochte, bezeichnete sie sogar als was für Asoziale, ASBOs!

Tony lacht wieder.

Angela: Ach, da haben wir unseren Mehrkorn, der an der Spitze der Deutschen Bahn steht, total inkompetent der Mann, deswegen lassen wir ihn auch da. Er schliesst Strecken, wo sie nicht geschlossen werden sollen, aber egal.

Tony: Ist ja auch egal, er hat anscheinend das Dilbert Buch zum Guten Manager gelesen, in dem es heisst, dass ein erfolgreicher Manager sich dadurch profilieren kann, dass er vieles einfach nur ändert, egal, Hauptsache Änderung.

Angela: Mir ist's eh egal, ich habe ja meinen Chauffeur.

Tony: Ja, wie in China soll's hier werden. Jetzt müssen wir nur noch eine Diktatur erfinden und einführen, die es uns ermöglicht unsere Ideen umzusetzen. Habt Ihr da nicht noch einen irgendwo herumstecken?

Tony grinst hämisch.

Angela wird etwas rot.

Angela: Sage mal, Tony, Themawechsel, was wirst Du eigentlich machen, wenn Du in Mai abtreten musst? Ich muss ja auch ein bisschen vorsorgen. denn lange werde ich wohl auch nicht mehr Zeit haben, Geld an Land zu schaufeln.

Tony: Genug Geld habe ich inzwischen bekommen. Ach, irgendwelche nutzlosen aber gut verdienden Ämter wird es sicherlich noch geben, die ich bekleiden kann. Wenn wirklich nichts klappt, kann man sich ja noch beim Europarlament anmelden. Da bekommt man dann am Ende sogar 2 Pensionen! Ich denke mir, dass eine nette Frau wie Du doch ohne weiteres ins Europarlament reinkommst. Die Fahrtkosten von zuhause gibt's auch noch gratis.

Angela: Ja, gute Idee, ich habe ja inzwischen auch schon ein paar Freunde in Brüssel und Strassburg. Wenn aber nichts mehr klappen sollte, kann ich mich ja nochmal mit der Physik auseinander setzen, aber irgendwie kommt mir das wie zuviel Arbeit vor.

Tony: Ach, wie sagt Ihr so schön: "Wenn man gar nichts wird, wird man Betriebswirt", Vorsitzender einer Grossfirma z.B., Erfahrung haben wir ja genug in der Inkompetenz.

Angela: Tony, Du kennst Dich ja gut aus mit den deutschen Sprüchen. Ach ja, wie schön das Politikerdasein doch sein kann.

Beide stossen mit einem Glas Champagne an.
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Angel
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Re: Achtung Satire!

Beitrag von Angel »

:hihi: am ende etwas inkonsequent, weil angie nie von sich behaupten würde nix zu können oder?

gruß angel
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53B
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Re: Achtung Satire!

Beitrag von 53B »

Bin erst bei der Hälfte, den Rest les ich nach dem Frühstück durch. :hihi:
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Re: Achtung Satire!

Beitrag von 53B »

Fertig. Glaube aber 2 mal muss ich mir das nicht durchlesen. :hihi:
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