So... wir haben es grad hinter uns, das betrieblich verordnete Seminar zum neuen Anti-Diskriminierungsgesetz. Wird wohl in jeder Firma so bald durchgeführt werden.
Damit will sich der pauschal haftende Arbeitgeber gegen mögliche Klagen schützen und die Angestellten haften nun selbst, mussten die Teilnahme unterzeichnen. Eine anonyme Mailbox wurde eingerichtet, ebenso ein Ansprechpartner für alle, die sich diskriminiert fühlen. Ein Beauftragter ging durch die Metall-Werkstätten und forderte erst einmal die Abhängung aller Pin-Ups Girl's, jemand könnte sich ja sexuell belästigt fühlen.
Ab sofort verboten sind:
- jegliche Arten Zeitschriften wie Playboy, HIM, etc. am Arbeitsplatz
- Händedruck mit gleichzeitigem Berühren des Oberarmes
- Klaps auf den Po (irgendwo verständlich)
- auf Mindestabstand zu andersgeschlechtlichen Kollegen ist zu achten
- das "an die Schulter fassen"
- jegliche diskriminierenden oder sexistischen Äusserungen
- jede Stelle muss geschlechtsneutral ausgeschrieben sein
- Der AG ist verpflichtet jeder, auch der anonymen Anzeige nachzugehen !
und noch einiges mehr. Als Fallbeispiel wurde genannt, dass ein französischer Friseurbetrieb eine muslimische Frau als Bewerber abgelehnt habe, weil sich die Cheffin "unter eigenen Landsleuten" wohler fühle und das auch sagte. Verklagt, Recht bekommen, der Muslimin wird eine Entschädigung für die "Diskriminierung" bezahlt. Auch Vermieter dürfen Ausländer nicht mehr pauschal ablehnen, sonst droht Klage!
Die Anwälte reiben sich die Hände, freie Fahrt für Abertausende Abmahnungen wegen Fehlern in Stellenanzeigen usw.
Also, wenn ihr mich fragt: Die Politiker haben ne Macke, die ticken nicht mehr ganz sauber!
Beitrag bearbeitet (21.08.06 15:58)


